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International

Brasilien meldet mehr Corona-Tote als Spanien

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Einigung im Streit über Auflagen für Lufthansa

Die deutsche Regierung und die EU-Kommission haben sich bei den Verhandlungen über ein Rettungspaket für die schwer angeschlagene Lufthansa auf Eckpunkte geeinigt. Das berichten die Nachrichtenagenturen DPA und Reuters übereinstimmend.

Die Lufthansa soll gemäss dem Kompromiss acht Flugzeuge mitsamt der dazugehörigen 24 Start- und Landerechte abgeben – jeweils vier Jets in Frankfurt und München, wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Freitagabend aus Regierungskreisen erfuhr.

(Bild: Keystone)

Damit könnten Konkurrenten an den beiden Heimatflughäfen von Lufthansa jeweils eine eigene Basis errichten. Zunächst hatte die EU-Kommission die Abgabe von 20 Jets gefordert. Lufthansa hatte die Abgabe von 3 Flugzeugen angeboten. Das hatte aber die EU-Kommission abgelehnt.

Brasilien meldet mehr Corona-Tote als Spanien

In Brasilien sind 1124 weitere Patienten im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Opfer in dem grössten Land Lateinamerikas auf 27 878, wie das brasilianische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Laut der John-Hopkins-Universität in den USA überholte Brasilien damit Spanien und rückte auf den fünften Platz der Länder mit den meisten Corona-Toten. Insgesamt haben sich in Brasilien bislang 465 166 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

(Bild: Keystone)

Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro hält die Lungenkrankheit Covid-19 für eine «leichte Grippe» und lehnt Schutzmassnahmen ab. Er befürchtet, dass ein Lockdown der Wirtschaft des Landes schaden könnte. Allerdings haben eine Reihe von Bundesstaaten Ausgangsbeschränkungen verhängt und Betriebe geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Trump kündigt Ende der Zusammenarbeit mit WHO an

US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Zusammenarbeit der USA mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. Die von den USA der WHO bisher zur Verfügung gestellten Mittel würden an andere globale Gesundheitszwecke gehen, sagte Trump am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Trump warf der WHO erneut vor, unter der Kontrolle Chinas zu stehen.

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US-Präsident schlägt um sich: Donald Trump will die Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO beenden. (Bild: Keystone)
Metropole New York könnte übernächste Woche öffnen

In der Corona-Krise könnte die Millionenmetropole New York in der zweiten Juniwoche mit ersten Lockerungen der Beschränkungen beginnen. In der kommenden Woche würden voraussichtlich alle Bedingungen dafür erfüllt, sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaats New York, am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz.

Um in die erste von vier Phasen des Lockerungsprozesses einzutreten, müssen die Regionen New Yorks sieben Bedingungen erfüllen – beispielsweise ausreichend freie Krankenhausbetten, ausreichend Tests und rückläufige Zahlen von Neuinfektionen. Alle neun anderen Regionen des Bundesstaats erfüllen diese Bedingungen bereits und haben mit Lockerungen begonnen.

Johnson und Trump sprechen sich für reales G7-Treffen aus

Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson und US-Präsident Donald Trump haben sich für ein reales G7-Treffen im kommenden Monat ausgesprochen. Bei einem Telefongespräch hätten die beiden über die Wichtigkeit eines persönlichen Zusammentreffens der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrieländer gesprochen, teilte Downing Street am Freitag mit.

Trump ist in diesem Jahr Gastgeber des G7-Gipfels. Ursprünglich war das Treffen der sieben führenden Wirtschaftsnationen für den 10. bis 12. Juni am Landsitz des Präsidenten in Camp David geplant gewesen. Im März hatte die US-Regierung den Gipfel wegen der Corona-Pandemie jedoch abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt.

Sehen sich vielleicht bald auch persönlich wieder: US-Präsident Donald Trump (links) und der britische Premierminister Boris Johnson haben sich für ein reales G7-Treffen im kommenden Monat ausgesprochen. (Archivbild: Keystone)
Spaniens La Liga startet am 11. Juni wiederc

La Liga in Spanien nimmt den Spielbetrieb am 11. Juni wieder auf. Auf den Wiederbeginn hat sich der Oberste Sportrat der Regierung mit den Verantwortlichen vom Verband und der Liga geeinigt.

Die Regierung hatte schon vor einer Woche grünes Licht für den Neustart gegeben. Danach wäre ein Neustart schon am 8. Juni möglich gewesen.

In der seit dem 10. März unterbrochenen Meisterschaft sind noch elf Runden ausstehend. Der FC Barcelona führt die Rangliste mit zwei Punkten Vorsprung vor Real Madrid an.

Zaubert bald wieder: Weltfussballer Lionel Messi (rechts) ist bald wieder im Trikot des FC Barcelona zu sehen. Die Saison in Spanien wird am 11. Juni fortgesetzt. (Bild: Keystone)
Leicesters Coach Rogers war im März infiziert

Brendan Rodgers, der Trainer des Premier-League-Klubs Leicester City, war im März nach Ausbruch der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert. Er sei «ungefähr eine Woche» krank gewesen und nach dem Unterbruch der Meisterschaft positiv auf das Virus getestet worden.

Die Auswirkungen habe er drei Wochen lang gespürt. «Das Seltsamste war, deinen Geruch und den Geschmack zu verlieren. Auch die Kraft war weg», sagte Rodgers.

Der Trainer des Premier-League-Klubs Leicester City, Brendan Rodgers, hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt. (Bild: Keystone)
SNB erwartet keine schnelle Erholung der Schweizer Wirtschaft

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) glaubt nach dem starken Rückgang der Aktivitäten wegen des Coronavirus nicht an eine schnelle Erholung der Schweizer Wirtschaft. Der Einbruch wegen des damit verbundenen Lockdowns sei «sehr rasch und heftig» gewesen, sagte SNB-Direktor Fritz Zurbrügg im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» (online, Ausgabe vom Samstag). Die Politik habe zum Schutz der Bevölkerung weite Teile der Wirtschaft gewissermassen per Knopfdruck abstellen müssen.

«Das Tempo bei der Erholung wird aber nicht so hoch sein, das wird mehr Zeit brauchen. Kurzum, der aufwärtsgerichtete Teil des «V» wird wohl weniger steil sein», meinte er mit Blick auf die kommenden Monate. «Man kann den Knopf nicht einfach wieder drücken und alles ist wieder wie vorher.»

Kommission kritisiert Schutzkonzept für Unterschriftensammlungen

Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK) ist unglücklich mit dem Standardschutzkonzept des Bundes für Unterschriftensammlungen. Es bestehe Zweifel, ob dieses praxistauglich sei.

Das Schutzkonzept sieht beispielsweise vor, dass Sammlerinnen und Sammler sowie andere Personen zwei Meter Abstand zueinander halten und sich regelmässig die Hände reinigen. Unterschriftenlisten sollen so aufgelegt beziehungsweise fixiert werden, dass sie beim Ausfüllen möglichst nicht in die Hand genommen werden müssen.

ie Schweizerische Nationalbank (SNB) glaubt nach dem starken Rückgang der Aktivitäten wegen des Coronavirus nicht an eine schnelle Erholung der Schweizer Wirtschaft. Der Einbruch wegen des damit verbundenen Lockdowns sei „sehr rasch und heftig“ gewesen, sagte SNB-Direktor Fritz Zurbrügg im Interview mit der „Schweiz am Wochenende“ (online, Ausgabe vom Samstag). Die Politik habe zum Schutz der Bevölkerung weite Teile der Wirtschaft gewissermassen per Knopfdruck abstellen müssen.
„Das Tempo bei der Erholung wird aber nicht so hoch sein, das wird mehr Zeit brauchen. Kurzum, der aufwärtsgerichtete Teil des ‚V‘ wird wohl weniger steil sein“, meinte er mit Blick auf die kommenden Monate. „Man kann den Knopf nicht einfach wieder drücken und alles ist wieder wie vorher.“

Zudem sollen Unterzeichnende gefragt werden, ob sie einen eigenen Stift zum Ausfüllen der Liste dabeihaben. Nur falls nicht anders möglich, soll der Mindestabstand zur raschen Übergabe eines Klemmbretts mit Unterschriftenliste zum Ausfüllen oder einer Liste zum Mitnehmen unterschritten werden.

Das Spitalbataillon 75 beendet seinen Dienst

Seit dem 24. März 2020 unterstützt das Spitalbataillon 75 die zivilen Gesundheitsinstitutionen in der Ostschweiz bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Nun, nach zehn Wochen im Dienst, wurde die Spitalkompanie 75/2 unter Bereitschaftsauflagen wieder entlassen. Und auch die anderen Soldaten müssen nicht mehr lange bangen: Das ganze Bataillon wurde am Freitag entlassen.

(Video: Keystone-SDA/Gian Ehrenzeller)
Finanzkommissionen stimmen weiteren Corona-Milliarden zu

In der ausserordentlichen Corona-Session von Anfang Mai bewilligten National- und Ständerat bereits rund 57 Milliarden Franken zur Bewältigung der Krise. Inzwischen hat der Bundesrat gut 14,9 Milliarden Franken zusätzlich beantragt, den grössten Teil davon für die Arbeitslosenversicherung (ALV). Die Finanzkommissionen sind damit einverstanden.

National- und Ständeratskommission haben dem neuen Kredit-Paket ohne Gegenstimme zugestimmt, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Dieses wird in der Sommersession von beiden Räten behandelt. Stimmen sie zu, stehen zur Bewältigung der Corona-Krise insgesamt rund 72 Milliarden Franken zur Verfügung.

Mehr als die HälftWee des Betrags ist aber erst reserviert. Damit werden Überbrückungskredite für KMU verbürgt. Fällig werden dürfte nur ein Teil davon. Die tatsächlichen Ausgaben belaufen sich mit den neuen Krediten auf rund 32 Milliarden Franken.

Schweizer Cup wird im August fortgesetzt

Nach dem Beschluss der Swiss Football League, die unterbrochenen Meisterschaften am 19. Juni fortzusetzen, segnete der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands auch die Weiterführung des Schweizer Cups ab.

Wie der SFV mitteilte, sollen die drei verbleibenden Cuprunden direkt nach Abschluss der Meisterschaften am 2. August ausgetragen werden. Die Viertelfinals finden voraussichtlich am 5./6. August statt, die Halbfinals am 8./9. August und der Final am Mittwoch, 12. August.

