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International

Nur noch drei Fälle seit gestern

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Rückwirkende GA-Hinterlegung ab sofort nicht mehr möglich

Nach gut 12 Wochen kehrt der öffentliche Verkehr (öV) am 8. Juni auch tarifisch wieder zum Normalbetrieb zurück. Die rückwirkende Hinterlegung der Generalabonnemente (GA) ist ab sofort nicht mehr möglich. Streckenbillette sind neu alle generell einen Tag gültig.

Ab dem 8. Juni wieder erhältlich sind Sparbillette und Tageskarten. Der Verkauf war aufgrund der Covid-19-Pandemie seit dem 19. März eingestellt. (Symbolbild Keystone)

Bisher waren Streckenbillette und Klassenwechsel ab einer Reiselänge von 116 Kilometern zehn Tage lang gültig. Im Sinne einer Vereinfachung und Harmonisierung hat die öV-Branche nun entschieden, dass eine generelle Gültigkeit von einem Tag für alle Streckenbillette gelten soll, wie Alliance Swisspass am Dienstag mitteilte.

Aus dem Corona-Regime ins reguläre Angebot übergeführt wird gemäss Mitteilung die Möglichkeit, das GA via Online-Formular kostenlos für 5 bis 30 Tage zu hinterlegen. Es wird demnächst auf die Plattform swisspass.ch überführt. Die rückwirkende Hinterlegung ist jedoch ab sofort nicht mehr möglich. Diese war eine Kulanzmassnahme während der Pandemie.

Ab dem 8. Juni wieder erhältlich sind Sparbillette und Tageskarten. Der Verkauf war aufgrund der Covid-19-Pandemie seit dem 19. März eingestellt.

Drei neue Covid-19-Ansteckungen in 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb von 24 Stunden drei neue Covid-19-Ansteckungen gemeldet worden. Am Vortag waren es deren neun. Am Sonntag und Samstag waren je 17 neue Fälle gemeldet worden, am Freitag 32.

Insgesamt gab es 30’874 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Viele Kantone haben die Zahlen über das Pfingstwochenende nicht aktualisiert.

Zehn Millionen Menschen in Wuhan getestet: 300 asymptomatische Fälle

Bei Tests von fast zehn Millionen Bürgern in Wuhan sind 300 asymptomatische Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden. Die angesteckten Personen und 1174 enge Kontaktpersonen seien isoliert worden und stünden unter medizinischer Beobachtung, berichteten die Behörden nach Angaben der Staatsmedien am Dienstag.

Bei Tests von fast zehn Millionen Bürgern in Wuhan sind 300 asymptomatische Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden. (Keystone)

Den Anteil der Infizierten ohne Symptome an der Bevölkerung beschrieben die Experten als «äusserst gering». Auch seien keine Ansteckungen durch diese Personen festgestellt worden. Die Tests waren seit Mitte Mai über zwei Wochen vorgenommen worden.

Tokio besorgt über erneuten Anstieg an Corona-Infektionen

Die Gouverneurin der japanischen Hauptstadt, Yuriko Koike, teilte am Dienstag laut Medien mit, dass sie mit Experten die mögliche erstmalige Nutzung eines Alarmsystems namens Tokio-Alert erwäge, um die Bevölkerung zu warnen. Zuvor war die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 34 angestiegen.

Tokio besorgt über erneuten Anstieg an Corona-Infektionen: Als eine Problemzone wurden Tokios nächtliche Amüsierviertel ausgemacht. (Keystone)

Es ist das erste Mal seit 19 Tagen, dass die Zahl wieder über der Marke von 30 liegt. Als eine Problemzone wurden Tokios nächtliche Amüsierviertel ausgemacht.

Erster Corona-Toter in Rohingya-Flüchtlingslager

In Bangladesch gibt es in einem der grössten Flüchtlingslager weltweit erstmals einen Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Der 71-jährige Rohingya sei in der Nacht auf Dienstag gestorben, sagten die zuständigen Behörden der Deutschen Presse-Agentur. Er sei einer von 30 Menschen im Lager, die bisher positiv auf das Virus getestet worden seien.

Erstmals keine neuen Corona-Toten in Spanien registriert

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Spanien binnen eines Tages keine neuen Todesopfer registriert worden. Das teilte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón, am Montagabend mit.

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Spanien binnen eines Tages keine neuen Todesopfer registriert worden. (Symbolbild: Keystone)

Er schloss aber nicht aus, dass nach dem Pfingstmontag noch Fälle nachgemeldet werden könnten. Dennoch war es das erste Mal seit dem 3. März, dass an einem Tag keine einziger Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 bekannt wurde, wie die Zeitung «El País» betonte.

Ferien in Europa mit Hotelplan und Tui wieder möglich

Die Reiseveranstalter Hotelplan Suisse und Tui Suisse beenden ihre Corona-Reisestopps. Das Reiseprogramm werde per 15. Juni wieder aufgenommen, teilten die beiden Reiseveranstalter am Dienstag in separaten Communiqués mit.

Infolge verschiedener Grenzöffnungen nimmt der Schweizer Reiseveranstalter Hotelplan Suisse sein Reiseprogramm ab 15. Juni 2020 wieder auf. (Symbolbild: Keystone)

Der Schritt erfolge aufgrund der geplanten Grenzöffnungen in Europa. Nebst Ferien in der Schweiz bieten die beiden Reiseanbieter ab dem genannten Datum beispielsweise wieder Reisen in Länder wie Frankreich, Deutschland, Österreich oder Kroatien an. Mehr dazu hier.

Mehr als 100 000 Corona-Infektionen in Chile

Über 1100 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Infektion mit dem Virus in dem südamerikanischen Land ums Leben gekommen. Zuletzt war es in Chile immer wieder zu Protesten gekommen. Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, steht der Grossraum Santiago seit Wochen unter Quarantäne.

In Chile haben sich nach Angaben der US-Universität Johns Hopkins bereits mehr als 100 000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. (Keystone)

Erst am Montag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewarnt, dass der Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie in Süd- und Zentralamerika noch nicht erreicht sei. Zu den Ländern mit hohen Zahlen von neuen Infizierten zählt die WHO neben Chile vor allem Brasilien, Peru und auch Mexiko. Die Gesundheitssysteme in den Ländern stünden unter Druck. In Chile hatte die Ärztekammer angesichts des Ansturms auf die Krankenhäuser bereits vor wenigen Tagen gewarnt, dass fast alle Intensivbetten belegt seien.

Corona-Krise wird Mobilitätsverhalten nachhaltig verändern

Wegen des Coronavirus wollen Schweizerinnen und Schweizer in Zukunft weniger häufig öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Unternehmen und Behörden sollen nun flexible Lösungen ausarbeiten, die Klimaschutz und neue Mobilitätsbedürfnisse unter einen Hut bringen.

Laut Umfrage steigt ein Drittel der Schweizer nach der Corona-Krise auf E-Scooter und Velo um. (Symbolbild: Key)

Wie eine Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte Schweiz zeigt, gibt es eine Verlagerung zu mehr Individualverkehr. Grund dafür sei die Angst, man könnte sich im öffentlichen Verkehr mit dem Virus anstecken. Deshalb wollen viele Menschen auf Velos, E-Bikes oder auch Autos umsteigen sowie vermehrt im Home-Office arbeiten, wie es in der am Dienstag veröffentlichten Umfrage heisst.

So glaubt rund ein Drittel der Befragten, dass sie in Zukunft vermehrt zu Fuss, mit dem E-Scooter oder dem Velo unterwegs sein werden. Rund ein Viertel der Befragten plant, weniger häufig in Zügen, Bussen, Trams oder Taxis unterwegs zu sein. Mehr hier.

Detailhandel bricht im April um 20 Prozent ein

Der Schweizer Detailhandel ist im April wegen der Covid-19-Pandemie um rund einen Fünftel eingebrochen. Die Branchen waren dabei unterschiedlich von den Umständen betroffen worden, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Bereits im März war es zu einem markanten Rückgang gekommen.

Mehr dazu gibt es hier.

Tessiner Hoteliers verzeichnen erfolgreiches Pfingstwochenende

Das Pfingstwochenende lockte viele Touristen aus der Deutschschweiz ins Tessin. Darüber sei man erfreut, aber: «Wir können zufrieden sein, wenn die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.», erklärt Roberto Bacciarini, Gemeindepräsident der Gemeinde Lavertezzo, gegenüber SRF.

Die Touristen aus der Deutschschweiz seien aber nicht so sensibilisiert bezüglich der Masken und der Abstandsregeln, aber auch Tessiner hätten die Massnahmen beinahe schon ein wenig vergessen.

Einheimische und Touristen geniessen unter Einhaltung der Social Distancing Regeln das schöne Wetter in Lugano an der Flussmündung des Cassarate, am Pfingstmontag, 1. Juni 2020. (Bild: Keystone)

Grosse Freude über den Ansturm herrscht in der Tourismusbranche. Die Hotels seien, zur Überraschung des Tessiner Tourismusdirektor Angelo Trotta, zu rund 70 Prozent ausgelastet gewesen. Dies sei ein gutes Zeichen für die bevorstehenden Sommerferien. Trotta glaubt, dass das Tessin als sichere Alternative zu Italien gelten könnte und damit trotz den bevorstehenden Grenzöffnungen profitieren könnte.

Politiker und Forscher fordern frühen G20-Gipfel

225 früher hochrangige Politiker, Gesundheitsexperten und Forscher haben einen zeitnahen G20-Gipfel gefordert, um armen Ländern in der Corona-Krise zu helfen. Die Pandemie treibe Millionen Menschen in die Armut, erklärten die Unterzeichner am Dienstag in einem offenen Brief.

