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International

Schweiz und Deutschland sicherste Länder in der Corona-Krise

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
GB schickt Reisende in Quarantäne

Reisende nach Grossbritannien müssen vom heutigen Montag an für zwei Wochen in Quarantäne gehen, nachdem sie das Land betreten haben. Diese Quarantänepflicht gilt für alle Einreisenden, ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft. Ausgenommen sind nur wenige Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, medizinisches Personal und Erntehelfer sowie Reisende aus Irland, der Isle of Man und den Kanalinseln. Wer sich nicht an die 14-tägige Pflicht zur Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bussgeld rechnen. Mit der Massnahme soll eine zweite Welle von Coronavirus-Infektionen in Grossbritannien verhindert werden. Die neuen Vorschriften stossen jedoch vor allem bei Unternehmen aus der Reisebranche auf heftige Kritik.

(Symbolbild: Key)
Japan rutscht in Rezession

Japan ist im Zuge der Coronavirus-Krise in eine Rezession gerutscht – allerdings nicht so tief wie zunächst berechnet worden war. Japans Bruttoinlandprodukt (BIP) sank im ersten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 2,2 Prozent.

Dies gab die Regierung Japans am Montag auf Basis revidierter Daten bekannt. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker in Tokio einen BIP-Rückgang um real 3,4 Prozent ermittelt.

Die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt war schon im Schlussquartal 2019 wegen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer geschrumpft. Auf das Jahr hochgerechnet hatte der Rückgang 7,1 Prozent betragen. Sinkt die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer Rezession.

Brasilien veröffentlicht nicht mehr Gesamt-Corona-Zahlen

Brasiliens Regierung gibt nicht mehr die Gesamtzahlen der Corona-Fälle in dem besonders stark betroffenen Land preis. Seit dem Wochenende werden auf der Webseite des Gesundheitsministeriums für Corona-Statistiken nur noch täglich die in den vorherigen 24 Stunden neu registrierten Zahlen von Infizierten und Todesopfern bekanntgegeben. Die Seite war für die Umstellung zwischenzeitlich nicht aufrufbar.

Der rechte Präsident Jair Bolsonaro schrieb auf Twitter von einer Anpassung. Die Staatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes leitete Ermittlungen ein und forderte den Übergangs-Gesundheitsminister, den General Eduardo Pazuello, auf, innerhalb von 72 Stunden den Schritt zu erklären.

Brasilien ist besonder stark vom Coronavirus betroffen. (Bild: Keystone)

Bolsonaro spielt bereits seit Ausbruch der Pandemie die Gefahr durch die Lungenkrankheit Covid-19 herunter. Der Staatschef spricht von einer «leichten Grippe» und lehnt Schutzmassnahmen ab. Er befürchtet, dass ein Lockdown der Wirtschaft des Landes schaden könnte. Am Freitag drohte er mit einer Kündigung der Mitgliedschaft Brasiliens in der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der er ideologische Voreingenommenheit vorwarf.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung begonnen, die Corona-Zahlen statt um 19 Uhr um 22 Uhr zu veröffentlichen. Damit kamen sie erst nach Ende der am meisten geschauten Nachrichtensendung Brasiliens. «Es ist vorbei mit der Berichterstattung im ‹Jornal Nacional›», sagte Bolsonaro. (sda)

29'155 Corona-Tote in Frankreich – täglicher Anstieg sinkt weiter

Mit 13 Corona-Toten in den vergangenen 24 Stunden in Krankenhäusern hat Frankreich die niedrigste tägliche Todeszahl seit Mitte März verzeichnet. Insgesamt sind seit Beginn der Epidemie 29’155 Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen gestorben, wie die Statistik der Regierung am Sonntag angab. Niedriger war der Wert demnach zuletzt am 14. März mit zwölf Toten vor Beginn der strengen Ausgangsbeschränkungen. Diese traten am 17. März in Kraft.

Die Toten in den Altersheimen im Land werden derzeit nicht mehr täglich angegeben. Am Wochenende sind die Werte allerdings häufig niedriger als unter der Woche – häufig kommt es noch zu Nachmeldungen. Das Gesundheitsministerium hatte Freitag angekündigt, die Zahlen für das Wochenende nicht per Pressemitteilung zu veröffentlichen – die Statistik auf der Regierungsseite wurde aber aktualisiert. Anfang Juni hat in Frankreich die zweite Phase der Lockerungen – unter anderem mit Restaurantöffnungen – begonnen. (sda)

Johns-Hopkins-Universität: Mehr als 400 000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als 400 000 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die meisten Opfer haben demnach die USA zu beklagen, hier starben rund 110 000 Menschen. An zweiter Stelle lag Grossbritannien mit mehr als 40 000 Toten, gefolgt von Brasilien mit mehr als 35 000 Todesopfern. Weltweit wurden von der Universität fast sieben Millionen Infektionen seit Beginn der Pandemie verzeichnet, 1,9 Millionen davon in den USA.

Clubs und Zoos wieder geöffnet - Bergbahnen wieder in Betrieb

Strahlende Gesichter in Berggebieten, Clubs, Discos und Zoos: Am Samstag ist der dritte grössere Lockerungsschritt der Coronavirus-Massnahmen erfolgt. Alle bisher noch geschlossenen Betriebe durften öffnen, sofern sie ein Schutzkonzept vorweisen können.

In vielen Schweizer Berggebieten wurde der Tourismus wieder hochgefahren, so auch im Berner Oberland. Dort wurde in Interlaken am Wochenende mit einer symbolischen Aktion der Neustart-Knopf gedrückt.

Positive Bilanz

In den Städten nahm am Wochenende das Nachtleben Fahrt auf. Bars und Ausgehlokale durften wieder öffnen. Laut der Polizei verlief dieser Lockerungsschritt im Kanton Bern ohne grössere Vorkommnisse. Ausrücken mussten die Ordnungshüter einige Male wegen Streitereien oder auch Tätlichkeiten.

Eine positive Bilanz konnten auch der Zoo Zürich und Basel ziehen, trotz des schlechter Wetters. Man sei sehr zufrieden mit dem Wochenende, sagte Markus Rege, Marketingleiter von Zoo Zürich. Wartezeiten habe es teilweise bei den Tierhäusern und am Samstagmorgen vor der Öffnung gegeben.

Auch der Zoo Basel ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. (Bild: Keystone)
Nadal und Gasol sammeln Millionen für die spanischen Corona-Opfer

Bei einer von den Top-Sportlern Rafael Nadal und Pau Gasol unterstützten Crowdfunding-Aktion des Roten Kreuzes zur Finanzierung des Kampfes gegen die Corona-Pandemie sind in Spanien bereits mehr als 14 Millionen Euro gesammelt worden. Das verrieten Tennis-Superstar Nadal und der zur Zeit vereinslose NBA-Basketballer Gasol am Wochenende in einem Gespräch via Instagram.

Schulen und Universitäten in Afghanistan bis September geschlossen

In Afghanistan bleiben Schulen und Universitäten wegen der Coronakrise für weitere drei Monate geschlossen. Dies bestätigten das Bildungsministerium und das Ministerium für Höhere Bildung am Sonntag. Grund seien die steigenden Coronavirus-Infektionen im Land.

«Seit einem Monat haben wir Fernunterricht eingeführt, damit die Schüler ihre Zeit nicht zu Hause vergeuden müssen», sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Dieser werde über Radio und Fernsehen fortgesetzt. An den Universitäten gibt es für Studierende Online-Kursen.

