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International

Pensionierter Ex-Polizist wird von Plünderern erschossen

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis kommt es landesweit zu schweren Ausschreitungen. Alle Entwicklungen im Live-Ticker.
Immer mehr Polizisten solidarisieren sich mit den Demonstranten

Die Lage in den USA nach dem Tod von George Floyd spitzt sich zu. Nun solidarisieren sich aber immer mehr Polizisten mit den Demonstranten und gehen zusammen auf die Knie.

In der Gemeinde Flint Township im US-Bundesstaat Michigan legte Sheriff Chris Swanson Helm und Schlagstock ab und schloss sich den Demonstranten an. Auch der Polizeichef von New York Terence Monahan solidarisiert sich mit den Demonstranten. Die Polizisten wollen damit ein Zeichen setzen, dass Derek Chauvin – der Polizeibeamte, der für George Floyds Tod verantwortlich ist – nicht repräsentativ für die US-Polizei ist.

Donald Trump hingegen ist weniger erfreut darüber, dass sich immer Polizisten den Befehlen widersetzen und mit den Demonstranten solidarisieren.

(Bild: Keystone)
Pensionierter Ex-Polizist wird von Plündern erschossen

Nach dem Tod von George Floyd gab es grosse Proteste. Einige Unruhestifter sorgten für Chaos und plünderten Geschäfte. Der dunkelhäutige Pensionär und Ex-Polizist David Dorn wollte das Geschäft eines Freundes vor den Plünderern beschützen und wurde dabei von ihnen erschossen.

Polizisten verhaften fälschlicherweise einen dunkelhäutigen FBI Agenten

Zwei Polizisten verhaften einen dunkelhäutigen Verdächtigen, ohne ihn vorher zu kontrollieren. Als sie – nachdem sie ihm die Handschellen angelegt haben – seine Brieftasche kontrollieren, stellt sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen FBI Agenten handelt, der sogleich darauf die Personalien der Polizisten fordert.

(Video: Youtube/Jabez)
US-Polizisten tasern schwarzen Studenten Messiah Young

Erneut sorgt ein Video mit Polizeigewalt gegen Schwarze für schockierende Bilder. Zwei junge US-Amerikaner werden aus ihrem Auto geprügelt, getasert und verletzt und das ohne ersichtlichen Grund.

(Video: Youtube/BILD)
Dating-App löscht Filter «Ethnie» - Zeichen gegen Rassismus

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA löscht die Dating-App Grindr ihre Filter-Einstellung «Ethnie».

Man wolle damit einen Zeichen setzen und die Anti-Rassismus-Initiative «Black Lives Matter» unterstützen, teilte das Unternehmen auf Instagram mit. Wegen des Filter-Merkmals war Grindr schon häufig in die Kritik geraten.

Mehr dazu in diesem Artikel.

Papst verurteilt Rassismus und Gewalt

Papst Franziskus hat nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd und den Unruhen in den USA Rassismus und Gewalt verurteilt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche nannte Rassismus in seiner Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan eine «Sünde».

(Bild: Keystone)

«Wir können es weder tolerieren noch die Augen verschliessen vor jedweder Art von Rassismus oder Ausgrenzung und dabei den Anspruch erheben, die Heiligkeit jedes menschlichen Lebens zu verteidigen», sagte der 83-Jährige den Angaben zufolge. Gleichzeitig müsse man feststellen, dass die Gewalt der letzten Nächte selbstzerstörerisch sei. «Durch Gewalt wird nichts gewonnen und viel verloren», ergänzte der Papst.

Bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte einer von vier beteiligten Beamten Floyd viele Minuten sein Knie in den Nacken gedrückt. Der Afroamerikaner war gestorben. Der Fall löste eine Protestwelle in den USA aus.

FIFA-Chef zu Bundesliga-Protesten für Floyd: Applaus, keine Strafe

FIFA-Präsident Gianni Infantino würde die nach dem Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd protestierenden Bundesliga-Profis nicht bestrafen. «Um Zweifel zu vermeiden: In einem FIFA-Wettbewerb würden die jüngsten Demonstrationen von Spielern in der Bundesliga einen Applaus verdienen und keine Bestrafung», erklärte der Chef des Weltverbandes. «Wir alle müssen Nein zu Rassismus und jeglicher Form von Diskriminierung sagen. Wir alle müssen Nein zu Gewalt sagen. Jeder Form von Gewalt.»

Am Wochenende hatten mehrere Fussballer in Partien der Bundesliga mit Aktionen auf den Tod von Floyd aufmerksam gemacht, der vergangene Woche infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis ums Leben gekommen war. Weston McKennie von Schalke 04 zeigte Empörung und Anteilnahme auf einer Armbinde, Mönchengladbachs Marcus Thuram ging symbolisch in die Knie, die Dortmunder Jadon Sancho und Achraf Hakimi forderten auf T-Shirts «Justice for George Floyd».

Kamerateam aus Deutschland gerät unter Beschuss von US-Polizisten

Ein deutsches Kamerateam geriet in Minneapolis unter Beschuss von Polizisten. Die Journalisten gerieten zwischen die Fronten und wurden mit Gummischrot beschossen.

Demonstranten in US-Metropolen trotzen Ausgangssperren

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz sind Demonstranten in mehreren US-Metropolen trotz Ausgangssperren wieder auf die Strasse gegangen. In Washington, New York und Los Angeles demonstrierten viele Menschen bis zum späten Dienstagabend (Ortszeit) weitestgehend friedlich.

In New York kam es dem Nachrichtensender CNN zufolge zu einzelnen Fällen von Vandalismus, es gab jedoch keine grössere Ausschreitungen. Die Polizei in New York und in Washington liess Hunderte Demonstranten gewähren, obwohl diese gegen örtliche Ausgangssperren verstiessen.

(Bild: Keystone)
Demonstration vor dem weissen Haus

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz haben sich Demonstranten vor dem Weissen Haus erneut über die Ausgangssperre in Washington hinweggesetzt.

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(Bild: Keystone)
Schwarze rufen Polizei zur Hilfe und werden festgenommen

Sie brauchten die Hilfe der Polizei, keine Handschellen: Im US-Bundesstaat Kalifornien ist eine Gruppe Afroamerikaner, die einen Laden vor Plünderern schützte, zeitweise festgenommen worden. Der Zwischenfall wurde live im Fernsehen übertragen.

Mehr dazu in diesem Artikel.

(Bild: Keystone)
Polizei in Minneapolis wird nach Floyds Tod Untersuchung unterzogen

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd wird die Polizei in Minneapolis einer eingehenden Untersuchung wegen möglicher diskriminierender Praktiken unterzogen.

Der Gouverneur des Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, teilte am Dienstag (Ortszeit) mit, die Menschenrechtsabteilung seiner Verwaltung habe eine Bürgerrechtsklage gegen die Polizeibehörde der Grossstadt eingebracht.

Nun würden deren Richtlinien, Verfahren und Praktiken der vergangenen zehn Jahren untersucht, um herauszufinden, ob die Polizei in Minneapolis systematisch Minderheiten diskriminiert habe.

Tausende demonstrieren in Paris gegen Rassismus und Polizeigewalt

In mehreren französischen Städten haben Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. In Paris protestierten am Dienstagabend mehrere Tausend Menschen trotz eines coronabedingten Versammlungsverbots vor einem Gerichtsgebäude im Norden der Stadt. Die überwiegend jungen Demonstranten riefen bei der Anti-Rassismus-Kundgebung als Reaktion auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA Slogans der «Black Lives Matter»-Bewegung. Auch in Lyon und Marseille gingen Medienberichten zufolge Menschen auf die Strassen.



Der Protest in Paris war von der Schwester des 2016 in Polizeigewahrsam gestorbenen Adama Traoré organisiert worden. Forensische Berichte, die von Traorés Familie und Richtern angefordert worden seien, kämen zu der Schlussfolgerung, dass Adama Traoré erstickte, weil drei Gendarmen ihn zu Boden zwangen und nicht in Folge einer vorbestehenden Herzerkrankung starb, berichteten Medien in Berufung auf Assa Traoré.

Darnella Frazier (17) filmte den Tod von George Floyd

Auf dem Weg zu Freunden filmte sie den Tod von George Floyd. Darnella Frazier (17) muss wegen der Tat in therapeutische Behandlung. Im Netz muss sie harsche Kritik einstecken.

Einige feiern sie als Heldin, andere kritisieren sie: Darnella Frazier. (Screenshot: Facebook)
Proteste und Plünderungen in New York – Ausgangssperre verlängert

Nach erneuten, teils gewaltsamen Massenprotesten gegen Rassismus, Diskriminierung und Polizeibrutalität in New York ist die nächtliche Ausgangssperre für die Millionenmetropole verlängert worden. Bis einschliesslich Sonntag dürften nur systemrelevante Berufstätige zwischen 20.00 Uhr und 05.00 Uhr (Ortszeit) ihre Häuser verlassen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag mit. Zuvor hatte am Montag eine Ausgangssperre ab 23.00 Uhr gegolten, die aber von vielen Demonstranten ignoriert wurde.



Die Proteste in der Millionenmetropole seien in der Nacht zum Dienstag «überwiegend friedlich» verlaufen, sagte De Blasio. Es sei allerdings auch erneut zu Plünderungen gekommen, hiess es von den Behörden. «Diese Proteste haben Macht und Bedeutung», schrieb der Bürgermeister bei Twitter. «Aber im Lauf der Nacht sehen wir immer mehr Gruppen, die sie benutzen, um Gewalt zu provozieren und Dinge zu zerstören.» Gouverneur Andrew Cuomo zeigte sich entsetzt. «Die vergangene Nacht war nicht gut, sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz zur Corona-Krise. Die Polizei in New York habe ihre Arbeit nicht getan.

New York sei «in Stücke zerrissen» worden, schrieb US-Präsident Donald Trump bei Twitter und machte «Plünderer, Schläger, die radikale Linke und alle anderen Formen niedriger Lebewesen und Abschaums» dafür verantwortlich. Die Ausgangssperre müsse bereits um 19.00 Uhr Ortszeit anfangen und die Nationalgarde müsse zu Hilfe kommen, forderte Trump. Dieses Angebot habe Gouverneur Cuomo aber abgelehnt. Gouverneur Cuomo und Bürgermeister De Blasio betonten, die personell stark ausgestattete New Yorker Polizei könne das Geschehen alleine in den Griff bekommen.

