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Der Telebasel News Beitrag vom 27. Mai 2020.
Basel

Hygiene-Tipps für geschundene Hände

Juckreiz und Ausschläge: Das häufige Hände waschen und desinfizieren greift unsere Haut an. Mit den Tipps der Experten bleiben die Hände gesund und geschmeidig.

Eine ordentliche Handhygiene gilt als eine der wichtigsten Schutzmassnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus. Für die Haut bedeutet das aber häufig auch viel Stress. Denn zu häufiges Hände waschen oder desinfizieren, kann auch zu schmerzhaften Ekzemen führen. Daher ist es wichtig, dass Personen, welche kontaktallergisch auf Duftstoffe oder Konservierungsmittel reagieren, auf solche Inhaltsstoffe verzichten.

Alexander Navarini, Chefarzt Dermatologie am Universitätsspital Basel-Stadt im Interview:

(Video: Telebasel)

Ausserdem sei es ratsam Produkte zu verwenden, die genügend Fette drin haben. «Man möchte ja, dass die Fettschicht, welche durch das konstante Hände waschen ausgelöscht wird, wieder hinzufügen, so dass die Feuchtigkeit wieder in die Haut zurückkehrt», sagt Alexander Navarini, Chefarzt Dermatologie am Universitätsspital Basel-Stadt.

Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel?

Ob im Restaurant, in der Lieblings-Bar oder den Einkaufsläden: Überall stehen Desinfektionsmittel und Personen, die einen auffordern diese zu verwenden. Viele Menschen geben den alkoholhaltigen Mitteln die Schuld für geröteten Hände. Dabei sind die für die Haut weniger schädlich, als Wasser und Seife. «Die Haut wird deutlich weniger gereizt, wenn sie mit Alkohol oder Alkohol-Gel desinfiziert wird, anstatt wenn sie am Schluss noch mit heissem Wasser oder einer Waschlösung richtig fest die Hände waschen und so die Fette und befeuchtenden Substanzen aus der Haut raus lösen», sagt Navarini.

Eine dritte Variante, um sich vor Viren zu schützen, ist das tragen von Handschuhen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. «Sie schützen nicht wirklich, denn die Viren sind dann einfach auf den Handschuhen, anstatt auf den Händen. Zusätzlich muss man aufpassen, dass wenn man welche trägt, sie wirklich nur dann an hat, wenn man sie braucht und ansonsten wieder auszieht», sagt Lydia Isler-Christ, Präsidentin des Baselstädtischen Apotheker-Verbandes.

Entweder – oder!

Wichtig sei am Ende des Tages vor allem eines: Entweder oder! Denn wer beides macht, macht zu viel und belastet die empfindliche Haut doppelt. Ausserdem muss die Haut zuerst richtig trocknen und dann erst eingecremt werden. Nur so kann die Feuchtigkeit optimal in die Haut einziehen. Die richtige Methode ist dabei dieselbe, wie in der «Seifen-Boss»-Kampagne.

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