In Afghanistan sind nur etwas mehr als 20’000 Infektionen mit Sars-Cov-2 bekannt. Jedoch fallen aktuell rund die Hälfte der Tests positiv aus. Das Land leidet nach rund vier Jahrzehnten Konflikt und Krisen unter medizinischer Unterversorgung. Vielerorts mangelt es an Personal und dringend benötigter Schutzausrüstung gegen das Virus.

Albasini mit eigener Tour de Suisse

Radrennfahrer Michael Albasini wollte am 14. Juni nach der letzten Etappe der diesjährigen Tour de Suisse (TdS) zurücktreten. Durch die Absage der TdS wegen der Corona-Pandemie ändert der 39-jährige gebürtige Thurgauer seine Planung und fährt bis Ende Saison noch mehrere Rennen, allerdings keine mehr in der Schweiz. Und so kam die Tour de Suisse für «Alba» zustande: Vom 7. bis 14. Juni wird Albasini zusammen mit Wegbegleitern aus dem Sport, Kollegenkreis und der Familie die Originalstrecke TdS 2020 auf den acht Etappen abfahren.

(Video: Keystone-SDA)

Schweiz und Deutschland sicherste Länder im Kampf gegen Corona

Die Schweiz und Deutschland gelten derzeit als die weltweit sichersten Länder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Dies geht aus einem Bericht der «Deep Knowledge Group» hervor, der dem «Forbes Magazine» vorliegt.

Die USA liegen im Ranking hinter Rumänien auf Platz 58. Russland belegt Rang 60. Das Ranking wurde durch 130 quantitative und qualitative Parameter sowie über 11’000 Datenpunkte in Sachen Quarantäne-Effizienz, Monitoring und Staats-Effizienz.

 

Sicherer Hafen? Die Schweiz und Deutschland gelten im weltweiten Vergleich als sicherste Länder in der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Masken oder Kippen achtlos wegwerfen soll in Frankreich teurer werden

Wer in Frankreich gebrauchte Masken, Handschuhe oder anderen Müll auf die Strasse wirft, muss dafür voraussichtlich bald tief in die Tasche greifen. Die Regierung plant eine Erhöhung der Strafe von 68 auf 135 Euro. «Der Plastikmüll aus der Covid-19-Krise erinnert uns daran, dass saubere Ozeane mit sauberen Bürgersteigen beginnen», schrieb die Staatssekretärin im Umweltministerium, Brune Poirson, am Sonntag auf Twitter. Ein Verordnungsentwurf sieht nun eine Verdopplung der Strafe vor.

Medienberichten zufolge wurden in Frankreich in den letzten Wochen vermehrt Masken gegen Corona oder Handschuhe auf den Bürgersteig geworfen. «Gebrauchte Masken, Handschuhe und Taschentücher sind potenziell infizierte Abfälle», hatte Poirson Ende Mai der Zeitung «Ouest France» gesagt. In einigen Fällen könnte die Strafe sogar auf bis zu 750 Euro erhöht werden. Der Entwurf betrifft dem «Journal du Dimanche» zufolge auch Zigarettenkippen, Dosen und anderen Müll, der achtlos weggeworfen wird.

Amerikaner meditiert 75 Tage – «Hab ich etwas verpasst?»

Der US-Amerikaner Daniel Thorson verbrachte 75 Tage in einem «Silent Retreat» – einem buddhistischen Meditations-Trip, den er in kompletter Stille in Vermont verbrachte. Ohne menschlichen Kontakt, ohne Internet, ohne Nachrichten. «Während ich weg war, gab  es eine kollektive traumatische Erfahrung, die ich nicht mitbekommen habe», sagt er.

Thorson hat durch seine ganz eigene Form des Social Distancing seit Mitte März nicht nur die Einführung eben dessen in den USA verpasst, sondern die gesamten ersten Wogen der Corona-Krise, wie die Plattformen der «The New York Times Company», schreiben. Jetzt ist er dabei, alle Neuigkeiten, die er verpasst hat, aufzuarbeiten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Murmel-Rennen dank Corona beliebt wie nie

Ein Beispiel eines Murmel-Rennens (Video: Youtube, Jelle’s Marble Runs)

Weil der Sport aufgrund von Corona die Welt derzeit nur spärlich mit Emotionen versorgt, suchen viele Menschen nach einem Ausgleich. Hier helfen Murmel-Rennen. Was es damit genau auf sich hat, können Sie hier nachlesen.

Papst zur Corona-Pandemie: Glaubt nicht zu früh an einen Sieg

Papst Franziskus hat vor dem voreiligen Gefühl eines Sieges über das Coronavirus gewarnt. «Man darf nicht zu früh Siegeslieder anstimmen», sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag. «Bleiben Sie vorsichtig!», mahnte der 83-jährige Franziskus nach seinem traditionellen Angelus-Gebet vor Gläubigen auf dem Petersplatz. Er forderte die Menschen in seiner Ansprache vom Fenster des Apostolischen Palastes auf, sich weiter an die Corona-Regeln der Behörden zu halten.

Papst Franziskus warnt, nicht zu früh das Ende der Corona-Pandemie zu feiern. (Bild: Keystone)

Er freue sich, dass Italien die akute Phase der Viruswelle überstanden habe, sagte er. Doch in anderen Ländern der Erde wüte die Covid-19-Krankheit weiter, sagte der Argentinier, ohne Einzelstaaten zu nennen. «Am letzten Freitag ist in einem Land pro Minute ein Mensch gestorben – furchtbar!» Er sei den betroffenen Menschen, den Kranken und ihren Familienangehörigen in Gedanken nahe.

Faustballer mit verkürzter Meisterschaft

Die Faustballer tragen diesen Sommer eine Meisterschaft aus, allerdings in verkürzter Form. In der NLA und NLB wird es nur vier statt acht Spieltage geben. Der Final-Event erfolgt dann am 5. und 6. September in Widnau. Allerdings werden dort in diesem Jahr bei den Männern ausnahmsweise sechs statt nur vier Teams teilnehmen.

Ebenfalls klar ist, wie die Auf- und Absteiger ermittelt werden. Das letztplatzierte NLA-Team nach der Qualifikation bestreitet eine Barrage mit den beiden aufstiegsberechtigten Erstplatzierten aus den NLB-Gruppen Ost und West.

Neun neue Covid-19-Ansteckungen in 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages neun neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es 30’965 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntagmittag mitteilte.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Am Samstag waren es 20 neue Fälle gewesen, am Freitag 23. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntagmittag unverändert 1921. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Zahlen der ARD-«Sportschau» bleiben tief

Obwohl die Zuschauer nicht ins Stadion dürfen, erreichen in Deutschland bei der Bundesliga die TV-Quoten nicht jene Werte wie vor der Coronavirus-Krise.

4,17 Millionen Menschen sahen am Samstag in Deutschland den Sport-Klassiker in der ARD und sorgten nach Angaben des Senders für einen Marktanteil von 18,3 Prozent. Vor dem Neustart der Bundesliga hatte die «Sportschau» im Durchschnitt 4,81 Millionen Zuschauer. Der für die TV-Branche wichtige Marktanteil lag bei deutlich über 20 Prozent. An den bisherigen Geister-Spieltagen lag dieser Wert jeweils rund fünf Prozentpunkte unter jenem vor der Zwangspause.