Zu ihnen zählen auch der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer, der frühere österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, die britischen Ex-Premierminister Gordon Brown, Tony Blair und John Mayor sowie der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Die Unterzeichner fordern unter anderem einen erheblichen Schuldenerlass für arme Staaten sowie wirkungsvolle Finanzspritzen zur Unterstützung von Ländern mit schlechter Gesundheitsversorgung sowie für Impfstoffe gegen das Coronavirus.

Mehr als 10'000 Corona-Tote in Mexiko – trotzdem beginnt «neue Normalität»

Mexiko hat seine Wirtschaft weiter geöffnet und zugleich bei der Zahl der Todesopfer infolge der Corona-Pandemie die 10’000er-Marke überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Montagabend (Ortszeit) informierte, stieg die Zahl der Corona-Toten im Vergleich zum Vortag um 237 auf 10’167, die Zahl der bestätigten Infektionen lag bei 93’435. Das waren 2771 mehr als am Sonntag.

Der erste Fall in Mexiko war im März registriert worden. Inzwischen hat das Land mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl (130 Millionen Einwohner) in Lateinamerika auch die zweithöchste Zahl der Todesopfer in der Corona-Pandemie nach Brasilien (mehr als 30’000). Trotz der steigenden Opferzahlen infolge der Pandemie begann in Mexiko am Montag die sogenannte neue Normalität: Je nach Region und Situation in der Corona-Krise können weitere wirtschaftliche Aktivitäten zusätzlich zu den als für essenziell befundenen beginnen.

«Dies ist ein sehr besonderer Tag», hatte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Morgen gesagt. Er hält den Prozess der Normalisierung für die Re-Aktivierung der Wirtschaft für notwendig.

In Mexiko spitzt sich die Situation rund um die Coronavirus-Pandemie zu. Trotzdem versucht die Regierung, Teile der Wirtschaft wieder zu öffnen. (Symbolbild: Keystone)
Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni

Tschechien öffnet seine Grenze ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech bekanntgab. Der EU-Mitgliedstaat hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie einen weitgehenden Einreisestopp verhängt. (sda)

(Symbolbild: Keystone)
Corona-Höhepunkt in Süd- und Mittelamerika noch nicht abzusehen

Der Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie ist nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Süd- und Zentralamerika noch nicht erreicht. «Süd- und vor allem Zentralamerika sind sicherlich zu Zonen intensiver Infektionen geworden», sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Montagabend. «Ich glaube nicht, dass wir den Höhepunkt der Übertragungen dort schon erreicht haben.» Wann das geschehe, sei nicht vorauszusagen. (sda)

Laut der WHO ist der Höhepunkt der Corona-Pandemie in Süd- und Mittelamerika noch nicht abzusehen. (Bild: Keystone)
Brüsseler Atomium nach Corona-Krise wieder geöffnet

Das Atomium ist wieder offen: Das wegen der Corona-Pandemie geschlossene Brüsseler Wahrzeichen kann seit Montag wieder besichtigt werden, allerdings unter strengen Auflagen. So dürfen nur 150 Personen gleichzeitig in dem spektakulären Bauwerk im Norden der Stadt sein. Den Besuchern wird beim Eintreten Fieber gemessen. Tickets kann man nur online bestellen. (sda)

Das Atomium in Brüssel kann seit Montag wieder besichtigt werden. (Bild: Keystone)
Überlastete Strassen wegen vieler Ausflügler am Pfingstwochenende

Am sonnigen Pfingstwochenende sind in der Schweiz viele Naherholungs- und Wandergebiete sehr gut besucht gewesen. Beliebt waren die vor allem Ausflugsziele an Seen und in den Bergen. Das sorgte für ein hohes Verkehrsaufkommen und teilweise überlastete Strassen. Im Glarnerland musste die Polizei gar Strassen sperren.

Mehr dazu lesen Sie hier.

In der Schweiz waren am Pfingstwochenende sehr viele Ausflügler unterwegs. Das sorgte teilweise für überlastete Strassen. (Archivbild: Keystone)
Zwei Schweizer Meisterschaften neu terminiert

Swiss Athletics legte zwei neue Daten für zwei nationale Titelkämpfe abseits der Schweizer Freiluft-Meisterschaften fest. Die Medaillen über 10’000 m und 3000 m Steeple werden am Freitag, 26. Juni, in Uster vergeben. Die Cross-SM, die Anfang März in Farvagny wegen der Coronavirus-Krise ausfiel, wird am Sonntag, 8. November, in Regensdorf durchgeführt. Schon länger steht fest, dass auch die Cross-SM 2021 in Regensdorf ausgetragen wird. (sda)

Swiss Athletics hat die Daten für die 10’000 m und 3’000 m Steeple sowie die Cross-SM neu festgelegt. (Symbolbild: Keystone) 
Schweden meldet nach Tag ohne Corona-Tote acht neue Todesfälle

Schweden hat am Montag acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, nachdem der Sonntag der erste Tag ohne Corona-Tote seit März gewesen war. Wie die staatliche Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle auf 4’403. Etwa 37’800 Menschen infizierten sich bisher. Den ersten Todesfall hatte das skandinavische Land am 11. März registriert.

In Paris dürfen Cafés wieder öffnen

Croissants oder Zwiebelsuppe im Restaurant geniessen darf man ab Dienstag in Paris. Allerdings nur draussen. Mehr dazu hier.

Am Dienstag ist es soweit: Pariser Cafés dürfen wieder öffnen. (Bild: Keystone)
Russland lässt trotz hoher Corona-Zahlen grössere Lockerungen zu

Das vom Coronavirus schwer betroffene Russland hat trotz weiter steigender Infektionszahlen erstmals mehrere Beschränkungen gelockert. Nach wochenlanger Schliessung öffneten am Montag Einkaufszentren wieder, darunter das Nobel-Kaufhaus GUM in unmittelbarer Nähe des Kreml. Auch Dienstleistungsbetriebe nahmen die Arbeit wieder auf.

Mehr als 300 000 Menschen kehrten dadurch an ihre Arbeitsplätze zurück. Ministerpräsident Michail Mischustin nannte die Lage stabil. Die Zahlen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Sie stiegen aber am Montag einmal mehr auf nun fast 414 900 Fälle.

(Symbolbild: Key)
Politiker in Deutschland fordern Sexkaufverbot

Deutsche Politiker fordern ein Sexkaufverbot. Die Branche sei eine einzige Virenschleuder. Mehr dazu hier.

Die Sonne lockt ins Freie

Am sonnigen Pfingstwochenende sind in der Schweiz viele Naherholungsgebiete sehr gut besucht gewesen. Sehr beliebt waren Ausflugsziele in den Bergen, dies führte teilweise zu verstopften und gesperrten Strassen. Auch die Postautos waren sehr stark ausgelastet.

Sehr wenige Fahrgäste trugen Masken, wie eine Sprecherin von PostAuto am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. In der Deutsch- und in der Westschweiz würden weniger als fünf Prozent der Reisenden Masken tragen, obwohl in den Fahrzeugen gezeigte Videos die Passagiere dazu ermuntern würden.

Es gebe keinen Unterschied zwischen den beiden Regionen, sagte die Sprecherin. Im Tessin dagegen, einem der am stärksten von der Pandemie betroffenen Kantone, würden rund zwanzig Prozent der Fahrgäste in den Bussen Masken tragen.

(Symbolbild: Key)

Beliebte Naherholungsgebiete im Kanton Glarus und Zug meldeten am Wochenende starke Frequenzen, wie es beim Verkehrsdienst Viasuisse und den beiden Kantonspolizeien hiess. Auch im Berner Oberland stockte der Verkehr teilweise. Im Kanton Bern wasserten etliche Gummiboote bei Thun in die Aare ein und liessen sich Richtung Bern treiben.

Nicht nur in den Bergen war viel Volk unterwegs, auch in den Städten genossen die Menschen die sommerliche Stimmung. Die Kantonspolizei Basel-Stadt hielt auch über Pfingsten ihre Kontrolltätigkeit hoch und markierte an den Hotspots Präsenz. Die Auflagen wurden am Wochenende auch dort von den Betrieben und der Bevölkerung grossmehrheitlich eingehalten

BAG-Koch kanns nicht lassen

Heute ist der erste Tag des Ruhestands von Daniel Koch. Das schöne Wetter geniesst er mit einem Schwumm in der Aare – im Anzug. Doch er wäre nicht BAG-Koch, wenn er davor nicht noch etwas wichtiges zu sagen hätte…

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Neun Neuansteckungen mit Covid-19

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages neun neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt die Zahl seit langem im einstelligen Bereich. Am Sonntag und Samstag waren je 17 neue Fälle gemeldet worden, am Freitag 32.

Insgesamt gab es 30’871 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag mitteilte. Viele Kantone haben die Zahlen über das Pfingstwochenende nicht aktualisiert.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagmittag 1920, gleich viele wie an den beiden Tagen zuvor. Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten.

Das BAG gab die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 mit 1657, gleich viele wie am Vortag. Das entspreche 19 Todesfällen pro 100’000 Einwohner. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Montagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schreibt das BAG.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, belaufen sich bisher insgesamt auf 399’215. Bei neun Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 360 Ansteckungen.

Südafrika hebt strikten Alkoholbann auf

Lange Schlangen und Freudentänze vor Südafrikas Spirituosenläden: Nach gut zweimonatigem Alkoholverbot im Rahmen der Corona-Restriktionen hat der Kap-Staat am Montag seinen Verkaufsbann für Wein, Bier oder Schnaps aufgehoben. Viele Menschen sagten vor laufender Kamera, dass sie sich bereits ab 6.00 Uhr in die Warteschlangen eingereiht hätten.

