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Der Telebasel News Beitrag vom 26. Mai 2020.
Basel

Senioren werden in der Öffentlichkeit beschimpft

Ältere Mitbürger werden in Basel auf offener Strasse angepöbelt und für den Lockdown verantwortlich gemacht. Laut Pro Senectute birgt das Gefahren.

Seitdem die Corona-Massnahmen gelockert wurden, dürfen auch ältere Menschen ihr Haus wieder verlassen. Das Problem: In der Öffentlichkeit werden sie immer wieder beschimpft und für den Lockdown verantwortlich gemacht: «Der ganze Lockdown wegen euch Alten. Ihr werdet sowieso bald sterben.»

Solche Anfeindungen sind Realität. Sie gehören zwar nicht zur Tagesordnung, wie der Pro Senectute Geschäfstführer Michael Harr sagt, aber sie kommen vor.

«Es fehlt der Respekt»

Es seien fast ausschliesslich junge Leute, die solche Aussagen von sich geben: «Viele junge Menschen haben Mühe sich auseinanderzusetzen und sich einzufühlen in ältere Menschen. Und es fehlt einfach an Respekt», fasst Michael Harr enttäuscht zusammen. Die Reaktionen der Senioren seien unterschiedlich. Ein Teil nervt sich, andere aber werden noch mehr verunsichert. Sind dann noch stärker gehemmt, das Haus zu verlassen. Das sei problematisch.

Einsamkeit im Alter war schon vor Corona ein grosses Thema. Durch die Krise hätte sich dieser Effekt bei vielen Senioren aber noch verstärkt. Deshalb seien solche Feindseligkeiten besonders besorgniserregend. «Wir ermutigen ältere Menschen nach draussen zu gehen. Dass man auch Kontakt haben darf. Das ist auch erlaubt und nicht verboten, solange die Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden.»

10 Prozent weniger Untersuchungen im Unispital

Oft äussert sich die Angst der Leute darin, dass sie nicht mehr zum Arzt gehen. In Zürich sind ältere Menschen schon nicht zum Arzttermin erschienen, weil sie auf dem Weg dorthin beschimpft worden sind, berichtet «20 Minuten». Dem Unispital Basel ist von solchen Fällen nichts bekannt. Aber auch hier liegen die Zahlen der Operationen und Untersuchungen rund zehn Prozent unter Vorjahresniveau. «Das macht uns auch ein Stück weit sorgen, weil hier sicher auch Untersuchungen und Eingriffe dabei sind, die gemacht werden müssten und die Leute kommen nicht», erklärt der Mediensprecher des Unispitals Basel, Nicolas Drechsler.

Das Unispital vermutet jedoch eher, dass die Menschen entweder Angst haben, sich im Krankenhaus mit Corona zu infizieren oder dem Medizinpersonal nicht zur Last fallen wollen.

Noch mehr Solidarität

Die Coronakrise habe aber nicht nur Schattenseiten für Senioren. Laut Pro Senectute werden auch ganz viele ältere Menschen von jungen Leuten unterstützt. Zum Beispiel beim Einkaufen. «Die Solidarität ist riesig und übertrifft die Zahl der Anfeindungen bei Weitem», so Harr. Aus diesen Hilfsaktionen hätten sich dann auch neue Bekanntschaften geschlossen. Auf der Webseite geschichtenteilerin.ch können Interessierte solche Erlebnisse nachlesen und auch teilen.

5 Kommentare

  1. Das nächste Virus trifft die Jungen…oder Menschen mit grünen Augen oder Menschen mit braunen Haaren oder nur Männer oder nur Weisse oder auch nur Frauen oder Heteros oder Dumme Kluge Ratlose Rastlose Gestresste Faule Bünzli….ein Virus sucht sich einen Wirt. Wie der aussieht, denkt, fühlt, ob jung oder alt, männlich oder weiblich, Kind oder Erwachsene, arm oder reich spielt keine Rolle. Also haltet die Klappe, ihr Jungen.Report

  2. Sehr geehrte Damen und Herren

    DAS ist mir AUCH passiert – 31. März 2020 – als WIR 9 bis 14 Personen inkl. Kleinkinder – draussen vor der Post Oberglatt ZH – hintereinander mit 2 m Abstand anstanden – bei sonnigem Wetter.

    Wurde vom 1. Herren TOTAL zusammen geschissen + schlussendlich bis zu Gesicht zu Gesicht – ernsthaft betroht – vor ALLEN Anderen : was ich mir erlaube die *Anstehenden vor der Post zu fotografieren !!! Nicht erlaubt. Ich wollte die ANSTEHENDEN nur von HINTEN fotografieren.

    Jemand sagte zum IHM : lassen Sie Sie doch. ER nein ist verboten.
    Ja ich weiss teilweise in Afrika und div. Andere andere Länder

    Glaube DER hatte ein PRIVATES Problem evtl. mit Unterhalts-Streit oder so – sind ja gerade die Eltern wo ihre Kinder : ALLES bis hin zur Badewanne SELBER ins Internet, auf Instagram, Facebook, ect. stellen !!!