Wegen allfälliger Europacup-Daten sind die Termine noch nicht abschliessend fixiert. Die Viertelfinal-Paarungen im Cup lauten Winterthur – Bavois (Promotion League), Luzern – Young Boys, Rapperswil-Jona (Promotion League) – Sion und Lausanne-Sport – Basel.

Reaktionen zum Wiederanpfiff der Fussball-Saison

Die Schweizer Fussballklubs haben am Freitag entschieden, dass die Saison in der Super League und der Challenge League zu Ende gespielt wird. Das sagen verschiedene Vertreter der Vereine dazu.

Keine Kurzarbeit für Lehrlinge mehr ab dem 1. Juni

Für Lehrlinge läuft die Kurzarbeitserlaubnis am 31. Mai aus. Der Grund ist einfach: Sie sollen sich ausbilden lassen und dazu müssen sie am Arbeitsplatz sein, wie Boris Zürcher am Freitag erklärte.

Auch für Angestellte in arbeitgeberähnlicher Stellung ist ab diesem Datum Schluss mit der Kurzarbeit, erklärte der Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) vor den Bundeshausmedien weiter.

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Lernende sollen ab dem 1. Juni wieder voll arbeiten, damit ihre Ausbildung nicht zu kurz kommt, so der Bund. (Symbolbild: Keystone)
Österreich gibt Maskenpflicht Mitte Juni weitgehend auf

Österreich lockert angesichts niedriger Corona- Infektionszahlen Mitte nächsten Monats die Maskenpflicht weitgehend. Am 15. Juni falle die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit grossteils, gab Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag bekannt.

Die Sperrstunde in der Gastronomie werde dann um zwei Stunden bis 1:00 Uhr ausgeweitet.

Masken sollen dann nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken, Praxen und Kliniken sowie etwa bei Friseuren oder in der Gastronomie getragen werden, wo der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

In Österreich müssen ab dem 15. Juni in der Öffentlichkeit weitestgehend keine Schutzmasken mehr getragen werden. (Bild: Keystone)
Sommaruga und Merkel tauschten sich über Corona-Krise aus

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel an einer Videokonferenz über die Bewältigung der Corona-Krise, die Europapolitik und die Klimapolitik gesprochen. Die pragmatische Zusammenarbeit hat sich laut Sommaruga bewährt.

Nachdem der Import von Schutzmaterial zunächst blockiert gewesen sei, habe die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Deutschland danach sehr gut, geklappt, etwa bei den Rückflügen von Staatsangehörigen oder dem Management des Personen- und Warenverkehrs an der Grenze, teilte das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Freitag mit.

(Bild: Keystone)
Bisher 194'000 Anmeldungen bei Corona-Erwerbsersatzentschädigung

Bis Mitte Mai sind über 194’000 Anmeldungen für eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung bei den Ausgleichskassen eingereicht worden. Bei rund 2000 Fällen und damit bei einem Prozent der Anmeldungen gingen Einsprachen gegen die Entscheide ein.

Die Ausgleichskassen konnten innert zwei Monaten Leistungen im Umfang von 553 Millionen Franken ausbezahlen, wie die Konferenz der kantonalen Ausgleichskassen und die Vereinigung der Verbandsausgleichskassen am Freitag mitteilten. Die Anmeldungen seien zum grössten Teil bereits verarbeitet worden, davon 99 Prozent speditiv.

Am 20. März hatte der Bundesrat die Corona-Erwerbsersatzentschädigung eingeführt. Sie kommt vor allem Selbständigerwerbenden zugute. Diese Erwerbstätigen entrichten keine Beiträge an die Arbeitslosenversicherung und können deshalb auch keine Kurzarbeitsentschädigung oder Arbeitslosentaggelder erhalten.

Neuer Corona-Tagesrekord in Indien

Trotz schnell steigender Corona-Infektionszahlen lockert Indien seine Ausgangssperre. Von Donnerstag auf Freitag gab es einen weiteren Infektionstagesrekord mit 7466 neuen Fällen, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte.

Inzwischen sind im Land nach offiziellen Zahlen mehr Menschen mit Covid-19 gestorben als in China. Dennoch wurden diese Woche beispielsweise Inlandflüge wieder erlaubt. Am Wochenende könnte die Ausgangssperre ganz enden, wenn sie nicht von Premier Narendra Modi verlängert wird.

(Bild: Keystone)
Super League wird ab dem 20. Juni fortgesetzt

Die Super League wird fortgesetzt. Dies beschlossen die Vertreter der 20 Klubs der Swiss Football League an der ausserordentlichen Generalversammlung in Bern. Der Neustart erfolgt am 20. Juni mit Geisterspielen. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern bleiben vom Bundesrat bis Ende August untersagt.

Die bisher letzten Spiele in der Super League, in welcher noch 13 Runden ausstehen, waren am 23. Februar über die Bühne gegangen. Damals endete das Spitzenspiel zwischen Leader St. Gallen und den punktgleichen Young Boys nach einer dramatischen Schlussphase 3:3.

Das erste Spiel in der Challenge League findet am Freitag, 19. Juni, statt.

Corona-Rezession trifft Frankreich und Italien besonders hart

Der beispiellose Wirtschaftseinbruch wegen der Corona-Pandemie hat Frankreich und Italien besonders hart getroffen. Bereits im ersten Quartal 2020 brach die Wirtschaft dort im Vergleich zum Vorquartal jeweils um 5,3 Prozent ein, wie die Statistikbehörden Insee und Istat am Freitag in Paris und Rom berichteten.

Beide Länder zählen nach Deutschland zu den grössten Volkswirtschaften der Eurozone. Für Italien war zuvor ein etwas geringerer (4,7%), für Frankreich indes ein etwas stärkerer (5,8%) Rückgang erwartet worden.

Corona-Todesfälle in Russland erreichen neuen Höchststand

In Russland sind innerhalb eines Tages so viele mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben wie noch nie seit Beginn der Epidemie. 232 Todesfälle seien seit Donnerstag gemeldet worden, teilten die Behörden am Freitag in Moskau mit.

Zuvor lag diese Zahl immer deutlich unter der Marke von 200. Damit gibt es insgesamt 4’374 Tote im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Das ist vergleichsweise wenig. In Deutschland liegt die Zahl der Todesfälle derzeit bei 8’450, in den USA sprechen Wissenschaftler von mehr als 100’000 Todesfällen.

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(Bild: Keystone)
Kanton Bern rutscht wegen Corona tief in die roten Zahlen

Die Corona-Krise führt auch im Kanton Bern zu tiefroten Zahlen: Im laufenden Jahr droht im schlimmsten Fall ein Defizit von 300 Millionen Franken. Vorgesehen war ein Überschuss von 200 Millionen. Das gab der Regierungsrat am Freitag bekannt.

Schwedens Fussballliga startet Mitte Juni ohne Publikum

Auch in Schweden können die Profifussballer wieder zurück in die Stadien. Sportministerin Amanda Lind gab bekannt, dass Sportveranstaltungen aller Art ab dem 14. Juni wieder zugelassen werden. Voraussetzung sei, dass sie sich an die Regeln zur Vorbeugung von Ansteckungen halten und dass sie draussen stattfinden. Die Versammlungsgrenze von 50 Personen bleibe bestehen. Publikum sei in den Stadien deshalb nicht zugelassen.

Die Schweden müssen ohne Publikum spielen. (Symbolbild: Keystone)
Tausende Kreuzfahrt-Mitarbeiter stecken noch fest

Wochenlange Isolation in winzigen, manchmal fensterlosen Kabinen, miserables Essen und schlechte Internetverbindungen. Hinzu kommt, dass nicht jeder weiter bezahlt wird. Und die Angst, sich anzustecken, ist auch immer da.

Tausende Besatzungsmitglieder von Kreuzfahrtschiffen stecken in der Corona-Krise weiter auf See fest. Satellitenbilder von den Bahamas, die für Aufsehen sorgten, zeigen eine absurd anmutende Ansammlung von Kreuzfahrtschiffen auf engem Raum. Schätzungen zufolge könnten weltweit annähernd 100’000 Mitarbeiter betroffen sein. Langsam werden nun Lösungen für sie gefunden, auch wegen örtlicher Lockerungen von Anti-Corona-Massnahmen.

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(Symbolbild: Keystone)
Kein Swiss Ice Hockey Day im November

Swiss Ice Hockey wird in diesem Jahr keinen Hockey Day durchführen. Grund dafür sind die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Im Hinblick auf das nächste Jahr werde der Swiss Ice Hockey Day neu konzipiert und ab 2021 in neuer Form veranstaltet, heisst es in einer Medienmitteilung des Verbandes.

Am Sonntag, 1. November, dem Datum, an welchem der Swiss Ice Hockey Day 2020 hätte stattfinden sollen, sind in der National League und Swiss League Solidaritätsspiele geplant, weshalb die Profis der beiden höchsten Schweizer Ligen nicht am Event teilnehmen könnten.

Schokoladehersteller Läderach AG baut wegen Lockdown Stellen ab

Beim Glarner Schokoladen- und Konfektproduzenten Confiseur Läderach AG kommt es wegen der Folgen des Lockdowns zum Abbau von 27 Voll- und Teilzeitstellen. Nebst der Einführung von Kurzarbeit sei der Abbau von Verwaltungs- und Strukturkosten nötig.

Die zweimonatigen Ladenschliessungen wegen des Coronavirus in der Schweiz und im Ausland hätten zu Umsatzeinbussen geführt. Nach wie vor fehle in den Grossstädten, an Tourismusorten und in Bahnhöfen die Frequenz. Deshalb liegen die Umsätze laut Mediensprecherin auch seit der Wiedereröffnung nach dem Lockdown in der Schweiz substantiell unter Vorjahr. Eine rasche Erholung auf das ursprüngliche Niveau sei nicht zu erwarten.

(Bild: Keystone)
Israel registriert ungewöhnlichen Anstieg von Corona-Infektionen

Die Behörden in Israel haben einen ungewöhnlichen Anstieg von Corona-Infektionen festgestellt. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 64 Fälle bekannt – eine vergleichsweise ungewöhnliche Zunahme.

Das Ministerium mahnte die Bevölkerung, sich weiterhin an die Corona-Regeln zu halten. Einem Bericht des Nachrichtenportals ynet zufolge wollten Ministeriumsvertreter am Freitag über die Lage beraten. Allein an einer Schule in Jerusalem wurden demnach zuletzt 18 Corona-Fälle bekannt.