Immer mehr Schulen in Israel müssen wieder schliessen

Angesichts eines Neuanstiegs von Corona-Infektionen müssen immer mehr Schulen in Israel wieder schliessen. Mehr als 100 Schulen und Kindergärten blieben am Sonntag nach einer Mitteilung des Bildungsministeriums geschlossen. Die israelische Arbeitswoche beginnt sonntags.

Bei 330 Schülern und Lehrern ist bisher der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, mehr als die Hälfte davon in Jerusalem. Mehr als 16’000 Schüler und Lehrer sind in häuslicher Quarantäne. Abschlussfeiern zum Ende des Schuljahrs sollen nur noch in eingeschränkter Form stattfinden. Die Regierung will ausserdem weitere geplante Lockerungsmassnahmen neu überdenken. Alles zum Thema lesen Sie hier.

In Israel müssen die Schulen nachdem sie wieder geöffnet hatten, noch einmal zu machen. (Bild: Keystone)
Metropole New York beginnt in Corona-Krise mit ersten Lockerungen

Nach rund dreimonatigen Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind in der Millionenmetropole New York ab Montag erste Lockerungen erlaubt. In der ersten von vier zweiwöchigen Lockerungsphasen können dann unter anderem Bauarbeiten wieder aufgenommen werden und nicht systemrelevante Läden ihre Ware beispielsweise von der Eingangstür aus verkaufen. In der vierten Phase dürfen dann unter anderem auch Kultureinrichtungen wieder öffnen.

(Bild: Keystone)

Die Millionenmetropole hatte als letzte von zehn Regionen des Bundesstaats New York alle sieben Bedingungen für den Start der Lockerungsphasen erfüllt – beispielsweise ausreichend freie Krankenhausbetten und ausreichend Tests. Hygiene- und Abstandsregeln gelten weiter. Wenn sich die Zahlen verschlechtern, kann der Prozess jederzeit angehalten oder auch zurückgedreht werden. Mehr zu der Corona-Situation in New York und den Lockerungen lesen Sie hier.

Schweiz wird während der Coronavirus-Krise produktiver

Die Schweizer Wirtschaft hat in der Coronavirus-Krise ihre Produktivität markant gesteigert. Dies meldet die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf eine Untersuchung des Schweizerischen Gewerbeverbandes (SGV).

Das Homeoffice hat einen Teil dazu beigetragen, dass sich die Produktivität in der Schweizer Wirtschaft trotz Corona gesteigert hat. (Bild: Keystone)

Laut der Analyse des Verbandes ist die Produktivität der Unternehmen im Lockdown um bis zu 16 Prozent gestiegen. Normalerweise würde dieser Zuwachs im Durchschnitt bei rund einem Prozent liegen. Der Hauptgrund für die jüngste Produktivitätssteigerung liege darin, dass das geleistete Arbeitsvolumen noch viel stärker gesunken ist als die entsprechende Wirtschaftsleistung, wie SGV-Chefökonom Henrique Schneider gegenüber der Zeitung erklärte. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

Chinas Ausfuhren verringern sich im Mai weniger stark als erwartet
Die Exporte aus China gingen im Mai zwar zurück, der Ausfall war aber kleiner als bisher erwartet. (Bild: Keystone)

Chinas Exporte sind im Mai um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Damit ist die Entwicklung trotz der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus weniger stark ausgefallen, als weithin erwartet worden war.

Die Importe stürzten dagegen um 16,7 Prozent, wie Zolldaten am Sonntag weiter zeigten. Analysten hatten in einer Umfrage lediglich mit einem Rückgang der Exporte um sieben Prozent – nach einer Zunahme um 3,5 Prozent im April – gerechnet. Bei den Importen hatten die Experten vorhergesagt, dass diese um 9,7 Prozent schrumpfen würden – nach einem Absturz um 14,2 Prozent im April.

Opec und Partner weitestgehend einig über Erdöl-Förderlimits

Die Opec und ihre Kooperationspartner (Opec+) sind sich über eine Verlängerung der aktuellen Drosselung ihrer Ölproduktion um einen weiteren Monat einig geworden. Dies teilte das Erdölkartell am Samstag nach Verhandlungen in Wien mit.

Die teilnehmenden Länder hätten bei der Videokonferenz dafür gestimmt, dass auch im Juli die Erdölproduktion um rund zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag gedrosselt werde, hiess es. Dies soll helfen, die gefallenen Erdölpreise wieder steigen zu lassen. Die Opec erwartet wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise einen drastischen Einbruch des Erdölverbrauchs.

Lufthansa bringt Rückholgarantie für Touristen auf den Markt

Mit einer neuen Rückholgarantie will Lufthansa die wegen der Coronavirus-Pandemie drastisch gesunkene Nachfrage nach Flügen wiederbeleben. «Wir führen eine Home-Coming-Garantie ein», sagte Konzernchef Carsten Spohr der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Die Lufthansa will mit einer Rückholgarantie für Touristen die Buchungen wieder ankurbeln. (Bild: Keystone)

Wer etwa nach Deutschland zurück wolle, den bringe Lufthansa zurück, hiess es. Dies könne zum Beispiel dann geschehen, falls Personen wegen erhöhter Körpertemperatur am Zielort nicht einreisen dürften, man am Zielort in Quarantäne müsste oder im Gastland das Coronavirus plötzlich wieder ausbreche, erklärte er. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Fitnessstudios und Schwimmbäder dürfen in Dänemark wieder öffnen

Die Dänen dürfen ab Montag wieder Gewichte im Fitnessstudio stemmen oder ihre Bahnen im Schwimmbad ziehen. Die Regierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und die weiteren Parlamentsparteien einigten sich am Samstag darauf, dass Schwimmbäder, Fitnessstudios und andere überdachte Freizeit- und Sportstätten zum Start der neuen Woche wieder öffnen dürfen. Richtlinien dafür sollen zeitnah folgen, wie das dänische Kulturministerium am Samstagabend mitteilte. Bislang war vorgesehen gewesen, dass diese Stätten erst ab August mit einer Wiedereröffnung rechnen konnten. Sie sind seit fast drei Monaten geschlossen.

Dänemark hatte Mitte März besonders früh und strikt auf die Corona-Krise reagiert. Deutschlands nördlichstes Nachbarland hat die Ausbreitung des Coronavirus dadurch gut in den Griff bekommen. (sda)

König Carl Gustaf würdigt Einsatz der Schweden gegen Corona-Pandemie

Schwedens König Carl XVI. Gustaf (74) ist nach Monaten des Corona-Rückzugs nach Stockholm zurückgekehrt und hat dabei den Kampf seiner Landsleute gegen die Pandemie gewürdigt. Viele in der schwedischen Gesellschaft hätten in der Corona-Krise einen «bewundernswerten und heldenhaften Einsatz» gezeigt, wofür ihnen ein grosser Dank gebühre, sagte der Monarch am Samstagabend anlässlich des schwedischen Nationaltags in einer Rede vor dem Königsschloss in der Stockholmer Altstadt.

Gleichzeitig rief Carl Gustaf die Schweden zum Durchhalten auf. Es handele sich um eine schwere Zeit für viele, sagte er. «Jetzt gilt es durchzuhalten. Schweden ist in vielerlei Hinsicht ein reiches Land, aber unser grösstes Vermögen ist der Wille, sich gegenseitig zu helfen.» Den Sommer solle man stets verantwortungsbewusst, aber so klug und so gut wie möglich nutzen, ergänzte er.

