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International

Kalifornien lockert Corona-Auflagen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Kalifornien lockert Corona-Auflagen – Malls und Frisöre öffnen

In Kalifornien werden die Corona-Auflagen schrittweise weiter gelockert. Gouverneur Gavin Newsom gab am Dienstag (Ortszeit) bekannt, dass nun in den meisten Bezirken des Westküstenstaates Friseursalons wieder öffnen dürfen, unter Beachtung von Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Ein Handvoll Bezirke mit höheren Corona-Fallzahlen, darunter Los Angeles County, sind allerdings ausgenommen.

(Bild: Keystone)

Im Rahmen der langsamen Öffnung des bevölkerungsreichsten US-Staates mit knapp 40 Millionen Einwohnern dürfen auch wieder Geschäfte, Shopping-Malls und Kirchen mit Beschränkungen wie Maskentragen den Betrieb aufnehmen. Kinos und andere Veranstaltungsorte bleiben in Kalifornien aber weiterhin zu. Er berate derzeit mit Vertretern der Unterhaltungsindustrie über die nächsten Schritte, das Film- und Fernsehgeschäft in Hollywood wieder in Gang zu bringen, sagte Newsom. In Kürze wollen er für diesen Sektor Richtlinien verkünden.

USA sichern Schutz von Politikern vor Coronavirus bei G7-Gipfel zu

Das Weisse Haus hat Schutzmassnahmen für Staats- und Regierungschefs gegen das Coronavirus zugesichert, sollte der G7-Gipfel im kommenden Monat doch in Washington zusammenkommen. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte am Dienstag, dafür aus dem Ausland anreisende Politiker würden genauso geschützt «wie die Menschen im Weissen Haus». In der US-Regierungszentrale hat es in der Pandemie mindestens zwei bestätigte Infektionen gegeben.

McEnany sagte, US-Präsident Donald Trump wolle, dass der Gipfel der führenden Industrienationen «im Zuge der Wiedereröffnung Amerikas» tage. Ausländische Staats- und Regierungschefs stimmten der Idee zu. Noch ist allerdings unklar, ob die Staats- und Regierungschefs der anderen G7-Staaten trotz der derzeit geltenden Reisebeschränkungen tatsächlich anreisen würden. Einen Termin gibt es noch nicht. Nach McEnanys Worten ist Ende Juni angepeilt, Tagungsort des Gipfels ist demnach das Weisse Haus.

Pence-Sprecherin kehrt nach Coronavirus-Infektion zur Arbeit zurück

Die Pressesprecherin von US-Vizepräsident Mike Pence, Katie Miller, hat ihre Infektion mit dem Coronavirus nach eigenen Angaben wieder überwunden. Nach drei negativen Tests sei sie am Dienstag wieder zur Arbeit zurückgekehrt, teilte Miller auf Twitter mit. Sie bedankte sich bei ihren Ärzten und bei ihrem Ehemann, «der sich grossartig um seine schwangere Ehefrau gekümmert hat». Miller ist mit Stephen Miller verheiratet, einem einflussreichen Berater von US-Präsident Donald Trump.

(Bild: Keystone)

Millers Infektion war am 8. Mai bekannt geworden. Zuvor war bereits ein Mitarbeiter des Weissen Hauses positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach dem Bekanntwerden der beiden Corona-Infektionen hatte Trump das Tragen von Gesichtsmasken im Weissen Haus angeordnet. Trump – der regelmässig auf das Virus getestet wird – erklärte aber, er selber werde keine Maske tragen.

Spanien gedenkt der Corona-Opfer mit zehntägiger Staatstrauer

Mit einer ungewöhnlich langen, zehntägigen Staatstrauer wird Spanien der gut 27.000 Todesopfer der Pandemie im Corona-Hotspot gedenken. Die Trauer werde am Mittwoch um 12.00 Uhr mit einer Schweigeminute im ganzen Land beginnen, teilte die linke Regierung am Dienstag mit. Ministerpräsident Pedro Sánchez werde der Zeremonie im Regierungssitz Palacio de la Moncloa in Madrid vorstehen, sagte Regierungssprecherin María Jesús Montero.