Berner Pflege-Institution experimentiert mit Umarmungsvorhang

Die Bewohnerinnen und Bewohner zweier Pflegeheime im Kanton Bern können ihre Liebsten wieder in die Arme schliessen. Möglich macht es ein spezieller Schutzvorhang. Die Konstruktion verhindere eine Übertragung des Coronavirus, teilte die Stiftung Solina am Freitag mit. Sie betreibt zwei Heime in Spiez und Steffisburg mit insgesamt 333 Pflegeplätzen.

Ältere Menschen dürfen ihre Famlien meist nur durch eine Schutzscheibe sehen. (Symbolbild: Keystone)
Brasilien meldet erneut starken Anstieg der Corona-Fälle

Brasilien hat innerhalb von nur einem Tag 26’417 neue Infizierungen mit dem Coronavirus registriert. Das sei der höchste Anstieg innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Covid-19-Pandemie, teilte das Gesundheitsministerium in Brasília am Donnerstag mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten in dem mit 210 Millionen Einwohnern grössten Land Lateinamerikas auf 438’238. Mindestens 26 754 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben.

Brasilien liegt nach den Daten der US-Universität Johns Hopkins bei der Zahl der Todesopfer damit weiter auf Platz sechs, bei der Zahl der Infizierten auf Platz zwei der am schwersten betroffenen Länder – hinter den Vereinigten Staaten. Die tatsächliche Zahl dürfte unter anderem wegen fehlender Tests und noch nicht ausgewerteter Laborergebnisse weit höher liegen.

MLS erlaubt Kleingruppentraining mit maximal sechs Spielern

Die Teams in der nordamerikanischen Fussball-Liga MLS dürfen in der Corona-Krise mit Kleingruppentraining beginnen. Dabei gelten strenge Regeln. So können maximal sechs Spieler an einer Einheit teilnehmen und müssen dabei zu jeder Zeit mindestens drei Meter Abstand zueinander halten. Torhütern ist untersagt, in ihre Handschuhe zu spucken, und Trainer dürfen das Spielfeld nicht betreten. Das Verbot von regulärem Mannschaftstraining verlängerte die MLS bis mindestens kommenden Montag.

Ein Spiel zwischen Minnesota United und dem FC Dallas. (Bild: Keystone)

Die Saison im amerikanischen Fussball ist wegen der Corona-Krise unterbrochen. Die Liga konnte bis zur Pause nur zwei Runden austragen. Wann und wie es weiter geht, ist offen. Wie die NBA steht die Liga Berichten zu Folge in Verhandlungen mit dem Disney World Ressort in Orlando und könnte die Saison dort fortsetzen.

Japanische Kunstflugstaffel bedankt sich bei Ärzten für Corona-Kampf

Mit einer kleinen Showeinlage über Tokio hat sich die Kunstflugstaffel der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte beim medizinischen Personal für seinen Einsatz gegen die Corona-Pandemie bedankt. Bei wolkenlosem Himmel und strahlender Sonne donnerte die Blue Impulse genannte Staffel am Freitag hoch über den Dächern der Hauptstadt und hinterliess lange weisse Kondensstreifen, wie von begeisterten Schaulustigen auf Twitter hochgeladene Fotos und Videos zeigen. Zwei Runden wollten die Maschinen auf einer festgelegten Route über der Stadt kreisen, teilte das Verteidigungsministerium in Tokio auf seiner Webseite mit. Man wolle auf diese Weise Hochachtung und Dank für das medizinische Personal zum Ausdruck bringen.

(Bild: Keystone)
Karrer: «Auf die Schweiz rollt eine Konkurswelle zu»

Die Schweizer Wirtschaft leidet laut Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer enorm unter den Folgen des Corona-Stillstands. Auf die Schweiz komme eine gewaltige Konkurswelle und eine Arbeitslosigkeit zu, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben habe.

Der Bundesrat habe mit seinen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus richtig und verhältnismässig gehandelt, sagte Karrer in einem Interview mit den Tamedia-Medien (Freitagausgabe). Die Schweiz habe kurzfristig sehr vieles richtig gemacht. Jetzt gehe es darum, dafür zu sorgen, dass das Land rasch aus der Krise herauskomme.

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Heinz Karrer, Präsident economiesuisse. (Bild: Keystone)
Ferienhäuser in Frankreich ab Juni wieder zugänglich

Frankreich hat weitreichende Corona-Lockerungen beschlossen – darunter die Öffnung von Restaurants und Cafés im ganzen Land. Auch für Urlauber gibt es gute Nachrichten: Touristenunterkünfte wie Ferienhäuser oder Campingplätze können ab dem 2. Juni fast im ganzen Land wieder öffnen.

Mehr zu den Lockerungen in Frankreich hier.

Ferien bald wieder möglich: Frankreich hat umfassende Lockerungen beschlossen, so dürfen Restaurants und Cafés wieder öffnen. (Bild: Keystone)
Kein Boston Marathon in diesem Jahr

Der Boston Marathon findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Der Lauf, der weltweit älteste seiner Art, war vorerst vom 20. April auf den 14. September verschoben worden. In diesem Jahr wäre die 124. Auflage geplant gewesen.

Türkei lockert viele Corona-Restriktionen ab 1. Juni

Die türkische Regierung will ab 1. Juni ihre Corona-Beschränkungen erheblich lockern. Für bisher nach aussen abgeschottete Grossstädte wie Istanbul gibt es wieder Reisefreiheit, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstagabend. Cafés und Restaurants sowie Schwimmbäder, Sportstudios oder Kindergärten dürfen demnach wieder öffnen. Auch Strände, Parks und Museen sind dann wieder zugänglich. Freiluft-Konzerte sind bis Mitternacht erlaubt.

Einige Restriktionen bleiben jedoch. Senioren ab 65 Jahren dürfen weiter bis auf festgelegte Stunden in der Woche nicht vor die Tür. Das Ausgehverbot für Unter-20-Jährige wurde leicht verändert und gilt nun noch für Menschen unter 18. Shisha-Lokale und andere «Vergnügungsorte» bleiben geschlossen. Erdogan betonte, dass jeder weiterhin auf die Abstandsregeln achten und eine Maske tragen müsse.

Lockerungen, aber auch immer noch strenge Regeln: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gab am Donnerstag die nächsten Schritte bekannt. (Bild: Keystone)
Chris Rock und Rosie Perez werben für Masken

Der Gouverneur des besonders heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffenen US-Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, hat sich in der Corona-Krise prominente Unterstützung geholt. Comedian Chris Rock (55) und Schauspielerin Rosie Perez (55) appellierten am Donnerstag gemeinsam mit Cuomo in dessen täglicher Pressekonferenz an die rund 19 Millionen Menschen in dem Bundesstaat, Masken zu tragen, Abstand zu halten und sich testen zu lassen. «Alle müssen mitmachen», sagte Perez. «Vergesst eure Arroganz. Vergesst euer Ego.» Auch er selbst habe sich testen lassen, ergänzte Rock.

Wiederbeginn in der Serie A am 20. Juni

Auch in Italien ist die Zeit ohne Spitzenfussball bald beendet. Die Serie A setzt ihren Meisterschaftsbetrieb am 20. Juni fort.

«Italien beginnt den Neustart, und daher ist es richtig, dass auch der Fussball neu startet», zitierten italienische Medien Sportminister Vincenzo Spadafora nach einer Telekonferenz mit dem Fussballverband FIGC und der Lega Serie A am Donnerstagabend.

Der Wiederbeginn ist selbstredend auch im von der Corona-Pandemie heftig getroffenen Italien an die entsprechenden Massnahmen gebunden.

UNO-Chef ruft zur Hilfe für Entwicklungsländer auf

UNO-Generalsekretär António Guterres hat zur finanziellen Unterstützung von Entwicklungsländern in der Corona-Krise aufgerufen. «Die Pandemie hat unsere Zerbrechlichkeit demonstriert», sagte Guterres am Donnerstag bei einer virtuellen UNO-Konferenz zur Finanzierung von Entwicklungsmassnahmen in der Coronavirus-Pandemie.

«Wir befinden uns in einer nie da gewesenen menschlichen Krise, wegen eines mikroskopischen Virus. Wir müssen mit Einigkeit und Solidarität reagieren und ein Schlüsselaspekt unserer Solidarität ist finanzielle Unterstützung», so Guterres.

LASK mit Abzug von sechs Punkten bestraft

LASK Linz wird für die Missachtung der während der Corona-Pandemie geltenden Verhaltensregeln hart bestraft. Der Verein, der die erste Phase in Österreichs Bundesliga mit sechs Punkten Vorsprung auf Serienmeister Salzburg auf Platz 1 beendet hat, hat den Abzug von sechs Punkten und eine Busse von 75’000 Euro zu gewärtigen.

Den Verantwortlichen der Liga waren vor wenigen Wochen Videos zugestellt worden, auf denen die Linzer während eines regulären Mannschaftstrainings zu sehen sind. Erlaubt waren aufgrund der Vorgaben nur Einheiten in Kleingruppen und in angemessenen Abständen.

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2020 trotz Rally schlechtestes Börsenjahr seit langem

Trotz der jüngsten Kurserholung steuern die weltweiten Aktienmärkte einer Reuters-Umfrage unter Marktstrategen zufolge auf ihr schlechtestes Jahr seit etwa einem Jahrzehnt zu. Unter dem Strich dürften alle 17 Leitindizes, die im Zentrum der Erhebung standen, 2020 mit einem Minus abschliessen.

Elf der Barometer dürften sich so schwach entwickeln wie seit Anfang des Jahrzehnts nicht, acht davon sogar so schwach wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr, ergab die Umfrage unter mehr als 250 Analysten in Asien, Europa und Amerika. Immerhin 70 Prozent der Experten gehen aber davon aus, dass die Tiefstpunkte vom März nicht mehr unterschritten werden. Damals waren die Kurse binnen weniger Tage kollabiert.

Polizei: Johnson-Berater hat womöglich Lockdown-Regeln gebrochen

Der britische Regierungsberater Dominic Cummings hat nach Einschätzung der Polizei möglicherweise doch die Lockdown-Regeln verletzt.

Der Chefberater von Premierminister Boris Johnson habe mit einer Fahrt ins Ausflugsziel Barnard Castle am Ostersonntag eventuell einen geringfügigen Verstoss gegen die Corona-Ausgangsbeschränkungen begangen, hiess es am Donnerstag in einer Mitteilung der Polizei der nordostenglischen Grafschaft Durham. Mit Konsequenzen habe er aber nicht zu rechnen. Cummings und die Regierung bestreiten einen Regelbruch bislang vehement.

