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Die Medienkonferenz des Basler Gesundheitsdepartements. (Video: Youtube/Stream Basel)
Basel

Lukas Engelberger: «Müssen uns auf eine mögliche zweite Welle einstellen»

Wie geht es nach den nächsten Lockerungen der Corona-Massnahmen weiter in Basel-Stadt? Das Gesundheitsdepartement informiert ab 13:00 Uhr.
Ende der Medienkonferenz

Die Medienkonferenz des Basler Gesundheitsdepartements ist zu Ende. Wir danken Ihnen fürs Mitlesen und -schauen und freuen uns, wenn Sie das nächste Mal wieder dabei sind.

Besuche in Pflegeheimen nun unter einfacheren Bedingungen möglich

In Pflegeheimen seien Besuche bisher schon möglich gewesen, allerdings unter strikteren Bedingungen als dies ab morgen Samstag der Fall sein werde, präzisiert Gesundheitsdirektor Engelberger die angekündigte Lockerung.

Bei den Spitälern gibt es Empfehlungen seitens des Kantons. Am Ende entscheiden aber die Spitalleitungen. Auch hier seien Lockerungen vorgesehen, so Engelberger.

Krisenstab ist nach wie vor im Einsatz

Der kantonale Krisenstab sei nach wie vor aktiv, sagt Lukas Engelberger. «Ich bin dankbar für die guten Zusammenarbeit.» Die Sitzungen würden in lockererem Rahmen abgehalten.

Kantonsarzt Steffen appelliert: «Möglichst Abstand halten»

«Abstand halten ist eine der effizientesten Schutzmassnahmen», so Steffen. «Es wäre ein Albtraum zu sagen, ab morgen schütteln wir wieder Hände.» Es sei noch nicht möglich Prognosen über die Auswirkungen von näheren Kontakten wie beispielsweise Hände schütteln zu machen. Mit den Clubs arbeite man an Lösungen. Prinzipiell gelte weiterhin: «Möglichst Abstand halten»

Bei Kindern sei es hingegen sehr schwierig, Abstandsregeln vorzuschreiben, so Steffen weiter. Denn Kinder hätten einen natürlichen Bewegungsdrang. Und man stelle keine Regel auf, die nicht eingehalten werden könne.

Mehrere Betriebe durch Kantonsarzt geschlossen worden

Es seien Betriebe geschlossen worden, erklärt Kantonsarzt Steffen. Wie viele das waren, sagt er an der Medienkonferenz nicht. Eine Schliessung sei vorgenommen worden, wenn verbindliche Massnahmen nicht eingehalten wurden.

Engelberger: «Müssen uns auf eine mögliche zweite Welle einstellen»

Wie geht es jetzt weiter? Die Hygienemassnahmen und Schutzkonzepte gelten weiterhin. Die Behörden beobachten die Situation. Es könne dabei zu punktuellen Einschränkungen kommen, so Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger an der Medienkonferenz. «Wir müssen uns auf Rückschläge und eine mögliche zweite Welle einstellen», so Engelberger.

Wichtig bei Treffen in der Öffentlichkeit sei, dass jeder Einzelne darauf achte, seinen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Kantonsarzt Thomas Steffen bezieht dies gerade auch auf Hotspots in der Stadt wie die Steinenvorstadt oder den Rhein.

Das bleibt weiterhin verboten

Weiter gibt es aber auch Aktivitäten, die nach wie vor verboten bleiben. Es sind dies folgende:

(Screenshot: Kanton Basel-Stadt)

Das ist ab morgen Samstag erlaubt

Regierungsrat Lukas Engelberger sagt an der Medienkonferenz: «Wir kommen zurück in unseren früheren Alltag.» Folgende Öffnungen stehen am Samstag an:

(Screenshot: Kanton Basel-Stadt)

Veranstaltungen und Kundgebungen mit bis zu 300 Teilnehmern sind ab Samstag wieder erlaubt. Der Präsenzunterricht an Mittel-, Berufs- und Hochschulen kann wieder stattfinden. Campingplätze, Freizeitbetriebe und kulturelle Einrichtungen wie Theater und Kinos können wieder öffnen.

Beschaffung von Schutzmaterial wurde verbessert

Das Schutzmaterial beschäftigt die Behörden in Basel. Besonders bei der Qualität habe es viele Mängel gegeben in den vergangenen Monaten, sagt Kantonsarzt Steffen. Die Behörden hätten an der Beschaffung des Materials gearbeitet und hätten nun mehr davon auftreiben können.