(Bild: Keystone)

Anschliessend sollen die Landesfahnen im ganzen Land auf Halbmast gesetzt werden. Es wird die längste Staatstrauer in Spanien seit dem Ende der Diktatur von Francisco Franco (1939-1975) sein. Regierungssprecherin Montero wies darauf hin, dass acht von zehn Menschen, die in Spanien an Covid-19 starben, älter als 70 gewesen seien. Sie hätten dabei geholfen, das Land beim Übergang in die Demokratie in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre aufzubauen.

Kolosseum in Rom ab 1. Juni wieder geöffnet – mit strengen Regeln

Das Kolosseum in Rom, Wahrzeichen der italienischen Hauptstadt, öffnet nach rund drei Monaten Corona-Pause am 1. Juni wieder für Besucher. Das teilten die Museumsmacher am Dienstag mit. Der antike Bau im Zentrum Roms werde nur mit vorab gebuchten Tickets und unter strengen Gesundheitsvorschriften – etwa dem Fiebermessen am Eingang und mit Atemschutz – zugänglich sein.

(Bild: Keystone)

Ähnliche Regeln gelten auch für andere Museen in Italien, die seit 18. Mai wieder öffnen dürfen. Das Kolosseum war Anfang März wegen der Ausbreitung der Covid-19-Krankheit geschlossen worden. Auch die Ausgrabungsstätten auf dem nahen Palatinhügel und die Tempelruinen auf dem Forum Romanum können wieder besichtigt werden.

McLaren streicht 1200 von rund 4000 Stellen

Der Sportwagenbauer und Formel-1-Rennstall-Betreiber McLaren muss 1200 von rund 4000 Stellen streichen.

Wegen der Corona-Pandemie seien Rennen gestrichen worden, der Verkauf von Sportwagen an Privatleute sei zum Erliegen gekommen, teilte das britische Unternehmen mit. Das Unternehmen mit Sitz in Woking setzt dabei auch in der höchsten Rennsportklasse den Rotstift an.

Nach Angaben seines Chefs Paul Walsh werden die Streichungen eine «erhebliche Auswirkung auf Form und Grösse» des Formel-1-Teams haben. Britischen Medienberichten zufolge will Mclaren etwa 70 der insgesamt 800 Arbeitsplätze in der Formel 1 streichen. Die Saison in der Rennsportklasse ist derzeit unterbrochen, eine Wiederaufnahme soll nicht vor Anfang Juli erfolgen.

Neue Steuern für Corona-Wiederaufbau? Plan der EU-Kommission erwartet

Für den Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise will die EU-Kommission neue Einnahmen aus Steuern und Abgaben für die Europäische Union fordern. Das soll helfen, das mehrere Hundert Milliarden schwere Programm zur wirtschaftlichen Erholung zu finanzieren.

(Bild: Keystone)

Diese Informationen der «Financial Times» wurden der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag von mehreren Quellen bestätigt. Konkret geht es um eine mögliche Ausweitung des Europäischen Emissionshandels, eine Digitalsteuer oder eine Plastikabgabe.

Kremlchef Putin setzt Militärparade trotz Corona für 24. Juni an

Trotz Tausender neuer Corona-Infektionen hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler für den 24. Juni angesetzt. Er wies Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag an, mit der Organisation des Grossereignisses zu beginnen.

«Die Risiken für alle Teilnehmer müssen auf ein Minimum reduziert oder noch besser ausgeschlossen werden», sagte Putin. Die Parade am Tag des Sieges am 9. Mai war abgesagt worden wegen der Corona-Krise.

(Bild: Keystone)

Nun sagte Putin, dass der Höhepunkt der Epidemie überschritten sei. Dabei gab es am Dienstag mit 174 Toten so viele Sterbefälle wie bisher noch nie an einem Tag. Der Kremlchef hatte mehrfach betont, dass das wichtigste politische Ereignis des Jahres bald nachgeholt werden solle.

Betrug mit Atemgeräten: Residenz von Rios Gouverneur durchsucht

Wegen des Verdachts auf Betrug im Gesundheitssystem in der Corona-Krise hat Brasiliens Bundespolizei die Residenz des Gouverneurs von Rio de Janeiro, Wilson Witzel, durchsucht. «Die Bundespolizei hat die Operation Placebo gestartet, deren Ziel es ist, Beweise für die Unterschlagung öffentlicher Gelder in Rio de Janeiro im Kampf gegen Covid-19 zu sammeln», hiess es in einem Tweet der brasilianischen Bundespolizei am Dienstag.