Trump droht wegen Unruhen mit Einsatz der Armee

US-Präsident Donald Trump will die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt stoppen. Begleitet von Protesten und chaotischen Szenen vor dem Weissen Haus kündigte Trump dafür am Montagabend (Ortszeit) die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte seiner Regierung an. Trotz verhängter Ausgangssperren gingen vielerorts Demonstranten am Montagabend erneut zum Protestieren auf die Strasse.

Seit Tagen kommt es in Washington, New York und anderen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. In vielen US-Städten sind die Demonstrationen in Ausschreitungen und Plünderungen ausgeartet. Mindestens 40 Städte haben angesichts der Proteste nach Angaben des Senders CNN nächtliche Ausgangssperren verhängt.

Trump sagte bei seiner Ansprache im Rosengarten des Weissen Hauses: «Wir beenden die Unruhen und die Gesetzlosigkeit, die sich in unserem Land ausgebreitet haben.» Er fügte hinzu: «Wenn eine Stadt oder ein Bundesstaat sich weigern, Massnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um das Leben und den Besitz ihrer Bürger zu schützen, dann werde ich das Militär der Vereinigten Staaten einsetzen und das Problem schnell für sie lösen.»

UN: Unruhen in USA zeigen Benachteiligung von Schwarzen

Die Unruhen nach dem Tod von George Floyd bei einem Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis werfen nach Angaben der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, ein Schlaglicht auf die Benachteiligung von Schwarzen in den USA.

Das betreffe Bereiche wie Gesundheit, Bildung und Arbeit und zeige, dass dort Menschen aufgrund von Herkunft oder Hautfarbe diskriminiert würden, teilte Bachelet am Dienstag in Genf mit.

Bachelet äusserte sich zu den Protesten in den USA im Rahmen einer Mitteilung, in der sie anprangerte, dass die Coronavirus-Pandemie in vielen Ländern Ungleichheiten offenbart habe. Vielerorts hätten sich Angehörige von Minderheiten überdurchschnittlich oft infiziert. Sie nannte etwa die USA, Brasilien, Frankreich und Grossbritannien.

«Mr. President, halten Sie den Mund»

In einem Interview äusserte sich Houstons Polizeichef Art Acevedo zu Trumps fragwürdigen Aussagen in einer Telefonkonferenz. Der US-Präsident habe dort die US-Gouverneure aufgefordert, härter durchzugreifen. Trump fand deren Vorgehen schwach und es fehle ihm an Dominanz.

CNN-Moderatorin Christiane Amanpour spricht Acevedo in einem Interview darauf an, wie man als Polizeibeamte oder -beamtin mit den Demonstrierenden umgehen solle. Zu den Aussagen Trumps müsse er sich nicht äussern. Dies liess sich der Polizeichef laut «20 Minuten» aber nicht nehmen und findet klare Worte: «Mr. President, wenn Sie nichts Konstruktives zu sagen haben, dann halten sie den Mund». Die Aussagen des Präsidenten seien eine Gefahr für viele junge Frauen und Männer. Es sei nicht die Aufgabe, zu Dominieren, sondern die Herzen der Bevölkerung zu gewinnen, so Acevedo.

US-Musikindustrie reagiert auf Tod von Floyd mit «Blackout Tuesday»

Als Reaktion auf den seit langem anhaltenden Rassismus und die Ungerechtigkeit gegenüber Menschen mit schwarzer Hautfarbe solle die Musikindustrie am Dienstag pausieren, schrieben Jamila Thomas und Brianna Agyemang, die beide in der US-Musikbranche arbeiten, auf einer für die Aktion eingerichteten Webseite. «Wir werden nicht mit unserer normalen Arbeit weitermachen ohne Respekt für die Leben von Schwarzen.»

Mit der Aktion solle Aufmerksamkeit auf die Ungerechtigkeit gelenkt werden und Menschen dazu aufgefordert werden, einen Tag lang keine Inhalte zu produzieren, sondern sich mit den Vorgängen zu beschäftigen. Dutzende Musiklabels und andere Branchen weltweit schlossen sich an. Stars wie Sarah Jessica Parker und der deutsche Sänger Mark Forster veröffentlichten auf Instagram komplett schwarze Bilder.

US-Polizisten knien mit Demonstranten nieder als symbolische Geste

Mit einem symbolischen Kniefall haben Polizisten in den USA bei den Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in den vergangenen Tagen ihre Solidarität mit Demonstranten ausgedrückt.

In verschiedenen Städten knieten Beamte nieder, senkten ihre Köpfe zum Gebet oder umarmten Menschen, die zu Protesten auf der Strasse waren.

Zwei Officer der Polizei von Philadelphia und ein National Guard knien vor dem Philadelphia Polizei Hauptquartier. (Bild: Keystone) 
12-jähriger Afroamerikaner landet mit Protestlied einen viralen Hit

Mit einem Protestlied gegen Rassismus und Polizeigewalt hat der 12-jährige Afroamerikaner Keedron Bryant Aufsehen in den sozialen Medien erregt.

In dem 50-sekündigen Instagram-Video, das bis Montag rund 2,8 Millionen mal «geliked» wurde, singt der Junge unter anderem von der Herausforderung, als «junger schwarzer Mann» standhaft zu bleiben gegen alltägliche Diskriminierungen.

Prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige US-Präsident Barack Obama (58), Basketball-Star LeBron James (35), die Schauspielerin Eva Longoria (45) und die Sängerin Janet Jackson (54) teilten das Video auf ihren Instagram-Konten. Obama sprach von einem «kraftvollen Song» mit dem Bryant die Frustrationen beschreibe, die er fühle.

Clooney und andere Stars im Kampf gegen Rassismus

Superstars gehen auf die Strasse, sie skandieren mit Demonstranten, sie ergreifen bei Kundgebungen das Wort. Die Corona-Krise sorgte auch in Hollywood wochenlang für eine Schockstarre, nun wehren sie sich gegen das, was George Clooney als «unsere Pandemie» beschrieb: «Wir sind alle infiziert und in 400 Jahren haben wir noch keinen Impfstoff gefunden.»

In einem eindringlichen Essay schreibt der 59 Jahre alte Oscar-Preisträger bei der Nachrichten-Plattform «The Daily Beast» am Montag über systemischen Rassismus, Ungleichbehandlung und Polizeibrutalität gegen Schwarze in den USA.

Stars spenden für Demonstranten im Gefängnis

Sänger und andere Künstler in den USA wollen sich für Demonstrantinnen und Demonstranten finanziell einsetzen, die im Zusammenhang mit den Protesten nach dem Tod von George Floyd im Gefängnis gelandet sind.

Rapper Drake (33, «Best I Ever Had») spendete 100 000 US-Dollar (umgerechnet etwa 90 000 Euro), wie er auf Instagram mitteilte, genauso wie der Musiker «The Weeknd» (30, «Blinding Lights»).

John Legend (41, «All Of Me») und seine Ehefrau, das Model Chrissy Teigen (34), kündigten 100 000 US-Dollar als Unterstützung an.

Obama ruft auf zu Wahlbeteiligung

Tote bei Protesten nahe Chicago

Zwei Menschen sind Medienberichten zufolge bei Protesten gegen Polizeigewalt in Cicero, einem Vorort von Chicago, ums Leben gekommen.

Mindestens 60 Menschen wurden festgenommen, wie die Fernsehsender NBC und CBS unter Berufung auf örtliche Behörden-Angaben berichteten.

In St. Louis im US-Bundesstaat Missouri wurden bei Protesten nach Polizei-Angaben vier Beamte von Schüssen getroffen. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Die Verletzungen seien ersten Angaben zufolge aber nicht lebensbedrohlich. Wer die Schüsse abgegeben hatte, war zunächst nicht bekannt.

Jamie Foxx fordert Hollywood zum Strassenprotest auf

Oscarpreisträger Jamie Foxx (52) fordert Hollywood dazu auf, sich auch persönlich und nicht nur über Soziale Medien an den Floyd-Protesten zu beteiligen. «Was ich meinen Freunden in Hollywood sagen möchte, ist, dass sie hier raus müssen», sagte der Schauspieler bei einer Demonstration in San Francisco. «Sie können nicht einfach nur twittern. Sie können nicht einfach nur texten. Sie müssen verstehen, dass die Menschen verletzt sind.»

Jamie Foxx nimmt selbst an Protesten teil und ruft auch seine «Freunde in Hollywood» auf. (Bild: Key)

Der beste Weg zu helfen sei, sein Gesicht zu zeigen, sagte Foxx, wie lokale Medien berichteten. Der Schauspieler nahm seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bereits an mehreren Protest-Kundgebungen teil.

Anwälte von Floyds Familie legen eigenen Autopsiebericht vor

Anwälte der Familie von George Floyd haben einen Autopsiebericht vorgelegt, der vorläufigen Erkenntnissen der Behörden widerspricht und die Polizei schwer belastet. Unabhängige Gerichtsmediziner seien zu der Erkenntnis gekommen, dass Floyd bei dem brutalen Polizeieinsatz am Montag vergangener Woche in Minneapolis erstickt sei, teilte Anwalt Ben Crump am Montag mit.

Der von den Anwälten mit Floyds Autopsie betraute Mediziner Michael Baden sagte: «Die Autopsie hat gezeigt, dass es keine Vorerkrankung gab, die zu seinem Tod geführt oder dazu beigetragen hat.»

Der offizielle Gerichtsmediziner hatte auf Grundlage vorläufiger Erkenntnisse Vorerkrankungen für Floyds Tod mitverantwortlich gemacht. Er ging davon aus, dass der 46-Jährige nicht erstickte. Bei dem Polizeieinsatz hatte einer von vier beteiligten Beamten Floyd fast neun Minuten lang sein Knie in den Nacken gedrückt. Alle Bitten des Afroamerikaners, ihn atmen zu lassen, ignorierte er.

