Erstmals ist in der Schweiz ein Kind an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Erstmals Säugling in der Schweiz an Covid-19 gestorben

In der Schweiz ist erstmals ein Kind an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das Kind aus dem Kanton Aargau hatte sich im Ausland angesteckt.

In der Schweiz ist erstmals ein Säugling an der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es sei zwar richtig, dass Kinder seltener erkrankten, sagte am Freitag Stefan Kuster vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Aber es gebe leider auch Fälle wie den des gestorbenen Säuglings.

Das Baby aus dem Kanton Aargau hatte sich den Angaben zufolge im Ausland angesteckt. Es werde nun weitere Untersuchungen geben. Kuster machte keine Angaben, ob der Säugling andere Vorerkrankungen hatte.

Das sagte Stefan Kuster, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten im BAG, am Freitag vor den Bundeshausmedien. Es habe sich um einen Säugling gehandelt, sagte Kuster. Der Fall werde weiter untersucht. Weitere Informationen gab Kuster nicht bekannt. Weiter wurde jedoch bekannt, dass in Basel sich zwei Kinder mit dem Coronavirus angesteckt haben. Rund 70 Personen werden deshalb in Quarantäne gesetzt.

32 neue Fälle

Insgesamt wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) seit Donnerstag zwei neue Todesfälle gemeldet worden. In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 32 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Donnerstag waren 20, am Mittwoch und Dienstag je 15 neue Fälle gemeldet worden.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Die höchste Fallzahl in dieser Woche solle die Bevölkerung aber daran erinnern, dass „die Geschichte mit dem Coronavirus“ noch nicht zu Ende sei, sagte Kuster. Es sei auch sehr wichtig, weiter die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Auch Kontaktlisten wären zwar sinnvoll, sie würden aber nicht vor der Ansteckung schützen. Dazu sei Distanz am wichtigsten.

Fast 2000 Todesfälle

In der Schweiz und Liechtenstein gibt es laut BAG 30’828 laborbestätigte Covid-19-Fälle. Laut dem Bund sind 1657 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergab am Freitagmittag 1919 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19, gleich viele wie am Tag zuvor.

Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Freitagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schreibt das BAG.

Wichtige Tests

5000 Tests seien am Donnerstag durchgeführt worden, sagte Kuster. «Wir wollen jeden Fall finden, identifizieren und die Infektionsketten unterbrechen.» Die Kontakte der infizierten Personen sollten sich ebenfalls in Quarantäne begeben.

In der Regel habe es mehr Personen in Quarantäne als in Isolation. 165 Patienten seien in Isolation und fast 400 Personen in Quarantäne, sagte Kuster.

2 Kommentare

  1. Die Grenzen sind nur für viele die dich daran halten geschlossen, aber nicht für alle.
    Man weiß ja nicht, wielange der Säugling infiziert war. Sicher ist nur eins, dass es für jede Regel (Kinder sind nicht betroffen) Ausnahmen gibt, die manchmal auch eintreffen. Traurig für die Hinterbliebenen, und für die, die den Tod mit zu verantworten haben.Report

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