«Die Einflussnahme des Präsidenten der Republik [auf die Bundespolizei] ist offiziell.» Gegen Bolsonaro wird wegen der Vorwürfe ermittelt. Wegen des Vorwurfs, öffentliche Gelder bei überteuerten Anschaffungen unterschlagen zu haben, waren vor knapp zehn Tagen mehrere Politiker und Unternehmer in Rio festgenommen worden, mit denen Witzel zusammenarbeitet.

Medienberichten zufolge soll es sich um Ankäufe wie Atemgeräte für die provisorischen Kliniken gehandelt haben, die die Regierung des Bundesstaats Rio de Janeiro in den vergangenen Wochen errichtet hatte, um die Kapazitäten im Gesundheitswesen zu erhöhen. Auch das provisorische Krankenhaus im Maracanã-Stadion ist betroffen.

Südtirol bietet Touristen Gratis-Coronatest

Beim Werben um Urlauber will Südtirol Touristen künftig Gratis-Tests auf das Coronavirus anbieten. Das Angebot sei nicht verpflichtend, sondern «ein Service», sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher dem Radiosender Rai 1 am Dienstag.

Dabei ginge es sowohl um Antikörper-Bluttests als auch um PCR-Tests. Erwogen wird, die Tests in Hotelangebote zu integrieren.

(Bild: Keystone)

Südtirol wirbt derzeit verstärkt um Urlauber. Am 3. Juni will Italien die Grenzen für EU-Bürger und den Schengenraum, einschliesslich der Schweiz, öffnen. Südtirol hat in der Corona-Epidemie insgesamt rund 2600 Infektionen und 290 Tote gemeldet.

Startenor Andrea Bocelli hatte Corona-Infektion

Der italienische Startenor Andrea Bocelli hatte eine Infektion mit dem Coronavirus. Er sei im März positiv getestet worden, habe aber kaum Symptome gehabt, sagte der 61-Jährige laut Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag in Pisa.

Dort spendete er Blutplasma für die Forschung zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Eine Sprecherin des Sängers bestätigte die Berichte.

(Bild: Keystone)

Auch seine Frau und seine beiden Kinder hätten sich mit dem Virus angesteckt – keiner sei aber schwer erkrankt. «Nur ein bisschen Temperatur, 37,2, 37,3 vielleicht.» Er habe einen Abstrich gemacht und am 10. März erfahren, dass er positiv war. Die Sprecherin Bocellis sagte, der Sänger habe dann Ende März erneut einen Test gemacht, der dann negativ gewesen sei.

Thailand verlängert Notstand bis Ende Juni

Die thailändische Regierung hat den Corona-Notstand bis Ende Juni verlängert. Damit verbunden sind ein öffentliches Versammlungsverbot, eine nächtliche Ausgangssperre und zeitweise die Schliessung der meisten Geschäfte.

Inzwischen sind aber etliche Geschäfte sowie Restaurants, Parks, Museen und Schwimmbäder sowie Tiersalons wieder offen. Am Dienstag stimmten die thailändischen Minister der Verlängerung des Notstands zu, der seit Ende März gilt.

(Bild: Keystone)

Die Opposition warf der Militärregierung vor, ihre Macht zu missbrauchen. Dem widersprach eine Regierungssprecherin. Sie sagte, dass es lediglich um die Gesundheit der Bevölkerung gehe. In Thailand gibt es rund 3000 bestätigte Infektionen, 57 mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierte Menschen sind gestorben.

Kinos in Baden-Württemberg dürfen ab 1. Juni öffnen

Im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg sind ab dem 1. Juni wieder öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen für weniger als 100 Menschen erlaubt.

(Bild: Keystone)

Voraussetzung dafür ist, dass die Hygiene- und Abstandsvorgaben wegen des Coronavirus eingehalten werden. Das habe das Kabinett beschlossen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Von der Lockerung profitierten vor allem Kinos und Theater.

Erste zweitägige Rekrutierung seit dem Lockdown abgeschlossen

Am Dienstag ging die erste zweitägige Rekrutierung seit dem Lockdown zu Ende. Ein umfassendes Schutzkonzept sorgte dafür, dass die Hygiene- und Verhaltensregeln eingehalten werden konnten. Damit die Gruppen nicht zu gross wurden, wurden nur 96 Personen für die Rekrutierung in Payerne aufgeboten. Unter normalen Umständen sind es 140 jungen Frauen und Männer. Gegen 15% der aufgebotenen Personen sind zur Rekrutierung nicht erschienen. Ob auch das Coronavirus ein Grund dafür ist, konnte der zuständige Kommandant nicht sagen.