    Nach dem verlassen der Post : stieg ER mit seinen 2 Töchtern ? Afrika stämmige Kleinkindern in einen teueren Sportwagen … ER überlegte noch kurz : ob ER nochmals zu mir komme oder doch nicht

    Der 2. Herr – der hinter mir anstehen musste : motzte mich BEREITS vor dem 1. Herrn der ausrastete – an.
    WAAASSS Sie glauben den Scheiss was der BR behauptet. Sie können mir vertrauen passiert gar nichts !!!
    Klaar ER ist Gott. + Überhaupt was IHR »ALTEN« + »Kranken« – wir waren 7 Alte inkl. – müsst zu Hause bleiben !!!

    Ich = Hallo : OHNE UNS ALTEN GIBT’S DIE JUNGEN GAR NICHT !!! + ALL den LUXUS + VERGÜNSTIGUNGEN !!!

    Und das GANZE Theater von den JÜNGEREN + ihrer schwierigen Situationen … Klar die ARMEN mit ALL den HILFS-Pakten + fast Durchwinken bei der RAV + Doppelter BEZUGS-TÄGE + Verbarmen + offenen Ohren + Hilfen von Überall …

    Was soll DAS :
    Viele ANDERE + Ich habe 2 NICHT SELBSTVERSCHULDETE Kündigungen – 1991 bis 1992 + ab 2014 bis AUSSTEUERUNG + schlussendlich SOZIALAMT – – – weil das RAV Bachenbülach mich NUR angelogen hatten + ich konnte meine NÖTIGEN 6 KURSE nicht machen + musste ALLES wieder ANNULLIERTEN : weil DIE nicht mit der **ERWACHSENEN-BILDUNG Seefeld, Zürich, NICHT zusammen arbeiten !!! KNALLHARTE LÜGE – kurz vor meiner AUSSTEUERUNG erfuhr Ich im RAV-JOB-Kurs von einem langjährigen Lehrer der **ERWACHSENEN-BILDUNG Seefeld, Zürich : das DAS NICHT STIMME !!! VIEL RAV-Berater/innen zahlen DAS !!! TOLL + auch NICHT SELBER bezahlen durfte !!! Ich hätte ab 2015 bereits WIEDER 1 unbefriste ANSTELLUNG gehabt : 1 in Chur + später 1 in Luzern. ABER die NÖTIGEN KURSE fehlten !!! !!!

    Obwohl ich – Schriftsetzerin alias Typografin – mehr als 33 Jahre Tag-, Nacht-, Sonntags-Schichten 100 bis 120%, Ferien- + Stv.-Ablösungen, Supports, ect. gearbeitet hatte in 2-Mann-Satzbude, Werbeagenturen, Zeitungen, ect. tägliche Überzeit machen mussten bis zum GehtNICHTMEHR. Wenn Wir NICHT einverstanden waren MUSSTE man gehen !!! Überzeit wurde irgendwann auch NICHT mehr bezahlt !!!

    Nachdem UNS die TAMEDIA – fast ALLE – aufgekauft hatten – Jahr für Jahr – Fühling + Herbst = wurde Gruppenweise entlassen + auf die STRASSE gestellt : entsorgt !!! VIELE in meinem JAHRGÄNGEN 58. 59, 60, 61, 62, 63, 64 – super AUSGEBILDETE Langjährige Arbeiter/innen !!!

    IHN nervte NUR dass ER Anstehen musste wie JEDER/JEDE anderer/e auch.

    Ich bin bin 63er Jahrgang, 57ig

    DANKE

    Freundliche Grüsse
    Ch. AckermannReport

  3. Das wundert mich gar nicht.Das verdanken wir dem Herrn Koch.Finde ihn ja teilweise gut,aber das mit seiner permanenten Aussage dass alle ab 65 ein Risiko sind,hat viel kaputt gemacht.Erstaunlich finde ich diese Aussage auch,da er selber 65 ist.Für ihn gilt das mit dem Risiko scheinbar nichtReport

  4. Das ist zwar unangenehm aber verständlich. Die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung will sich nicht solidarisieren mit ein paar wenigen Risikokandidaten. Auch wirtschaftlich völlig unsinnig, was von der Politik angeordnet wurde. Ein neuer Grippevirus wird kommen – ohne Lockdown – dann müssen sich Risikokandidaten selbst besser schützen.Report

  5. Einfach nur Respektlos…..
    Die sollen sich sowas von schämen…
    Die Jungen vergessen, dass sie vielleicht auch mal älter werden….. vielleicht dann auch froh nicht so gedemütigt zu werden… unglaublich
    Es ist schön wenn man das Leben gesund bis ins hohe Alter erleben kann… ihr jungen vergesst nicht wo ihr her kommt und vergesst nicht auf was man alles verzichtet hat bis ihr alt !!!!!!! genug wurdet um den Anstand und Respekt weiter zu lebenReport

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