Die meisten Bereiche der Wirtschaft wurden ebenso wie die Schulen wieder vorsichtig geöffnet. Ausgenommen von den Lockerungen der strikten Corona-Restriktionen – von der Stufe vier aufs jetzige Niveau drei – blieb allerdings der Tabakbann. Die Tabakindustrie des Landes geht nun gerichtlich dagegen vor.

Armenischer Regierungschef Paschinjan mit Corona infiziert

In der Südkaukasusrepublik Armenien hat sich Regierungschef Nikol Paschinjan an seinem 45. Geburtstag wegen einer Coronavirus-Infektion in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte der Politiker am Montag in der armenischen Hauptstadt Eriwan mit. Er selbst habe keine Symptome, aber auch Tests bei den übrigen Familienmitgliedern hätten eine Sars-CoV-2-Infektion bestätigt. Die Infektion sei entdeckt worden, als er vor einem geplanten Besuch beim Militär des Landes einen Test auf Corona gemacht habe. Seine Amtsgeschäfte wolle er von zu Hause fortsetzen, teilte er mit.

Paschinjan meinte, er habe sich womöglich angesteckt, als ihm ein Kellner bei einem Arbeitstreffen ohne Handschuhe ein Glas Wasser gebracht habe. Bei dem Mann sei eine Corona-Infektion inzwischen ebenfalls bestätigt. Kremlchef Wladimir Putin gratulierte Paschinjan zum Geburtstag und wünschte ihm «Gesundheit und Glück».

Nikol Paschinjan zusammen mit Angela Merkel. (Foto: Key)
Darüber diskutiert das Parlament ab Dienstag

Ab Dienstag wird das nationale Parlament wieder in der Berner Expo tagen. Auf der Traktandenliste stehen nicht nur Massnahmen zum Umgang mit den (wirtschaftlichen) Folgen von Corona, sondern auch andere gewichtige Themen.

Zum letzten Mal diskutiert das Parlament beispielsweise über den Gegenvorschlag zur Konzernverantwortzungsinitiative, die im Herbst zur Abstimmung kommt. Thema werden auch die Überbrückungsrenten sein. Mehr dazu hier.

Die Räte treffen sich wiederum in der Berner Expo. (Archivbild: Keystone)
«OneMillionRun» ein voller Erfolg

Das ambitiöse Ziel wurde erreicht: 80’248 Läuferinnen und Läufer legten am Wochenende beim «OneMillionRun» innerhalb von 48 Stunden 1’115’744 km zurück.

Zu den Teilnehmerinnen gehörte auch Sportministerin Viola Amherd, die 10,9 km bewältigte. Die Aktion, einer der Initianten war Weltklasse Zürich, brachte mehr als eine Million Franken zu Gunsten der Schweizer Sporthilfe ein. Das Geld kommt dem Nachwuchssport zu Gute.

Eine Millionen Kilometer entsprechen etwa 25-mal dem Umfang der Erde. Das Ganze war ortsunabhängig, wurden doch die Kilometer über eine App erfasst. Die Länge der Strecke konnte selbst gewählt und es durfte auch spaziert werden.

Grünes Licht für Unterschriften-Sammlungen

Bundesrats-Sprecher André Simonazzi erinnert auf Twitter an die Lockerungen des Bundesrates. Seit dem 1. Juni dürfen politische Gruppierungen wieder Unterschriften für ihre Anliegen sammeln. Mehr dazu gibt es hier.

Anscheinend grünes Licht für Formel-1-Rennen in Silverstone

Den Formel-1-Rennen in Silverstone scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Wie die BBC am späten Sonntagabend berichtete, hat die englische Regierung ihre Zustimmung zur Durchführung der Grands Prix am 2. und 9. August gegeben. Demnach soll die Königsklasse des Motorsports von den strengen Einreisebeschränkungen im Zuge der Corona-Krise befreit werden. Somit müssten die Teammitglieder, Fahrer und weitere Personen nicht in die eigentlich vorgeschriebene, zweiwöchige Quarantäne gehen. Mehr hier.

Die englische Regierung soll ihre Zustimmung zur Durchführung der Grands Prix am 2. und 9. August in Silverstone gegeben haben. (Archivbild: Keystone)
USA beliefern Brasilien mit umstrittener Malaria-Arznei

Die USA beliefern Brasilien trotz medizinischer Warnungen mit der umstrittenen Anti-Malaria-Arznei Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Dies teilten die Regierungen beider Länder am Sonntag (Ortszeit) mit.

Die USA hätten Brasilien zwei Millionen Dosen des Mittels gesendet, hiess es in der gemeinsamen Erklärung. Erst vor wenigen Tagen hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO angekündigt, eine grosse klinische Studie mit dem Mittel an Covid-19-Patienten wegen Sicherheitsbedenken zu stoppen.

Die USA beliefern Brasilien mit einem umstrittenen Malaria-Medikament, das bei Corona-Patienten eingesetzt werden soll. (Symbolbild: Keystone)

Die US-Arzneimittelaufsicht FDA hat bereits vor schweren Nebenwirkungen beim Einsatz von Hydroxychloroquin bei Covid-19-Patienten gewarnt. US-Präsident Donald Trump hatte dagegen das Anti-Malaria-Mittel früher angepriesen. Auch Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro schwärmt für das Medikament. In Brasilien haben sich bisher rund 500’000 Menschen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert.

Zu Corona-Übertragung noch viel Forschung nötig

Eine wichtige Rolle bei der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus spielen nach Einschätzung von Experten sogenannte Aerosole. Doch viele Fragen sind dabei noch offen. «Da muss viel Forschungsarbeit gemacht werden», sagte der frühere Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch, in Gemünden (Wohra) der Deutschen Presse-Agentur.

Aerosole sind ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen in der Luft. Solche Teilchen können beispielsweise Partikel von Sars-CoV-2 sein. (Symbolbild: Keystone)

Als Beispiele nannte er, wie sich das Virus über Aerosole beim Sprechen verbreitet oder wie sich unterschiedliche Temperaturen auf das Überleben des Erregers auswirken. «Aber es wird gerade immer mehr in die Richtung geforscht.»

Infektionsfall in Sondermaschine der deutschen Wirtschaft bestätigt

Ein Infektionsfall mit dem Coronavirus auf dem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China hat sich bestätigt. Auch der zweite Test zur Überprüfung einer Ansteckung des Passagiers auf dem Charterflug nach Tianjin war positiv, wie der Geschäftsführer der deutschen Handelskammer in China, Jens Hildebrandt, am Montag der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Es handelt sich nach Angaben der Gesundheitskommission der nordchinesischen Stadt um einen 34-jährigen Ingenieur aus Blaustein im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Experten plädieren für Verhaltensregeln

Die Corona-Krise hat in Japan eine Diskussion über neue Arbeitsstile bewirkt. Dazu gehört das Arbeiten im Homeoffice, was während des inzwischen aufgehobenen Notstands auch in der Nummer Drei der Weltwirtschaft vermehrt eingesetzt wurde. Doch dies habe nicht nur praktische Aspekte, sondern berge auch das Risiko von Belästigungen am heimischen Arbeitsplatz, wie das führende japanische Wirtschaftsblatt «Nikkei» am Montag unter Berufung auf Experten berichtete. Zu häufige Kontaktaufnahmen durch Chefs aus Zweifel, ob Mitarbeiter auch wirklich zu Hause arbeiten, könnten zum Beispiel bei den Betroffenen das Gefühl ständiger Überwachung schaffen, hiess es.

Weitgehendes Ausgehverbot in türkischen Städten endet

Nach einer 48-stündigen weitgehenden Ausgangssperre in der Millionenmetropole Istanbul und 14 weiteren türkischen Städten und Provinzen dürfen die Menschen ihre Häuser wieder verlassen. Das Ausgehverbot, das am Freitag in Kraft getreten war, lief am Sonntag um Mitternacht (Ortszeit) aus.

Zudem wurden um Mitternacht Reisebeschränkungen für die Millionenmetropole Istanbul und 14 weitere Provinzen aufgehoben. Die Einwohner dürfen ihre Region nun das erste Mal seit Anfang April wieder verlassen. Das war zuvor nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.

Nach 48-stündigen Ausgangssperre: Die Menschen in der Türkei dürfen wieder aus ihren Häusern. (Keystone)

An diesem Montag sind zudem zahlreiche weitere Corona-Restriktionen in der Türkei aufgehoben: Inlandsflüge werden wieder aufgenommen, Restaurants, Cafés und Sportanlagen dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Auch der berühmte Grosse Basar in Istanbul öffnet wieder für Besucher. Die Aufnahme des internationalen Flugverkehrs war zuletzt für den 10. Juni geplant.

RKI meldet 333 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 333 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181 815 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Datenstand 01.06. 0 Uhr). Das RKI weist darauf hin, dass es aufgrund von Qualitätsprüfungen noch zu Änderungen der tagesaktuellen Daten kommen kann. Ausserdem könne die Zahl der neuen Fälle aus technischen Gründen auch Fehler enthalten.

181’815 Menschen haben sich in Deutschland seit Beginn der Corona-Krise nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. (Symbolbild: Keystone)

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8511 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 11. Etwa 165 900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor.

Mehr als halbe Million Corona-Infizierte in Brasilien

Die Zahl der Corona-Fälle in Brasilien ist auf über eine halbe Million gestiegen. 514 849 Menschen haben sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, wie das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Nach den USA ist Brasilien das Land mit den meisten Corona-Infektionen weltweit. Da im grössten Staat Lateinamerikas relativ wenig getestet wird, dürfte die tatsächliche Zahl der Infizierten allerdings noch wesentlich höher sein.