Datenschutzbehörde winkt Corona-App durch

Frankreichs Datenschutzbehörde CNIL hat grünes Licht für die Corona-App StopCovid gegeben. Das Gesetzesvorhaben entspreche den rechtlichen Bestimmungen zum Schutz der Privatsphäre, hiess es in einer Stellungnahme am Dienstag.

Die wichtigsten Empfehlungen der CNIL seien dabei umgesetzt worden – so verwende die Corona-Warn-App anonymisierte Daten, erstelle keine Liste von Personen und sei freiwillig. Die App soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind – und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufhielten.

Guns N’ Roses verschieben Europa-Tournee

Guns N’ Roses müssen ihre Open Air-Tournee 2020 aufgrund der europaweit verfügten behördlichen Verbote verschieben.
Davon betroffen sind die Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die im Mai / Juni (26.05. München, 02.06. Hamburg, 09.06. Wien, 14.06. Bern) stattgefunden hätten.

Es wird aktuell an Nachholterminen gearbeitet, die Fans werden noch um Geduld gebeten. Bereits im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Weitere Informationen erhalten Ticketkäufer zu gegebener Zeit über die jeweiligen Vorverkaufsstellen.

 Guns N´Roses müssen ihre Konzerte verschieben. (Archivbild: Keystone)
China holt seine Bürger aus Indien heraus

China bietet seinen Bürgern in Indien erstmals während der Corona-Pandemie Rückholflüge in die Heimat an. Die ersten speziellen Charter-Flüge für gestrandete Studenten, Touristen und Geschäftsleute sollen ab Anfang Juni abheben, schrieb die chinesische Botschaft auf ihrer Internetseite.

In den vergangenen Tagen hat es in Indien, wo rund 1,3 Milliarden Menschen leben, immer wieder neue Rekordwerte an Tagesinfektionen gegeben, während eine zwei Monate dauernde Ausgangssperre zunehmend gelockert wird. Indien ist unter den Top 10 der Länder mit den meisten Corona-Fällen, wie Zahlen der John Hopkins Universität zeigen, und hat mittlerweile China überholt.

Livestream-Openair geplant

Singer-Songwriter Aaron und Videoproduzent Moritz Schmid wollen den Festivalsommer 2020 nicht ohne Livemusik vorbeiziehen lassen. Die beiden Rapperswiler planen das erste Schweizer Livestream-Openair – und bitten für dessen Realisierung um Unterstützung.

15 neue Fälle schweizweit

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 15 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Montag waren zehn Fälle gemeldet worden, am Sonntag elf und am Samstag 18.

Insgesamt gab es 30’761 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Dienstagmittag 1913 und war damit gegenüber dem Vortag unverändert. Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten.

Eine Person gestorben

Das BAG gab die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 mit 1648 an, eines mehr als am Vortag. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Dienstagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schreibt das BAG.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf SARS-CoV-2, den Erreger von Covid-19, belaufen sich bisher insgesamt auf 375’115. Bei 10 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 358 Ansteckungen.

Kommission will mehr Geld für Pflege-Ausbildung

Die Gesundheitskommission des Ständerats (SGK) honoriert die wichtige Rolle, die das Pflegepersonal bei der Bewältigung der Corona-Pandemie spielt. Sie ist bereit, rund 100 Millionen Franken zusätzlich in die Ausbildung zu investieren.

Im Februar hatte sich die SGK noch gegen individuelle Beiträge zur Förderung der Pflege-Ausbildung ausgesprochen: Im Rahmen des indirekten Gegenvorschlags zur Pflegeinitiative lehnte sie solche damals knapp ab. Für die Mehrheit gab die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen den Ausschlag.

Ständeratskommission will ALV-Zustupf nicht per Notrecht regeln

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK) unterstützt den vom Bundesrat beantragten 14-Milliarden-Franken-Kredit für die Arbeitslosenversicherung. Sie beantragt aber, den geplanten À-fonds-perdu-Beitrag nicht auf Notrecht abzustützen.

Die Kommission erachtet es als staatspolitisch nicht mehr angemessen, diese Massnahme mit einer Notrechtsverordnung durchzusetzen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten.

