Ob die Tracing-App in der Schweiz eingeführt werden soll, muss das Parlament erst noch entscheiden. (Bild: Keystone)
Schweiz

Tracing-App soll die Rückverfolgung von Kontakten mit Infizierten noch verbessern

Die derzeitigen Rückverfolgungen der Kontakte von Covid-19-Infizierten funktionierten gut. Mit einer Tracing-App wollen die Behörden den Ablauf noch verbessern.

Im Kampf gegen das Coronavirus funktioniert die Rückverfolgung der Kontakte von Infizierten gut. Eine weitere Verbesserung erhoffen sich die Behörden von einer Tracing-App auf dem Mobiltelefon. Über diese muss das Parlament noch entscheiden.

Wie Christos Pouskoulas, Leiter Gesundheitsversorgung und stellvertretender Kantonsarzt des Kantons Luzern, am Montag vor den Bundeshausmedien erklärte, sind sich die Kantone ihrer Verantwortung bewusst. Sie hätten zur Rückverfolgung der Infektionswege zum Teil Personal aufgestockt und ausgebildet. Andere hätten das sogenannte Contact Tracing an Dritte vergeben. Im Kanton Luzern sei das etwa die Lungenliga.

Die Rückverfolgung erfolgt nach der Meldung eines laborbestätigten Falls. Die Betroffenen werden telefonisch informiert und in Quarantäne versetzt. Dann werden die Kontakte 48 Stunden vor der festgestellten Infektion erfragt und ebenfalls telefonisch informiert. Sie müssen in die Isolation. Zeigen sich Symptome, ist in beiden Fällen der Hausarzt aufzusuchen.

Während der Quarantäne oder der Isolation werden die Betroffenen laufend telefonisch betreut. Die Entlassung aus der Quarantäne ist zehn Tage nach dem letzten Symptom vorgesehen, aus der Isolation zehn Tage nach dem letzten Kontakt zum Infizierten. Die neu entwickelte Software, die Swiss-Covid-App, werde bei der Rückverfolgung weitere Verbesserungen bringen, sagte Pouskoulas.

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