UN-Chef Guterres ruft zu Zurückhaltung auf

UN-Generalsekretär António Guterres hat nach tagelangen Protesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA alle Beteiligten zur Zurückhaltung aufgefordert. «Beschwerden müssen gehört werden, aber sie müssen auf friedliche Art und Weise ausgedrückt werden; und die Behörden müssen Zurückhaltung zeigen in der Art und Weise, wie sie mit den Demonstranten umgehen», sagte der Sprecher von Guterres, Stephane Dujarric, am Montag (Ortszeit) vor Journalisten.

Trump droht nach Ausschreitungen mit Einsatz der Armee

US-Präsident Donald Trump will die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt stoppen. Begleitet von Protesten und chaotischen Szenen vor dem Weissen Haus kündigte Trump dafür am Montagabend (Ortszeit) die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte seiner Regierung an.

Trump sagte bei seiner Ansprache im Rosengarten des Weissen Hauses: «Wir beenden die Unruhen und die Gesetzlosigkeit, die sich in unserem Land ausgebreitet haben.» Er fügte hinzu: «Wenn eine Stadt oder ein Bundesstaat sich weigern, Massnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um das Leben und den Besitz ihrer Bürger zu schützen, dann werde ich das Militär der Vereinigten Staaten einsetzen und das Problem schnell für sie lösen.»

In vielen US-Metropolen sind die Demonstrationen gegen den Tod des Afroamerikaners George Floyd in Ausschreitungen und Plünderungen ausgeartet. Mehr als 40 Städte haben nächtlich Ausgangssperren verhängt.

US-Präsident Donald Trump äussert sich zu den Protesten – und droht, hart durchzugreifen, wenn die Ausschreitungen andauerten. (Video: Youtube/The White House)

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Zusammenstösse vor Weissem Haus vor Trump-Auftritt

Kurz vor einem geplanten Auftritt von US-Präsident Donald Trump hat die Polizei Demonstranten vor dem Weissen Haus gewaltsam zurückgedrängt. Ein dpa-Reporter berichtete, die Polizei habe Tränengas und Blendgranaten eingesetzt. Trump wollte sich am Montagabend (Ortszeit) im Rosengarten des Weissen Hauses zu den seit Tagen andauernden Unruhen in US-Metropolen äussern. Auslöser der Proteste war der Tod des Afroamerikaners George Floyd am Montag vergangener Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis.

Im ganzen Land breiteten sich daraufhin Proteste aus. Mehr als 40 US-Städte haben nächtliche Ausgangssperren verhängt. Am Weissen Haus fuhren am Montag Militärfahrzeuge mit Soldaten der Nationalgarde auf, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Trump hat die Gouverneure der Bundesstaaten zu einem härteren Vorgehen gedrängt.

Vor dem Weissen Haus in Washington kam es am Montag erneut zu Protesten und chaotischen Szenen. (Bild: Keystone)
(Bild: Keystone)
Nach Tod von Floyd: Lichter am Empire State Building bleiben aus

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis sind die Lichter des New Yorker Empire State Buildings am Montag aus Solidarität ausgeschaltet geblieben. «Das Empire State Building bleibt heute dunkel», teilten die Betreiber mit. Damit solle Floyds Tod gedacht werden sowie der Ungerechtigkeit in all ihren Formen und all ihren Opfern. Zudem solle die Aktion dazu aufrufen, «die Zerstörung unserer grossartigen Stadt und ihrer Einwohner» zu beenden. «Es gibt schon genug Verlust und Leid.»

(Archivbild: Keystone)
Bruder von George Floyd fordert Ende gewaltsamer Proteste

Nach den Ausschreitungen infolge des Todes von George Floyd hat dessen Bruder Terrence Floyd ein Ende der Gewalt bei den Protesten in den USA gefordert. Die Demonstrationen müssten friedlich sein, sagte Terrence Floyd am Montag bei einer Mahnwache für seinen Bruder in Minneapolis. George Floyd hätte keine Gewalt gewollt. Terrence Floyd rief dazu auf, wählen zu gehen. In den USA stehen im November Präsidentschaftswahlen an.

Weisses Haus fordert Ende von Unruhen in US-Metropolen

Nach den Ausschreitungen infolge des Todes von Afroamerikaner George Floyd hat die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, ein sofortiges Ende der Unruhen in US-Metropolen gefordert. «Was wir auf Amerikas Strassen sehen, ist nicht hinnehmbar», sagte McEnany am Montag bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. «Plünderungen, Anarchie und Gesetzlosigkeit dürfen nicht toleriert werden.» US-Präsident Donald Trump fordere Massnahmen zum Schutz amerikanischer Bürger und Geschäfte. McEnany drängte die Gouverneure der Bundesstaaten, verstärkt die Nationalgarde einzusetzen.

Nach erneuten Protesten: Ausgangssperre auch in New York möglich

ach erneuten Massenprotesten in New York nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes wird auch in der Millionenmetropole über eine nächtliche Ausgangssperre nachgedacht. «Wir müssen uns das als Möglichkeit ansehen», sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag. Auch Gouverneur Andrew Cuomo sagte, dass er mit dem Bürgermeister darüber sprechen wolle.

Obama: Wut friedlich für echte Veränderung nutzen

Ex-US-Präsident Barack Obama hat angesichts der Proteste in Amerika dazu aufgerufen, berechtigte Wut über Missstände im Land auf friedliche Weise für echte Veränderungen zu nutzen. Dann könne dieser Moment ein wirklicher Wendepunkt werden, mahnte Obama in einer schriftlichen Erklärung, die er am Montag veröffentlichte. Die Proteste seien Ausdruck einer echten und legitimen Enttäuschung über ein jahrzehntelanges Versagen bei der Reform von Polizei und Strafjustiz in den Vereinigten Staaten.

Obama meint, wenn die Wut friedlich kanalisiert werde, könne echter Wechsel passieren. (Archivbild: Keystone)
Trump will Bewegung zerschlagen

US-Präsident Donald Trump hat am Montag die den Gouverneure der Bundesstaaten in einer Videokonferenz animiert, gegenüber den Protesten dominater aufzutreten. Nachdem es während mehreren Nächten zu landesweiten Unruhen kam, forderte Trump:

«Sie müssen [die Situation] beherrschen – sonst sehen Sie aus wie ein Haufen Idioten. Sie müssen die Leute festnehmen und sie vor Gericht stellen. Und: «Das ist eine Bewegung. Wenn Sie sie nicht zerschlagen, wird sie schlimmer und schlimmer werden.»

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Aktivisten planen Protesttag für Mittwoch in Grossbritannien

Bei Demonstrationen in London wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd sind nach Polizeiangaben 23 Menschen festgenommen worden. Sie hatten bei dem Protestzug am Wochenende unter anderem gegen Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstossen. Gruppen gegen Rassismus planen nun für Mittwoch einen nationalen Protesttag unter Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen in Grossbritannien. Die Menschen sollen etwa mit dem gebotenen Sicherheitsabstand vor ihrer Haustür demonstrieren.

Bürgermeisterin von Atlanta: Trump sollte besser ruhig sein

Keisha Lance Bottoms, Bürgermeisterin von Atlanta, fand gegenüber CNN deutliche Worte zum Verhalten von US-Präsident Trump zur Situation.

«Er ist nicht hilfreich. Leader führen an und er führt nicht. Er verschlimmert die Lage in unseren Städten.» Man solle den Städten die Unterstützung geben, nach der gefragt werde. Wenn nicht danach gefragt werde, brauche man Trumps Inputs und Rhetorik nicht, denn diese helfe nicht in der Krise, die Amerikas Städte jetzt durchlebten.

Sie sagte auch: Wenn Trump weiterhin nur Hass und Spaltung über die Städte bringe, solle er besser gar nichts sagen.

Keisha Lance Bottoms fand zu Trump deutliche Worte (Bild: Keystone). (Ben Gray/Atlanta Journal-Constitution via AP)
26 von 50 US-Staaten mobilisieren die Nationalgarde

Die Bekämpfung der Proteste wird zunehmend militarisiert. Stand Montagmorgen (Ortszeit) hätten 26 von 50 US-Bundesstaaten ihre Nationalgarde mobilisiert, berichtet CNN.

Die Nationalgarden bestehen aus freiwilligen Soldaten und kann unter bestimmten Umständen auch auf die Luftwaffe und die reguläre Armee zurückgreifen. Jeder Bundesstaat hat seine eigene Nationalgarde.

Die kalifornische Nationalgarde bewacht das Rathaus in Los Angeles. (Bild: Keystone)
18 Beschwerden gegen Chauvin: Betroffener berichtet

Gegen den Polizisten Derek Chauvin, der auf George Floyds Nacken kniete, gingen bevor schon 18 Beschwerden ein. Eine davonging 2013 von Kristofer Bergh ein. Der damals 17-Jährige spielte mit seinen Freunden mit einer Nerf-Gun, als Chauvin seine Dienstwaffe auf ihn richtete. Gegenüber New Day erzählt Bergh, was genau passierte.

Bergh sagt, er war mit einigen Freunden in seinem Auto auf dem Weg nach Hause. Einer von ihnen schoss mit einer Nerf-Gun aus dem Fenster des Wagens. Als sie bei seinem Haus ankamen, wurden sie von Chauvin konfrontiert, der seine Dienstwaffe auf sie richtete. Er forderte Berg auf, zurück ins Auto zu gehen, was dieser vorsichtig getan habe. Obwohl zu diesem Zeitpunkt klar gewesen sei, dass es sich nur um eine Spielzeugwaffe handelte, habe Chauvin die Waffe weiterhin auf die Jugendlichen gerichtet.

«Was wäre passiert, wenn ich und meine Freunde nicht alle weiss gewesen wären?», sagte Bergh im Videointerview.

“What would have happened differently if my friends and I weren’t all white?” Kristofer Bergh says he filed a complaint in 2013 against Derek Chauvin, the ex-officer charged in George Floyd’s death, after he aimed a gun at him for playing with Nerf gunshttps://t.co/tSyiFYDYeS pic.twitter.com/pRoAPPpGos

— New Day (@NewDay) June 1, 2020

Demonstration in Zürich

Auch in Zürich sind am Montag mehrere hundert Personen auf die Strasse gegangen, um gegen die rassistische Polizeigewalt zu demonstrieren. Mehr dazu hier.