Carl Gustaf und seine Frau Königin Silvia. (Archivbild: Keystone)

Carl Gustaf und seine Frau Königin Silvia (76) halten sich seit März auf dem Schloss Stenhammers in der Region Sörmland auf. Manchmal haben sie dort kurze Ausflüge unternommen, sich insgesamt aber hauptsächlich in dem Anwesen aufgehalten. Das Königshaus hatte angekündigt, dass das Königspaar für den Nationaltag zeitweilig nach Stockholm zurückkehren werde.

Djokovic hält Covid-19-Massnahmen für US Open für inakzeptabel

Für Novak Djokovic sind die zuletzt durchgesickerten Massnahmen das Coronavirus, welche die Veranstalter des US Open in New York planen, inakzeptabel. «Die Frage ist, wie viele Spieler bereit sind, diese Bedingungen zu akzeptieren», sagte der Weltranglisten-Erste im serbischen «Prva TV». Das Grand-Slam-Turnier ist vorerst immer noch ab den 31. August angesetzt.

(Bild: Keystone)

«Ich hatte ein Telefonat mit den Leadern im Welttennis. Die Regeln, die wir akzeptieren müssten, um dort überhaupt zu spielen, sind extrem», erklärte der dreifache US-Open-Champion. «Wir hätten keinen Zugang nach Manhattan, müssten in Hotels am Flughafen schlafen und zwei oder drei Mal pro Woche getestet werden», sagte Djokovic.

Zusätzlich könne jeder Spieler nur eine Person auf das Turniergelände bringen. «Das ist wirklich unmöglich. Ich meine, du brauchst einen Coach, einen Fitnesstrainer und einen Physiotherapeuten.»

Auch Rafael Nadal hatte diese Woche erklärt, dass er unter den gegenwärtigen Umständen nicht in die USA reisen würde. Der Spanier hinterfragte auch, ob Tennis wieder beginnen könne, wenn die Pandemie noch grosse Teile der Welt fest im Griff hat.

Tausende Nerze auf Pelztier-farmen werden getötet

In den Niederlanden werden in den nächsten Tagen acht Pelzfarmen stillgelegt. Die Tiere werden mit einem Gas getötet, ihre Kadaver werden von einem Spezialbetrieb vernichtet. Anschließend sollen die Ställe desinfiziert werden.

Mindestens zwei Menschen sollen durch Nerze mit dem Coronavirus infiziert worden sein – davon geht zumindest das Landwirtschaftsministerium in Den Haag aus. Deshalb hat es die Räumung der Betriebe beschlossen. Der Grund sei die Sorge, die Farmen könnten ein Corona-Infektionsherd werden.

Ende April war das Coronavirus bei mehreren Nerzen auf niederländischen Pelztier-Farmen festgestellt worden. Die erkrankten Tiere hätten unter Magen-Darm-Problemen und Atemnot gelitten.

Als erstes wurde eine Farm in Deuren im Osten der Niederlande geräumt. Dort lebten 1.500 Nerze und ihre Jungtiere. Das teilte eine Sprecherin der zuständigen Behörde mit.

In den Niederlanden werden in den nächsten Tagen mehrere Pelz-Farmen geräumt. (Symbolbild: Keystone)
Moskau eröffnet mitten in Corona-Krise Buchmesse am Roten Platz

Trotz anhaltend hoher Corona-Infektionen hat in Moskau mitten auf dem Roten Platz eine Buchmesse mit zahlreichen Besuchern begonnen. Es sei wichtig, wieder ins Leben zurückzukehren, teilten die Veranstalter am Samstag mit, an dem in Russland auch der Geburtstag des Nationaldichters Alexander Puschkin und somit der Tag der russischen Sprache gefeiert wird.

Bei den Besuchern der drei Tage dauernden Veranstaltung, die im Freien stattfindet, werde am Eingang die Temperatur gemessen. Zudem müssten die Gäste wie in der ganzen Stadt vorgeschrieben Mund-Nasen-Schutz sowie Handschuhe tragen. Es ist eines der ersten Kulturevents in Moskau seit Einführung der strengen Ausgangssperren im Frühjahr. Andere grössere Veranstaltungen sind in Moskau wegen der Pandemie weiter verboten.

Freiwillige, die an der Buchmesse helfen. (Bild: Keystone)
108-Jährige hat Corona überlebt

Die 108 Jahre alte Fatima Negrini hat eine Coronavirus-Infektion überstanden. Die Norditalienerin wohnt seit vielen Jahren in einem Pflegeheim in Mailand. «Gott hat mich vergessen», zitierte die Zeitung Corriere della Sera Negrini am Samstag. Mehr dazu hier.

Experten warnen vor zweiter Infektionswelle in Grossbritannien

Führende Ärzte und Wissenschaftler haben die britische Regierung eindringlich dazu aufgerufen, das Land auf eine mögliche zweite Infektionswelle im Winter vorzubereiten. Grossbritannien gehöre zu den Ländern mit den höchsten Todesraten, betonten die Experten in einem im «Guardian» veröffentlichten Schreiben. «Besonders schlimm sind die Armen und bestimmte ethnische Minderheiten betroffen.» Zu den 27 Unterzeichnern gehört auch der Mediziner Anthony Costello, der früher Spitzenbeamter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war.

Nach Angaben des britischen Gesundheitsministeriums sind bereits mehr als 40’000 Corona-Infizierte gestorben – kein anderes Land in Europa verzeichnet so viele Opfer. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Angesichts der Lage im Land halten viele von ihnen die Lockerung von Massnahmen gegen die Pandemie für verfrüht. (sda)

BAG meldet 20 neue Fälle innerhalb eines Tages

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet bisher insgesamt 30’956 laborbestätigte Fälle, damit 20 zusätzlich Infizierte innerhalb eines Tages. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende. Die Inzidenz beträgt 361 pro 100’000 Einwohner.

Bisher traten 1’661 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten COVID-19-Erkrankung auf. Alle Kantone der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein sind von COVID-19 betroffen. Mehr dazu hier.

Stürmischer Empfang auf dem Jungfraujoch

Nach dem Lockdown hat die Jungfraubahn am Samstag den Betrieb wieder aufgenommen. Die wenigen Gäste, die hinauf fuhren, wurden auf dem Jungfraujoch stürmisch mit Schnee und Regen bei -1 Grad Luftemperatur emfpangen.

(Video: Keystone sda / Peter Schneider)
Der Ball in der Schweiz rollt wieder

Einige Klubs der Super League und Challenge League nahmen den Testspielbetrieb wieder auf. Den Anfang machten am Vormittag Vaduz gegen Zürich, Luzern gegen Schaffhausen und auf dem Aarauer Brügglifeld der FC Aarau gegen den FC Thun.

Die Spieler von Thun trainieren vor dem Testspiel zwischen dem Challenge League Club FC Aarau und dem Super League Club FC Thun im Stadion Bruegglifeld. (Keystone)

Das Spiel zwischen dem letztjährigen Barrage-Teilnehmer aus der Challenge League und dem aktuellen Tabellenletzten der Super League wurde wie alle anderen Partien auch vor leeren Rängen ausgetragen.

Nach fast viermonatiger Pause infolge der Corona-Pandemie werden die Meisterschaften am Freitag, 19. Juni, fortgesetzt. Der Neustart in der Super League erfolgt mit der Partie Young Boys – FC Zürich um 20.30 Uhr. Mehr dazu hier.

Grünes Licht für Hollywood

Wäre alles nach Plan gelaufen, dann hätte Tom Cruise in den letzten Wochen seine gefährlichen «Mission: Impossible»-Stunts gedreht, Keanu Reeves wäre für «Matrix 4» angetreten und Robert Pattinson hätte sich mit schwarzer Maske und Cape in «The Batman» verwandelt. Doch dann legte ein Virus auch Hollywood lahm.

