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Die Medienkonferenz mit Vertreter des Bundes zur aktuellen Situation rund um das Coronavirus ab 14 Uhr live. (Video: Youtube / Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Stefan Kuster vom BAG: «Das Virus ist noch da!»

Um 14 Uhr informiert der Bund über die aktuelle Corona-Situation. Telebasel überträgt die Medienkonferenz liv im TV und online.
Ende der Medienkonferenz

Der Point de Presse des Bundes ist beendet. Wir danken Ihnen fürs Mitschauen und Mitlesen und wünschen Ihnen noch einen schönen Nachmittag.

Bis zum nächsten Mal!

Erhalten Clubs und Lokale Geld vom Bund?

Boris Zürcher vom Seco erklärt an der Medienkonferenz, dass das Epidemiengesetz keine Schadenersatzpflicht vorsehe. Daher können sich die Clubs und das Nachtleben nicht auf Rettungsgelder des Bundes verlassen.

Sicherheit bei Veranstaltungen ab 300 Personen gegeben?

Laut einem Journalisten würden an einer Veranstaltung wie einem Konzert, bei dem getanzt, gegessen und getrunken werde, gleich mehrere Schutzregeln miteinander kollidieren. Wie steht es da um die Sicherheit?

Stefan Kuster vom BAG ist in solchen Situationen auch der gesunde Menschenverstand wichtig. Wo man keine Distanz halten könne, seien Kontaktlisten wichtig, die allfällige Ansteckungen nachvollziehbar machen. Es gehe hier um die Verantwortung, auch um die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Spitäler sollen sich auf zweite Welle vorbereiten

«Es ist sinnvoll, wenn in der jetzigen Phase Spitäler, Kantone und der Bund sich Gedanken über eine zweite Welle machen punkto Schutzmaterial», antwortet Stefan Kuster auf die Frage einer Journalistin. Sie wollte wissen, ob Spitäler, wie von einigen Kantonen empfohlen, Vorräte von Schutzmaterial anlegen sollen.

Momentan keine Hotspots erkennbar

Laut Stefan Kuster, Nachfolger von Daniel Koch beim BAG, gibt es momentan in der Schweiz keine eigentlichen Hotspots. So auch nicht im Kanton Aargau, wo es zum einem Todesfall mit einem Säugling gekommen ist.

Sind höhere Fallzahlen Grund zur Beunruhigung?

Stefan Kuster antwortet auf die Frage eines Journalisten, dass es zum Wochenende hin oft höhere Fallzahlen gebe. Eine eigentliche Grenze, ab wann man sich mehr Sorgen machen müsse, gebe es nicht. Es gelte immer in Alarmbereitschaft zu sein, so Kuster. Sollte der Trend in eine falsche Richtung laufen, werde man entsprechend handeln.

Kuster: «Dass Kinder infiziert werden können, wussten wir bereits»

Stefan Kuster vom BAG betont an der Medienkonferenz, dass man auch vor dem ersten Todesfall eines Kindes in der Schweiz wusste, dass sich Kinder anstecken können. «Beim verstorbenen Kind handelt es sich um einen Säugling», so Kuster. Es könne zu solchen Fällen kommen, leider müsse man mit dieser Tatsache leben, bedauert der Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim BAG.

Grenzkontrollen dauern über den 8. Juni hinaus

Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration, erklärt an der Medienkonferenz, dass ab dem 8. Juni wieder alle Gesuche von Bürgern aus EU-/Efta-Staaten bearbeitet werden. Falls notwendig, dürfen auch Fachkräfte aus Drittstaaten wieder in die Schweiz einreisen.

Gattiker hält aber fest, dass auch nach dem 8. Juni Grenzkontrollen durchgeführt werden. Der reine Einkaufstourismus sei weiterhin verboten.

Ab dem 15. Juni werden die Grenzkontrollen dann aufgehoben. Reisen ist wieder möglich, nicht nur in die Nachbarländer Deutschland, Frankreich und Österreich, sondern auch in andere Staaten. Italien ist davon weiterhin ausgenommen.

Stefan Kuster: «Das Virus ist noch da!»

Das BAG mahnt die Bevölkerung weiterhin zur Vorsicht. Es sei wichtig, sich weiterhin bewusst zu sein, dass das Virus unter uns sei, so Stefan Kuster. «Das Virus ist noch da!» So sei es wichtig, die Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten.

(Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

30 neue Fälle – erster Todesfall eines Kindes aus dem Aargau

Bei seinem ersten Auftritt als Nachfolger von Daniel Koch präsentierte Stefan Kuster, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten beim BAG, die aktuellen Fallzahlen zum Coronavirus in der Schweiz und Liechtenstein vor.

In den letzten 24 Stunden wurden 32 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Zudem musste Kuster erstmals den Tod eines Kindes in der Schweiz melden. Es hatte sich im Ausland angesteckt und stammte aus dem Kanton Aargau.

Insgesamt wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) seit Donnerstag zwei neue Todesfälle gemeldet worden.

Mehr zu den neusten Zahlen lesen Sie hier.

Bundesrat Alain Berset verabschiedete am Mittwoch «Mr. Coronavirus» in die Pension. Seit dem 1. April leitet bereits als Nachfolger Kochs Stefan Kuster (43) die Abteilung für Übertragbare Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Kuster war zuletzt Leitender Arzt Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des Universitätsspitals Zürich.

Am Freitagnachmittag tritt Kuster nun erstmals in seiner Funktion vor die Medien. Telebasel überträgt die Medienkonferenz ab 14 Uhr live im TV und online.

Folgen Bundesvertreter sind vor Ort:

  • Stefan Kuster, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten BAG
  • Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration SEM
  • Susanne Kuster, stellvertretende Direktorin Bundesamt für Justiz
  • Barbara Perriard, Leiterin Sektion Politische Rechte BK
  • Stephan Brunner, Sektion Recht BK
  • Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit SECO

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