Am Montag wurde auch in Zürich demonstriert. (Bild: Keystone)
Polizei bestätigt «mindestens einen» toten Demonstranten

Die Polizei bestätigt «mindestens einen» toten Demonstranten in Louisville, Kentucky, berichtet CNN. Der Vorfall habe sich heute gegen 00.15 Uhr (Ortszeit) ereignet, als die Polizei Demonstranten von einem Parkplatz vertreiben wollten. Gemäss Angaben der Polizei sei aus der Menge heraus zuerst auf die Polizisten geschossen worden, woraufhin diese das Feuer erwiderten.

Es werde nun Videomaterial rund um den Vorfall gesammelt und gesichtet, um mehr darüber zu erfahren. Unklar ist, ob der Tote auf die Polizei geschossen hatte.

Bereits am Freitag kam in Detroit ein 19-Jähriger zu Tode. Auch dort schoss die Polizei nachts in eine Menschenmenge. Der junge Mann verstarb im Spital.

Rund 4'000 Personen verhaftet

Gemäss CNN wurden seit dem Beginn der Proteste landesweit rund 4’000 Personen verhaftet.

Polizist kommt am Montag vor Gericht

Am Montag (Ortszeit) kommt der Polizist, der mutmasslich für den Tod von George Floyd verantwortlich ist, vor Gericht, berichtet CNN. Der 44-jährige Derek Chauvin, 44, wurde am Freitag wegen Mordes dritten Grades und Totschlags zweiten Grades angeklagt.

Polizeichef entschuldigt sich

Der Polizeichef von Minneapolis, Medaria Arradondo, entschuldigte sich am Sonntagabend bei den Angehörigen Floyds. «Wenn ich irgendetwas tun könnte, um Herrn Floyd zurückzubringen, würde ich Himmel und Erde bewegen, um es zu tun», sagte Arradondo bei einem Auftritt an dem Ort, an dem Floyd getötet worden war. Arradondo hatte die vier beteiligten Polizisten entlassen.

 Medaria Arradondo (Mitte) entschuldigte sich bei den Angehörigen von George Floyd. (Bild: Keystone)
Mann mutmasslich von der Polizei erschossen

In Louisville, Kentucky, soll ein Mann von der Polizei erschossen worden sein. Das berichtet Journalist Stepon Dingle von der TV-Station WLKY. Der Vorfall soll sich kurz nach Mitternacht ereignet haben. Laut dem Tweet war zuvor das Feuer gegen die Polizei eröffnet worden. Die Polizei wollte eine Ansammlung auf einem einem Parkplatz auflösen, wie Dingle unter Berufung auf den Polizeichef schreibt. Derzeit würden Untersuchungen laufen.

Sohn von Floyd: «Jeder kommt und zeigt ihm Liebe. Mein Herz ist sehr berührt von all dem.»

Ein Sohn des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd hat dazu aufgerufen, bei den anhaltenden Protesten in den USA Gewalt zu vermeiden. In einem TV-Interview mit dem CNN-Tochtersender KBTX appellierte Quincy Mason Floyd an die Demonstranten, friedlich zu bleiben. Zugleich äusserte sich der Mann, der in Bryan (Texas) lebt, bewegt über die grosse Anteilnahme am Tod seines Vaters. «Jeder kommt und zeigt ihm Liebe. Mein Herz ist sehr berührt von all dem.»

In zahlreichen US-Metropolen kam es die sechste Nacht in Folge zu Protesten, die teils in Gewalt umschlugen. Floyd war vor einer Woche nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Einer von vier beteiligten Beamten drückte dem 46-Jährigen minutenlang sein Knie in den Nacken. Bitten des Afroamerikaners, ihn atmen zu lassen, ignorierte er. Bei den Protesten in Washington und anderen Städten tragen Demonstranten nun Schilder mit dem Spruch: «Ich kann nicht atmen».

Michael Jordan und Lewis Hamilton äussern sich

Basketball-Legende Michael Jordan hat nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz seinen Ärger zum Ausdruck gebracht. «Ich bin zutiefst traurig, wirklich schmerzerfüllt und einfach nur wütend», sagte der sechsfache NBA-Champion und Besitzer der Charlotte Hornets in einem Statement. «Ich stehe zu denen, die auf den tief verwurzelten Rassismus und die Gewalt gegen farbige Menschen in unserem Land aufmerksam machen. Wir haben genug. Wir müssen einander zuhören, Mitgefühl und Empathie zeigen und dürfen niemals der sinnlosen Brutalität den Rücken kehren»

Floyd war am vergangenen Montag in Minneapolis zu Tode gekommen, weil ihm ein weisser Polizist während 8:46 Minuten sein Knie in den Nacken gedrückt hatte. Die Bitten des Afroamerikaners, ihn atmen zu lassen, ignorierte er. Der Polizist wurde am Freitag wegen Mordes dritten Grades und Totschlags zweiten Grades angeklagt. Die Tat löste Proteste in vielen US-Städten aus, wobei es zu schweren Krawallen kam.

Auch Hamilton äussert sich

Auch der sechsfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton bezog in der Diskussion um Rassismus sowie Polizeigewalt in den USA deutlich Position und kritisierte auch die Motorsport-Königsklasse. Der 35-jährige Brite, der es als erster dunkelhäutiger Pilot in die Formel 1 geschafft hat, schrieb in einer Instagram-Story: «Ich sehe diejenigen von Euch, die still bleiben, einige von Euch sind die grössten Stars und bleiben noch still mitten in dieser Ungerechtigkeit. Nicht ein Zeichen von irgendjemandem in meiner Industrie, die natürlich ein von Weissen dominierter Sport ist.»

Jordan hat sich zum Tod von George Floyd und den Protesten geäussert. (Bild: Keystone)
Polizisten solidarisieren sich mit den Protesten

In mehreren amerikanischen Städten haben sich Polizisten mit den Protesten solidarisiert. Kurz nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd distanzierten sich Polizeicorps ungewöhnt deutlich von ihren Berufkollegen, die den Tod von Floyd zu verantworten haben.

Proteste sind für Journalisten gefährlich

Die Berichte über Journalisten, die während der Berichterstattung rund um die Proteste durch die Polizei angegangen werden, häufen sich. Der bisher prominenteste Fall war, als am Freitag ein Team der CNN verhaftet wurde – vor laufender Kamera.

Aber es kam und kommt zu weiteren Übergriffen auf die Pressefreiheit:

Zehn Millionen Menschen wegen Protesten von Ausgangssperren betroffen

Nach CNN-Angaben verhängten mindestens 40 Städte nächtliche Ausgangssperren, darunter auch Washington. Von den Massnahmen seien insgesamt zehn Millionen Menschen betroffen. Mindestens 15 der 50 US-Bundesstaaten und der Hauptstadtbezirk Washington mobilisierten die Nationalgarde, wie CNN weiter berichtete. Die Nationalgarde gehört zur Reserve der US-Streitkräfte und kann in Bundesstaaten in Ausnahmesituationen zu Hilfe gerufen werden.

Die Proteste halten auch knapp eine Woche nach dem brutalen Polizeieinsatz, der den Tod von George Floyd zur Folge hatte, an. (AP Photo/John Minchillo)
Trump flüchtete wegen Protesten in Bunker

CNN meldete am Sonntag, dass US-Präsident Donald Trump bereits am Freitag wegen der Proteste vor dem Weissen Haus für knapp eine Stunde in einen Bunker gebracht worden sei. Auch First Lady Melania und Sohn Barron wurden unterirdisch in Sicherheit gebracht. Ob Trump auch diese Nacht in den Bunker flüchten musste, ist nicht bekannt.

US-Stars fordern Ende von Rassismus und Polizeigewalt

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd haben Musiker, Sportler und Hollywoodstars in den USA ein Ende von Rassismus und Polizeigewalt gefordert. «Das muss aufhören», schrieb die Sängerin Madonna (61) auf Instagram. Sie postete ein Video, das zeigt, wie ein weisser Beamter bei einer Festnahme in der Stadt Minneapolis am vergangenen Montag sein Knie minutenlang in den Hals des am Boden liegenden Floyd drückte. Der Polizist, meint Madonna, habe Floyd mit «Arroganz und Stolz» ermordet.

Die Musikerin Beyoncé (38) wandte sich in einer Videobotschaft an ihre Fans auf Instagram und forderte «Gerechtigkeit für George Floyd».

Lady Gaga (34) schrieb in einem langen Post auf Twitter, sie sei von Floyds Tod «schockiert». Wie viele andere Stars auch kritisierte sie US-Präsident Donald Trump. Lady Gaga warf Trump vor, in seinem Land Rassismus zu fördern.

Proteste in USA gehen auch vor Weissem Haus weiter

Die Proteste in den USA gegen Polizeigewalt und Brutalität gegenüber Afroamerikanern gehen auch in der Hauptstadt Washington weiter. Vor dem Weissen Haus versammelten sich am Sonntag (Ortszeit) erneut Demonstranten. Polizisten riegelten die Regierungszentrale von Präsident Donald Trump ab.

In der Hauptstadt Washington zogen die Demonstranten am Sonntag erneut vor das Weisse Haus. (Keystone)

Die Protestierenden zogen daraufhin weiter, wurden aber bereits nach etwa 100 Metern von einer Polizeisperre aufgehalten, wo es vereinzelt zu Gerangel kam. Sicherheitskräfte wurden mit Plastikflaschen beworfen, Demonstranten nahmen einem Beamten seinen Schlagstock ab. Die Protestler skandierten «Kein Frieden ohne Gerechtigkeit». Mehr dazu hier.