Drehstart aber mit vielen Fragezeichen: Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom gab am Freitagabend (Ortszeit) grünes Licht. (Keystone)

Rund drei Monate nach den plötzlichen Drehstopps wegen der Coronavirus-Pandemie könnte nun der Film- und Fernsehbetrieb wieder anlaufen. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom gab am Freitagabend (Ortszeit) grünes Licht für einen Produktionsbeginn ab dem 12. Juni. Allerdings mit Vorbehalt und vielen Fragezeichen. Mehr dazu hier.

Macron und Xi sprechen über Kampf gegen Corona

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping haben sich über die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ausgetauscht. Macron habe in einem Telefongespräch am Freitag seine Entschlossenheit für eine starke internationale Reaktion auf die Pandemie mit drei Prioritäten zum Ausdruck gebracht, teilte der Élyséepalast mit.

Dabei betonte er demnach die Bedeutung der Wissenschaft und die zentrale und unumgängliche Rolle der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ebenfalls relevant sei die Solidarität mit Afrika in der Krise und der Zusammenhang zwischen Gesundheitsfragen und Umweltschutz.

Frankreichs Corona-Warn-App knackt Millionen-Marke

Frankreichs Coronavirus-Warn-App «StopCovid» hat nach Angaben der Regierung die erste Millionen-Marke übertroffen. Innerhalb von drei Tagen sei die App eine Million Mal aktiviert worden, schrieb der Staatssekretär für Digitales, Cédric O, am Samstag auf Twitter.

Die kostenlose Anwendung steht seit Dienstag zum Herunterladen auf das Handy bereit. Die Regierungs hatte zuvor erklärt, damit die App aber wirksam sei, müsste sie von mehreren Millionen Französinnen und Franzosen genutzt werden.

Sparen in der Corona-Krise: Bolivien schafft drei Ministerien ab

Boliviens Übergangsregierung schafft mehrere Ministerien ab, um in der Corona-Krise Geld zu sparen. Demnach werden das Sportministerium, das Kulturministerium und das Kommunikationsministerium an andere Ministerien angeschlossen, berichteten bolivianische Medien am Freitag (Ortszeit) übereinstimmend. «Alles Eingesparte wird in die Gesundheit und den Kampf gegen das Coronavirus gehen», wurde Übergangspräsidentin Jeanine Añez zitiert.

Schweiz: Heute folgt der nächste Lockerungsschritt

Am heutigen Samstag erfolgt der dritte grössere Lockerungsschritt der Coronavirus-Massnahmen. Alle bisher noch geschlossenen Betriebe dürfen öffnen, sofern sie ein Schutzkonzept vorweisen können.

Bergbahnen, Campingplätze, Discotheken und Kulturlokale dürfen den Betrieb ebenso wie Schwimmbäder, Zoos, Kinos oder Theater erneut aufnehmen. Vielerorts ist daher das Wiederhochfahren der Geschäftsaktivitäten bei Bergbahnen sowie Schifffahrtsgesellschaften geplant.

Tagestouristen geniessen am Samstag den Sonnenaufgang auf dem Stanserhorn. Dies nachdem die Stanserhornbahn den Betrieb zum ersten mal nach der Corona-Pandemie wieder aufnehmen konnte. (Bild: Keystone)

In Restaurants fällt ab heute die Beschränkung auf Vierergruppen weg, jedoch müssen Kontaktdaten angegeben werden. Nachtclubs und Discos sind verpflichtet, Präsenzlisten zu führen und dürfen pro Abend höchstens 300 Eintritte erlauben. Ebenso ist der Präsenzunterricht in Mittel-, Berufs- und Hochschulen ab kommender Woche wieder möglich.

Der Bundesrat lässt zudem spontane Versammlungen von bis zu 30 Personen und Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen erneut zu. Für letztere ist zudem ein Schutzkonzept vorgeschrieben; die Distanz- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

In der Romandie ist zudem ab 9.00 Uhr erneut die Verteilung von Nahrungsmittelpaketen an Bedürftige geplant.

Die Zürcher Seepromenade ist wieder offen

Mit dem nächsten Lockerungsschritt der Corona-Schutzmassnahmen ist das Zürcher Seebecken wieder offen. Mitarbeiter der Stadt Zürich entfernten am Samstagmorgen die Gitter am Ufer.

https://video.telebasel.ch/content/4062/4063/141829/

(Video: Keystone)
Gardasee wartet auf deutsche Touristen: Keine Masken am Strand

Der Tourismusbetrieb am Gardasee in Italien hofft in diesem Jahr trotz Corona auf zahlreiche Urlauber aus Deutschland. «Die Besucher können sich hier absolut sicher fühlen. Wir hatten hier nur einen einzigen Corona-Fall», sagte der Bürgermeister der Kommune Limone sul Garda, Antonio Martinelli, der Deutschen Presse-Agentur. «Unser Ort ist immun.»

Hotels, Attraktionen und Fähren würden nun nach und nach den Betrieb aufnehmen. Urlauber müssten auch nicht mit Atemschutzmasken am Strand liegen oder im Restaurant sitzen, dafür gelte aber auch beim Urlauben ein Sicherheitsabstand. Limone sul Garda ist vor allem bei ausländischen Touristen beliebt, etwa 70 Prozent kämen aus Deutschland, sagte Martinelli. Letztes Jahr habe der kleine Ort insgesamt 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt – mehr habe in der Region Lombardei nur die Metropole Mailand. «Wir wollen eine Botschaft an unsere geliebten deutschen Freunde senden, dass wir sie sehnsuchtsvoll erwarten.»

Kalifornien will Film- und Fernsehdrehs ab Mitte Juni erlauben

Rund drei Monate nach dem plötzlichen Drehstopp wegen der Coronavirus-Pandemie könnte der Film- und Fernsehbetrieb in Hollywood wieder anlaufen. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom gab am Freitagabend (Ortszeit) grünes Licht für einen Produktionsbeginn ab dem 12. Juni.

Laut Mitteilung der Gesundheitsbehörde des Westküstenstaates müssen an den Drehorten aber zahlreiche Auflagen erfüllt werden. Etwa darf eine kritische Schwelle von Covid-19-Fallzahlen in den Bezirken nicht überschritten werden, es muss ausreichende Testkapazitäten geben und die Produktionsteams müssen strikte Hygieneregeln befolgen.

Um wieder Drehen zu können, müssen die Filmteams strenge Auflagen befolgen. Wie etwa hier am Set einer französischen Filmproduktion. (Bild: Keystone)
Brasilien droht Rückzug aus WHO an

Nach dem Rückzug der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) droht nun auch Brasilien mit diesem Schritt. «Die USA sind schon ausgetreten. Entweder die WHO arbeitet ohne ideologische Voreingenommenheit oder wir sind auch draussen», sagte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro dem Sender CNN Brasil am Freitagabend (Ortszeit).

«Wir brauchen keine Leute von ausserhalb, die uns Tipps bei der Gesundheit hier geben.» Ende Mai hatten die USA sich aus der WHO zurückgezogen. Während die Vereinigten Staaten allerdings einer der grössten Geldgeber der UN-Sonderorganisation gewesen waren, hatte Brasilien einem Bericht der Zeitung «Folha de S. Paulo» zufolge bereits 2019 aufgehört, Beiträge zu zahlen.