In Brasilien haben sich nachweislich sich 514 849 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. (Symbolbild: Keystone)

Mindestens 29 314 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit liegt Brasilien nach den USA, Grossbritannien und Italien bei der Zahl der Todesopfer der Pandemie an vierter Stelle. In vielen Städten Brasiliens haben die Krankenhäuser bereits ihre Belastungsgrenze erreicht. Die Behörden richten provisorische Kliniken in Fussballstadien ein und lassen auf riesigen Flächen neue Gräber ausheben.

Russland beginnt trotz hoher Corona-Zahlen mit grösseren Lockerungen

Das stark vom Coronavirus betroffene Russland lässt am Montag trotz steigender Infektionszahlen erstmals grössere Lockerungen zu. Nach mehr als zwei Monaten strenger Ausgangssperren dürfen etwa die Menschen in Moskau – Europas grösster Stadt – erstmals an einzelnen Tagen wieder zu Spaziergängen auf die Strasse.

 

Trotz hohen Fallzahlen will Russland Corona-Lockerungen vornehmen. (Bild: Keystone)

Erlaubt ist auch Sport zwischen 5.00 Uhr und 9.00 Uhr morgens. Allerdings gilt eine verschärfte Maskenpflicht: Zum ersten Mal muss der Mund- und Nasenschutz auch im Freien getragen werden – bisher nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln.

Pariser Cafés öffnen wieder - mit Tischen auf der Strasse

Aufatmen im Land des guten Essens: Von diesem Dienstag an dürfen Cafés und Restaurants in Frankreich nach einer zweieinhalbmonatigen Zwangspause wieder Gäste bewirten. Die Regierung hatte die Lockerung der coronabedingten Beschränkungen in der vergangenen Woche angekündigt. In Paris hält sich die Freude der Gastwirte allerdings in Grenzen – denn in der schwerer von der Covid-19-Epidemie getroffenen Hauptstadtregion darf nur auf Aussenterrassen der Lokale getrunken und gegessen werden.

Bolsonaro-Anhänger marschieren vor Brasiliens Oberstem Gericht auf

In Brasilien sind radikale Anhänger von Präsident Jair Bolsonaro vor dem Obersten Gerichtshof des südamerikanischen Landes aufmarschiert. «Das Gericht wird uns nicht zum Schweigen bringen. Wir wollen Freiheit», skandierten Demonstranten der Gruppe «300 do Brasil» (300 aus Brasilien) in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) in der Hauptstadt Brasília. Viele trugen Fackeln und weisse Masken. Die Staatsanwaltschaft stuft die Gruppe um die rechte Aktivistin Sara Winter als bewaffnete Miliz ein.

Platz vor Notre-Dame in Paris wieder geöffnet

Gut ein Jahr nach dem verheerenden Brand von Notre-Dame ist der Platz vor der Pariser Kathedrale wieder für Besucher und Gläubige zugänglich. «Notre-Dame ist die Seele von Paris», sagte Bürgermeisterin Anne Hidalgo am Sonntag bei der Wiedereröffnung.

Das Areal vor dem Gotteshaus war wegen Bleiverschmutzung von den Behörden gesperrt werden. Auch nach der Wiedereröffnung soll das Gelände regelmässig gereinigt werden.

Röttgen zu Trumps G7-Gipfelplänen: «in Form und Inhalt inakzeptabel»

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, hat die Pläne von US-Präsident Donald Trump für den nächsten G7-Gipfel mit scharfen Worten verurteilt. «Das Vorgehen des amerikanischen Präsidenten Trump im Hinblick auf den G7-Gipfel ist in Form und Inhalt inakzeptabel», sagte der CDU-Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. «Weder die Zusammensetzung noch die Terminplanung des Treffens der führenden westlichen Industriestaaten unterliegen den persönlichen Neigungen oder Wahlkampfüberlegungen von Herrn Trump.»

Ist entsetzt über Donald Trumps Gipfel-Pläne: Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen. (Bild: Keystone)

Zuvor hatte Trump erklärt, er wolle das für Juni geplante Treffen auf September verschieben und den Teilnehmerkreis erweitern. Er wolle auch Russland, Südkorea, Australien und Indien einladen, sagte er am Samstagabend (Ortszeit) nach Angaben mitreisender Journalisten auf dem Flug von Cape Canaveral nach Washington. Er habe nicht das Gefühl, dass die «sehr veraltete Gruppe» der sieben grossen Industriestaaten das Geschehen auf der Welt richtig abbilde. Die G7-Staaten umfassen die USA, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada und Japan.

Schiefer Turm von Pisa wieder geöffnet
 

Bei einem Flashmob am schiefen Turm von Pisa gedachten die Toskaner den Corona-Opfer und warben für Besucher. (Bild: Keystone)

Nach und nach öffnen in Italien wieder die wichtigen Wahrzeichen: In der Toskana durften Besucher nach fast drei Monaten Corona-Sperre wieder den Schiefen Turm von Pisa besichtigen. «Es ist ein wichtiger Tag, weil wir mit der Wiedereröffnung der Gegend beim Neustart helfen», zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Vorsitzenden des Verwaltungsamtes Primaziale Pisana, Pierfrancesco Pacini. Bei einem Flashmob gedachten zahlreiche Menschen an die Corona-Opfer und warben gleichzeitig für Besucher. Die Touristenströme seien «gleich Null», sagte Pacini. Wichtig sei aber ein «Zeichen des Vertrauens und der Hoffnung».

Am Montag öffnen in Rom wieder das Kolosseum und die Vatikanischen Museen. In Florenz folgen auch die Uffizien und die Galleria dell’Accademia mit Michelangelos David-Statue.

Freulers Trainer Gasperini fürchtete um sein Leben

Gian Piero Gasperini, Trainer von Remo Freuler beim Serie-A-Verein Atalanta Bergamo, fürchtete um sein Leben. Vor und nach dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am 10. März gegen Valencia habe er sich sehr schlecht gefühlt, sagte der 62-Jährige der Zeitung «Gazzetta dello Sport».

«Ich hatte kein Fieber, aber ich fühlte mich zerschlagen, als hätte ich 40 Grad. Alle zwei Minuten fuhr ein Krankenwagen vorbei, in der Nähe gibt es ein Spital. Es schien wie im Krieg. Nachts dachte ich, was passiert mit mir? Ich kann jetzt nicht sterben, ich habe noch so viel zu tun.» Später bestätigte ein Test, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte.

 

Gian Piero Gasperini erzählt von seiner Erfahrung mit dem Coronavirus: «Es schien mir wie im Krieg». (Bild: Keystone)

Schweden verzeichnet ersten Tag ohne Corona-Tote seit März

Erstmals seit März hat es in Schweden innerhalb von 24 Stunden keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gegeben. Dies teilte die nationale Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Insgesamt starben in dem skandinavischen Land nach amtlichen Angaben infolge der Pandemie seit dem 11. März annähernd 4400 Menschen. Etwa 37 500 Menschen haben sich infiziert.

(Bild: Keystone)

Die relativ hohe Zahl – gemessen an zehn Millionen Einwohnern – sei vor allem auf Infektionen in Pflegeheimen in und um die Hauptstadt Stockholm zurückzuführen, heisst es. Anders als in vielen anderen Ländern hat Schweden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden lediglich gebeten, Abstand zu halten und sich immer wieder die Hände zu waschen.

Spanien will umstrittenen Corona-Notstand bis 20. Juni verlängern

Im Corona-Hotspot Spanien will die linke Regierung den umstrittenen Notstand zur Eindämmung der Pandemie bis zum 20. Juni verlängern. Er wolle beim Parlament eine letzte Verlängerung des sogenannten Alarmzustands beantragen, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag. Man habe «fast alles geschafft», was man sich vorgenommen habe. «Aber jetzt benötigen wir diese letzte Verlängerung, um die Arbeit zu Ende zu bringen», erklärte der Sozialist. Es werde eine «abgeschwächte Form» des Notstands sein.

Ministerpräsident Pedro Sánchez (Bild: Keystone)

Über den Antrag der Regierung wird das Parlament am Mittwoch debattieren und abstimmen. Nur im Rahmen der bereits seit dem 15. März geltenden dritthöchsten Notstandsstufe darf die Regierung in Madrid die Rechte der Bürger im ganzen Land stark einschränken. Es gelten zum Beispiel weiterhin strenge Ausgehbeschränkungen, die erst seit wenigen Wochen langsam gelockert werden.

Corona-Ausbruch nach Familienfeiern in Göttingen

In der deutschen Stadt Göttingen sind nach mehreren Familienfeieren 35 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weitere 90 Tests sind in Planung. Das berichtet «ntv» am Sonntag.

Alle Erkrankten seien nach Angaben der Stadt «zum grössten Teil Mitglieder verschiedener Grossfamilien». Angesteckt hätten sie sich wahrscheinlich bei mehreren privaten Familienfeiern am vergangenen Wochenende. 160 Menschen haben sich in Quarantäne begeben. Alle Kontaktpersonen sollen nun getestet werden, ob sie Symptome zeigen oder nicht. Am Sonntag seien von 90 zu testenden Personen aber nur 15 erschienen.

160 Göttinger müssen nach mehreren Familienfeiern in Quarantäne. (Symbolbild: Keystone)
Erster Rückflug nach China: Deutscher Passagier infiziert

Auf einem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China ist bei einem von 180 Passagieren das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl der 34-Jährige wie alle anderen Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden war, fiel eine weitere Untersuchung nach Ankunft in der nordchinesischen Stadt Tianjin positiv aus. Nach Angaben der städtischen Gesundheitskommission von Sonntag hat der Ingenieur keine Symptome. Trotzdem wurde er zur medizinischen Beobachtung in eine Quarantäneeinrichtung gebracht.