Trump ruft zu härterem Durchgreifen auf und greift Biden an

Nach Ausschreitungen in zahlreichen amerikanischen Städten hat US-Präsident Donald Trump demokratische Bürgermeister und Gouverneure zu einem schärferen Durchgreifen aufgerufen. «Legen Sie eine härtere Gangart ein», schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. «Diese Menschen sind Anarchisten. Rufen Sie jetzt unsere Nationalgarde. Die Welt schaut zu und lacht Sie und den Schläfrigen Joe aus.» Der Republikaner Trump verunglimpft seinen voraussichtlichen Herausforderer bei der Wahl im November, den demokratischen Ex-Vizepräsidenten Joe Biden, regelmässig als «Schläfrigen Joe».

In weiteren Tweets lobte Trump am Sonntagabend erneut den Einsatz der Nationalgarde im US-Bundesstaat Minnesota, wo die Proteste ausgebrochen waren, und mahnte, die Kräfte hätten früher angefordert werden sollen. In einem anderen Tweet schrieb der Präsident in Grossbuchstaben schlicht: «Recht & Ordnung!»

«Justice for George» – Bundesligisten mit Solidaritätsbekundungen

Die jüngsten Ereignisse in den USA bewegen auch Spieler der Bundesliga. Nachdem ein Polizist in den USA den dunkelhäutigen George Floyd bei einer Verhaftung bis zum Erstickungstod zu Boden gedrückt hatte, drückten vier Bundesliga-Akteure ihre Solidarität mit dem Todesopfer aus.

Gladbachs Doppeltorschütze Marcus Thuram bejubelte seinen ersten Treffer gegen Union Berlin mit einem Kniefall. Die Geste wurde durch den American-Football-Spieler Colin Kaepernick berühmt, der damit ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt setzte. Die Dortmunder Jadon Sancho und Achraf Hakimi forderten nach ihren Toren gegen Paderborn mit Aufschriften auf ihren Shirts Gerechtigkeit für das Todesopfer. Tags zuvor hatte Schalkes Weston McKennie eine Armbinde mit der Aufschrift «Justice for George» getragen. (sda)

Trump will Antifa als Terrororganisation einstufen

Die US-Regierung will die Antifa-Bewegung in Amerika als Terrororganisation einstufen. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Sonntag auf Twitter an. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Wie das mangels Organisationsstrukturen des losen Bündnisses funktionieren soll, blieb offen.

Trumps Vorstoss kommt inmitten der Proteste wegen des Todes von Afroamerikaner George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in der Grossstadt Minneapolis. Der US-Präsident und andere US-Regierungsvertreter machen linksradikale Gruppen für die teils gewalttätigen Ausschreitungen in zahlreichen US-Städten verantwortlich, ohne jedoch Belege dafür zu liefern. «Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt», hatte Trump am Samstag gesagt.

Demonstrationen in London wegen Tod von George Floyd

In London ist es am Sonntag zu teilweise grossen Demonstrationen wegen des gewaltsamen Tods des Afroamerikaners George Floyd gekommen. Ein Protestzug mit mehr als Tausend Menschen zog an der US-Botschaft in der britischen Hauptstadt vorbei, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Auch auf dem Trafalgar Square versammelten sich laut BBC Hunderte Demonstranten. Sie hielten Schilder in die Höhe mit Slogans wie «Black lives matter» (Schwarze Leben zählen) und «Justice for George Floyd» (Gerechtigkeit für George Floyd). (sda)

Über tausend Menschen demonstrierten in London wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd. (Bild: Keystone)
Reuters-Mitarbeitende angegriffen

Zwei Mitglieder einer Reuters TV-Crew wurden in Minneapolis von Gummigeschossen der Polizei getroffen. Dies berichtet die Nachrichten Agentur. Die Mitarbeitenden seien beim Vorfall am Samstagabend verletzt worden.

«Ein Polizist, den ich filmte, drehte sich um und zeigte mit seinem Gummi-Geschoss-Gewehr direkt auf mich», erzählt ein verletzter Kameramann. Das betreffende Polizei-Departement wollte auf Nachfrage von Reuters keinen Kommentar abgeben, ohne das Video gesehen zu haben, wie es im Bericht weiter heisst.

Polizisten schiessen auf Menschen auf Veranda

Ein Video auf Twitter geht Viral, nachdem Polizisten auf Menschen, die einen Einsatz von ihrer Veranda aus filmten, schossen. Bei der Munition handelt es sich um Gummigeschosse. Dennoch: Ein Jugendlicher berichtet von Schmerzen im Unterleibsbereich, nachdem er getroffen wurde. Die Polizisten lassen einen regelrechten Kugelhagel auf die Menschen auf der Veranda los.

Die Anwohnerin Tanya Kerssen postete das Video kurz nach 9:30 Uhr Ortszeit auf Twitter. Sie sagt es zeige die Minnesota National Guard und die Polizei, wie sie die Strassen durchsuchen. Aufgenommen wurden die Bilder in der Whittier Neighborhood.

Wütender Mob geht mit Steinen auf Ladenbesitzer los

Die Proteste in den USA sorgen für immer mehr Gewalteskalationen. Ein weisser Ladenbesitzer, der laut Polizeiangaben mit einer Machete «seine Nachbarschaft vor Demonstranten schützen wollte», soll laut Informationen des «Blicks» von einem wütenden Mob attackiert und gesteinigt werden.

Eine wütende Gruppe schlägt in Dallas auf einen am Boden liegenden Mann ein. (Bild: Screenshot Twitter, Elija Schaffer)

Ein Video des Journalisten Elija Schaffer von Blaze TV kursiert auf Twitter: Es zeigt, wie der Mann von einer Gruppe Menschen gejagt, mit Steinen beworfen und getreten wird. «Plünderer rannten auf ihn zu, dann griff er die Randalierer an», schildert Schaffer die Momente vor der blutigen Attacke. «Sie schlugen ihn mit einem Skateboard und warfen mittelgrosse Steine nach ihm.» Auch als der Mann blutend und regungslos am Boden liegt, schlagen die Demonstranten wieder auf ihn ein. Er ist mindestens schwer verletzt, ob er die Attacke überlebt ist derzeit noch unklar.

Eigentlich sollte in Dallas ein friedlicher Marsch stattfinden. Doch die Demonstrationen eskalierten. Am Samstagabend blockierten Protestierende Autobahnen, plünderten Läden und schlugen auf Gegenstände ein. Mindestens 74 Menschen wurden verhaftet.

Ein Toter bei Protesten in US-Stadt Indianapolis

Bei Protesten gegen Polizeigewalt ist in der US-Stadt Indianapolis nach einem TV-Bericht mindestens ein Mensch getötet worden. Der Fernsehsender NBC News stützte sich dabei am Sonntag auf Angaben der Polizei. Dem Vize-Polizeichef der Stadt, Josh Barker, zufolge gab es mindestens zwei Verletzte. Der Ablauf war zunächst unklar. Auf Twitter schrieb die Polizei, ihre Beamten seien nicht involviert gewesen und hätten nicht geschossen. Man untersuche nun zahlreiche Vorfälle.

In der US-Stadt Indianapolis starb laut Polizeiberichten ein Mensch an den Protesten. (Bild: Keystone)

In den USA kam es am Samstag und in der Nacht zum Sonntag in zahlreichen Städten zu Protesten gegen Polizeigewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd. Mindestens 25 Städte in 16 Bundesstaaten verhängten Ausgangssperren. Trotzdem gab es vielerorts erneut Plünderungen. Zudem wurden Autos und Geschäfte in Brand gesetzt.

Sheriff in Flint legt Helm ab und läuft mit Demonstranten mit

Die Proteste in den USA eskalieren immer weiter. Tausende Menschen im ganzen Land demonstrieren gegen die Polizeigewalt in den USA, nachdem George Floyd bei seiner Festnahme tödlich verletzt wurde. Während sich an vielen Orten Demonstranten und Polizisten Strassenschlachten liefern, setzen sich auch zahlreiche Polizisten gegen die Polizeigewalt ein.

Bewegende Bilder zeigen, wie Sheriff Chris Swanson in Flint, Michigan sich mit den Protestierenden unterhält und sie fragt was sie wollen. Er habe seinen Helm abgelegt, wolle in Frieden sprechen, so der Sheriff. «Wir wollen mit Euch sein. Wir wollen keinen Protest, wir wollen eine Parade», sagt Swanson. «Dieser Polizist verteilt Umarmungen», sagt er. «Lauf mit uns», ruft eine Demonstrantin, die Gruppe wiederholt die Forderung. Swanson schliesst sich der Menschenmenge an. «Wohin wollt ihr laufen? Wir werden die ganze Nacht laufen», so Swanson. Sein Team schliesst sich dem Protest an.

In der Nacht hält Swanson eine weitere Rede. «Wir verurteilen, was passiert ist. Das sind nicht wir», sagt er. «Wir sind mit Euch.»

Polizeiauto in New York fährt in Floyd-Demonstranten

In Amerika will sich die Situation nicht beruhigen. Nun sind auf Twitter Videos aufgetaucht, die zeigen, wie ein New Yorker Polizeifahrzeug eine Gruppe Demonstranten rammt.

In den Videos ist zusehen, wie sich die Demonstranten mit einer Absperrung auf der Strasse vor die Polizei stellten. Dieses schob die Gruppe gute fünf Meter vor sich her. Dabei stürzen einige Personen – über verletzte Personen bei der Aktion war zum Zeitpunkt noch nichts bekannt.

Ausgangssperre für Los Angeles nach Ausschreitung

Nach Ausschreitungen in Los Angeles hat der Bürgermeister der US-Metropole eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Bürgermeister Eric Garcetti kündigte an, die Massnahme gelte in der Nacht zu Sonntag von 20.00 Uhr (Ortszeit/5.00 Uhr MESZ) bis 5.30 Uhr für die Innenstadt von Los Angeles. Die Ausgangssperre sei notwendig, um «den Frieden wiederherzustellen».

Die Polizei der kalifornischen Metropole teilte mit, im Stadtzentrum komme es zu «grossen und gewalttätigen Protesten». Garcetti sagte: «Wir können unsere Pflicht nicht erfüllen, Menschenleben zu schützen, wenn Menschen plündern.» Auslöser der Ausschreitungen in Los Angeles und anderen US-Städten ist der Tod des Schwarzen George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis.