WHO befürwortet nun Tragen von Gesichtsmasken in Corona-Krise

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihren Standpunkt zum Tragen von Gesichtsmasken in der Corona-Krise geändert. Zur Eindämmung von Infektionen empfehle man nun ihre Nutzung in überfüllten öffentlichen Einrichtungen, teilte die WHO am, Freitag in Genf mit. Zugleich warnte die UN-Organisation jedoch, Masken könnten das Erkrankungsrisiko sogar erhöhen, wenn Menschen diese mit schmutzigen Händen berührten und so kontaminierten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte: «Masken können auch ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln.»

Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Der Massengebrauch wurde nicht empfohlen.

Die WHO empfielt das Maskentragen nun auch im Alltag. (Bild: Keystone)
Ausschreitungen bei Demo gegen Rassismus in Athen

Demonstranten haben am Freitagabend im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen lautstark gegen Rassismus protestiert. Wie das griechische Staatsfernsehen und mehrere Nachrichtenportale berichteten, kam es dabei zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Blendgranaten und Schlagstöcke ein, um eine Gruppe von Linksautonomen auseinander zu treiben, die Schaufenster eingeschlagen hatten und Steine auf die Beamten schleuderten. Mehrere zentrale Strassen Athens und drei U-Bahn-Stationen mussten vorübergehend geschlossen werden. Die Polizei nahm mehrere Menschen in Gewahrsam, hiess es in der Berichten weiter.

Behörden-Chef: Pandemie in Spanien weitgehend unter Kontrolle

Die aktuelle Corona-Ausbruchswelle ist im zeitweise besonders hart betroffenen Spanien der Behörde für Gesundheitliche Notfälle zufolge inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen sei niedrig, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinke und es werde weiter massiv auf Sars-CoV-2 getestet, zitierte die Nachrichtenagentur Europa Press am Freitag den Chef der Behörde, Fernando Simón.

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Inzwischen stellten eher importierte Infektionsfälle ein Risiko dar, sagte Simón. Deshalb sei es wichtig, die Kontrollen bei der Einreise «so gut wie möglich» vorzunehmen. Dies dürfte vor allem ab dem 1. Juli relevant werden, wenn Europas wichtigstes Urlaubsland wieder ausländische Touristen einreisen lassen will.

Luxuswagenhersteller Bentley will ein Viertel der Stellen abbauen

Der britische Luxuswagenhersteller Bentley will unter anderem wegen der Corona-Krise 1000 Stellen abbauen. Das teilte das zum Volkswagenkonzern gehörende Unternehmen am Freitag mit. Grund dafür sei eine «beträchtliche Senkung der Prognose der künftigen Umsätze», hiess es in der Mitteilung.

Eine «sofortige Reduktion der Belegschaft» sei daher notwendig. Der Stellenabbau solle aber zunächst auf freiwilliger Basis erfolgen. Dafür seien den 4200 Mitarbeitern finanzielle Angebote gemacht worden. Der Autobauer hofft darauf, das knapp ein Viertel davon freiwillig Gebrauch macht.

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Zukünftige Entlassungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden, hiess es weiter. Die Massnahme sei Teil eines grösseren Umbauprogramms. «Covid-19 ist nicht die Ursache für diese Massnahme, aber ein Beschleuniger», sagte Bentley-Geschäftsführer Adrian Hallmark.

BAG-Kampagne ist neu blau und fokussiert auf Contact Tracing

Mit den weitgehenden Lockerungen der Corona-Massnahmen per 6. Juni wechselt die Kampagnenfarbe des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) auf Blau. Sie legt den Fokus auf die Unterbrechung von Infektionsketten, wie das BAG am Freitagabend mitteilte.



Zahl der Corona-Toten in Grossbritannien übersteigt 40.000

Die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten ist in Grossbritannien am Freitag auf mehr als 40.000 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Das Vereinigte Königreich ist nach offiziellen Zahlen das am schwersten von der Pandemie betroffene Land Europas. Zählt man die Todesfälle hinzu, bei denen eine Covid-19-Erkrankung erst nach dem Tod diagnostiziert wurde, liegt die Zahl der Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sogar bei mehr als 48.000.

Die Regierung in London steht seit Wochen in der Kritik, zu langsam und falsch reagiert zu haben. Massnahmen wie Kontaktbeschränkungen wurden vergleichsweise spät eingeführt, zudem herrschte ein Mangel an Testkapazitäten und Schutzkleidung für medizinisches Personal.

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Die Zahl der Neuinfektionen ist in den vergangenen Wochen offiziellen Zahlen zufolge zurückgegangen. Trotzdem hatten sich einige Experten kritisch zu den Anfang der Woche in Kraft getretenen Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in England geäussert.

Tuifly will Flotte wegen Corona-Krise halbieren

Der Reisekonzern Tui will den deutschen Ferienflieger Tuifly wegen der Corona-Krise um rund die Hälfte verkleinern. Ziel sei, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing 737 zu halbieren.

Mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück würden geschlossen, sagte ein Tuifly-Sprecher am Freitag. Das Management habe die Pläne am Donnerstag den Mitarbeitern vorgestellt. Wie viele Jobs wegfielen, werde nun Teil der Gespräche zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern.

(Bild: Keystone)

Bei Tuifly gibt es laut dem Sprecher rund 2000 Vollzeitstellen, davon 1400 Piloten und Flugbegleiter. Dem Nachrichtensender NTV zufolge stehen die Jobs von 700 Mitarbeitern auf der Kippe, davon 230 Vollzeitstellen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Sache vertrauten Personen erfuhr, sollen fast 1000 Vollzeitstellen wegfallen.

Olma Messe in St. Gallen findet 2020 nicht statt

Die beliebteste Publikumsmesse der Schweiz fällt 2020 dem Coronavirus zum Opfer. Die Olma in St. Gallen findet im Oktober 2020 nicht statt. Die Abstandregel ist auf dem Messegelände nicht umsetzbar.

(Archivbild: Keystone)
Kanton Freiburg schliesst Corona-Schnelltestzentrum

Wegen der ruhigen epidemiologischen Lage hat der Kanton Freiburg in Murten eines seiner vier Coronavirus-Schnelltestzentren geschlossen. Testen lassen können sich Personen mit schwachen Symptomen ab Sonntag noch im Kantonsspital Freiburg sowie in den Spitälern in Tafers und Riaz.

Seit der Eröffnung Anfang Mai wurden in den vier Zentren 911 Personen getestet, wie die Kantonsbehörden am Freitag mitteilten. Die Schnelltests richten sich an Personen zwischen 16 und 65 Jahren, die nur geringe Symptome aufweisen und nicht zur Risikogruppe gehören. Wer sich testen lassen will, muss zuvor auf einer Internetseite einen Fragebogen ausfüllen.

(Bild: Keystone)

Mit dem Contact-Tracing-System konnte der Kanton seit Mitte Mai 31 Personen isolieren und 47 Personen, die engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten, unter Quarantäne stellen. Derzeit befinden sich sechs Personen in Quarantäne. Seit Beginn der Pandemie wurden im Kanton 1164 bestätigte Fälle gezählt.

Italienischer Aussenminister würdigt deutsche Corona-Hilfe

Der italienische Aussenminister Luigi Di Maio hat in Berlin bei seiner ersten Auslandsreise seit Beginn der Corona-Krise die deutsche Hilfe für Italien gewürdigt.

