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Der TV-Sportnewsbeitrag vom 26. Mai 2020. (Video: Telebasel)
Region

Gibt es bald eine Fanvertretung im FCB-Vorstand?

An der FCB-Generalversammlung im Oktober 2020 wird über eine Statutenänderung abgestimmt. Ziel dabei: die Fans sollen mehr Einfluss bekommen.

Einfache FCB-Fans der Muttenzerkurve oder des Family Corners in der Clubleitung? Dies könnte bald Realität  werden, dank der Statutenrevision, welche im Herbst an der Generalversammlung beschlossen werden soll.

Der Auftrag an der letzten GV lautete: Die Statutenrevision voranzutreiben. Für das berief der FCB eine Arbeitsgruppe ein und schrieb alle Fanclubs an. Laut FCB-CEO Roland Heri wurde an drei Abenden konstruktiv aber kritisch diskutiert. «Ich glaube, dass jetzt ein Paket vorliegt, welches auf eine gute Resonanz an der GV stossen wird», sagt Roland Heri zu Telebasel.

Die wichtigsten Aussagen zur Statutenrevision von FCB-CEO Roland Heri. (Video: Telebasel)

Nichts von dieser Offensive mitbekommen hat Vereinsmitglied Patrick Fassbind: «Also ich als Mitglied des FC Basel höre von Ihnen das zum ersten Mal, dass eine solche Offensive gestartet wurde. Ich bin der Meinung, dass man Vereinsmitglieder involviert. Fans, die nicht Vereinsmitglieder sind, natürlich auch. Aber ich habe als Vereinsmitglied noch nichts davon gehört. Und ich hätte mich gerne eingebracht.»

Deshalb bekommt der FCB Post von Fassbind: In diesem Brief geht es um einen Antrag auf Änderung der Statuten, wie er gegenüber Telebasel erzählt. Dabei sollen die Fans mehr Mitspracherecht erhalten, wodurch der FCB in der Region besser verankert würde.

Fans sollen mehr Einfluss bekommen

Bereits vor einem Jahr erhielt der FCB einen Antrag. Peter Hablützel, ein anderes Vereinsmitglied des FC Basel, wollte bewirken, dass Präsident Bernhard Burgener nicht als Vereinsdelegierter im Verwaltungsrat von Rotblau sitzt. Der FCB wehrte den Antrag von Hablützel jedoch ab, weil dessen Antrag zu spät eingereicht worden sei. Dafür lancierte er das eigene Projekt «Statuten2020». An der kommenden GV im Oktober sollen die modernisierten Statuten den Mitgliedern nun zur Abstimmung vorliegen.

Dort wird dann auch der Antrag von Patrick Fassbind vorliegen. Fassbind beruft sich auf den Aufruf von Burgener an der letzten GV, dass konkrete Ideen für modernere Statuten eingereicht werden sollen. Seine Idee: die Fans sollen mehr Einfluss bekommen. Durch die Statutenänderung von Fassbind würde der FCB in der Zukunft breiter und diverser aufgestellt sein. Das bringe dem FCB Fannähe und Bodenständigkeit, womit er in der Region besser verankert wäre.

Konkret fordert Fassbind zwei Fan-Vertretern in der FCB-Clubleitung. Wie bereits im Antrag von Peter Hablützel, sieht er aber auch noch einen anderen wichtigen Punkt: Präsident und Hauptaktionär Burgener soll nicht im Verwaltungsrat die Stimmen der Mitglieder vertreten.

Die wichtigsten Aussagen von Patrick Fassbind zu seinem Antrag. (Video: Telebasel)

Durch seinen Antrag gibt es jetzt mindestens drei verschiedene Vorschläge, wie die neuen Statuten aussehen könnten: Den Vorschlag von Rotblau, von Peter Hablützel sowie von Patrick Fassbind.

1 Kommentar

  1. Die wichtigsten Aussagen zur Statutenrevision von FCB-CEO Roland Heri sind Lachhaft und eine Selbstdarstellung.

    An der Einladung zur Präsentation der neuen Vereinsstatuten wurden nur Eckpunkte vorgestellt.
    Die Anwesenden konnten in keiner Weise, die neuen Statuten aktiv mitgestalten.
    2 Anwälte der FC Basel 1893 AG zeigten folgende Punkte die geändert werden:
    1. Der Delegierter wird aus dem Vorstand gewählt❗
    2. Für eine ausserordentliche Generalversammlung müssen 10% der ca. 9000 Vereinsmitglieder unterschreiben❗ (vorher 400 Mitglieder).
    3. Anträge für eine Statutenänderung dürfen nur noch in den ersten 2 Monaten eines Geschäftsjahr beantragt werden❗ (bestehend ca 30 Tage vor einer Generalversammlung).

    Das nennt Heri „Mitgestaltung“. Die Veranstaltung war nur eine Alibiübung, mehr nicht. Die Anwesenden erhielten keine Rückmeldung auf ihre Einwände.Report

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