Trump macht linksradikale Gruppen für Ausschreitungen verantwortlich

US-Präsident Donald Trump hat linksradikale Gruppen für die Ausschreitungen in amerikanischen Städten nach dem Tod eines Schwarzen in Minneapolis verantwortlich gemacht. «Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt», sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) nach dem Start von US-Astronauten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral. «Linksradikalen Kriminellen, Verbrechern und anderen in unserem Land und auf der Welt wird nicht erlaubt werden, unsere Gemeinden in Brand zu stecken.»

US-Präsident Donald Trump will gegen die Demonstranten mit Militärgewalt vorgehen. (Keystone)

Trump warf gewaltsamen Demonstranten vor, das Gedenken an George Floyd zu entehren. Der 46-Jährige war am Montag nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben. Sein Tod hatte in zahlreichen amerikanischen Städten zu Demonstrationen geführt, die vielerorts in Gewalt ausgeartet waren. «Was wir jetzt auf unseren Strassen sehen, hat nichts mit Gerechtigkeit oder mit Frieden zu tun», sagte Trump. «Meine Regierung wird Mob-Gewalt beenden.»

Proteste in Minneapolis dauern trotz Ausgangssperre an

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis haben Proteste in der US-Grossstadt auch nach Beginn der Ausgangssperre angedauert. Der Sender CNN berichtete, Sicherheitskräfte drängten Demonstranten unter anderem mit Tränengas zurück. In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gilt seit 20.00 Uhr am Samstagabend (Ortszeit/3.00 MESZ Sonntag) eine Ausgangssperre. Minnesotas Gouverneur Tim Walz hatte alle Bewohner aufgefordert, zu Hause zu bleiben. In den vergangenen Nächten war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Die Demonstranten liessen sich auch von der Ausgangssperre nicht abbringen auf die Strasse zu gehen. (Keystone)

Wegen der Proteste hatte Gouverneur Walz am Samstag erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die gesamte Nationalgarde des Bundesstaats mobilisiert. Die Nationalgarde teilte mit, rund 2500 der insgesamt bis zu 10’000 aktivierten Soldaten würden in der Nacht zum Sonntag eingesetzt, um in Minneapolis und Umgebung für Ordnung zu sorgen. Die anderen Soldaten stünden für die kommenden Tage bereit.

Demonstranten ziehen vor den Trump Tower in New York

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes sind am Samstagnachmittag Demonstranten vor den Trump Tower in New York gezogen. Mindestens sieben Menschen seien vor dem Gebäude, in dem US-Präsident Donald Trump bis zu seinem Umzug ins Weisse Haus lebte, festgenommen worden, wie die «New York Times» berichtete. Es war der dritte Tag in Folge, dass es in New York zu Protesten kam.

Die Demonstranten ziehen am Samstag vor den Trump Tower in New York. (Keystone)

Am Samstag gingen erneut Tausende Menschen auf die Strasse, vor allem in den Stadtteilen Brooklyn und Manhattan. Die Demonstranten warfen US-Medienberichten zufolge Flaschen und Müll auf Polizisten, die Beamten setzten Pfefferspray ein. Die Proteste verliefen aber weniger gewalttätig als am Tag zuvor.

Mehr als 500 Demonstranten in Los Angeles zeitweise festgenommen

Bei Protesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd sind in der kalifornischen Grossstadt Los Angeles 533 Menschen zeitweise festgenommen worden. Alle bis auf 18 Verdächtige seien inzwischen wieder auf freiem Fuss, erklärte Polizeisprecher Michael Chan am Samstag. Sechs Polizeibeamte seien verletzt worden. Die Festnahmen bei den Protesten in der Nacht zu Samstag seien unter anderem wegen des Verdachts auf Plünderung, Einbrüche, Verstoss gegen Bewährungsauflagen und versuchten Mord erfolgt. Für das restliche Wochenende wurde in der Stadt mit neuen Demonstrationen gerechnet.

In Chicago im Bundesstaat Illinois waren dem Sender CNN zufolge mehr als 100 Menschen zeitweise festgenommen worden, in New York waren es der Polizei zufolge rund 200. In vielen Städten in den USA ist es nach dem Tod Floyds infolge eines Polizeieinsatzes im Bundesstaat Minnesota zu friedlichen Protesten – aber auch zu gewaltsamen Ausschreitungen – gekommen.

Texas verstärkt wegen Protesten Polizeipräsenz in Grossstädten

Angesichts anhaltender Demonstrationen hat der US-Bundesstaat Texas zur Unterstützung der örtlichen Polizei zusätzlich mehr als 1500 Beamte in mehrere Grossstädte entsandt. Die Bürger könnten ihr Recht auf freie Meinungsäusserung nutzen, aber die öffentlich Ordnung und Privatbesitz müssten geschützt werden, erklärte Gouverneur Greg Abbott am Samstag. Die zusätzlichen Kräfte unterstützten die Polizei in Houston, Dallas, San Antonio und Austin, erklärte er.

New Yorks Bürgermeister verurteilt harten Polizei-Einsatz in seiner Stadt

Nach Protesten gegen Rassismus in New York hat Bürgermeister Bill de Blasio das harte Vorgehen der Polizei seiner Stadt kritisiert. Die Beamten seien «sehr heftig und grob» gewesen und hätten auch gegen friedliche Demonstranten Pfefferspray eingesetzt, sagte de Blasio am Samstag. Der Politiker kündigte eine Untersuchung der Ereignisse an.

 

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio verurteilt harten Polizei-Einsatz in seiner Stadt. (Bild: Keystone)

De Blasio verurteilte zugleich die Gewalt, die in der Nacht zu Samstag von einigen Demonstranten ausgegangen war. Manche seien mit dem Vorsatz gekommen, Polizisten zu verletzen, sagte er. «Das können wir absolut nicht hinnehmen.» Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in der Stadt Minneapolis waren in New York rund 3000 Menschen auf die Strasse gegangen. Dabei kam es in den Vierteln Manhattan und Brooklyn zu Ausschreitungen.

US-Justizminister macht linke Gruppen für Proteste verantwortlich

US-Justizminister William Barr hat linke Gruppierungen für die Ausschreitungen in vielen amerikanischen Städten verantwortlich gemacht. Die Gewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd sei geplant und gehe auf das Konto von «anarchistischen Linksextremisten», erklärte Barr am Samstag. Die «gewaltsamen radikalen Elemente» nutzten friedliche Demonstrationen aus, um ihre eigene Agenda durchzudrücken, sagte er. Der Minister führte zunächst keine Beweise für seine Aussage an.

Trump droht wegen Protesten mit «unbegrenzter Macht des Militärs»

Wegen Ausschreitungen in vielen Städten hat US-Präsident Donald Trump örtlichen Behörden mit dem Einsatz der «unbegrenzten Macht des Militärs» gedroht. Gouverneure und Bürgermeister müssten «viel härter» vorgehen, sonst werde die Regierung einschreiten, drohte er am Samstag über Twitter. Die Regierung sei bereit, das nötige zu tun, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Dann werde es auch «viele Festnahmen» geben, drohte er über Twitter während eines Flugs in den Bundesstaat Florida.

Trump bietet Minnesota wegen Protesten Einsatz des US-Militärs an
Bietet Minnesota Militär-Hilfe an: US-Präsident Donald Trump. (Bild: Keystone)

US-Präsident Donald Trump hat dem Bundesstaat Minnesota wegen der anhaltenden teils gewaltsamen Proteste Hilfe der Streitkräfte angeboten. Die Soldaten stünden bereit und könnten «sehr schnell» vor Ort sein, sagte Trump am Samstag im Garten des Weissen Hauses. An die Behörden in den Städten Minneapolis und St. Paul gerichtet fügte er mit Blick auf die jüngste Gewaltwelle hinzu: «Sie müssen härter sein … Sie können das nicht zulassen.»

Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, hatte zuvor am Samstag erklärt, er habe mit Verteidigungsminister Mark Esper und Generalstabschef Mark Milley über Unterstützung gesprochen. Walz machte aber keine näheren Angaben zur möglichen Unterstützung.

Demonstration in Berlin
«Gerechtigkeit für George Floyd»: Auch in Berlin wird am Samstag protestiert. (Bild: Keystone)

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in der US-Grossstadt Minneapolis haben mehrere Hundert Menschen vor der US-Botschaft in Berlin protestiert. Die Versammlung sei damit grösser als zunächst erwartet, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Unter dem Motto «Gerechtigkeit für George Floyd! Gegen rassistische Polizeigewalt» hatten mehrere Initiativen im Netz zu dem Protest aufgerufen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Tausende protestieren in New York

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes haben in New York rund 3000 Menschen gegen Rassismus protestiert. In der Nacht zu Samstag kam es dabei in den Stadtteilen Manhattan und Brooklyn zu Ausschreitungen, mehr als 200 Menschen wurden festgenommen, wie der Chef der New Yorker Polizei, Dermot Shea, sagte. Auf beiden Seiten habe es Verletzte gegeben, erklärte er am Samstag. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Nach dem Tod von George Floyd demonstrieren in New York Tausende Menschen. (Bild: Keystone)
Minnesota ruft wegen Protesten zusätzlich 1000 Nationalgardisten ein

Der US-Bundesstaat Minnesota hat wegen der anhaltenden und teils gewaltsamen Proteste nach dem Tod von George Floyd zusätzlich mehr als 1000 Nationalgardisten als Verstärkung einberufen. Sie würden die 700 Soldaten unterstützen, die wegen der Proteste bereits im Einsatz seien, erklärte die Nationalgarde von Minnesota am Samstag über Twitter. Es handle sich um den grössten Einsatz der Einheit in ihrer 164-jährigen Geschichte, hiess es weiter.

US-Polizisten brechen «blaue Wand des Schweigens»
Viele Polizisten brechen ihr Schweigen: Angesichts des tragischen Todes von George Floyd verurteilen viele Beamte den Einsatz in Minneapolis öffentlich. (Symbolbild: Keystone)

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd und den darauffolgenden Protesten haben nun mehrere Polizisten in den USA das Verhalten ihrer Kollegen in Minneapolis verurteilt. Damit brechen sie ein ungeschriebenes Gesetz in den USA, wonach Polizisten ihre Amtskollegen nicht anschwärzen, wie «20 Minuten» berichtet. Dieses stille Gesetz wird auch als «blaue Wand des Schweigens» betitelt.