Der britische Regierungsberater Dominic Cummings hat nach Einschätzung der Polizei möglicherweise doch die Lockdown-Regeln verletzt. (Bild: Keystone)
USA: Erneut 2,1 Millionen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Arbeitslosen in den USA steigt weiter dramatisch an. In der Woche bis zum 23. Mai haben mehr als 2,1 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt.

Dies teilte die US-Regierung am Donnerstag mit. Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben nunmehr bereits fast 41 Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren. Einen solchen Einbruch am Arbeitsmarkt hat es nie zuvor in der US-Geschichte gegeben.

Tessiner Regierung übt Kritik an der schnellen Öffnung

Wenig «kohärente» Lockerungsschritte und eine allzu rasche Öffnung: Der Tessiner Regierungsrat hat am Donnerstagvormittag Kritik am Bundesrat geübt. Die erlaubten spontanen Versammlungen von bis zu 30 Personen erschwerten das Contact Tracing, monierte Gesundheitsvorsteher Raffaele De Rosa.

Der Bundesrat habe nun das Tempo bei den Lockerungen erhöht, aber nicht alle Entscheide seien «kohärent», sagte Regierungspräsident Norman Gobbi zu Beginn der Medienkonferenz am Donnerstagvormittag. Mit den aktuellen Zahlen zur Pandemie im Tessin zeigte sich Gobbi aber zufrieden. «Endlich ist da ein Sonnenstrahl am Himmel.» Seit mehreren Tagen gebe es kaum neu gemeldete Neuansteckungen und Todesfälle.

Der Tessiner Regierungsrat um Gesundheitsvorsteher Raffaele De Rosa (vorne) hat am Donnerstagvormittag Kritik am Bundesrat geübt. (Archivbild: Keystone)
Watfords Captain angefeindet

Weil Troy Deeney, der Captain des Premier-League-Klubs Watford, aus Angst vor dem Coronavirus nicht trainieren will, wird seine Familie im Internet beleidigt. Die Menschen würden Kommentare wie «Ich hoffe, dein Sohn bekommt Corona» abgeben, sagte der Profi dem US-Sender CNN.

Deeney hatte Mitte Mai verkündet, dass er aus Angst vor dem Coronavirus nicht mit seinen Teamkollegen trainieren wolle. Zuvor war das kontaktlose Training erlaubt worden. «Mein Sohn ist fünf Monate alt und hatte schon Atembeschwerden. Ich möchte nicht nach Hause kommen und ihn einer Gefahr aussetzen», erklärte der 31-jährige Engländer.

Die Familie des Watford-Kapitäns Troy Deeney wird im Internet angefeindet, weil der Spieler aufgrund des Coronavirus‘ nicht trainieren will. (Archivbild: Keystone)
Parlamentsmitglieder erhalten wieder Unterlagen auf Papier

Die Lockerungen der Corona-Massnahmen haben auch Auswirkungen auf die Organisation der Sommersession der eidgenössischen Räte: Anders als an der ausserordentlichen Session im Mai erhalten die Mitglieder des Parlaments wieder mehr Unterlagen auf Papier.

Das hat die Verwaltungsdelegation, der beide Ratspräsidien angehören, entschieden. In einem am Donnerstag verschickten Brief an die Parlamentarier werden die organisatorischen Änderungen aufgeführt.

Wer ganz digital arbeiten möchte, kann das laut der Verwaltungsdelegation weiterhin tun. In den Kommissionssitzungen würden die Unterlagen für alle wieder in Papierform zur Verfügung stehen.

Premier League will am 17. Juni wieder starten

Die Premier League will die Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 17. Juni mit zwei Nachtragspartien wagen. Für die Fortsetzung der Meisterschaft müssen aber alle Voraussetzungen stimmen.

«Dieses Datum kann erst dann bestätigt werden, wenn wir alle erforderlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt haben, da die Gesundheit und das Wohlergehen aller Beteiligter und Fans unsere Priorität ist», sagte Liga-Chef Richard Masters am Donnerstag nach einer Konferenz mit den Vereinen.

Manchester City gegen Arsenal und Aston Villa gegen Sheffield United sollen die ersten Partien sein, die in der seit dem 9. März unterbrochenen Meisterschaft ausgetragen werden. Am darauffolgenden Wochenende zwischen dem 19. und dem 21. Juni steht der erste komplette Spieltag im Programm. Wie in der deutschen Bundesliga werden auch in der Premier League die Begegnungen ohne Zuschauer stattfinden.

Jubelt der FC Liverpool bald wieder? Wenn die Saison am 17. Juni fortgesetzt wird, ist den Reds die Meisterschaft kaum mehr zu nehmen. (Archivbild: Keystone)
«Mister Corona» Daniel Koch: «Die meisten Feedbacks waren positiv»

«Mister Corona» Daniel Koch geht endgültig in Pension. Am Donnerstag ist er den Bundeshausmedien noch einmal Rede und Antwort gestanden. Er gehe mit einem guten Gefühl, sagte Koch.

Zum ausführlichen Artikel geht es hier lang.

(Video: Keystone-SDA/Stefan Lanz)

Swiss-Covid-App wird auf Herz und Nieren geprüft

Wie angekündigt wird die vom Bund und den beiden ETH entwickelte Swiss-Covid-App zur besseren Rückverfolgung von Corona-Ansteckungsketten einem Härtetest unterzogen. Ab sofort sollen Hacker und weitere Interessierte die App auf Sicherheitslücken überprüfen.

Die Swiss-Covid-App wird nun umfassenden Tests unterzogen, ehe sie dann die breite Öffentlichkeit nutzen kann. (Symbolbild: Keystone)

Der öffentliche Test des Schweizer Proximity-Tracing-Systems soll für Nutzer der Applikation einen maximal möglichen Schutz der Privatsphäre sicherstellen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilte. Daher stehen ab sofort die Quellcodes des Proximity-Tracing-Systems öffentlich zur Verfügung.

Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) nimmt laut dem Bund die entsprechenden Testergebnisse entgegen, bewertet deren Inhalte, priorisiert diese in Anbetracht ihres Schweregrads und veranlasst notwendige Anpassungen. Die Rückmeldungen werden auf der Webseite des NCSC täglich aktualisiert und sind öffentlich einsehbar.

Diese Schutzmassnahmen gelten am Flughafen Zürich

Putzroboter im Einsatz, Desinfektionsmittel-Spender aufgestellt und nur jeder zweite Check-in-Schalter wird bedient: Diese und andere Massnahmen werden am Flughafen Zürich eingeführt, um die Menschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.

Mehr dazu sehen Sie hier im Video:

(Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

Südkorea verschärft Corona-Beschränkungen wieder

Südkorea verschärft angesichts des erneut deutlichen Anstiegs von Infektionsfällen mit dem Coronavirus wieder die Beschränkungen für die Menschen in der Millionenmetropole Seoul und Umgebung.

Mit sofortiger Gültigkeit würden bis zum 14. Juni öffentliche Einrichtungen einschliesslich Museen, Theater sowie Mehrzweckhallen im Grossraum Seoul wieder geschlossen, teilte Gesundheitsminister Park Neung Hoo am Donnerstag nach einem Krisentreffen unter Vorsitz von Ministerpräsident Chung Sye Kyun mit. «Die nächsten zwei Wochen sind kritisch», sagte er.

Südkorea verschärft angesichts des erneut deutlichen Anstiegs von Infektionsfällen mit dem Coronavirus wieder die Beschränkungen für die Menschen in der Millionenmetropole Seoul und Umgebung. (Bild: Keystone)

Südkorea hatte die landesweiten Massnahmen für eine Beschränkung gesellschaftlicher Kontakte schrittweise schon wieder gelockert. Doch wurden die Behörden zuletzt durch eine neue lokale Häufung von Infektionen, die diesmal im Verteilzentrum eines Versandhändlers in der Seouler Vorstadt Bucheon festgestellt wurde, alarmiert. Dort wurden bis zum Donnerstagvormittag den Angaben zufolge mehr als 80 Fälle unter Beschäftigten und Kontaktpersonen bestätigt, mehr als 4000 Menschen wurden getestet. (sda)

BAG meldet 20 neue Ansteckungen

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein verzeichneten bisher insgesamt 30 796 laborbestätigte Fälle, damit 20 zusätzlich gemeldete Fälle innerhalb eines Tages. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende. Die Inzidenz beträgt 359 pro 100 000 Einwohner. Bisher traten 1655 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten COVID-19-Erkrankung auf. Alle Kantone der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein sind von COVID-19 betroffen.

Öffentlicher Verkehr nimmt ab 6. Juni weitgehend Normalbetrieb auf

Der öffentliche Verkehr nimmt ab dem 6. Juni den Normalbetrieb weitgehend wieder auf. Das betrifft vor allem Linien des touristischen Verkehrs wie Panoramazüge, Bergbahnen und Schiffe, die zurzeit nicht verkehren.

Öffentlicher Verkehr nimmt ab 6. Juni weitgehend Normalbetrieb auf. (Symbolbild)

Betroffen sind ferner Dienstleistungen wie die Bahngastronomie, Gruppenreservationen und der Gepäcktransport, wie die SBB am Donnerstag mitteilten. Einzelne Fahrplanreduktionen verblieben noch bei Zusatzkursen zu den Hauptverkehrszeiten und Nachtverbindungen. Mehr dazu hier.

Austrian Airlines hebt ab 15. Juni wieder ab

Die zur Lufthansa gehörende Austrian Airlines (AUA) will nach fast 90 Tagen Pause am 15. Juni ihren Flugbetrieb wieder aufnehmen. Vorerst sollen europäische Destinationen und Tel Aviv von Wien aus angeflogen werden, teilte die Fluglinie am Donnerstag mit.

Die zur Lufthansa gehörende Austrian Airlines (AUA) will nach fast 90 Tagen Pause am 15. Juni ihren Flugbetrieb wieder aufnehmen. (Keystone)

In den ersten beiden Wochen des Neustarts sollen insgesamt 37 Ziele angeflogen werden, was etwa fünf Prozent des Angebotes verglichen mit dem Vorjahr entspricht. Zum Einsatz kommen vorerst hauptsächlich kleinere Maschinen wie Embraer 195 und Dash 8, wie der Konzern erklärte. In den Folgewochen sollen weitere Destinationen aufgenommen werden. Der Flugplan für Juli werde derzeit ausgearbeitet.