Seit Beginn des Stillstandes Mitte März beantragten ungefähr 190’000 Firmen für rund 1,94 Millionen Personen Kurzarbeitsentschädigung. Das entspricht 37 Prozent der Angestellten im Land.

In die Arbeitslosenversicherung sollen zusätzliche Gelder fliessen. (Symbolbild: Keystone)
Regeln für Sommerlager gefordert

Fast alle Angebote für den sozialen Kontakt und Austausch von jungen Menschen seien auf unbestimmte Zeit verschoben oder abgesagt, teilte die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände mit. Die Dachorganisation mit 53 Mitgliedervereinen will Klarheit, wie es in den Sommerferien aussieht.

In dieser Zeit finden viele Anlässe für Jugendliche statt, namentlich Lager. Viele davon seien schon abgesagt. Der Bundesrat müsse in seine Ausstiegspläne aus den Coronavirus-Massnahmen die ausserschulischen Tätigkeiten berücksichtigen. Ein Amt oder eine Person soll als Ansprechstelle für die Jugendorganisationen fungieren. Für die Aktivitäten und besonders die Sommerlager brauche es klare Rahmenbedingungen.

SGK gibt grünes Licht für Swiss-Covid-App

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK) gibt grundsätzlich grünes Licht für die vom Bund und den beiden ETH entwickelte Swiss-Covid-App. Vor der breiten Lancierung seien aber noch einige Fragen zu klären.

Die Kommission empfiehlt dem Bundesrat in einem Schreiben, eine Erwerbsausfallentschädigung für Personen zu prüfen, die sich aufgrund einer Benachrichtigung durch die App freiwillig in Quarantäne begeben, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Diese Personen sollten sich zudem testen lassen können. Mehr dazu hier.

Die Kommission zeigt sich mit der App grundsätzlich zufrieden.(Bild: Keystone).
Wie hat der Bundesrat in der Krise regiert?

Die Geschäftsprüfungskommissionen von National- und Ständerat (GPK) untersuchen, wie der Bundesrat und die Verwaltung die Corona-Krise bewältigt haben. Damit wollen sie dazu beitragen, die demokratische Verantwortlichkeit der Behörden zu stärken und Lehren für die Bewältigung künftiger Krisen zu ziehen.

Der Bundesrat hatte am 16. März eine ausserordentliche Lage gemäss Artikel 7 des Epidemiengesetzes ausgerufen. Auf dieser Grundlage erliess er verschiedene befristete Verordnungen zur Bewältigung der Corona-Krise. Zu den meisten Entscheiden des Bundesrats konnte sich das Parlament erst im Nachhinein äussern. Mehr dazu hier.

Deutsche schauen pessimistisch in die Zukunft

Die Corona-Krise und ihre Folgen lassen eine Mehrheit der Menschen in Deutschland mit Skepsis und Pessimismus in die Zukunft schauen.

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach blicken aktuell nur 22 Prozent der Bevölkerung mit Hoffnungen auf das kommende Jahr. 44 Prozent der Befragten sehen den kommenden zwölf Monaten dagegen mit Befürchtungen entgegen. 27 Prozent äusserten Skepsis. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Zukunft sieht in den Augen vieler Deutscher wegen der Pandemie schlecht aus.(Archivbild: Keystone)
Abstandsregeln im Sommer: Epidemiologe ist für Lockerung

Epidemiologe Marcel Salathé sagte am Montagabend gegenüber SRF: «Das Wichtigste an der Abstandsregel ist der Abstand per se, nicht die konkrete Distanz. Zwei Meter sind eine gute Richtgrösse und werden auch von der zuständigen europäischen Behörde empfohlen. Doch ich kann mir vorstellen, dass die Regel nun gelockert wird, auch in Anbetracht der tiefen Zahlen und dem schönen Wetter.»

Marcel Salathé, Epidemiologe, spricht sich für Lockerungen aus. (Archivbild: Keystone)
Gfs-Studie zum Home Office

90 Prozent der Beschäftigten möchten Homeoffice als Ergänzung zur Arbeit vor Ort zulassen. Negativ bewertet werden in einer Umfrage die fehlenden informellen Kontakte und die mangelhafte Ergonomie. Die Gewerkschaften fordern nun zeitgemässe Homeoffice-Regelungen. Mehr dazu hier.