«Die Unterstützung Deutschlands für unser Land hat in der gesamten Zeit der Pandemie eigentlich nie gefehlt», sagte er am Freitag nach einem Treffen mit seinem Kollegen Heiko Maas in Berlin. «Es hat hier umfangreiche Bezeugungen der Unterstützung und der Solidarität gegeben.»

(Bild: Keystone)

Zu Beginn der Krise im Februar und März hatte es aus Italien scharfe Kritik an Deutschland gegeben. Vor allem ein deutscher Exportstopp für Atemschutzmasken, Schutzanzüge und -brillen schuf Unmut. Auch das kategorische Nein Berlins zur Vergemeinschaftung von Schulden über sogenannte «Corona-Bonds» führte zu einer Anti-Deutschland-Stimmung. Dass die Bundesregierung italienische Covid-19-Kranke zur Behandlung nach Deutschland holte, wurde in der Öffentlichkeit weniger stark wahrgenommen.

Aerosmith Zürich verschoben



Hilfsaktion - Marke von 5 Millionen Euro geknackt

Die deutschen Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben mit ihrer Hilfsaktion We kick Corona die 5-Millionen-Euro-Marke übertroffen. Rund 4000 Gross- und Kleinspender trugen zum Erfolg der Aktion der beiden Profis des FC Bayern München bei. Das Geld fliesst in rund 70 soziale Projekte.

Schweiz öffnet am 15. Juni Grenzen zu EU- und Efta-Staaten

Die Schweiz öffnet am 15. Juni die Grenzen zu den EU- und Efta-Staaten und nicht nur gegenüber Deutschland, Frankreich und Österreich. Angesichts der Pandemie-Lage erscheine dies möglich, so der Bundesrat. Diese Linie entspreche derjenigen vieler europäischer Länder.

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Erdogan sagt Wochenend-Ausgangssperre wieder ab

Nach Protesten aus der Bevölkerung hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine gerade erst für das Wochenende verkündete Ausgangssperre wieder abgesagt.

Am frühen Freitagmorgen hatte das Innenministerium angekündigt, dass die Menschen in 15 Städten und Provinzen wegen der Corona-Pandemie zwischen Freitag- und Sonntagnacht erneut daheim bleiben müssten – am Mittag meldete sich dann Erdogan zu Wort. «Die Bewertungen, die wir von unseren Bürgern erhalten haben, haben uns dazu veranlasst, die Entscheidung zu überdenken», schrieb er in einer Serie von Tweets.

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Stadtpolizei Zürich löst Pokerrunde auf

Detektive der Verwaltungsabteilung hatten Hinweise erhalten, dass sich ein Lokalbetreiber nicht an die geltenden COVID-19-Verordnungen hält. Sie führten dann zusammen mit ihren uniformierten Kolleginnen und Kollegen kurz nach 23:00 eine Kontrolle in einer Bar im Kreis 4, teilt die Polizei in einer Medienmitteilung mit. Beim Eintreffen der Polizei hielten sich mehrere Personen im Untergeschoss des Lokals auf. Es fielen zehn Personen auf, die an einem Tisch verbotenerweise Poker spielten. Zudem stellten die Polizisten 3’440 Franken sowie diverse Pokerutensilien sicher.

Der Betreiber des Lokals und der Organisator der Pokerrunde werden wegen Widerhandlung gegen das Spielbankengesetz, Lotteriegesetz sowie das Gastgewerbegesetz und der geltenden COVID Verordnungen bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Impfstoffexperte: Corona-Impfstoff wohl erst ab Ende 2021

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus wird nach Einschätzung des Impfexperten Giuseppe Pantaleo erst gegen Ende 2021 vorliegen. Grund dafür sind unter anderem aufwändige Tests für eine eZulassung und der nötige Ausbau von Produktionskapazitäten.

«Selbst wenn wir sehr optimistisch sind, glaube ich nicht an Zulassung vor der zweiten Hälfte des nächsten Jahres, realistisch ist wohl eher Ende 2021», sagte Pantaleo, Chef des Schweizerischen Impfstoff-Forschungsinstituts am Lausanner Universitätsspital Chuv, in einem Interview, das die Zeitungen der CH-Media am Freitag veröffentlichten.

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Die Suche nach dem goldenen Gegenmittel: Nach Einschätzung des Impfexperten Giuseppe Pantaleo könnte erst Ende 2021 ein Impfstoff gegen das Coronavirus vorliegen. (Symbolbild: Keystone)
23 neue Covid-19-Ansteckungen in 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 23 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Vortag waren es 20 gewesen, am Mittwoch 19 und am Dienstag deren drei.

Insgesamt gab es 30’936 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitagmittag mitteilte. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitagmittag unverändert 1921. Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten.

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Spanische Produktion bricht um ein Drittel ein

Die spanische Industrie ist im April wegen des landesweiten Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie in die Knie gegangen. Die Produktion brach um 33,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mitteilte. Schon im März hatte es mit minus 13,7 Prozent einem starken Rückgang gegeben.

Spanien ist stark von der Pandemie betroffen, weshalb die Regierung im Kampf gegen den Erreger besonders scharfe Restriktionen verhängt hatte. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im laufenden zweiten Quartal zwischen 9,5 und 12,4 Prozent einbrechen, sagt die Notenbank voraus. Im ersten Vierteljahr war es bereits mit 5,2 Prozent so stark gesunken wie noch nie.

Kanton Freiburg stockt Corona-Hilfe um 9,5 Millionen auf

Der Kanton Freiburg fügt seinem bisherigen Corona-Hilfspaket von 50 Millionen Franken ein Massnahmenbündel im Umfang von 9,5 Millionen Franken an. Er will damit vor allem die Berufsbildung, die lokale Wirtschaft und die Bedürftigsten unterstützen.

Wie die Kantonsregierung am Freitag bekanntgab, können sich von der Krise betroffene junge Menschen ohne Berufsbildung dank dem neuen Massnahmenpaket gratis ausbilden lassen. Die lokale Wirtschaft wird mit einer staatlichen Beteiligung an Gutscheinen gefördert.

Bedürftige sollen von der Hilfe des Kantons profitieren, indem dieser Netzwerke unterstützt, welche direkte Hilfe leisten.

Polizeidirektoren empfehlen Verbot von Demos von nationalem Interesse

Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) empfiehlt den Kantonen, Demonstrationen nicht zu bewilligen, wenn das öffentliche Interesse am Thema gross ist. Nur so könne die Beschränkung auf 300 Teilnehmende eingehalten werden.

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Die kantonalen Polizeidirektoren wollen Demos von nationalem Interesse nicht bewilligen, um Ansammlungen von mehr als 300 Personen zu vermeiden. (Symbolbild: Keystone)

Die Wahrscheinlichkeit einer dynamischen Entwicklung sei aber zum Zeitpunkt der Erteilung einer Bewilligung äusserst schwierig abzuschätzen, schrieb die KKJPD am Freitag an die Kantone. Deshalb empfiehlt sie den Behörden, keine Kundgebungen zu bewilligen, wenn nicht plausibel sei, dass die Beschränkung auf 300 Teilnehmende eingehalten werden könne.

Schweiz Tourismus erwartet 8,7 Mrd Umsatzverlust von März bis Juni

Die Coronapandemie hat den Schweizer Tourismus voll erwischt. Die Marktingorganisation Schweiz Tourismus befürchtet für die Monate März bis Juni einen Umsatzverlust von 8,7 Milliarden Franken für die Branche.