Datenschützer billigt nun Kontaktdatenpflicht in Restaurants

Der Datenschutzbeauftragte Adrian Lobsiger hat die vom Bundesrat ab dem 6. Juni vorgesehene begrenzte Datenerhinterlegungspflicht für Gäste in Bars und Restaurants abgesegnet. Gegen eine allgemeine Pflicht hatte er bei der Wiedereröffnung vor gut zwei Wochen noch sein Veto eingelegt, und es blieb bei der Freiwilligkeit.

Nur wenn die Schutzmassnahmen nicht eingehalten werden können, besteht laut Verordnung eine Kontaktdatenpflicht. (Symbolbild: Keystone)

Der Bundesrat hat am Mittwoch per Verordnung beschlossen, dass mit der weiteren Lockerung ab dem 6. Juni in Restaurants eine Datenhinterlegungspflicht bei Gruppen ab fünf Personen gilt. Mindestens eine Person muss in diesem Fall ihre Kontaktangaben hinterlassen. Damit verzichtet der Bundesrat auf ein pauschales Erfassen aller Gäste. Die Kontaktdaten müssen zudem nach zwei Wochen vernichtet werden. Mehr dazu hier.

Unternehmen sollen nur einen Corona-Kredit beantragen können

Der Bund unterstützt Unternehmen in der Corona-Krise mit Überbrückungskrediten. Solche können nur einmal beantragt werden, die Höhe ist auf 10 Prozent des Jahresumsatzes begrenzt. Dabei soll es bleiben.

Der Bundesrat lehnt eine Motion der Finanzkommission des Ständerats ab, die weitere Kreditbegehren zulassen will. Den meisten Unternehmen sei nicht bewusst gewesen, dass nur ein Gesuch möglich sei, argumentiert sie. Vorsichtige unter ihnen hätten nur einen Teil des möglichen Betrags in Anspruch genommen, um sich nicht unnötig zu verschulden.

Flughafen Zürich setzt auf Putzroboter und Hygieneautomaten

Der Flughafen Zürich bereitet sich auf eine ersten Anstieg des Luftverkehrs und des Passagieraufkommens nach den Grenzöffnungen im Juni vor: Das Corona-Schutzkonzept setzt auf Putzroboter, Schutzmasken-Automaten und Massnahmen gegen grössere Passagieransammlungen.

Das Corona-Schutzkonzept des Flughafen Zürich setzt auf Putzroboter, Schutzmasken-Automaten und Massnahmen gegen grössere Passagieransammlungen. (Keystone)

Fluggesellschaften wie die Swiss oder die Edelweiss Air wollen ihr Angebot in den nächsten Wochen wieder deutlich ausbauen, wie der Flughafen Zürich am Donnerstag mitteilte. Sie werden über 350 Flüge an rund 70 europäische Destinationen anbieten. Auch auf der Langstrecke wird wieder geflogen. Zudem haben ausländische Fluggesellschaften angekündigt, Zürich wieder vermehrt anzufliegen. Mehr dazu hier.

Hall of Fame verschob Aufnahmezeremonie für Bryant

Die für August geplante Aufnahmezeremonie in die Hall of Fame im Basketball in Springfield im US-Bundesstaat Massachusetts wird wegen der Coronakrise auf kommendes Frühjahr verschoben. Zu den Basketball-Grössen, die in die Ruhmeshalle aufgenommen werden, zählen neben dem tödlich verunglückten Kobe Bryant unter anderen auch Tim Duncan und Kevin Garnett.

Basketball-Legende Kobe Bryant (†41) und seine Tochter Gianna (†13) kamen bei einem Helikopter-Absturz ums Leben. (Keystone)
Easyjet will 30 Prozent der Stellen streichen

Der britische Billigflieger Easyjet will wegen der Corona-Krise bis zu 30 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen. Auch die Flugzeugflotte soll zunächst schrumpfen, statt zu wachsen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Luton bei London mitteilte.

Die Corona-Pandemie trifft den britische Billigflieger Easyjet hart: 30 Prozent der Stellen sollen gestrichen werden. (Symbolbild: Keystone)

Das Management begründete die Kürzungen mit dem Einbruch des Flugverkehrs infolge der Coronavirus-Pandemie und der Erwartung, dass die Nachfrage nach Flugtickets nicht vor dem Jahr 2023 wieder auf das Niveau von 2019 klettert. Mehr dazu hier.

Keine Meisterfeier auf Münchens Marienplatz

Eine Meisterfeier von Bayern München auf dem Rathausbalkon am Marienplatz würde im Falle eines Titelgewinns in diesem Jahr ausfallen. «Die liebgewonnene Tradition der alljährlichen Meisterfeier des FC Bayern auf dem Marienplatz ist heuer leider unvorstellbar – nicht wegen mangelnder sportlicher Erfolge des Rekordmeisters, sondern natürlich wegen der coronabedingten Einschränkungen», sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Nach dem 1:0 am Dienstag auswärts gegen Verfolger Borussia Dortmund gilt der achte Titel der Bayern in Folge in der Bundesliga als wahrscheinlich. Sechs Runden vor dem Saisonende haben die Münchner sieben Punkte Vorsprung auf Dortmund.

Gesundheits-Experte erwartet keine zweite Corona-Welle

Marcel Tanner, Mitglied der Swiss National Covid-19 Science Taskforce, erwartet keine zweite flächendeckende Coronawelle in der Schweiz. Vielmehr dürfte es zu immer wieder aufflackernden Infektionsherden kommen.

«Das muss man den Leuten sagen, auch denjenigen, die sich vor allem für die Wirtschaft stark machen. Entspannt euch», sagte Tanner in einem Interview mit den Tamedia-Medien (Donnerstagausgabe). Wichtig sei, dass infizierte Personen rasch lokalisiert werden könnten. Mehr dazu hier.

Bund hat Pflichtlager bisher nicht angerührt

War es zu Beginn der Coronakrise aus Angst vor Engpässen in der Lebensmittelversorgung noch zu Hamsterkäufen gekommen, so zeigt sich nun ein anderes Bild. Es sei nicht einmal notwendig gewesen, auf die Pflichtlager des Bundes zurückzugreifen, sagte Christian Hofer, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), in einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps».

Das gesamte System – Landwirte, Importe, Verpackungsbetriebe – habe den Schock erfolgreich überstanden. Da die Schweiz bei mehreren Produkten von Importen abhängig sei, sei es notwendig gewesen, mit allen in- und ausländischen Akteuren des Sektors zusammenzuarbeiten.

Corona-Quarantäne rund um Santiago de Chile verlängert

Angesichts der weiter steigenden Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die chilenische Regierung die strengen Ausgangsbeschränkungen im Ballungsraum rund um die Hauptstadt Santiago bis zum 5. Juni verlängert. «Alle Ortschaften in der Metropolregion bleiben unter Quarantäne», sagte Gesundheitsminister Jaime Mañalich am Mittwoch. Insgesamt leben in der Region etwa acht Millionen Menschen – das entspricht gut 40 Prozent der Gesamtbevölkerung Chiles.

Santiago de Chile verlängert die strenge Quarantäne bis am 5. Juni. (Keystone)

Zuvor war die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb von nur 24 Stunden um 4328 auf 82 289 gestiegen. Damit liegt Chile in Südamerika nach Brasilien und Peru an dritter Stelle. 841 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Zuletzt hatte die Ärztekammer gewarnt, dass die Intensivstationen des Landes fast ausgelastet seien.

Dolly Parton schreibt Corona-Krisenlied «When Life Is Good Again»

US-Sängerin Dolly Parton hat einen neuen Song mit Blick auf die Corona-Pandemie herausgebracht. Das Lied mit dem Titel «When Life Is Good Again» dreht sich um die derzeitigen Herausforderungen, die Krise zu bewältigen und um die Chance, daraus zu lernen und die Welt zu verbessern. «Das Leben wird wieder gut werden», schrieb der Country-Star am Mittwoch auf Twitter.

Parton, die mit dem Hit «Jolene» weltbekannt wurde, hat sich während der Pandemie bei verschiedenen Projekten engagiert. Anfang April gab sie bekannt, eine Million Dollar für die Corona-Forschung der Vanderbilt University in der Stadt Nashville (US-Staat Tennessee) zu spenden. Sie startete auch die Videoserie «Goodnight with Dolly», in deren Rahmen die Sängerin wöchentlich Gute-Nacht-Geschichten für Kinder vorlas.

Brasilien vermeldet mehr als 25'000 Corona-Tote

Brasilien hat mehr als 25’000 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend (Ortszeit) 1086 Tote mehr als am Dienstag. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in dem mit 210 Millionen Einwohnern grössten Land in Lateinamerika auf bislang 25’598. 411’821 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert.

Die Corona-Fälle schnellen in Brasilien in die Höhe: 411’821 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert. (Symbolbild: Keystone)

Bei der Zahl der Todesopfer liegt Brasilien damit nach Aufzeichnungen der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität weltweit weiter auf Platz sechs der am meisten betroffenen Länder, bei der Zahl der Infizierten auf Platz zwei hinter den Vereinigten Staaten. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass die Zahl der Infizierten auch aufgrund weniger Tests mindestens sieben Mal höher liegt. Präsident Jair Bolsonaro will nichts von Einschränkungen wissen und spricht sich für eine Öffnung der Wirtschaft aus. Wegen Meinungsverschiedenheiten im Umgang mit dem Coronavirus hat Bolsonaro bereits zwei Gesundheitsminister verschlissen, Gesundheitssekretär Wanderson Oliveira bat diese Woche um Entlassung. In einem am Donnerstag veröffentlichten Brief schrieb der Spezialist für Pandemien von «Steinen im Weg». Zu Beginn habe Brasilien bei der Corona-Bekämpfung mindestens zwei Wochen vor Europa gelegen.

Mehr als 100 000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA Angaben von Wissenschaftlern zufolge mehr als 100 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie in den USA lag nach Angaben der Universität bei rund 1,7 Millionen. Weltweit sind demnach mehr als 5,6 Millionen Fälle registriert worden – bei mehr als 350 000 Toten. Erst am Montag vergangener Woche war in den USA die Zahl von 90 000 Toten überschritten worden.

Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie in den USA lag nach Angaben der Universität bei rund 1,7 Millionen. (Keystone)

Noch vor einigen Wochen war das Institut IHME der Universität Washington in Seattle davon ausgegangen, dass sich die Opferzahl in den USA im Hochsommer bei etwa 90 000 stabilisieren würde. Mittlerweile gehen die IHME-Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl der Toten in den USA bis Anfang August auf rund 132 000 ansteigen könnte. Das IHME-Modell wird immer wieder aktualisiert – auch, weil die US-Bundesstaaten Eindämmungsmassnahmen inzwischen lockern.

Premier League stimmt Mannschaftstrainings zu

Der englische Profifussball hat wie erwartet den nächsten Schritt in Richtung eines Neustarts gemacht. Die Klubs sprachen sich einstimmig für eine Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings aus.

Bereits am 19. Mai hatten alle 20 Premier-League-Vereine das Training in Kleingruppen aufgenommen, nachdem aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus der Meisterschaftsbetrieb Mitte März eingestellt worden war.

Die Premier League ist zuversichtlich, die Saison 2019/20 im Juni mit 92 verbleibenden Spielen wieder aufzunehmen. Die britische Regierung hatte angekündigt, dass Sportveranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden können.

Grünes Licht für Corona-Warn-App in Pariser Parlament

Die französische Nationalversammlung hat grünes Licht für die Corona-App «StopCovid» gegeben. Die Parlamentarier billigten mehrheitlich eine entsprechende Erklärung der Mitte-Regierung von Premierminister Édouard Philippe, wie das Unterhaus des französischen Parlaments am Mittwochabend berichtete.

Die App soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Nutzer sollen gewarnt werden, falls sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufhielten. Gegen die App gab es immer wieder datenschutzrechtliche Bedenken – auch aus dem Lager von Präsident Emmanuel Macron.

Der Staatssekretär für Digitales, Cedric O, hatte erklärt, die App könnte möglicherweise schon vom kommendem Wochenende an zur Verfügung stehen.

Die französische Nationalversammlung hat grünes Licht für die Corona-Warn-App gegeben. (Bild: Keystone)
Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse am Mittwoch entschieden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen.

In den Vorjahren waren mehr als 300’000 Besucher nach Frankfurt geströmt und fast 7500 Aussteller aus über 100 Ländern angereist. Die Frankfurter Buchmesse findet seit 1949 statt. Als Ehrengast ist 2020 Kanada geladen. Mit dem Ausrichter des Ehrengast-Auftritts werde «über ein der Situation angepasstes Konzept» beraten.

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Solche Bilder werden nicht zu sehen sein, aber die Frankfurter Buchmesse soll trotz Corona-Pandemie auch dieses Jahr stattfinden. (Archivbild: Keystone)
Serbien öffnet Stadien für Zuschauer

In Serbien sind ab dem 1. Juni wieder Fussballspiele mit Publikum erlaubt, sofern zwischen den Zuschauern der Sicherheitsabstand von einem Meter eingehalten werden kann. Diese Regel gilt auch für andere Sportveranstaltungen im Freien, wie der Corona-Krisenstab der serbischen Regierung bekanntgab.

In Serbien finden am kommenden Wochenende erstmals seit Mitte März wieder Fussballspiele statt. Für die 27. Runde der Super Liga sind allerdings noch keine Zuschauer zugelassen.

In Serbien wird ab kommendem Wochenende wieder Fussball gespielt. Ab 1. Juni sind wieder Zuschauer erlaubt, unter Einhaltung von Abstandsregeln. (Archivbild: Keystone)
Bergbahnen atmen auf und rüsten sich mit Schutzkonzept für Betrieb

Die Seilbahnbetreiber atmen auf, nachdem der Bundesrat grünes Licht ab 6. Juni gegeben hat. Sie bereiten sich nun auf die neuen Bedingungen in Corona-Krise-Zeiten vor. Seilbahnen Schweiz (SBS) hat als Branchenvertretung dafür ein Schutzkonzept ausgearbeitet, das sich am öffentlichen Verkehr orientiert.

Voraussetzung für die Betriebsaufnahme seien entsprechende Schutzmassnahmen für die Gäste und die Mitarbeitenden, schreibt der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) in einer Mitteilung vom Mittwoch.

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Bei den Bergbahnen geht es wieder aufwärts: Der Bundesrat hat grünes Licht gegeben, um ab dem 6. Juni wieder zu starten. (Symbolbild: Keystone)
Campingsaison startet mit neun Wochen Verspätung

Mit der weiteren Lockerung der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie kann die Campingsaison am 6. Juni starten. Wie der Campingplatzbetreiber TCS am Mittwoch schreibt, ist das rund neun Wochen später als üblich. Die Buchungsstände für Juli und August liegen bereits über jenen des Vorjahrs.

Das Schutzkonzept erfülle die Anforderungen «für eine sichere Art Ferien in der Heimat», schrieb der TCS mit seinen 24 Campingplätzen. Die Vorbereitungen seien intensiv gewesen.

Ans Rekordjahr 2019 anzuknüpfen hofft der TCS angesichts des späten Starts nicht mehr. Dennoch lassen die aktuellen Buchungszahlen für die wichtigsten beiden Sommermonate Juli und August Hoffnung aufkommen.

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Da die Corona-Massnahmen weiter gelockert werden, kann die Camping-Saison am 6. Juni wieder starten. (Symbolbild: Keystone)
«Mister Coronavirus» Daniel Koch darf in den Ruhestand

Er war das Gesicht der Corona-Krise: Nun, da diese unter Kontrolle scheint, kann «Mister Coronavirus» Daniel Koch mit einigen Wochen Verspätung Ende Mai endlich in Rente gehen.

Ende März hatte Koch die Leitung der Abteilung Übertragbare Krankheiten an Nachfolger Stefan Kuster abgegeben, sein Ruhestand hätte Ende April begonnen. Doch Koch blieb: Als Delegierter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für Covid-19 stand er dem Bundesrat in der Krise weiterhin zur Seite.

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(Video: Keystone-SDA/Adrian Reusser)

Lufthansa dreht Warteschleife – Keine Entscheidung zu Rettungspaket

Die Lufthansa nimmt die geplante Staatshilfe von neun Milliarden Euro vorerst nicht an. Grund sind mögliche Auflagen aus Brüssel.

Der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft hat am Mittwoch die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden Euro vertagt. Als Grund nannte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission, die bei einer Staatshilfe die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen könnte.

SAS nimmt internationalen Flugbetrieb wieder auf

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS will im Juni zahlreiche Flugrouten wieder aufnehmen. Die Anzahl der Flieger solle von 15 auf 30 verdoppelt werden, kündigte die Airline am Mittwoch an.

Aufgenommen werden vor allem innerskandinavische Verbindungen wie zwischen Stockholm, Kopenhagen, Oslo und Helsinki. Am 10. Juni gehen die ersten Maschinen von Kopenhagen nach New York und Chicago.

Die skandinavische Airline SAS will im Juni viele Destinationen wieder anfliegen. (Bild: Keystone)
Bundesrat will nicht jeden einzelnen Schritt vorschreiben

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga appellierte im Hinblick auf die weitgehenden Lockerungen auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung. «Wir müssen uns davon lösen, dass der Bundesrat jeden einzelnen Schritt und jede Massnahme vorschreiben muss.»

Alle wüssten, wie das Virus in Schach gehalten werden könne, alle wüssten, wie die Massnahmen umzusetzen seien: «mit dem gesunden Menschenverstand», sagte Sommaruga am Mittwoch vor den Bundeshausmedien.

Der Bundesrat gebe nun einen Teil der Verantwortung an die Veranstalter und Anbieter ab. «Man hat uns Mikromanagement vorgeworfen, heute sind die Regeln auf dem Tisch.» Jeder müsse sie selber einhalten.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga teilte am Mittwoch mit, dass der Bundesrat nun einen Teil der Verantwortung an die Bevölkerung abgebe und nicht «jeden einzelnen Schritt vorschreibe». (Bild: Keystone)
Berset: «Grosseltern dürfen wieder ihre Enkelkinder hüten»

Die Situation erlaubt gemäss Bundesrat auch Lockerungen für die gefährdeten Personen. «Ältere Menschen sollen sich wieder im öffentlichen Raum bewegen können, dazu gehört auch, dass sie sich wieder um ihre Enkelkinder kümmern können», sagte Bundesrat Alain Berset am Mittwoch.

(Video: Keystone-SDA/Detlev Munz)
Doch keine Veranstaltungen mit 1000 Leuten vor dem 31. August

Bundesrat Alain Berset und Daniel Koch enttäuschten die Hoffnung einiger Fussballfans, dass Spiele mit bis zu 1000 Zuschauern schon vor dem 31. August wieder möglich seien. Daniel Koch hatte durch Aussagen in den Medien vor einigen Tagen entsprechende Hoffnungen aufkeimen lassen.

(Video: Keystone-SDA/Stefan Lanz)
Lockerungen sind an klare Bedingungen geknüpft

Die vom Bundesrat am Mittwoch beschlossenen Lockerungen sind an klare Bedingungen geknüpft. Bundesrat Alain Berset sagte vor den Medien: «Es braucht überall ein Schutzkonzept. Überall dort, wo es zu engen Kontakten kommt, muss das Contact Tracing sichergestellt sein, deshalb müssen wir teils auch auf Präsenzlisten bestehen.»

(Video: Keystone-SDA/Detlev Munz)

Vermutlich Tausende Tote mehr als bekannt durch Pandemie in Spanien

In Spanien sind vermutlich Tausende Menschen mehr mit Covid-19 gestorben als die offizielle Statistik bisher ausweist. Zwischen dem 1. März und dem 12. Mai seien landesweit insgesamt 43’295 Menschen mehr gestorben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, schrieb die Zeitung «El País» am Mittwoch in einer Auswertung offizieller Sterbedaten.

Die sogenannte Übersterblichkeit habe damit bei 52 Prozent gelegen, in etwa so hoch wie im ebenfalls schwer getroffenen Italien. Zum Vergleich: In Deutschland lag sie Ende April bei rund 13 Prozent.

Deutschland widmet EU-Vorsitz dem Kampf gegen die Corona-Krise

Der Kampf gegen die Corona-Krise wird Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin mit.

Zuvor hatte sich Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Finanzminister Olaf Scholz, Aussenminister Heiko Maas und Kanzleramtschef Helge Braun in einer Videoschalte mit Spitzenvertretern des Europaparlaments ausgetauscht.

Deutschland übernimmt am 1. Juli für sechs Monate den Vorsitz der EU-Länder. In der Zeit leitet Deutschland die Ministerräte und setzt politische Schwerpunkte. Wegen der Pandemie wird das Programm anders ausfallen als ursprünglich geplant. Neben der Corona-Krise sind weitere Schwerpunktthemen die Beziehungen zu Grossbritannien nach dem Brexit, der Klimaschutz und das europäische Asylsystem.