(Bild: Keystone)

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Russland überschreitet Marke von 400.000

In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten kurz vor geplanten grösseren Lockerungen auf über 400.000 gestiegen. Die amtliche Statistik wies am Sonntag 9268 neue Fälle aus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 405.843, darunter nach offiziellen Angaben 4693 Todesfälle. Ungeachtet massiv steigender Zahlen beginnt an diesem Montag in Russland eine grössere Lockerungswelle. Erstmals seit mehr als zwei Monaten Ausgangssperre sind in Moskau – Europas grösster Stadt – wieder Spaziergänge an einzelnen Tagen und Frühsport im Freien erlaubt. Verschärft wird allerdings der Maskenzwang.

(Bild: Keystone)

Mund- und Nasenschutz sind dann nicht mehr nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln Pflicht, sondern auch auf der Strasse. In der russischen Hauptstadt werden erstmals wieder Geschäfte und Einkaufszentren sowie Dienstleistungsbetriebe wie Reparaturwerkstätten und Reinigungen unter strengen Hygienevorschriften geöffnet. Dadurch können 300.000 Menschen wieder zur Arbeit. Friseure und Gaststätten bleiben geschlossen.

BAG meldet 17 Neuinfektionen

In der Schweiz sind innerhalb eines Tages 17 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Samstag waren es ebenfalls 17.

(Bild: Keystone)
Einbruch bei Personenwagen-Neuzulassungen hält im Mai an

Die Corona-Krise lässt den Absatz im Autohandel weiter einbrechen. Die vom Verband freier Autohandel Schweiz erhobenen Monatsdaten zeigen für den Mai einen weiteren Rückgang, nämlich um rund 52 Prozent zum Vorjahr. Seit Anfang Jahr beträgt die kumulierte Abnahme damit rund 39 Prozent.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 78’701 neue Personenwagen zugelassen, 50’412 weniger als in der Vorjahresperiode, schreibt der Verband in einer Mitteilung vom Sonntag. Die Monate April und Mai würden als Rekordverlust in die Annalen der Neuwagenimporteure eingehen. Im April hatte der Rückgang gegenüber dem Vorjahr 67 Prozent betragen.

(Bild: Keystone)

Bereits zuvor hatte der Verband erklärt, die Coronavirus-Krise treffe die Kfz-Branche härter als andere. Durch die vorübergehend verordnete Schliessung der Verkaufsräume bei den Garagisten sei ein Verkauf von Autos kaum noch möglich gewesen und viele Unternehmen seien in ihrer Existenz bedroht.

Nachfragerückgang wegen Coronakrise belastet Strompreise

Die europäischen Grosshandelspreise für Strom sind im Zuge der Coronakrise noch stärker unter Druck geraten. Wie es mit den Strompreisen weitergeht, wird davon abhängen, wie schnell sich die Wirtschaft erholt. Aber auch die Entwicklung des Stromangebots hat einen Einfluss, und das hängt von der Politik ab.

Corona macht auch vor den Strompreisen nicht halt. Mit dem «Lockdown» in vielen Ländern schlossen auch viele Fabriken, was logischerweise zu weniger Stromverbrauch geführt hat.

(Bild: Keystone)

Laut dem Energiekonzern Alpiq ist die Stromnachfrage im März und April in Ländern wie Spanien, Frankreich, Italien, Grossbritannien um bis zu 25 Prozent gefallen. In Deutschland und in der Schweiz betrug der Rückgang rund 10 bis 15 Prozent.

Die Covid-19-Pandemie war mit einer plötzlichen und starken Reduktion der Stromnachfrage der Hauptreiber der rückläufigen Strompreise seit Anfang Jahr, sagt das Bündner Energierunternehmen Repower. Dazu kommen aber noch weitere Faktoren: zum Beispiel die milden Temperaturen im Winter, eine starke Wasser- und Windproduktion sowie volle Gasspeicher in Europa zusammen mit niedrigen Öl-, Gas- und Kohlepreisen.

Tempelberg in Jerusalem wieder geöffnet – Mehrere Schulen geschlossen

Im Zuge der Corona-Lockerungen ist der Tempelberg (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum) in Jerusalems Altstadt am Sonntag wieder geöffnet worden. Hunderte von gläubigen Muslimen besuchten die heilige Stätte nach Medienberichten. Aus Sorge vor Unruhen seien Sicherheitskräfte einen Tag nach der Tötung eines unbewaffneten Palästinensers durch israelische Polizisten in erhöhter Alarmbereitschaft, berichtete das israelische Fernsehen.

(Bild: Keystone)

Den Angaben zufolge handelte es sich bei dem 32-jährigen Opfer des Vorfalls in der Jerusalemer Altstadt um einen Autisten. Die Polizei hatte am Samstag mitgeteilt, die Beamten hätten auf den Mann geschossen, weil er ein «verdächtiges Objekt» in der Hand gehabt habe. Der Palästinenser habe auch nicht auf Anweisungen reagiert anzuhalten. Der tödliche Vorfall löste in Israel und den Palästinensergebieten Empörung aus.

Ungeachtet einer Welle neuer Infektionen mit dem Coronavirus an mehreren Schulen soll Israels Schulsystem vorerst geöffnet bleiben. Mehrere Schulen wurden jedoch geschlossen, darunter ein Jerusalemer Gymnasium, nachdem dort mehr als 100 Schüler und Lehrkräfte infiziert worden waren.

Schweizer Forscher abgehängt

Die Schweiz droht im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus abgehängt zu werden. Waren auf dem Höhepunkt der Pandemie mehrere Schweizer Forscher noch in der Pole-Position, so blieben viele in der Schweiz entwickelte Impfstoffe in der präklinischen Phase stecken.

(Symbolbild: Keystone)

Keines der Projekte habe bisher ein Gesuch für eine klinische Studie eingereicht. Das bestätigten die zuständigen Zulassungsbehörden Swissethics und Swissmedic gegenüber der «SonntagsZeitung». Im Gegensatz zu den Schweizer Entwicklern seien ausländische Forscherteams laut einer Liste der WHO schon viel weiter.

Erstmals keine positiven Corona-Tests in der Premier League

In der jüngsten Runde der Corona-Tests in der englischen Premier League gab es nach Angaben der Liga erstmals keine positiven Ergebnisse – es wurden 1130 Spieler und Mitarbeiter untersucht. Die ersten drei Runden hatten zwölf Infizierte ergeben. Die Saison soll am 17. Juni ohne Zuschauer und unter strengen Auflagen fortgesetzt werden.

(Bild: Keystone)
Proteste gegen Ausgangsbeschränkungen wegen Corona in Argentinien

Rund 70 Tage nach Beginn der recht strengen Ausgangsbeschränkungen in Argentinien sind Menschen in verschiedenen Städten gegen die Corona-Massnahmen auf die Strasse gegangen. In Buenos Aires versammelten sich am Samstag Dutzende Demonstranten am Obelisk im Zentrum der Hauptstadt und protestierten gegen die von der Regierung verhängten Auflagen.

«Argentinien erwache, für Freiheit und Menschlichkeit», war auf einem Transparent zu lesen. Auf einem anderen stand: «Brot und Arbeit.» Einige Demonstranten nahmen mit ihren Transparenten Bezug auf Verschwörungstheorien um Impfungen, den Mobilfunkstandard 5G und den US-Philanthropen George Soros.

(Bild: Keystone)

Die Demonstranten gehörten verschiedenen politischen Richtungen an und brachten unterschiedliche Forderungen vor. Am Rande des Protests kam es zu vereinzelten Rangeleien, wie im Fernsehen zu sehen war. Auch Ärzte demonstrierten im Zentrum der argentinischen Hauptstadt. Sie unterstützten die Ausgangsbeschränkungen und forderten höhere Gehälter sowie mehr medizinisches Material für den Kampf gegen das Coronavirus.

Immer mehr Corona-Tote in Brasilien – weltweit an vierter Stelle

Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien steigt weiter rasant an und ist auf 28’834 geklettert. Damit hat das südamerikanische Land Frankreich überholt und hat nun die viertmeisten Todesopfer weltweit hinter den USA, Grossbritannien und Italien. Bislang haben sich in dem grössten Staat Südamerikas 498’440 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, wie das brasilianische Gesundheitsministerium am Samstag (Ortszeit) mitteilte.

(Bild: Keystone)

Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro hält die Lungenkrankheit Covid-19 für eine «leichte Grippe» und lehnt Schutzmassnahmen ab. Er befürchtet, dass ein Lockdown der Wirtschaft des Landes schaden könnte. Allerdings haben eine Reihe von Bundesstaaten Ausgangsbeschränkungen verhängt und Betriebe geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Papst fordert Ende der «Pandemie der Armut» nach dem Virus

Papst Franziskus hat zu einer «gerechteren und gleichberechtigteren Gesellschaft» nach dem Ende der Corona-Pandemie aufgerufen. «Wenn wir aus dieser Pandemie herauskommen, werden wir nicht so weitermachen können, wie zuvor.

Nein, alles wird anders sein», sagte der Papst am Samstag in einer Videobotschaft zum Pfingstfest. Aus den grossen Prüfungen der Menschheit gehe diese entweder besser oder schlechter hervor. Es stelle sich die Frage, wie die Menschen aus der Corona-Pandemie hervorgehen wollten.

