Die Genfer Stadtregierung hat Verkehrsschilder mit weiblichen statt männlichen Symbolen versehen. (Bild: Keystone)
Schweiz

«Rostiger Paragraph» geht an Genf für weibliche Verkehrsschilder

Die Genfer Stadtregierung erhält den Schmähpreis «Rostiger Paragraph» 2020. Die Stadt hat Verkehrsschilder mit weiblichen statt männlichen Symbolen versehen.

Die Trophäe geht an die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno als Urheberin der Aktion, wie die Preisstifterin IG Freiheit am Freitag mitteilte. Genf liess die Hälfte seiner rund 500 Verkehrsschilder weiblich ummalen. Die Stadtregierung begründete das mit der männlichen Definitionshoheit im öffentlichen Raum und der mangelnden Sichtbarkeit der Frauen.

Den zweiten Preis verlieh die Interessengemeinschaft an die Stadt Zürich für eine Regelung der traditionellen «Räbelichtli»-Umzüge. Den Angaben zufolge braucht es dort für die Bewilligung eines Umzugs eine Risikoanalyse.

Auf dem dritten Platz landete die Stadt Baden AG. Dort verlangten die Behörden eine Bewilligung von einer Klimaaktivistin, die einen Schneemann bauen wollte.

Die IG Freiheit verleiht den Schmähpreis seit 2007. Der Sieger wird in einem öffentlichen E-Voting ermittelt. Die vom Zürcher SVP-Nationalrat Gregor Rutz präsidierte IG will mit der Auszeichnung die Öffentlichkeit auf aus ihrer Sicht unnötige bürokratischen Regulierungen aufmerksam machen.

1 Kommentar

  1. GENF: Ob ich nun auf einem Hinweisschild eine Frau oder einen Mann sehe ist mir egal, da die Schilder ja so oder so alle angehen.
    ZÜRICH: In diesem Fall finde ich in der heutigen Zeit eine gewisse Vorsicht durchaus verständlich.
    BADEN: Dies ist einfach absolut Lächerlich.Report

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