Die Erfahrungen mit Home Office sind grundsätzlich positiv. (Symbolbild: Keystone)
Gute Noten für Krisenmanagement des Bundesrats

Das Corona-Krisenmanagement des Bundesrats bekommt vergleichsweise gute Noten, was die Wirtschaft und die eingesetzten Arbeitsmarktinstrumente betrifft. «Die Schweiz ist bisher eine Erfolgsgeschichte», heisst es in einer Studie des Personaldienstleisters Adecco Group, welche die Massnahmen von zwölf Ländern zur wirtschaftlichen Bewältigung der Pandemiefolgen miteinander verglichen hat. Mehr dazu hier.

26.05.2020 09:04

Am Freitag, den 29. Mai beginnt der Verein Surprise wieder mit dem Verkauf des Strassenmagazins. Ein umfassendes Schutzkonzept steht, teilte der Verein am Dienstag mit. Um den Absatz für die rund 450 Verkaufenden anzukurbeln, lanciert Surprise die Aktion «Kaufe 2 verschenke 1». Mehr dazu hier.

Das Strassenmagazin Surprise wird am Freitag wieder auf der Strasse verkauft. (Archivbild: Keystone)
Schweizer Exportwirtschaft mit Rekordeinbruch im April

Die Schweizer Exportwirtschaft hat im April wegen der Corona-Pandemie einen Rekordeinbruch erlebt. Die Ausfuhren fielen im April zum Vormonat saisonbereinigt um 11,7 Prozent auf 16,71 Milliarden Franken. Real – also preisbereinigt – resultierte ein Rückgang von 10,0 Prozent.

Noch stärker verringerten sich die Einfuhren, und zwar um 21,9 Prozent auf 12,38 Milliarden (real: -17,8 Prozent). Für die Handelsbilanz ergibt dies einen sehr hohen Überschuss von 4,33 Milliarden Franken, wie den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Dienstag zu entnehmen ist.

Nach Geographie gingen die Ausfuhren in alle drei grossen Absatzmärkte zurück. Die Lieferungen nach Nordamerika (-30,4 Prozent) waren dabei stärker rückläufig als jene nach Europa (-13,1 Prozent) und Asien (-7,9 Prozent)

Bei den Importen bildeten sich die Einfuhren aus Nordamerika um einen Viertel, jene aus Europa um ein Fünftel und jene aus Asien um 22 Prozent zurück.

Das Volumen der Schweizer Uhrenexporte sackte im April gegenüber dem Vorjahr nominal um 81,3 Prozent auf 329 Millionen Franken ab, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag bekanntgab. Real, also preisbereinigt, betrug das Minus gar 82 Prozent.

NBA-Legende Patrick Ewing aus Spital entlassen

NBA-Legende Patrick Ewing ist nach einem zweitägigen Aufenthalt aus dem Spital entlassen worden und erholt sich nun zu Hause von seiner Coronavirus-Infektion. Dies teilte sein Sohn auf Twitter mit.

Der 57-jährige Ewing gewann mit den USA 1984 in Los Angeles und 1992 mit dem legendären ersten „Dream Team“ in Barcelona Olympia-Gold. Dazu wurde er elfmal ins Allstar-Team der NBA berufen. Heute coacht der langjährige Center der New York Knicks an der Georgetown University das College-Team Georgetown Hoyas.

Basketballspieler Ewing konnte wieder nach Hause. (Archivbild: Keystone)
Noch nie so viele Ansteckungen

Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums erstmalig binnen 24 Stunden mehr Covid-19-Todesfälle als die USA, die seit Wochen den traurigen Spitzenplatz diesbezüglich belegen. An den Folgen der Lungenkrankheit sind in Brasilien am Montag 807 Menschen gestorben, in den Vereinigten Staaten 620.

Das lateinamerikanische Land verzeichnet nach offiziellen Angaben mit 374’898 Fällen weltweit den zweitgrössten Ausbruch des Coronavirus, hinter den USA mit 1,637 Millionen Erkrankten. Die Gesamtzahl der Todesfälle in den USA liegt gemäss einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters bei 97’971, im Vergleich zu Brasilien mit 23’473.

International wütet die Pandemie weiter

Die USA hat währenddessen das geplante Einreiseverbot für Menschen aus Brasilien um zwei Tage vorgezogen.

Während sich in der Schweiz und den Nachbarländern die Situation so weit beruhigt hat, dass man versucht, zur Normalität zurückzukehren, ist das in anderen Teilen der Welt nicht der Fall. Am Samstag wurden weltweit 109’536 neue Fälle gemeldet, berichtet Watson. Das sind so viele wie noch nie.

