Menschenleer ist die legendäre Herbertstrasse auf St. Pauli in Hamburg. (Foto: Key)
International

Deutsche Politiker fordern Sexkaufverbot

Einige Parlamentarier fordern in Deutschland ein generelles Sexkaufverbot. Der Widerstand der Branche ist gross. Die Schweiz ist einen Schirtt voraus.

Seit Mitte März ist Prostitution in der Schweiz wegen dem Coronavirus verboten. Letzte Woche nun hat der Bundesrat das Berufsverbot wieder aufgehoben. Ab dem 6. Juni sind in der Schweiz wieder erotische Dienstleistungen erlaubt – mit Schutzkonzept.

Das Aufatmen im Milieu war gross – wie der Telebasel Report am Mittwoch berichtete. Anders die Situation in Deutschland: Dort sind laut einem Bericht von ntv einige Parlamentarier für ein generelles Sexkaufverbot nach der Krise. In einem Brief an die Ländern fordern sie, im Bereich der Prostitution auch weiterhin keine Lockerungen zuzulassen. Die Unterzeichner sehen in dem Gewerbe einen «epidemiologischen Superspreader».

Von Armut bedroht

Auf der anderen Seite setzt sich der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) für das genaue Gegenteil von dem ein, was die Parlamentarier fordern: die schrittweise Aufhebung der Massnahmen. Denn im Sinne der Übertragung des Coronavirus besteht laut dem Verband kein Unterschied zwischen einer nichtmedizinischen und einer erotischen Massage.

Anbieter erotischer Dienstleistungen sind laut den Aussagen des Verbandes von der Corona-Krise schwer getroffen, viele Frauen seine wegen der Massnahmen von Armut bedroht.

Das bestätigt auch der Telebasel Report: Für Escort-Dame Lisa kam der Entscheid des Bundesrates um fünf vor Zwölf: «Ich bekomme weder Arbeitslosengeld noch Kurzarbeitsentschädigung: Ich muss meine Stammkunden fragen, ob sie mir 20 Franken fürs Einkaufen geben.» Die letzten Monate seien für sie der Horror gewesen.

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