(Bild: Keystone)

Die zentrale Lehre aus der Krise sei «wir sind eine Menschheit», sagte der Papst. Nun sei es an der Zeit, Ungleichheit zu beseitigen. «All das Leiden wird nutzlos sein, wenn wir nicht gemeinsam eine gerechtere, gleichberechtigtere, christlichere Gesellschaft aufbauen.» Die «Pandemie der Armut in der Welt» müsse beendet werden.

Luxemburgs Aussenminister will schnelle Öffnung des Schengen-Raums

Der luxemburgische Aussenminister Jean Asselborn sieht eine schnelle Wiederherstellung der Reisefreiheit sowie der Zirkulation von Waren und Dienstleistungen als essenziell für einer Erholung der europäischen Wirtschaft in der Corona-Krise. «Ohne Öffnung des Schengen-Raums wird die europäische Wirtschaft nicht wieder stark werden», sagte Asselborn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag).

Die zeitweise von Deutschland wieder eingeführten Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg seien ein Fehler gewesen, kritisierte der Sozialdemokrat. Die Schliessung der EU-Aussengrenzen habe nicht notwendigerweise Kontrollen innerhalb der EU nach sich ziehen müssen. Das Grossherzogtum Luxemburg habe seine Grenzen zu Deutschland, Frankreich und Belgien nicht geschlossen. «Und wir haben trotzdem sehr erfolgreich den Virus bekämpft», sagte Asselborn.

(Bild: Keystone)

Die Leidtragenden seien vor allem die rund 50’000 Grenzgänger aus Deutschland gewesen, die täglich auf dem Weg zur Arbeit kontrolliert worden seien. «Ich bin fest davon überzeugt, dass die Grenzschliessung zu Luxemburg absolut nichts gebracht hat», sagte Asselborn. Die Menschen in Luxemburg hätten die deutsche Haltung vor allem deswegen nicht verstanden, «weil die deutschen Grenzen zu Belgien und den Niederlanden offen blieben».

US-Wissenschaftler: Mehr als 6 Millionen Corona-Infizierte weltweit

Mehr als sechs Millionen Menschen weltweit haben sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das ging am Samstagabend (Ortszeit) aus Daten der John-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Weltweit gestorben sind demnach bisher knapp 370’000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19. Die meisten Infizierten (knapp 1,8 Millionen) und Todesfälle (über 100’000) in der Corona-Pandemie verzeichneten zuletzt die USA. Brasilien hat in absoluten Zahlen die zweitmeisten Infizierten (498’440), Russland kommt auf Platz drei (396’575).

(Bild: Keystone)

Die zweithöchste Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus meldete zuletzt Grossbritannien (38’458), an dritter Stelle steht Italien (33’340).

Die Webseite der Forscher der Johns-Hopkins-Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen der Universität zuletzt allerdings auch wieder nach unten korrigiert.

92 Festnahmen bei verbotener Demonstration in Paris

Die Pariser Polizei hat 92 Personen festgenommen, die bei einer ungenehmigten Demonstration einen regulären Aufenthaltsstatus für illegal eingewanderte Menschen gefordert haben. Das bestätigte die Polizeipräfektur am Samstagabend via Twitter. An dem Marsch in der Hauptstadt nahmen laut französischen Medien mehrere Tausend Menschen teil.

Die Polizei hatte die Demonstration wegen der coronabedingten Beschränkungen untersagt. Die Ordnungshüter erinnerten daran, dass Versammlungen mit über zehn Menschen in Frankreich nicht erlaubt sind. Die Sicherheitskräfte setzten laut Radionachrichtensender Franceinfo auch Tränengas ein, um den Start des Marsches zu verhindern.

Trump und Macron sprechen über G7-Gipfel

US-Präsident Donald Trump hat mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron am Telefon über den nächsten G7-Gipfel gesprochen. Das bestätigte das Weisse Haus am Samstag in Washington. Trump will das Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der grossen Industrieländer (G7) nach einigem Hin und Her nun Ende Juni in Washington veranstalten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigt sich im Gegensatz zu Angela Merkel grundsätzlich bereit, zu Trumps G7-Gipfel in die USA zu reisen. (Bild: Keystone)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird wegen der Corona-Krise voraussichtlich nicht für den Gipfel in die USA fliegen. Macron ist nach früheren Angaben aus Élyséekreisen bereit zur Teilnahme, falls es die Gesundheitsbedingungen erlauben. Dem Vernehmen nach kommt es dem 42-Jährigen aber auch darauf an, die Einheit der Europäer zu wahren und die Präsenz aller zu gewährleisten. Es sei nun an den USA, die turnusgemäss die G7 führen, die Bedingungen des Spitzentreffens zu präzisieren, hiess es in Paris.

Neuer Rekord bei Lebensmittelhilfe in Genf

Die Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneprodukten, die in Genf seit mehreren Wochen am Samstag organisiert wird, ist immer mehr gefragt. Ein Rekord von mehr als 3280 Paketen wurden dieses Woche abgegeben, das sind mehrere hundert mehr als noch vor einer Woche.

«Die schrittweise Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten hat die sozialen Konsequenzen (des Lockdowns) nicht auffangen können», teilte die Stadt Genf mit, die nun diese Unterstützung leitet, die vor sechs Wochen von dem Genfer Hilfswerk «Caravane de la Solidarité» lanciert wurde.

Die Zahl der Spender ist stabil geblieben. Neben den Paketen erhielten die Menschen auch Informationen, wie sie Sozialhilfe, eine finanzielle Unterstützung und medizinische Versorgung erhalten können. Zu den Sorgen der Menschen, die sich in die Warteschlangen stellten, zählen an erster Stelle Rückstände beim Zahlen der Miete und anderer Rechnungen.

Frankreichs Ex-Sportminister kritisiert Saisonabbruch als voreilig

Der frühere französische Sportminister Patrick Kanner hält den Saisonabbruch in der Ligue 1 im Nachhinein für voreilig. Die Liga und der Verband hätten «keine Chance» gehabt, sagte Kanner dem Radiosender France Inter am Samstag. «Vielleicht hätten die Spiele im Juni wieder starten können», ergänzte der Politiker, der von 2014 bis 2017 das Amt des Sportministers innehatte.

 

Der Saisonabbruch in der Ligue ein hält der französische Sportminister Patrick Kanner im Nachhinein für voreilig, wie er sagt. (Bild: Keystone)

Frankreich hat Ende April als einzige der Top-Ligen in Europa einen vorzeitigen Saisonabbruch wegen der Corona-Pandemie beschlossen. Zuvor hatte Premierminister Édouard Philippe in einer Rede vor der Nationalversammlung gesagt, dass die Saison 2019/20 der Profisportarten nicht wieder aufgenommen werden könne.

Brasiliens Präsident ignoriert Corona-Schutzmassnahmen

Sein Land ist die aktuell am stärksten vom Coronavirus betroffene Nation. Dennoch ignoriert Brasiliens Präsident Bolsonaro die Schutzmassnahmen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Polizei löst Flashmob in Zürich auf

Am Samstagnachmittag ist es auf dem Sechseläutenplatz in Zürich zu Menschenansammlungen in verschiedenen losen Gruppen gekommen. Da keine Veranstaltung angekündigt war, suchte die Stadtpolizei Zürich um ca. 13:30 Uhr das Gespräch mit den versammelten Menschen, wodurch die Ansammlungen aufgelöst werden konnten.

Gegen 14:30 Uhr führten dann mehrere Personen einen Flashmob durch, wie die Stadtpolizei am Samstag weiter mitteilte. Ab Band sei der Schweizer Psalm abgespielt worden und Menschen hielten die Bundesverfassung in die Höhe. Die Polizei sprach daraufhin eine Abmahnung aus, wodurch beteiligte Personen allmählich den Sechseläutenplatz verliessen. An der Kundgebung seien auch Zettel verteilt worden, an der zu einer elektronischen Unterschriftensammlung aufgerufen wurde. Die Polizei stoppte die Aktion laut eigenen Aussagen und der Einsatz war gegen 16:00 Uhr beendet. Verzeigungen oder Bussen gab es keine.

Premier League darf Saison fortsetzen

Die englische Premier League darf – unter strengen Auflagen – schon bald ihre Saison fortsetzen. Das kündigte der britische Minister für Sport und Kultur, Oliver Dowden, am Samstag an. «Der Fussball kommt zurück», sagte er an einer Pressekonferenz im Londoner Regierungssitz an der Downing Street. Zuschauer werden nicht zugelassen, dafür werde eine Reihe von Spielen im britischen Free-TV gezeigt, sagte Dowden.

Der Premier-League-Geschäftsführer Richard Masters begrüsste den Entscheid der Regierung. Gespielt werden soll voraussichtlich vom 17. Juni an. Dieses Datum war bereits am Donnerstag genannt worden. Auch andere Sportarten wie Cricket, Tennis, Formel 1, Golf und Rugby sollen bald wieder stattfinden können.

Weniger Beteiligung bei Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen

In mehreren deutschen Städten haben am Samstag wieder Menschen gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus demonstriert – aber nach weitreichenden Lockerungen weit weniger als an vergangenen Wochenenden. Mancherorts gab es am Samstag auch Demonstrationen, die sich gegen Rechtsextremisten und Verschwörungstheoretiker richteten.

In Frankfurt am Main demonstrierten bei mehreren Veranstaltungen insgesamt rund 550 Menschen. Nach einem Zusammenstoss zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten schritt die Polizei ein. Insgesamt wurden vier Menschen festgenommen, zwei wegen eines Angriffs auf Polizisten, einer wegen Hausfriedensbruchs und der Vierte wegen Störung einer Versammlung, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zudem wurden fünf Bussgeldverfahren wegen Verstosses gegen Abstands- und Mundschutzregeln eingeleitet. «Überwiegend waren die Demonstrationen aber friedlich», sagte der Sprecher.

