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Ein wunderschöner Kimmich-Lupfer entscheidet die deutsche Meisterschaft. (Bild: Keystone)
International

Bayern München beendet Titelrennen

Der minimale Qualitätsunterschied zwischen Bayern und Dortmund beendet das Titelrennen. Ein Kommentar zur Vorentscheidung der Bundesliga.

Mit grosser Spannung wurde das Spitzenspiel zwischen Dortmund und Bayern erwartet. Der deutsche «Klassiker» war einmal mehr das Duell der beiden besten Bundesliga-Vereine. Das Spiel war, wie man erwarten konnte, sehr ausgeglichen. Am Ende war der kleine Qualitätsunterschied aber entscheidend.

Vor der Begegnung lagen die Borussen vier Punkte hinter den Münchnern. Die Partie wurde dem Ruf eines Sechs-Punkte-Spiel mehr als gerecht. Eine geniale Offensiv-Aktion der Bayern hat die Partie entschieden und verursachte die Vorentscheidung der deutschen Meisterschaft.

Konstanz der Bayern entscheidet Meisterschaft

Bayern gewinnt, durch einen Kimmich-Geniestreich, in der 43. Minute und baut den Vorsprung auf den BVB auf sieben Punkte aus. Die Münchner beenden somit das Titelrennen. Es war ein Spiel auf Messers Schneide. An einem anderen Tag hätte genauso gut Dortmund mit 1:0 gewinnen können.

Trotzdem ist der Bayern-Sieg absolut verdient. Die beiden Kader stehen sich in nichts nach. Die Begegnung hat aber bewiesen, dass die Münchner einen minimalen Qualitätsvorteil besitzen.

Einen Qualitätsvorteil, der die Meisterschaft entschieden hatte. Ein Blick auf die Startaufstellung von gestern, lässt vorerst keinen Verein stärker als den Anderen erscheinen. Es war der Wille, die mentale Einstellung, die Konstanz und die Gunst der Stunde, die die Bayern zum Sieger gemacht hatten.

Dortmund mit mehr Talent, Bayern mit mehr Teamgeist

Dortmund hatte mit Erling Håland den aktuell dominantesten Fussballer überhaupt in ihren Reihen. Dortmunds Wunderkind hatte nach 30 Sekunden das 1:0 auf dem Fuss. Ansonsten war vom Norweger allerdings nicht viel zu sehen.

Mit Jadon Sancho besass der BVB auch den technisch besten Spieler. Der Engländer wurde aber erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt, da er noch angeschlagen gewesen war. Trotz einer guten Partie des BVB und begnadeten Fussballspielern in Gelb-Schwarz, hatte man den Eindruck, dass Dortmund bei weitem nicht so gut eingespielt war, wie die Münchner.

Bayern besass keinen so formstarken Spieler wie Håland oder technisch begnadeten Ausnahmekönner wie Sancho, dafür war Bayern in der Tiefe und Breite des Kaders stärker, und als Mannschaft besser eingespielt. Das zeigte sich im disziplinierten Stellungsspiel der Münchner und der geringen Anzahl an Fehlpässen.

Die Konstanz machte den Unterschied aus

Bayern liess sich von den Dortmunder Überflieger überhaupt nicht einschüchtern und spielte von der ersten bis zur letzten Minute souverän. Die Münchner fielen nicht durch sehr attraktiven Fussball auf, wenn man von Kimmichs Traumtor absieht, dafür spielte Bayern extrem diszipliniert und erlaubte sich kaum Fehler.

Eine disziplinierte Konstanz, die dem BVB gefehlt hatte. Die jedem anderen Bundesliga-Verein fehlt. Der Jubel nach dem Schlusspfiff war gross. Joshua Kimmich schrie emotional auf – ein Zeichen – wie sehr Bayern gewinnen wollte und wie nahe die Münchner dem achten Titel in Serie sind.

Bayern-Sieg logische Konsequenz

Bayern gewinnt den Spitzenkampf und beendet das Titelrennen, nicht weil die Münchner bessere Einzelspieler haben, sondern weil keine Mannschaft so gut eingespielt und konstant diszipliniert auftritt wie die Süddeutschen. Dortmunds Schluss-Offensive hätte jedes andere Bundesliga-Team bedroht, nicht aber die Bayern.

Die Münchner Verteidigung stand in den Schlussminuten wie ein Fels in der Brandung. Dortmund wirkte trotz offensiver Druckphase zu ungefährlich. Natürlich fehlten den Dortmundern die 80’000 Fans. Das war sicher ein weiterer Faktor. Trotzdem ist der 0:1-Sieg die logische Konsequenz.

Leipzig kann mit einem Sieg gegen Hertha Berlin den BVB überholen. Die Bayern haben mit Leverkusen und Gladbach zwar noch zwei Topspiele vor sich, aber der aktuell, komfortable Vorsprung wird ausreichen, um den achten Titel in Serie zu realisieren.

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