In Brasilien wurden erstmals mehr Todesopfer verzeichnet, als in den USA. (Archivbild: Keystone)
So will Lausanne die Wirtschaft ankurbeln

Die Stadt Lausanne arbeitet an zwei Massnahmen zur Wiederbelegung der lokalen Wirtschaft. Dies sagte der Stadtpräsident von Lausanne, Grégoire Junod (SP) in einem Interview, das am Dienstag bei 24 Heures veröffentlicht wurde.

Eine Massnahme sei, Gutscheine an die ärmsten Haushalte zu verteilen. Die bescheidensten Haushalte würden «gut hundert Franken für Geschäfte in der Stadt erhalten», sagte Junod weiter. Die Kriterien für die Auswahl der Begünstigten müssten allerdings noch festgelegt werden, hiess es.

Die andere geplante Massnahme besteht darin, der gesamten Bevölkerung von Lausanne die Möglichkeit zu geben, Gutscheine mit einem Rabatt von 20 Prozent zu kaufen. «Mit 80 Franken haben Sie einen Kaufwert von 100 Franken», erklärte der Stadtpräsident. Er fügte hinzu, dass der Vorteil dieser Aktion darin bestehe, dass sie einen Welleneffekt erzeuge: «Wenn die Stadt eine Million Franken an öffentlichen Geldern einspeist, werden wahrscheinlich fünf Millionen Franken an Einkäufen generiert», hob er hervor.

Grégoire Junod (SP), präsentiert Massnahmen, die der Wirtschaft helfen sollen. (Archivbild: Keystone)
Weitere deutsche Impfungen können bald klinisch getestet werden

Der Präsident des deutschen Paul-Ehrlich-Instituts, Prof. Klaus Cichutek, sieht zwei weitere deutsche Impfstoff-Forschungsprojekte «nahe an der klinischen Prüfung», also, dass die Impfstoffe an Patienten getestet werden können. Vielversprechend sei ein Präparat der Firma CureVac aus Tübingen und ein Impfstoff des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung.

In der RTL/ntv-Sendung Frühstart sagte Cichutek am Dienstag, er rechne damit, dass «in wenigen Wochen die nächste klinische Prüfung vom Paul-Ehrlich-Institut genehmigt werden kann». Bisher habe nur die Firma BioNTech aus Mainz eine Genehmigung erhalten, hiess es. Das Paul-Ehrlich-Institut ist für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständig.

Klaus Cichutek geht davon aus, dass bald zwei Impfstoffe klinisch getestet werden können. (Archivbild: Keystone)
Singapur korrigiert Wirtschaftsprognosen

Singapur hat am Dienstag zum dritten Mal in Folge seine Prognose für das Bruttoinlandprodukt (BIP) des Jahres 2020 herabgestuft. Nach Angaben des Handelsministerium erwartet der Stadtstaat einen Rückgang zwischen sieben bis vier Prozent.

Der Stadtstaat leidet unter einer der höchsten Coronavirus-Infektionszahlen in Asien und kündigte daher nur eine langsame Lockerung der Beschränkungen ab dem kommenden Monat an. Die Regierung hatte im Februar erstmals die Möglichkeit einer Rezession angedeutet, als sie ihre BIP-Prognose für 2020 erstmals gesenkt hatte.

Es wird zudem erwartet, dass Singapurs Finanzminister am heutigen Dienstag ein neues, milliardenschweres Wirtschaftspaket vorlegen wird, um die Belastung von Unternehmen und Haushalten durch die Pandemie abzufedern.

Singapur ist vom Coronavirus schwer getroffen. (Archivbild: Keystone)
Deutschland will Reisewarnungen für 31 Länder aufheben

Die deutsche Regierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben. Dies soll geschehen, falls die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie es zulässt.

Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Grossbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein.

Die Aufhebung der Reisewarnung soll nun gerade rechtzeitig vor der Ferienzeit das Startsignal für grenzüberschreitende Sommerferien in Europa geben.

Die Reisewarnung soll durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden, die für jedes einzelne Land die Risiken aufzeigen sollen. Um einen möglichst guten Schutz der Touristen vor einer Coronavirus-Infektion zu gewährleisten, will sich die deutsche Regierung in der EU für eine Reihe gemeinsamer Kriterien einsetzen.