In Deutschland demonstrieren Menschen nach wie vor gegen die Corona-Massnahmen der Regierung, wie hier in Berlin. Es sind aber weit weniger Teilnehmer als an den vergangenen Wochenenden. (Bild: Keystone)
Belgischer Prinz nach Familienfeier in Spanien Corona-positiv

Der belgische Prinz Joachim, ein Neffe von König Philippe, ist nach einer Familienfeier in Spanien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte der Königspalast am Samstag belgischen Medien.

Nach einem spanischen Medienbericht soll die Feier 27 Teilnehmer gehabt haben und damit mehr als vor Ort erlaubt. Dem widersprach der Palast jedoch und sprach von einem Treffen mit höchstens zwölf Personen. Die Grenze liegt bei 15.

Der 28-jährige Prinz ist der jüngste Sohn von Prinzessin Astrid, der Schwester des Königs. Er flog nach einem Bericht der Agentur Belga am 24. Mai nach Madrid und reiste von dort nach Córdoba in Andalusien, wo er am 26. Mai an der Feier teilnahm. Am nächsten Tag bekam er Symptome und wurde am 28. Mai positiv auf das Coronavirus getestet.

Maas kritisiert Abschied der USA aus WHO

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hat den Abschied der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert. Angesichts der Corona-Pandemie brauche man «weltweite Kooperation statt nationaler Alleingänge», sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Maas sprach von einem «falschen Signal zur falschen Zeit». Die Corona-Krise greife auf immer neue Länder über. «Wir können nicht mitten in der Sturmflut den Deich einreissen und einen neuen bauen.» Über Reformen könne man «zum geeigneten Zeitpunkt» reden.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas kritisiert den Abschied der USA aus der WHO. (Bild: Keystone)

US-Präsident Donald Trump hatte die Zusammenarbeit mit der WHO nach verschiedenen Drohungen am Freitag aufgekündigt. Begründet wird dies von der US-Regierung insbesondere damit, dass die UNO-Organisation in der Corona-Krise unter dem Einfluss Chinas stehe. Maas sagte dazu: «Wir brauchen eine geeinte und solidarische Antwort aller Staaten und der Vereinten Nationen, mit einer starken WHO im Zentrum.»

Constantin bekräftigt Klage-Absicht

Sions Präsident Christian Constantin hat bekräftigt, juristisch gegen den Beschluss zur Fortsetzung der Super League vorgehen zu wollen. Gegenüber «Le Matin» kündigte Constantin nach dem klaren Abstimmungsergebnis der 20 Vertreter der Swiss Football League an, er werde «die Angelegenheit nicht fallen lassen».

Constantin sieht im neuen Kalender einen Verstoss gegen das Wettbewerbsrecht, weil die Saison nun bis zum 2. August dauert, einige Spielerverträge aber Ende Juni auslaufen. «Die Chancengleichheit sei nicht mehr gewährleistet», so Constantin.

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Sion-Präsident Christian Constantin ist nicht damit einverstanden, dass die Super League-Saison fortgesetzt wird und will juristisch gegen den Entscheid vorgehen. (Bild: Keystone)
Pariser Parks nach langer Pause wieder geöffnet

Nach einer über zweimonatigen Zwangspause haben die Pariser Parks wieder geöffnet. Bürgermeisterin Anne Hidalgo besuchte am Samstag bei sommerlichem Wetter einen Innenstadt-Park. Die für ihre Wiederwahl kämpfende Sozialistin empfahl das Tragen von Masken, das aber nicht verpflichtend ist.

(Bild: Keystone)

Die grünen Oasen der dichtbesiedelten Millionen-Metropole waren Mitte März im Zuge der Corona-Krise geschlossen worden. Frankreichs Premierminister Édouard Philippe hatte am Donnerstag grünes Licht für die Öffnung gegeben. Die Hauptstadt ist besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen.

In den Parks sind zwar Picknicks erlaubt, doch es dürfen sich nicht mehr als zehn Personen in einer Gruppe versammeln. Die Schliessungen hatten dazu geführt, dass die Menschen sich an öffentlichen Plätzen drängten, wie beispielsweise am Seine-Ufer. Einige Parks der Kapitale – wie der Jardin de Luxembourg hinter dem Senat – sind auch klassische Touristenattraktionen.

Wieder Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen

In Berlin und anderen deutschen Städten sind am Samstag wieder Menschen aus Protest gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus auf die Strasse gegangen. Mancherorts gab es auch Demonstrationen, die sich gegen Rechtsextreme und Verschwörungstheorien richten. In Berlin begleitete die Polizei die verschiedenen Kundgebungen mit insgesamt 550 Einsatzkräften.

Bis zur Mittagszeit sei die Lage aber überschaubar gewesen, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz auf Anfrage. Die meisten Versammlungen sollten erst am Nachmittag oder Abend starten. Nach wochenlangen Einschränkung gibt es in Berlin inzwischen keine Begrenzung der Teilnehmerzahl für Demonstrationen mehr.

Weitere Corona-Lockerungen in Italien - Reisefreiheit im Land

Italien bereitet sich auf weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie vor. Ab Mittwoch dürfen die Italiener wieder frei von einer Region in eine andere reisen.

Es gebe derzeit keine Gründe, warum ein Verbot weiter aufrecht erhalten werden sollte, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza nach einem Treffen unter anderem mit Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Freitagabend. «Die Daten der Beobachtung der Fallzahlen sind ermutigend. Die bedeutenden Opfer während des Lockwdowns haben diese Ergebnisse gebracht.» Ab 3. Juni dürfen auch EU-Bürger wieder nach Italien, ohne danach in Quarantäne zu müssen.

(Bild: Keystone)

Seit fast drei Monaten waren Reisen innerhalb Italiens nur in notwendigen Fällen erlaubt. Das Land wurde von Covid-19 besonders hart getroffen. Mehr als 33.000 Menschen sind nach offiziellen Angaben gestorben, die Dunkelziffer könnte aber weitaus höher sein. Die Fallzahlen sinken seit langem. Das oberste Gesundheitsinstitut ISS erklärte, es gebe keine «kritischen Situationen» mehr mit Blick auf die Epidemie.

«Tout Berne» flanierte über den Märit auf dem Bundesplatz

Nach der angekündigten, weitgehenden Lockerung der Pandemiemassnahmen flanierte am Samstag «tout Berne» über den «Märit». Die samstägliche Rund über den Gemüse- und Lebensmittelmarkt fehlte vielen Bernerinnen und Bernern während des Lockdowns ganz besonders. Seit dem 11. Mai können die Marktstände in Bern wieder an ihrem angestammten Ort verkaufen – unter Berücksichtigung der Hygiene- und Distanzmassnahmen.

(Video: Keystone)

Das bevorstehende lange Pfingstwochenende und die Lockerung der Corona-Massnahmen für Risikopatienten wie ältere Menschen trugen wohl dazu bei, dass am Samstag in den Berner Märitgassen ein, wie der Berner sagt, «Gstungg» herrschte. Gemäss einem Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort hatte es auf dem Markt sogar deutlich mehr Leute als vor der Corona-Krise jeweils üblich.

Grünes Licht für WM-Auftakt Anfang Juli in Österreich

Nach mehrmonatigem Stillstand wegen der Coronakrise kann die Formel-1-Weltmeisterschaft 2020 Anfang Juli in Österreich wieder starten.

(Bild: Keystone)
17 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 17 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Freitag waren 32, am Donnerstag 20 sowie am Mittwoch und Dienstag je 15 neue Fälle gemeldet worden.

Insgesamt gab es 30’845 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mitteilte. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende.

(Bild: Keystone)
Russland beginnt mit Vorbereitung auf Militärparade am 24. Juni

In Russland haben ungeachtet hoher Corona-Zahlen die Vorbereitungen auf die Militärparade am 24. Juni zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler begonnen. Die Soldaten würden Masken und Handschuhe tragen zum Schutz vor dem Virus, wie der Armee-Fernsehsender Swesda berichtete. Die Proben für Moskaus riesige Waffenschau mit Panzertechnik und Atomraketen sollen am 8. Juni beginnen.

Der Soldat Alexander Klimenkow sagte einem Reporter des Senders – beide trugen weder Maske noch Handschuhe –, dass die Soldaten sich zwar Sorgen machten wegen Corona, es gehe aber um die Erfüllung einer verantwortlichen staatlichen Aufgabe.

(Bild: Keystone)

Kremlchef Wladimir Putin hatte am Freitagabend den 24. Juni in Russland per Dekret offiziell zum arbeitsfreien Feiertag bei voller Lohnzahlung erklärt. An dem Tag solle es in Moskau und 28 weiteren russischen Städten Militärparaden geben, hiess es.

Experten warnen: Lockdown-Lockerungen in England kommen zu früh

Britische Wissenschaftler haben vor den Folgen der für kommende Woche geplanten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in England gewarnt. Befürchtet wird, dass es zu einer zweiten Infektionswelle in der Coronavirus-Pandemie kommen könnte.

Mit geschätzt etwa 8000 Neuinfektionen pro Tag habe der grösste britische Landesteil im internationalen Vergleich noch immer sehr hohe Fallzahlen, sagte John Edmunds, ein Experte für die Berechnung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten an der London School of Hygiene and Tropical Medicine dem «Guardian» zufolge.