«Es ist dramatisch wie kaum zuvor, da mache ich Ihnen gar nichts vor», sagte Schweiz Tourismus Martin Nydegger am Freitag in einer Onlinemedienkonferenz. «Wir erwarten Umsatzeinbussen von bis zu 35 Prozent für das laufende Jahr. Und wir befürchten für die Leistungsträger eine Konkurswahrscheinlichkeit von 20 bis 25 Prozent.»

Nichts los: Wegen der Corona-Krise ist der Schweizer Tourismus praktisch zum Erliegen gekommen. Die Verluste in der Branche dürften sich auf mehrere Milliarden Franken belaufen. (Bild: Keystone)

«Seit den Kriegsjahren um 1940 haben wir nicht mehr erlebt, was wir seit diesem Frühling 2020 erleben müssen», sagte Nydegger. Der Schweizer Tourismus sei wegen des Coronavirus praktisch zum Erliegen gekommen. Die Branche sei flächendeckend, in allen Regionen, sowohl im Freizeit- als auch Geschäftstourismus so hart getroffen wie kaum eine andere Branche.

Fachjournal «The Lancet» zieht Chloroquin-Studie zurück

Das Fachjournal «The Lancet» hat eine Studie zum Einsatz von Chloroquin und Hydroxychloroquin gegen das neue Coronavirus zurückgezogen. Drei der vier Autoren verwiesen darauf, dass sie Zweifel an den von ihnen genutzten Daten nicht ausräumen könnten, so Lancet.

Chloroquin und Hydroxychloroquin werden schon länger gegen Malaria eingesetzt und wurden in mehreren Studien gegen die Lungenerkrankung Covid-19 erprobt. Nach der nun zurückgezogenen Studie sollten die beiden Wirkstoffe sich wahrscheinlich nicht zur Behandlung von Covid-19 eignen und sogar womöglich die Todesrate erhöhen und zu Herzrhythmusstörungen führen.

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Bentley streicht rund 1000 Stellen in Grossbritannien

Die britische Volkswagen-Luxusmarke Bentley will laut einem Medienbericht rund 1000 Stellen in Grossbritannien streichen.

Grund für den Schritt seien die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, berichtet BBC. Die Massnahme solle am Freitag offiziell bekannt gegeben werden.

Pittsburgh-Spieler positiv auf Coronavirus getestet

Ein Spieler der Pittsburgh Penguins ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies gab das NHL-Team ohne Nennung des Betroffenen bekannt.

Dem Spieler gehe es gut, er befinde sich seit dem Auftreten erster Symptomen in Isolation, so der Klub.

Zuvor waren auch schon drei Spieler der Colorado Avalanche und fünf der Ottawa Senators positiv getestet worden.

Die NHL hat einen Fall zu vermelden: Ein Spieler der Pittsburgh Penguins ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Archivbild: Keystone)
Deutscher Industrie brechen Aufträge weg - Minus von 25,8 Prozent

Der deutschen Industrie ist das Neugeschäft wegen der Corona-Krise in Rekordtempo weggebrochen. Sie sammelte im April 25,8 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1991.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 19,7 Prozent gerechnet, nachdem es bereits im März einen starken Rückgang von 15,0 Prozent gegeben hatte.

Schweiz will Schengen-Grenzen schon am 15. Juni öffnen

Am 15. Juni öffnet die Schweiz ihre Grenzen zu Österreich, Deutschland und Frankreich. Doch damit nicht genug: Justizministerin Karin Keller-Sutter will per diesem Stichtag auch die Reisefreiheit für den gesamten Schengen-Raum einführen und die Personenfreizügigkeit mit den EU-Staaten wieder herstellen. Das berichten die Zeitungen von CH Media am Freitag.

In Europa sei zwischen den Staaten ein Wettbewerb um die Touristen entbrannt, so der Medienbericht. Justizministerin Keller-Sutter wolle einen grösseren Schritt gehen als bisher geplant und grossräumiges Reisen ermöglichen.

Das Justizdepartement will dem Gesamtbundesrat in einer Woche die komplette Öffnung der Grenzen gegenüber den Schengen-Staaten vorschlagen, wie CH Media berichtet.

Justizministerin Karin Keller-Sutter will am 15. Juni nicht nur die Grenzen zu drei Nachbarländern, sondern auch jene zum gesamten Schengen-Raum wieder öffnen. (Bild: Keystone)
Brasilien meldet mehr Corona-Tote als Italien

In Brasilien sind 1473 weitere Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gestorben. Damit wurde am dritten Tag hintereinander ein Negativ-Rekord bei der Zahl der Corona-Toten registriert. Die Zahl der Corona-Opfer stieg in dem grössten Land Lateinamerikas auf 34 021, wie das Gesundheitsministerium in Brasilien am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Brasilien verzeichnet nun mehr Corona-Tote als Italien. (Bild: Keystone)

Laut der John-Hopkins-Universität in den USA überholte Brasilien Italien und rückte auf den dritten Platz der Länder mit den meisten Corona-Toten. Nachweislich mit dem Virus infiziert haben sich in dem Land bislang 614 941 Menschen. Die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen, auch weil Brasilien sehr wenig testet, im öffentlichen Gesundheitssystem etwa nur schwere Fälle.

Corona-Ausgangssperre im Grossraum Buenos Aires verlängert

Die argentinische Regierung hat die weitgehenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus im Grossraum Buenos Aires um weitere drei Wochen verlängert. In dem Ballungszentrum rund um die Hauptstadt müssen die Menschen bis zum 28. Juni grundsätzlich weiterhin zu Hause bleiben, wie Präsident Alberto Fernández am Donnerstag sagte.

Erlaubt sind lediglich Einkäufe in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Angestellte in als essenziell eingestuften Berufen und Branchen dürfen zur Arbeit gehen. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,8 Millionen Menschen – das entspricht 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung.

Bentley streicht rund 1000 Stellen in Grossbritannien

Die britische Volkswagen-Luxusmarke Bentley will laut einem Medienbericht rund 1000 Stellen in Grossbritannien streichen. Grund für den Schritt seien die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, berichtet BBC. Die Massnahme solle am Freitag offiziell bekannt gegeben werden.

Bentley will laut einem Medienbericht rund 1000 Stellen in Grossbritannien streichen. (Symbolbild: Keystone)
Casinos in Las Vegas öffnen wieder ihre Tore

Der Rubel rollt wieder: Nach fast dreimonatiger Schliessung wegen der Coronakrise haben im Spielerparadies Las Vegas die Casinos wieder geöffnet. Berühmte Etablissements wie das Bellagio öffneten am Donnerstag ihre Pforten für Gäste. Mit strikten Hygiene-Massnahmen soll das Ansteckungsrisiko so weit wie möglich reduziert werden.

Die Besucherkapazität wurde auf die Hälfte reduziert, Plexiglasscheiben trennen Spieler von Croupiers, die Jetons werden regelmässig desinfiziert.

Die Casinos in Las Vegas öffnen wieder ihre Tore. (Bild: Keystone)

Lufthansa fällt aus dem deutschen Aktienindex

Die grösste deutsche Fluggesellschaft Lufthansa, Muttergesellschaft der Swiss, fällt aus dem Deutschen Aktienindex (Dax). Das teilte die Deutsche Börse am Donnerstagabend mitteilte.

Die Lufthansa steigt mit Wirkung vom 22. Juni in den MDax der mittelgrossen Unternehmen ab. In den Dax rückt neu der Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen auf. Grundlage für den Abstieg der Lufthansa in den MDax ist die sogenannte Fast-Exit-Regel.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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