Komitees können wieder Unterschriften sammeln

Unterschriftensammlungen im öffentlichen Raum sind mit entsprechendem Schutzkonzept ab dem 1. Juni wieder zulässig. Den Initiativ- und Referendumskomitees steht ein Schutzkonzept zur Verfügung. Der Fristenstillstand bei eidgenössischen Volksbegehren gilt bis Ende Mai.

Das gab der Bundesrat am Mittwoch bekannt. Er ging damit nicht auf Forderungen von verschiedenen Parteien und Verbänden ein.

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Ab dem 1. Juni können Komitees wieder im öffentlichen Raum Unterschriften sammeln. (Symbolbild: Keystone)
Post entlastet ihre vom Lockdown betroffenen Mieter

Die Post entlastet ihre vom Lockdown betroffenen Mieter. Sie erlässt ihnen einen Teil oder die ganze Miete. Die Massnahme soll kleineren und mittleren Betrieben helfen, ihre Geschäfte weiterzuführen.

Die Massnahmen gegen das Coronavirus hätten vielen Unternehmen eine vorübergehende Schliessung, einen markanten Kundenschwund oder ein Betriebsverbot gebracht. Dadurch seien sie oft in prekäre Situationen gekommen, teilte die Post am Mittwoch mit.

Die Post kommt ihnen deshalb entgegen. Sie staffelt die Mietzinsreduktionen. Mieter, die wegen behördlichen Auflagen schliessen mussten, erhalten eine Reduktion um die Hälfte. Mieten unter 5000 Franken erlässt die Post in diesem Fall ganz.

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Die Post entlastet wegen der Corona-Krise ihre Mieter und erlässt Betroffenen einen Teil oder die ganze Miete. (Symbolbild: Keystone)
Berset: «Die Situation ist unter Kontrolle»

Die ersten Lockerungen hätten nicht zu einem Anstieg der Fallzahlen geführt, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Die Situation sei unter Kontrolle, es sei Zeit, weitere Öffnungsschritte zu machen.

Dies sei aber nur unter Bedingungen möglich. Hygiene- und Abstandsvorschriften müssten weiterhin eingehalten werden. Wo es zu engen Kontakten komme, müsse eine Rückverfolgung möglich sein.

(Video: Keystone-SDA/Detlev Munz)

Schon ab dem 30. Mai sind spontane Versammlungen mit bis zu 30 Personen erlaubt. Ein Schutzkonzept ist dafür nicht nötig. Am 1. Juni werden Unterschriftensammlungen zugelassen. Am 6. Juni fallen die weiteren Einschränkungen.

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Sommaruga: «Die Schweiz ist aufgeblüht»

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zeigt sich erfreut über die epidemiologische Entwicklung. Sie habe es in den vergangenen Tagen gemerkt: «Die Schweiz ist aufgeblüht». Mit den weiteren Lockerungen könne sich die Bevölkerung auf die neue Normalität einstellen.

Weil täglich nur noch rund zehn neue Corona-Fälle zu verzeichnen seien, könne man statt vom Lockdown von Lockerungen sprechen, sagte Sommaruga am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Selbst wenn es zu einem Wiederanstieg von Fällen käme, seien die Spitäler gut vorbereitet.

(Video: Keystone-SDA/Stefan Lanz)

Dass es nicht so weit komme, könne jeder und jede beeinflussen. «Wir wissen: Man kann das Virus mit Distanz- und Hygieneregeln in Schach halten.» In vielen Fällen sei das nicht so schwierig. Auch die Betreiber und Veranstalter müssten dafür sorgen, das Ansteckungsrisiko möglichst tief zu halten.

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Bund erlaubt Sportveranstaltungen per 6. Juni

Ab dem 6. Juni erlaubt der Bundesrat die Durchführung von Sport-Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen wieder. Davon vorerst und voraussichtlich bis am 6. Juli ausgeschlossen sind Wettkämpfe in Kontaktsportarten wie Schwingen, Judo, Boxen oder Paartanz. Der Trainingsbetrieb ist per 6. Juni dagegen für sämtliche Sportarten ohne Einschränkung der Gruppengrösse offen.

Mit den neuen Lockerungen erteilt der Bund der Swiss Football League somit grünes Licht für die Fortsetzung des Meisterschaftsbetriebes in Super League und Challenge League. Der endgültige Entscheid, ob die Fussball-Saison in der Schweiz fortgesetzt oder abgebrochen wird, fällen die 20 Klubs der SFL an einer ausserordentlichen Generalversammlung vom Freitag.

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Rollt der Ball bald wieder? Der Bundesrat hat am Mittwoch grünes Licht für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs gegeben. Die Schweizer Profiklubs entscheiden am Freitag darüber. (Symbolbild: Keystone)
Vollständige Reisefreiheit im Schengen-Raum bis spätestens 6. Juli

Bis spätestens am 6. Juli will der Bundesrat die Personenfreizügigkeit und Reisefreiheit im gesamten Schengen-Raum wieder vollständig herstellen. Schon vom 8. Juni an werden die Einreisebeschränkungen weiter gelockert. Die Stellenmeldepflicht wird wieder aktiviert.

Insbesondere können Schweizer Unternehmen ab dem 8. Juni wieder dringend benötigte Arbeitskräfte aus dem EU/Efta-Raum rekrutieren, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Zudem wird die vorübergehend ausgesetzte Stellenmeldepflicht wieder aktiviert, damit inländische Stellensuchende bei der Bewerbung einen zeitlichen Vorsprung haben.

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Spätestens ab dem 6. Juli sollen die Grenzen innerhalb des Schengen-Raums wieder geöffnet sein. (Symbolbild: Keystone)
Bundesrat beendet Notrechts-Regime

Die Schweiz macht einen grossen Schritt Richtung Normalität: Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, die «ausserordentliche Lage» zu beenden. Bergbahnen, Campings und Kinos dürfen den Betrieb aufnehmen, Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen sind wieder erlaubt.

Wenig spürbar, doch von grosser Symbolkraft ist die Aufhebung der «ausserordentlichen Lage» gemäss Epidemiengesetz. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hatte der Bundesrat diese am 16. März ausgerufen und damit die Grundlage für den Erlass von Notrecht geschaffen. Am 19. Juni wird dieses Regime beendet, es gilt die «besondere Lage», bei der auch die Kantone wieder ein Wort mitzureden haben. Das bereits geltende Notrecht bleibt vorläufig in Kraft.

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Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset haben am Mittwoch mitgeteilt, die «ausserordentliche Lage» zu beenden. (Archivbild: Keystone)
Saisonende für Hischier, Meier, Müller und Krueger

Die Schweizer Spieler Nico Hischier, Timo Meier und Mirco Müller sowie Coach Ralph Krueger werden in dieser Saison in der NHL nicht mehr zum Einsatz kommen.

Nachdem die NHL entschieden hat, nach dem Ende des Unterbruchs wegen der Coronavirus-Pandemie direkt mit einem 24-Team-Playoff zu starten, ist klar, für welche Schweizer Akteure die Saison zu Ende ist. Zu den sieben Teams, die nicht in den Playoffs stehen, gehören die New Jersey Devils mit dem Walliser Nico Hischier und dem Zürcher Mirco Müller, die San Jose Sharks mit dem Appenzeller Timo Meier sowie die Buffalo Sabres mit Headcoach Ralph Krueger.

Für Nico Hischier und die New Jersey Devils ist die NHL-Saison vorbei. (Bild: Keystone)
Krankenkassen sollen Kosten für Pflegematerial immer übernehmen

Die Krankenkassen sollen Pflegematerial wie Spritzen oder Verbände immer bezahlen, unabhängig davon, wer es wo verwendet. Der Bundesrat hat sich trotz Kritik in der Vernehmlassung für eine einheitliche Regelung entschieden.

Er hat am Mittwoch die entsprechende Botschaft ans Parlament verabschiedet. Dieses wird schliesslich über die Vergütung von Pflegematerial entscheiden.

Der Bundesrat will sicherstellen, dass Material wie etwa Verbände oder Spritzen, das in Heimen oder von der Spitex gebraucht wird, bezahlt wird. Patienten im Heim oder zu Hause sollen das Material erhalten, das sie benötigen.

Trump droht sozialen Medien wie Twitter mit Schliessung

US-Präsident Donald Trump hat erneut seinen Ärger über die angebliche Linkslastigkeit sozialer Medien kundgetan und den Plattformen mit neuer Regulierung oder sogar Schliessung gedroht.

Viele Republikaner wie er hätten das Gefühl, dass die sozialen Medien konservative Stimmen «komplett verschweigen», schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Um dem entgegenzuwirken würde die Regierung «sie streng regulieren, oder ganz schliessen», drohte er.

Trump nannte dabei keine Plattform beim Namen. Er hat sich in der Vergangenheit schon öfter über Facebook beschwert. Seit Dienstag schien er aber über sein Lieblingsmedium Twitter verärgert, wo er direkt 80 Millionen Follower erreicht.

Twitter hatte einen Tweet Trumps am Dienstag erstmals mit einem Faktencheck eingeordnet und darin einige Äusserungen des US-Präsidenten als falsch bezeichnet. Der Kurznachrichtendienst wandte damit seine jüngst verschärften Regeln gegen die Verbreitung irreführender Informationen an.

Von der Leyen will 750 Milliarden Euro für EU-Konjunkturprogramm

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will in der Corona-Krise 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas mobilisieren. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fliessen, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

Mehr als 300 Milliarden Euro sind allein für die Krisenländer Italien und Spanien reserviert. Finanziert werden soll das Programm über Schulden im Namen der Europäischen Union. Diese würden dann zwischen 2028 und 2058 über den EU-Haushalt getilgt werden.

Medienkonferenz des Bundesrats um 15 Uhr

Heute ab 15 Uhr informiert der Bundesrat über die weiteren Lockerungsmassnahmen. Anwesend sind Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Justizministerin Karin Keller-Sutter sowie Gesundheitsminister Alain Berset. Mit Telebasel bleiben Sie wie immer auf dem neusten Stand – via Live-Berichterstattung. Mehr dazu hier.

Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga wird an der Konferenz anwesend sein. (Bild: Keystone)
Lockerungen in Polen

Polen will von diesem Samstag an die Pflicht zum Tragen von Mund- und Nasenschutz wegen der Corona-Epidemie teilweise aufheben.