Dem schloss sich auch der Direktor des Wellcome Trust, Jeremy Farrar, an. «Covid-19 breitet sich zu schnell aus, um den Lockdown in England aufzuheben», schrieb er am späten Freitagabend auf Twitter. Zuerst müsse ein funktionierendes System zur Testung und Kontaktverfolgung vorhanden sein und die Infektionszahlen geringer sein, so Farrar.

Premierminister Boris Johnson hatte erst am Donnerstag angekündigt, die Kontaktbeschränkungen in England weiter zu lockern.

Tschechien startet in Freiluft-Saison

Trotz der anhaltenden Corona-Restriktionen wird in Tschechien die Freiluft-Leichtathletik-Saison eröffnet. Bei der Aktion «Gemeinsam am Start» finden am Montag in Prag, Pilsen und Kolin «Mini-Meetings» statt, die auch im Fernsehen übertragen werden.

Ihre Teilnahme haben unter anderen die zweifache Speerwurf-Olympiasiegerin Barbora Spotakova, Kugelstosser Tomas Stanek und Sprinter Pavel Maslak zugesagt. An weiteren 170 Orten im ganzen Land werden Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche veranstaltet.



Der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes, Sebastian Coe, lobte «die Kreativität und den Mut» des tschechischen Verbands. Er hob besonders hervor, dass Athleten aller Leistungsklassen bei der Initiative miteinbezogen werden.

Eine gesunde Gesellschaft sei auch widerstandsfähiger gegenüber Infektionen. In Tschechien dürfen seit dem 25. Mai wieder Sportveranstaltungen mit insgesamt bis zu 300 Beteiligten und Zuschauern veranstaltet werden.

Reformierte lancieren zu Pfingsten grossen Online-Gottesdienst

Zwei reformierte Pfarrerinnen aus Bern und Zürich haben zu Pfingsten den laut eigenen Angaben grössten Online-Gottesdienst der Schweiz lanciert. Das voraufgezeichnete Video mit über 90 Mitwirkenden soll am Pfingstsonntag veröffentlicht werden.

Am Gottesdienst beteiligt waren Kinder, Pensionierte, Chorleiterinnen, Kirchenmusiker und Pfarrerinnen und Pfarrer, wie das Onlineportal ref.ch der reformierten Kirchen in der Deutschschweiz am Freitag berichtete. Die Predigt wurde von zehn Personen in allen Landessprachen gehalten.

(Bild: Keystone)

Über 80 Gläubige würden das «Unser Vater» respektive das Abendmahl vortragen und abhalten. Die Predigt sei von drei Personen geschrieben worden. Zudem hätten mehrere Organisten die Messe begleitet.

Die Menschen zu Hause seien eingeladen Brot, Wein oder Traubensaft parat zu legen und dann gemeinsam mit jenen im Video Abendmahl zu feiern, hiess es. So entstehe eine Gemeinschaft, die im echten Leben in keine Kirche passe. Koordinatorinnen sind die Pfarrerinnen Mirja Zimmermann-Oswald aus Sumiswald BE und Priscilla Schwendimann aus Zürich-Altstetten. Das Video soll am Pfingstsonntag auf der Website der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) zu sehen sein.

«StopCovid»-App aus Frankreich auch für Touristen

Am Pfingstwochenende lanciert Frankreich seine Tracing-App «StopCovid». Bis zum Dienstag soll sie dann in ganz Frankreich in Betrieb sein, um Ansteckungsketten zu erkennen und zu unterbrechen. «StopCovid» ist aufgrund von Datenschutzbedenken jedoch umstritten.

(Bild: Keystone)

So gebe es keine Garantie, dass die Daten nicht in die Hände der Staatssicherheit gelangen würden, wie es beispielsweise in China der Fall war. Laut dem französischen Digitalministerium seien 62 Prozent der Franzosen bereit, die «StopCovid»-App zu nutzen. Sinn mache die Warn-App laut Experten ab einer Beteiligung von mehr als 60 Prozent. Wie Medien berichteten, sei auch vorgesehen, dass einreisende Touristen sowie Grenzgänger die App herunterladen.

Fussball in Corona-Zeiten...
(Quelle: Facebook)
Absage an Trump: Merkel will nicht zum G7-Gipfel in die USA fliegen

Kanzlerin Angela Merkel wird voraussichtlich nicht zum geplanten G7-Gipfel in die USA fliegen. «Die Bundeskanzlerin dankt Präsident Trump für seine Einladung zum G7-Gipfel Ende Juni in Washington. Stand heute kann sie in Anbetracht der Pandemie-Gesamtlage ihre persönliche Teilnahme, also eine Reise nach Washington, nicht zusagen», erklärte ein Regierungssprecher am Samstag auf Anfrage in Berlin. Merkel werde die Entwicklung der Pandemie aber weiter im Blick behalten.

Merkel und Trump beim G7 2019. (Archivbild: Keystone)

Zuvor hatte das Magazin «Politico» unter Berufung auf Regierungssprecher Steffen Seibert über die Absage berichtet. US-Präsident Donald Trump peilt für Ende Juni ein reales G7-Gipfeltreffen in Washington an. Die US-Hauptstadt und ihr Grossraum sind jüngsten Daten zufolge proportional besonders von Corona-Infektionen betroffen.

Bayern-Profis verzichten bis Saisonende auf Teil des Gehalts

Die Spieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München akzeptieren in Zeiten der Corona-Pandemie auch weiterhin Gehaltseinbussen. Dies erklärte Präsident Herbert Hainer in der «Bild»-Zeitung.

«Es ist sehr erfreulich, dass unsere Mannschaft vollstes Verständnis für die Situation hat und bis zum Saisonende weiter auf Gehalt verzichten wird», sagte der 65-Jährige. Bisher war ein Gehaltsverzicht der Münchner für den April in Höhe von 20 Prozent bekannt.

Herbert Hainer im Januar. (Bild: Keystone)

Wann die laufende Saison für den Bundesliga-Leader endet, ist derzeit noch nicht klar. Die Liga soll am 27. Juni abgeschlossen werden. Sollten die Bayern den Cupfinal erreichen, müssten sie dort am 4. Juli in Berlin antreten.

In der Champions League steht das Achtelfinal-Rückspiel gegen Chelsea noch aus, der Final dürfte voraussichtlich erst Ende August stattfinden, weil zuvor die anderen nationalen Ligen beendet werden sollen.

Stars unterstützen New Yorker Theater mit Online-Show

Mit einer speziellen Online-Show wollen Stars wie Jane Fonda, Alicia Keys, Meryl Streep und Claire Danes in der Corona-Krise ein New Yorker Theater unterstützen. Die «We Are One Public» betitelte Show solle am Montagabend (2.00 Uhr am Dienstag MESZ) stattfinden, teilte das wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossene Public Theater mit.

Daniel Craig wird auch erwartet. (Archivbild: Keystone)

Neben Fonda, Keys, Streep und Danes sollen auch noch Stars wie Antonio Banderas, Glenn Close, Elvis Costello, Daniel Craig, Anne Hathaway, Lin-Manuel Miranda, Sandra Oh, Liev Schreiber, Martin Sheen, Trudie Styler und Sting dabei sein. Die Veranstaltung kann kostenlos per Livestream verfolgt werden, das Theater bittet um Spenden.

NBA plant Neustart für 31. Juli

Die NBA plant den Neustart nach der Corona- Pandemie gemäss einem Bericht des Portals «The Athletic» für den 31. Juli. Laut NBA-Commissioner Adam Silver gibt es für die Fortsetzung der Saison aktuell noch vier verschiedene Szenarien.

Die erste Variante sehe direkte Playoffs mit 16 Mannschaften vor; eine andere würde 20 Teams in einer Gruppenphase umfassen, um Playoff- Teilnehmer und Ansetzungen zu bestimmen. Szenario drei: 22 Teams spielen im Turniermodus um die entscheidenden Finalplätze. Bei der vierten Option würden alle 30 NBA-Klubs nach einem abgestimmten Zeitplan zunächst 72 Spiele und danach ein sogenanntes Play-in-Turnier absolvieren.

(Symbolbild von 2018: Keystone)

Wie «The Athletic» schon vor einer Woche berichtet hatte, soll die restliche NBA-Saison in Disney World in Orlando ausgetragen werden. Das Walt Disney World Resort ist mit einer Gesamtfläche von 15’000 Hektar einer der grössten Freizeitpark-Komplexe der Welt.

Die NBA-Saison war am 11. März aufgrund der Coronavirus-Krise ausgesetzt worden.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

1 Kommentar

  1. Liebe Mitmenschen,
    Nehmt die Worte von Papst Franziskus bitte ernst und ich hoffe, ihr habt was daraus gelernt. Es kann nicht ob wie bisher weiter gehn, der Hunger und die Armut muss sich endlich ändern. Denn sonst könnte es uns noch härter treffen. Vielleicht ist diese Pandemie eine Mahnung daran, dass wir alle Menschen sind und auch alle Menschen, einen Anspruch darauf haben, ein einigermaßen gutes Leben führen zu dürfen. Nehmt diese Pandemie als Chance zu erkennen, dass es bisher nicht sehr gerecht auf unserer Welt zu und her ging und helft bitte mit dies endlich zu verändern und damit zu zeigen, dass wir uns tatsächlich entwickelt haben. Ansonsten denke ich, wir werden letztlich durch die Natur der Sache, unweigerlich dazu gezwungen. Die ganze Sache ist noch lange nicht vorbei auch, wenn bereits viele denken es ist alles wieder auf gutem Wege. Glaubt mir, viele die so denken, werden früher oder später eines besseren belehrt. Also schaltet endlich Euer HIRN ein, falls noch vorhanden, oder IHR werdet vielleicht nicht mehr dazu kommen….🙏Report

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