So haben Polizeichefs in den US-Bundesstaaten Texas, North Carolina, Tennessee, Florida und Kalifornien den Einsatz in Minneapolis, bei dem Floyd starb, verurteilt. Der Einsatz wurde von ihnen als «verstörend», «unethisch» und schlichtweg «falsch» bezeichnet.

@bakerfivetwoMy thoughts on Mr. Floyd. ##offduty ##igy6 ##thinblueline ##bluefamily ##metalmulisha ##bakerfivetwo♬ original sound – bakerfivetwo

Auch der Berufsverband der US-Polizisten «National Fraternal Order of Police» veröffentlichte ein Statement, in dem er schreibt: «Die Tat erschüttert und schockiert unsere Nation. Polizisten müssen zu jeder Zeit Hilfe leisten, wenn es jemand braucht – auch wenn es sich dabei um einen Verdächtigen handelt, der gerade eben festgenommen wurde.» Alles zum Thema lesen Sie hier.

Nach Floyd-Protest am Weissen Haus: Trump bedroht Demonstranten

Nach einem Protest vor dem Weissen Haus hat US-Präsident Donald Trump Demonstranten gedroht – indirekt, aber dafür mit sehr deutlichen Worten. Falls Demonstranten über den Zaun des Regierungssitzes gekommen wären, hätten ihnen dort allerdings «boshafte Hunde und die bedrohlichsten Waffen» gedroht, schrieb Trump am Samstag auf Twitter. Dann wären sie «mindestens schwer verletzt» worden, warnte er.

Der Präsident äusserte sich zunächst allerdings nicht zu den teils heftigen Protesten und Ausschreitungen, die in der Nacht viele Städte im ganzen Land erschüttert hatten. Der Protest vor dem Weissen Haus am Freitagnachmittag war vergleichsweise klein und harmlos.

Proteste nach Floyds Tod: Stadt Portland verhängt Ausgangssperre

Die Grossstadt Portland im Bundesstaat Oregon hat wegen teils gewaltsamer Proteste den Notstand und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Plünderungen und Brandstiftungen seien kein Mittel, sich für Veränderungen einzusetzen, sondern schlicht «widerwärtig», erklärte Bürgermeister Ted Wheeler am Samstag über Twitter.

In Los Angeles erklärte die Polizei infolge gewaltsamer Protests ein Demonstrationsverbot für das Stadtzentrum.

Auch andere von Protesten erschütterte Städte, darunter die Grossstadt Atlanta, haben bereits den Ausnahmezustand verhängt. In Minneapolis, wo der Afroamerikaner George Floyd am Montag nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben war, galten ebenfalls Ausnahmezustand und nächtliche Ausgangssperre – protestiert wurde dort aber trotzdem.

Restaurant-Besitzer in Minneapolis: «Lasst mein Gebäude abbrennen»

Bei den Protesten gegen den Tod des Schwarzen George Floyd brannte das Gebäude eines Restaurant-Besitzers. Dieser solidarisiert sich mit dem Demonstranten: «Lasst mein Gebäude abbrennen. Es muss Gerechtigkeit geben. Diese Polizisten müssen hinter Gitter», sagte er.

Die ganze Story lesen Sie hier.

In Minneapolis stehen im Zuge der Proteste gegen den Tod des Afroamerikaners George Floyd zahlreiche Gebäude in Flammen. (Bild: Keystone)
Zweites Todesopfer während Proteste

Während der Proteste am Freitagabend in den USA wurden zwei Sicherheitsbeamte des «Federal Protective Service»  angeschossen. Laut «CNN» verstarb einer der Männer später an seinen Verletzungen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

(Bild: Keystone)

Der «Federal Protective Service» gehört zur Homeland Security.

Proteste und Gewalt in USA weiten sich aus

In zahlreichen Städten der USA hat der Tod des Schwarzen George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz zu neuen Protesten mit Gewalt geführt. In Minneapolis, wo Floyd am Montag ums Leben kam, gingen viele Menschen trotz Ausgangssperre die vierte Nacht in Folge auf die Strasse. Gouverneur Tim Walz sprach am Samstag von einer «unglaublich gefährlichen Situation».

(Bild: Keystone)
Anwälte von Floyd-Familie in USA zweifeln Obduktionsergebnis an

Die Anwälte des nach einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis gestorbenen Schwarzen George Floyd haben Zweifel an den Ergebnissen einer Obduktion angemeldet. Zugleich kündigten sie nach einem Bericht des Fernsehsenders ABC am Freitag (Ortszeit) an, bei einem bekannten Gerichtsmediziner eine eigene Untersuchung in Auftrag zu geben. Im Haftbefehl gegen einen beteiligten Polizeibeamten heisst es, nach vorläufigen Erkenntnissen sei Floyd nicht erstickt.

George Floyd. (Screenshot: Twitter
19-jähriger Demonstrant erschossen

Laut lokalen Medien wurde bei den Ausschreitungen in Detroit ein junger Mann erschossen.

Wie die Polizei mitteilt, sei der 19-Jährige bei einem Drive-by-Shooting tödlich verletzt worden. Der Schütze habe noch mehrere Schüsse aus seinem Auto der Marke Dodge, in die Menge abgegeben und sei dann geflohen. Die Polizei kündigte Untersuchungen an.

(Bild: Keystone)
US-Stars protestieren in sozialen Medien

Nach dem Tod eines Schwarzen bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis und anschliessenden schweren Ausschreitungen haben auch zahlreiche Stars reagiert. Oscar-Preisträger Jamie Foxx («Ray») nahm am Freitag in Minneapolis an einer Kundgebung zum Protest gegen Polizeigewalt teil. Er sei nicht als Promi, sondern als Bruder gekommen, sagte der Schauspieler vor einer überwiegend schwarzen Menschenmenge. «Wir wollen euch wissen lassen, ihr habt Unterstützung.»



Sänger John Legend verlinkte auf Twitter Worte des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King, dass nur mit sozialer Gerechtigkeit und Fortschritt Aufstände zu vermeiden seien. «Hamilton»-Star Lin-Manuel Miranda rief zu Spenden für Organisationen auf, die festgenommenen Demonstranten mit Geld und Anwälten helfen.

Drei Männer knieten auf George Floyd

In den sozialen Medien ist ein neues Video aufgetaucht, dass den Polizeieinsatz um George Floyd aus einer neuen Perspektive zeigt. Darauf zu sehen: Es knieten gleich drei Polizeibeamte, statt wie bislang bekannt nur einer, auf dem Afroamerikaner.

Das sogenannte Mugshot von Derek Chauvin, das nach seiner Festnahme gemacht wurde. (Bild: Ramsey County Sheriff’s Office)
Frau von Ex-Polizist Chauvin reicht Scheidung ein

Die Frau des nun inhaftierten Polizisten Derek Chauvin hat laut Medienberichten die Scheidung eingereicht.

So schreibe ihr Anwalt in einem Statement: «Der Tod von Mister Floyd hat sie am Boden zerstört. Ihre Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen».

Wie lange die beiden verheiratet waren ist derzeit unklar. Das Paar habe keine Kinder.

Demonstranten greifen CNN-Hauptquartier in Atlanta an

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Grossstadt Minneapolis haben Demonstranten das Hauptquartier des Senders CNN in Atlanta angegriffen. Der Sender zeigte am Freitagabend (Ortszeit) Live-Bilder aus der eigenen Zentrale, auf denen zu sehen war, wie Demonstranten von ausserhalb Objekte auf Polizisten im Eingangsbereich des Senders warfen.

(Bild: Keystone)

Ein Demonstrant versuchte während der Übertragung, bereits beschädigte Scheiben im Eingangsbereich mit seinem Skateboard einzuschlagen. Die Polizei im Eingangsbereich wurde verstärkt.

Proteste in Minneapolis gehen trotz Ausgangssperre weiter

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis haben die Proteste in der US-Grossstadt trotz Ausgangssperre angedauert. Reporter des Senders CNN berichteten in der Nacht zu Samstag, weder Soldaten der Nationalgarde noch Polizisten seien zu sehen. An den Protesten beteiligten sich demnach Schwarze ebenso wie Weisse.

Fernsehbilder zeigten, wie Demonstranten in der Stadt auf einer Schnellstrasse marschierten. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie «Bin ich der nächste?» und «Ohne Gerechtigkeit kein Frieden». CNN zeigte Bilder von friedlichen Protesten in Minneapolis, aber auch von in Brand gesteckten Autos.

Ausgangssperre in Minneapolis nach Ausschreitungen

Nach Ausschreitungen in Minneapolis nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz hat der Bürgermeister eine Ausgangssperre erlassen.

In der Proklamation von Bürgermeister Jacob Frey hiess es, die Ausgangssperre gelte jeweils in der Nacht zu Samstag und Sonntag von 20:00 Uhr (Ortszeit/2:00 Uhr MESZ) bis 6:00 Uhr. Begründet wurde die Ausgangssperre mit möglichen weiteren Unruhen. Auch der Bürgermeister der Nachbarstadt St. Paul verkündete eine nächtliche Ausgangssperre.

Infolge von Floyds Tod war es in den vergangenen Nächten zu schweren Ausschreitungen in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gekommen. Geschäfte gingen in Flammen auf, es kam zu Plünderungen. Demonstranten stürmten auch eine Polizeiwache und legten Feuer. Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstranten ein.

Polizist festgenommen

Der inzwischen aus dem Polizeidienst entlassene Verdächtige sei unter Mordverdacht festgenommen worden, sagte der zuständige Bezirksstaatsanwalt Mike Freeman am Freitag. Die Untersuchung der anderen drei an dem Einsatz beteiligten Polizisten dauere an.

Bei dem Angeklagten handelt es sich um den Polizisten, der sein Knie minutenlang an den Hals Floyds gedrückt hatte. Floyd hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, wie ein Video festgehalten hatte. Der 46-Jährige starb dann im Krankenhaus. Die vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen. Sie waren zunächst aber weder festgenommen noch angeklagt worden, was zu wütenden Protesten geführt hatte.