Dies gelte, wenn Menschen spazieren gehen und die Abstandsregeln eingehalten werden, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Warschau. In geschlossenen Räumen gilt demnach weiter eine Maskenpflicht. Ausserdem sollen öffentliche Versammlungen von bis zu 150 Menschen wieder möglich sein.

Das Land zählt bislang offiziell 22 303 Corona-Fälle. Mehr als 1000 Menschen starben mit dem Virus. In den meisten polnischen Regionen hatte sich die Lage zuletzt entspannt.

Mateusz Morawiecki will Lockerungen im Umgang mit Corona umsetzen. (Archivbild: Keystone)
Bis zu 173 Milliarden Euro allein für Italien

Im geplanten Corona-Konjunkturprogramm der EU-Kommission sind nach Angaben aus EU-Kreisen allein knapp 173 Milliarden Euro als Zuwendungen und Kredite für das Krisenland Italien reserviert.

Spanien könnte bis zu 140 Milliarden Euro bekommen. Zum Vergleich: Für Deutschland als Europas grösste Volkswirtschaft sind bis zu 28,8 Milliarden Euro vorgesehen. Die Zahlen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus EU-Kreisen in Brüssel.

Mehr dazu gibt es hier.

Italien und Spanien waren die von der Pandemie am schlimmsten getroffenen Länder. (Foto: Key)
Dezentrale Berufsmeisterschaften 2020

Trotz der Coronavirus-Pandemie finden 2020 in 60 Berufen Berufsmeisterschaften statt. Diese Meisterschaften werden dezentral ausgetragen, wie die Stiftung Swissskills am Mittwoch meldete. Die Swissskills 2020 sind aber eigentlich abgesagt.

Somit können sich trotz allem hunderte junger Berufsleute in der Schweizer Meisterschaft messen. 29 Berufsverbände stellten kurzfristig um und küren in 60 Einzelberufen die Meister. Sie organisieren die Anlässe unter Einhaltung der Bestimmungen des Bundesamts für Gesundheit.

15 neue Fälle in der Schweiz

Von Dienstag auf Mittwoch wurden in der Schweiz 15 Personen neu positiv auf Covid-19 getestet. Damit bleibt die Zahl der Neuansteckungen tief.

Insgesamt wurden schweizweit 30’776 Personen gemeldet, die sich mit dem Virus infiziert haben. Bisher starben daran 1649 Menschen.

Johnson joggt im Garten des Buckingham-Palasts

Die britische Königin Elizabeth II. hat Premierminister Boris Johnson erlaubt, im Garten des Buckingham-Palastes zu joggen. Nach einem Bericht des Telegraph darf der Regierungschef aus Sicherheitsgründen nicht mehr in der Öffentlichkeit Sport machen. Er wolle aber nach seiner schweren Covid-19-Erkrankung seine Fitness verbessern. Johnson hatte mehrere Tage auf der Intensivstation einer Klinik behandelt werden müssen.

Multimilionär Plein will wegen Corona keine Miete mehr zahlen

Der Modedesigner Philipp Plein gehört zu den reichsten Bewohnern der Schweiz. Weltweit betreibt er eigene Shops. Für die Mieten in Cannes und Amsterdam will er nun aber nicht mehr aufkommen – wegen der Corona-Pandemie. Das teilt er in Briefen mit, die 20 Minuten vorliegen. Plein selbst will sich zur Angelegenheit nicht äussern.

Philipp Plein (vorne) bezahlt die Miete nicht mehr. Die Begründung: Corona.  (Archivbild: Keystone)
App überträgt Fan-Jubel ins Stadion

Der Elektronikkonzern Yamaha hat eine App («Remote Cheerer») entwickelt, mit der Fans, die Spiele im Fernsehen, Radio oder im Internet verfolgen, ihre Anfeuerungsrufe oder Jubelschreie auf ihren Smartphones ins leere Stadion schicken können. Lautsprecher in den Zuschauerreihen lassen sie dann durchs Stadion hallen, wie das Unternehmen mitteilte.

Kommission fordert kostenlose Tests bei Warnung der Swiss-Covid-App

Personen, die eine Warnung durch die Swiss-Covid-App erhalten, dass sie in Kontakt mit einer infizierten Person waren, sollen sich kostenlos auf das Virus oder Antikörper testen lassen können. Dies beantragt die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK).

National- und Ständerat werden in der Sommersession ab kommender Woche die gesetzlichen Grundlage für das neue Proximity-Tracing-System beraten. Beide vorberatenden Kommissionen begrüssen die App als Hilfsmittel, um die Corona-Epidemie in der Schweiz weiter einzudämmen.

So sieht die Swiss-Covid-App aus.(Bild: Keystone).
Gesichtsmasken an australischen Strand angeschwemmt

Zahlreiche Gesichtsmasken sind an Stränden nördlich der australischen Metropole Sydney angespült worden. Sie stammten aus rund 40 Containern, die ein Frachtschiff in rauer See am Wochenende verloren habe, berichtete die Nachrichtenagentur AAP am Mittwoch. Demnach wurden auch Baumaterial sowie medizinische Gegenstände und andere Dinge angeschwemmt.

Die APL England hat 40 Container verloren. Darin befand sich auch medizinisches Material. (Bild: Keystone)
Zweite Welle könnte 5'000 Todesopfer in der Schweiz bedeuten

Forschende der ETH haben mit einem neuen mathematischen Modell den möglichen Verlauf einer allfälligen zweiten Coronavirus-Pandemiewelle in der Schweiz berechnet. Diese könnte langsamer verlaufen, aber mehr Todesopfer fordern als die erste.

Selbst wenn die Reproduktionszahl wieder über 1 steigen sollte, werde sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr so hoch sein wie zu Beginn der ersten Infektionswelle Anfang März. Ein Engpass im Gesundheitswesen sei vor diesem Hintergrund kaum zu erwarten.

Konzert von James Blunt verschoben

Wegen Corona wurde das Schweiz-Konzert von James Blunt verschoben. Das Konzert vom 28. September 2020 findet neu am Freitag, 26. März 2021 im Hallenstadion Zürich statt. Zusätzlich wird James Blunt am Samstag, 27. März 2021 in der Arena Genf auftreten.

Drastischer Rückgang der ausgeschriebenen Stellen

Blick veröffentlichte am Mittwoch eine Studie des Stellenportals jobs.ch. Demnach sind die Stellenangebote in Gastgewerbe und Hotellerie um 71 Prozent eingebrochen. Auch andere Branchen trifft es hart: Im Bereich Grafik und Typografie gibt es 48 Prozent weniger offene Stellen, im Tourismus sind sind es 45 Prozent weniger, im Verkauf 34 Prozent weniger.

Zugenommen haben die Stellenangebote dagegen im Bereich Bewachung und Polizei: Hier gibt es 17 Prozent mehr offene Stellen. Ebenfalls mehr Stellen gibt es auf den Sommer hin in der Baubranche: Sie verzeichnet ein Plus von 14 Prozent.

Dramatisch ist die Krise für alle, die eine Lehrstelle suchen. Gemäss den vom Blick publizierten Zahlen werden 37 Prozent weniger Lehrstellen angeboten als im Vorjahr. Dafür gibt es mehr Praktika: Das Angebot an Praktikumsstellen ist um 17 Prozent gestiegen. Im Freelance-Bereich beträgt der Rückgang 16 Prozent, bei den Festanstellungen nur 11 Prozent.

Japans Geishas gehen online

Wegen der Corona-Pandemie haben findige Geishas ihre Tradition ins digitale Zeitalter befördert: Sie bieten ihre Künste online an. Mehr dazu hier.

Geishas können nicht nur traditionell, sondern auch modern. (AP Photo/Eugene Hoshiko)
Erste Auslandsreise für Karin Keller-Sutter nach Lockdown

Wie der Tagesanzeiger meldet, trifft Karin Keller-Sutter den österreichischen Innenminister Karl Nehammer. Es geht um die Öffnung der Grenzen am 15. Juni. Thema des persönlichen Treffens werden auch Reformen der Schengen- und Dublin-Verträge sein, wird die Co-Kommunikationschefin des Departements, Agnès Schenker, im «Tagesanzeiger» zitiert. Die Reise soll am Donnerstag stattfinden. Für die breite Bevölkerung sind Reisen nach Österreich noch nicht möglich, die Grenzen werden erst Mitte Juni wieder geöffnet.

Bundesraetin Karin Keller-Sutter wird in Österreich über Grenzen verhandeln. (Archivbild: Keystone)
Rund 350'500 Todesopfer weltweit

Laut der Johns Hopkins Universität gibt es inzwischen weltweit rund 350’500 Todesopfer durch das Coronavirus. Fast 5,6 Millionen Menschen wurden mit dem Virus infiziert. Am schlimmsten betroffen ist im Moment die USA. Dort gibt es bereits über 100’000 Tote, rund 1,6 Millionen Menschen haben sich angesteckt.

Auch in Lateinamerika steigen die Infektionszahlen stark an. Besonders betroffen sind die Länder Brasilien und Peru. Brasilien hat  fast 23’500 Coronavirus-Tote und weist weltweit am zweitmeisten Infektionen auf.

Zehntägige Staatstrauer in Spanien

Am Mittwoch um 12 Uhr beginnt Spanien mit einer Schweigeminute eine zehntägige Staatstrauer, während der den Corona-Opfer gedacht wird. In Spanien starben mehr als 27’000 Menschen wegen der Pandemie. Es wird die längste Staatstrauer in Spanien seit dem Ende der Diktatur von Francisco Franco (1892–1975) sein.

Spanien beginnt am Mittwoch, 27. Mai eine zehntägige Staatstrauer. (Archivbild: Keystone)
Biden: «Trump ist ein absoluter Dummkopf»

Die Weigerung von Trump, eine Schutzmaske zu tragen, spaltet nicht nur die USA, sondern führt auch zu absurden Schlagabtäuschen mit Joe Biden, der wohl für die Demokraten gegen ihn kandideren wird. Der Präsident sollte ein Vorbild sein, so Biden. Der aktuelle Mann im Weissen Haus wolle aber lieber ein «fälschlicherweise männliches Bild» von sich abgeben. «Trump ist ein absoluter Dummkopf», resümierte Biden. Trump machte sich derweil auf Twitter über das Aussehen von Biden mit Maske lustig.

Biden trug am Feiertag für gefallene US-Soldaten eine schwarze Schutzmaske. (Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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