Total 1170 Kontrollen durchgeführt

Die Kontrolltätigkeiten im Kanton laufen «erfreulich gut», so Kantonsarzt Thomas Steffen. So wurden bislang insgesamt 1170 Betriebe, Baustellen und Institutionen kontrolliert, wie die Grafik zeigt:

(Screenshot: Kanton Basel-Stadt)

Kantonsarzt Thomas Steffen: Erste gute Erfahrungen mit Contact-Tracing

Die Sterblichkeit ist bei den Menschen ab 65 Jahren auch im Kanton Basel-Stadt besonders hoch, wie Kantonsarzt Thomas Steffen an der Medienkonferenz erklärt. Die Kontaktaufnahme beim Contact Tracing funktioniere bisher gut. Betroffene würden die Massnahmen gut verstehen und zeigten sich kooperativ. Aktuell seien im Kanton drei bis vier Mitarbeitende für das Contact Tracing im Einsatz.

Contact Tracing werde im Gesundheitsbereich stets betrieben, betont Steffen, beispielsweise bei der Tuberkolose. Da dies nichts Neues sei, bestünden hier bereits Erfahrungen.

Auch mit der Covid Care App des Kantons Basel-Stadt hätten die Behörden erste sehr gute Erfahrungen gemacht, so Steffen weiter.

Besuche in Basler Pflegeheimen wieder möglich

Die Kapazität in den Spitälern sei derzeit nicht hoch – könne aber jederzeit hochgefahren werden, so Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger an der Medienkonferenz. «Auch wenn sich die Situation beruhigt hat, der Schutz für besonders Gefährdete ist besonders wichtig. Das gilt besonders für Pflegheime.»

Der Basler Regierungsrat kündigt aber eine neue Lockerung an: Ab morgen Samstag sind Besuche in Basler Pflegeheimen wieder möglich, wie Engelberger mitteilt. Dabei gelte es Massnahmen zu beachten: Besuchende müssen mit Contact Tracing einverstanden sein – also dass die Kontakte in den Pflegeheimen zurückverfolgt werden können – und die Abstandsregeln einhalten. Weiter gelte es, die Händehygiene einzuhalten. Besuche finden im Zimmer statt. Zudem haben die Heime das Recht, die Besucherzahlen zu beschränken.

(Screenshot: Kanton Basel-Stadt)

Engelberger: «Die Bestie zuckt noch»

Die Grafik zeigt, dass die Corona-Kurve deutlich abgeflacht ist. Dennoch gibt es weiterhin Fälle.
Ähnlich sieht es bei den Hospitalisierungen aus. «Die Bestie zuckt noch», beschreibt Engelberger den Zustand bildhaft.

(Screenshot: Kanton Basel-Stadt)

Drei neue Fälle in Basel-Stadt

Gesundheitsdirektor Engelberger erläutert die aktuellen Fallzahlen in Basel-Stadt. Der Kanton meldet am Freitag drei neue Infektionen mit dem Coronavirus seit gestern. 93 Personen würden sich zurzeit noch in Quarantäne befinden, sagt Engelberger. Davon können 85 Personen aus dem Fall «Isaak Iselin-Schulstandort» heute Freitag aus der Quarantäne entlassen werden.

(Screenshot: Kanton Basel-Stadt)

Die Medienkonferenz beginnt

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger beginnt die Medienkonferenz mit einem Rückblick auf die bisherigen Phasen in der Coronavirus-Pandemie. «Heute sind wir am Vorabend des dritten grossen Lockerungsschrittes». Es sei der Eintritt in die sogenannte Beobachtungsphase.

(Screenshot: Kanton Basel-Stadt)

«Hitze und Rauch haben sich verzogen», so Engelberger. Das Virus könne das Feuer jedoch wieder entfachen, deshalb seien weitehrin Solidarität und das Bewusstsein für die Gefahr durch das Virus wichtig.

Auch die kantonalen Behörden seien weiterhin in Alarmbereitschaft. «Wir sind im Kanton Basel-Stadt bereit, zu reagieren», so Engelberger.

Ab Samstag sind Besuche in Basler Pflegeheimen wieder möglich – Regierungsrat kündet weitere Lockerungen anAm Samstag stehen die nächsten grossen Lockerungsschritte in Basel und der ganzen Schweiz an: Kinos, Gartenbäder und die Zoos gehen unter anderem wieder auf.

Die Basler Regierung informiert am Freitagnachmittag zum Thema. Wie geht man nach dem nächsten Lockerungsschritt mit der Corona-Situation um?

Dabei informiert Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger, wie das Basler Gesundheitsdepartement in der Phase ab Samstag mit dem Coronavirus umgeht. Kantonsarzt Thomas Steffen erläutert die aktuelle epidemiologische Lage und liefert einen Erfahrungsbericht über die praktischen Arbeiten zur weiteren Eindämmung des Virus‘.

Telebasel überträgt die Medienorientierung der Behörden ab 13:00 Uhr im TV und online im Live-Stream.

1 Kommentar

  1. Sorry, aber wenn ich auf meinem IPad die Information des Gesundheitswesen öffne dann ist das ein Schämmer -10. so was habe ich noch nie gesehen.
    Schande für Engelberger !Report

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