Streit zwischen Trump und Frey

Minneapolis‘ Bürgermeister Jacob Frey appellierte an die Menschen, sich auf friedliche Proteste zu beschränken. Plünderungen und Gewalt seien inakzeptabel. Trump hatte Frey Versagen vorgeworfen. «Entweder kriegt der sehr schwache Bürgermeister der Radikalen Linken, Jacob Frey, die Kurve und bringt die Stadt unter Kontrolle, oder ich schicke die Nationalgarde rein und erledige den Job richtig.» Frey sagte dazu: «Schwäche ist es, in einer Krise mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen.» Minneapolis sei «verdammt stark».

Trump-Tweet mit Warnhinweis

Angesichts der jüngsten Ausschreitungen sprach US-Präsident Trump eine Drohung aus. «Habe gerade mit Gouverneur Tim Walz gesprochen und ihm gesagt, dass das Militär ganz an seiner Seite steht. Wenn es Schwierigkeiten gibt, werden wir die Kontrolle übernehmen, aber wenn die Plünderungen beginnen, beginnt das Schiessen», twitterte Trump. «Diese Schlägertypen entehren das Andenken an George Floyd, und das werde ich nicht zulassen.» Twitter versah kurz darauf den Tweet mit einem Warnhinweis, weil der Beitrag gegen das Verbot von Gewaltverherrlichung bei dem Dienst verstosse.

Mit seinem Satz zu möglichen Schüssen auf Plünderer zitierte Trump einen Satz von 1967, mit dem der damalige Polizeichef von Miami ein hartes Vorgehen gegen die schwarze Bevölkerung angekündigt hatte. Trump relativierte seine Aussage am Freitag in einem weiteren Tweet. Er teilte mit, er habe nur gemeint, dass Plünderungen zu Waffengewalt führen könnten, was ein Fakt sei.

Minneapolis‘ Bürgermeister Jacob Frey appellierte an die Menschen, sich auf friedliche Proteste zu beschränken. Plünderungen und Gewalt seien inakzeptabel. Trump hatte Frey Versagen vorgeworfen. «Entweder kriegt der sehr schwache Bürgermeister der Radikalen Linken, Jacob Frey, die Kurve und bringt die Stadt unter Kontrolle, oder ich schicke die Nationalgarde rein und erledige den Job richtig.» Frey sagte dazu: «Schwäche ist es, in einer Krise mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen.» Minneapolis sei «verdammt stark».

Über 500 Soldaten entsandt – CNN-Team festgenommen

Nach Angaben der Behörden kam es bei den Unruhen in Minneapolis zu einer unbekannten Zahl von Festnahmen. Walz hatte am Donnerstag auch die Nationalgarde mobilisiert und den Notstand für die Stadt und umliegende Gebiete ausgerufen. Die Nationalgarde teilte mit, mehr als 500 Soldaten seien in die Region entsandt worden.

Bei den Protesten wurde während einer Live-Übertragung auch ein Team des US-Senders CNN festgenommen. Polizisten hatten zunächst Korrespondent Oscar Jimenez festgenommen, dann seine Kollegen. Die Polizei erklärte wenige Stunden später, drei CNN-Mitarbeiter seien freigelassen worden, nachdem bestätigt worden sei, dass es sich um Medienvertreter handele. Gouverneur Walz entschuldigte sich bei CNN. «Wir müssen sicherstellen, dass die Medien diese wichtigen Ereignisse berichten können.» Die Sicherheit von Journalisten sei oberste Priorität.

Schwere Ausschreitungen

Infolge von Floyds Tod war es in den vergangenen Nächten zu schweren Ausschreitungen in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gekommen. Geschäfte gingen in Flammen auf, es kam zu Plünderungen. Demonstranten stürmten auch eine Polizeiwache und legten Feuer. Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstranten ein. Ein CNN-Kamerateam wurde zeitweise festgenommen. US-Präsident Donald Trump heizte die Lage mit einer Twitter-Botschaft weiter an.

US-Justizminister William Barr kündigte an, Bundesbehörden wie das FBI würden parallel zu den Ermittlungen der Behörden in Minnesota untersuchen, ob die betroffenen Polizisten Bürgerrechtsgesetze verletzt hätten. Er sei zuversichtlich, dass der Gerechtigkeit im Fall Floyd Genüge getan werde.

«Eines unserer dunkelsten Kapitel»

Minnesotas Gouverneur Tim Walz sicherte am Freitag bei einer emotionalen Pressekonferenz zu, dass die Justiz das Vorgehen der Beteiligten schnell untersuchen werde. Der Gouverneur teilte das Entsetzen über den Vorfall. «Das Kapitel, das diese Woche geschrieben wurde, ist eines unserer dunkelsten Kapitel», sagte er. Walz rief Demonstranten eindringlich zum Gewaltverzicht auf.

Auch in anderen US-Städten kam es in der Nacht zum Freitag wieder zu Protesten. Viele Demonstranten forderten friedlich Gerechtigkeit für Floyd. Am Freitagmorgen waren in Minneapolis Hunderte Sicherheitskräfte in voller Montur im Einsatz, inklusive Gasmasken, Helmen und Schlagstöcken. Demonstranten wappneten sich mit Milch gegen den Einsatz von Tränengas.

Schwarzer stirbt in den USA nach brutalem Polizeieinsatz

Ein weisser Polizist in der Stadt Minneapolis drückte sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals eines schwarzen Verdächtigen, der wiederholt um Hilfe fleht, bevor er das Bewusstsein verliert. Der Afroamerikaner starb kurz danach in einem nahen Krankenhaus.

Die Polizei Minneapolis teilte mit, der Vorfall werde nun nicht nur intern, sondern auch von der Bundespolizei FBI untersucht. Der Bürgermeister der Stadt im Bundesstaat Minnesota, Jacob Frey, zeigte sich entsetzt: «Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein.»

Die vier in den Fall involvierten Polizisten seien entlassen worden, erklärte Frey am Dienstag (Ortszeit) über Twitter. Der Mann, George Floyd, hätte nicht sterben dürfen, erklärte Frey. Mit Blick auf das Video sagte er vor Journalisten: «Was wir gesehen haben, ist schrecklich.» Er fügte hinzu: «Was auch immer die Untersuchung ergibt, kann nicht die einfache Wahrheit verändern, dass er heute Morgen noch bei uns sein sollte.» Was die Videos des Vorfalls vom Montagabend zeigten, sei «in jeder Hinsicht falsch». Auch in Washington äusserten sich mehrere Abgeordnete und Senatoren entsetzt.

«Stellten fest, dass er medizinische Hilfe zu brauchen schien»

Die Polizei erklärte, die Beamten seien an den Ort gekommen, um einen Betrugsfall zu untersuchen. Der gut 40 Jahre alte Verdächtige habe Widerstand geleistet. Dann heisst es: «Die Beamten konnten den Verdächtigen in Handschellen bekommen und stellten fest, dass er medizinische Hilfe zu brauchen schien.» Die Beamten hätten daher einen Krankenwagen gerufen. Es blieb jedoch unklar, ob der Mann schon vor dem Vorgehen der Polizisten medizinische Hilfe gebraucht hätte.

«Ich kann nicht atmen»

Ein zehn Minuten langes Video, das auf Facebook bis Dienstagmittag (Ortszeit) bereits rund 700 000 Mal angesehen worden war, zeigt, wie ein weisser Polizist auf dem Hals des Mannes kniet. Anfangs spricht dieser noch und sagt wiederholt: «Ich kann nicht atmen». Er fordert die Beamten mehrfach auf, ihn loszulassen. Er sagt ihnen auch zu, dann freiwillig ins Polizeiauto einzusteigen. «Ich kann nicht atmen», wiederholt er. Ein Passant fordert die Polizisten wiederholt auf, den Verdächtigen loszulassen.

Der Mann am Boden wird dann zunehmend ruhiger, bevor er das Bewusstsein zu verlieren scheint. «Messt seinen Puls», schreit ein Passant. Sanitäter laden den Mann etwa acht Minuten nach Beginn des Videos in einen Krankenwagen. In dem Video sind zwei Polizisten zu sehen; welche Rolle die beiden ebenfalls entlassenen Beamten spielten, blieb zunächst unklar.

Regelmässig Polizeigewalt gegen Schwarze

Der Anwalt Benjamin Crump erklärte über Twitter, Floyds Familie habe ihn engagiert, um sie in diesem Fall von «missbräuchlicher, exzessiver und unmenschlicher Gewaltanwendung» zu vertreten. Die Polizei müsse zur Rechenschaft gezogen werden.

In den USA kommt es immer wieder zu aufsehenerregenden Fällen von Polizeigewalt gegen Schwarze. Der jüngste Vorfall erinnerte an den ebenso auf Video festgehaltenen Fall des Afroamerikaners Eric Garner. Der damals 43-Jährige wurde 2014 von New Yorker Polizisten zu Boden geworfen; sie drückten ihm die Luft ab, später starb er im Krankenhaus. Garners letzte Worte – «Ich kann nicht atmen» – wurden zu einem Slogan der Bewegung «Black Lives Matter». Diese setzt sich in den USA für Gleichberechtigung von Schwarzen und Weissen und gegen Polizeigewalt ein.

2 Kommentare

  1. Finde es eine Schweinerei was da abgeht. Unter aller menschenwürde gehen die gegen schwarze los und das in der heutigen Zeit einfach unfassbar. Wollte mal in den usa ferien machen jetzt können sie sich das abschminken. Lieber gehe ich in ein land das mehr Respekt vom gegenüber zeigtReport

  2. Ach, des Mordes angeklagt, na so was, wieso denn, Ihr Weissen Amerikaner seid doch in Eurer weissen überheblichen Denkweise doch befugt Farbige hinzurichten. Ihr Weissen seid doch die absolute Elite !!! Die Anklage gegen diesen rassistischen Cop ist doch nur, unter internationalem politischem Druck geschehen !!!
    Es wird sich sowieso nichts, ob Anklage erhoben wurde oder nicht, sich etwas an der Denkweise dieser weissen Ignoranten ändern !!!Report

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