Minneapolis brennt: Im Zuge der Proteste gehen zahlreiche Gebäude in Flammen auf – so auch das Gandhi Mahal-Restaurant. (Symbolbild: Keystone)
International

Besitzer lässt Restaurant aus Solidarität mit Floyd abbrennen

Bei den Protesten gegen den Tod des Schwarzen George Floyd brannte das Gebäude eines Restaurant-Besitzers. Dieser solidarisiert sich mit den Demonstranten.

«Lasst mein Gebäude abbrennen», sagte der Besitzer des Gandhi Mahal-Restaurant in Minneapolis, nachdem seine Gaststätte bei den Protesten in Brand gesteckt worden war. Die Stadt wird von einer Welle der Solidarität mit George Floyd und von Wut über dessen Tod überrollt. Der Afroamerikaner starb am Montag, nachdem ein Polizist minutenlang sein Knie auf Floyds Genick gedrückt und dieser so keine Luft mehr bekommen hatte.

Die Tochter des Restaurant-Besitzers veröffentlichte auf Facebook eine Nachricht, in der sie die Zerstörung des Restaurants bedauert und mitteilt, man habe alles versucht, das Gebäude zu retten. Was sie währenddessen überhörte: Ihr Vater sagte zeitgleich am Telefon, man solle sein Gebäude abbrennen lassen. Seine Begründung: «Es muss Gerechtigkeit geben. Diese Polizisten müssen hinter Gitter.»

Es ist nicht das einzige Gebäude, das in der Umgebung brennt. Das Gebiet ist ein Hotspot. Denn dort befinden sich das Restaurant und der Nachtclub El Nuevo Rodeo, wo George Floyd und der Polizist, der mit dem Knie auf ihn eingedrückt und vermutlich dessen Tod herbeigeführt hatte, längere Zeit zusammen gearbeitet haben sollen.

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