Die deutsche Regierung will Reisewarnungen für 31 Länder aufheben und sich innerhalb der EU für einheitliche Kriterien einsetzen. (Archivbild: Keystone)
Streit über EU-Hilfen: Röttgen attackiert Kreditpläne

In der Diskussion über EU-Wiederaufbauhilfen nach der Corona-Krise rügt der deutsche Aussenpolitiker Norbert Röttgen (CDU) die sogenannten «Sparsamen Vier» – also Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande. Ihr Vorschlag, statt nicht zurückzahlbarer Zuschüsse nur günstige Kredite zu gewähren, helfe nicht weiter, sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der Passauer Neuen Presse. «Es ist keine Lösung, Ländern wie Spanien und Italien, deren zentrales finanzpolitisches Problem eine zu hohe Verschuldung ist, einfach neue Schulden anzubieten, sondern eine Verschärfung der Situation. Deswegen ist es eine Provokation.»

Norbert Röttgen ist kein Fan der günstigen Kredite. (Archivbild: Keystone)
Deutsche Post will Mitarbeitende vorbeugend testen

Die Deutsche Post wird als erster deutscher Konzern tausende Mitarbeiter ohne konkreten Anlass auf das Coronavirus testen lassen. Das Unternehmen schlage den Weg einer «prophylaktischen Teststrategie» ein.

Dies kündigte Geschäftsleitungsmitglied Tobias Meyer in der Düsseldorfer Rheinischen Post vom Dienstag an. Deutlich mehr als 10’000 Mitarbeitern solle angeboten werden, sich vorsorglich testen zu lassen, «dies vor allem in grösseren Betriebsstätten».

Deutscher Wirtschaftsminister verteidigt Lufthansa-Rettung

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat das Rettungspaket für die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa gegen Kritik verteidigt. Der Staat hätte sich im Gegenzug für die Hilfen über neun Milliarden Euro mehr Mitsprache bei der Airline sichern müssen.

Man könne mit dem Rettungspaket zudem weit mehr als 100’000 Arbeitsplätze sichern, sagte der CDU-Politiker am Montagabend im heute journal des Senders ZDF.

Zudem würde ein wichtiges Unternehmen erhalten, das weltweit tätig sei und für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft eine «herausragende Rolle» spiele. Bewusst habe die deutsche Regierung aber keine staatlichen Vorgaben für das Lufthansa-Geschäft machen wollen. «Der Staat ist kein guter Unternehmer», sagte der deutsche Wirtschaftsminister allerdings weiter.

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, verteidigte die Rettung der Lufthansa.(Archivbild: Keystone)
Burgtheater setzt wegen Pandemie auf Geschichten statt Experimente

Nach Monaten der Schliessung sollen in der kommenden Saison am Wiener Burgtheater nachvollziehbare menschliche Geschichten in den Vordergrund rücken. Das sagte Direktor Martin Kusej am Montagabend, als er im Sender ORF seine Pläne für 2020/21 vorstellte. «Das ist mir auch ein ganz wichtiger Punkt, dass man von sehr krassen Experimenten und performativen Formaten eher wieder wegkommt», sagte der 59-Jährige, dessen erste Saison als Chef der renommierten Bühne im März jäh durch die Coronavirus-Pandemie unterbrochen wurde.

(Bild: Keystone)

Die kommende Spielzeit will Kusej im September mit seiner Inszenierung von Calderons «Das Leben ist ein Traum» eröffnen, ein Stück in dem ein Prinz aus erzwungener Isolation ins Leben zurückkehrt. Auch bei anderen Stücken finden sich Parallelen zur Pandemie. So etwa Maxim Gorkis «Kinder der Sonne» in der Bearbeitung von Simon Stone. Das Stück über einen Aufstand gegen Ärzte in Zeiten der Cholera soll im April Premiere feiern. Insgesamt umfasst der Spielplan 31 neue Produktionen, darunter auch Peter Handkes jüngstes Stück «Zdenek Adamec. Eine Szene».

Saison für Englands Frauen wegen Corona abgebrochen

Die Saison im englischen Frauenfussball ist vorzeitig beendet. Das gab der Verband am Montag bekannt, nachdem die überwältigende Mehrheit der Vereine der Women’s Super League und der zweitklassigen Women’s Championship sich wegen der Corona-Pandemie für einen Abbruch ausgesprochen hatte.

(Bild: Keystone)

Nach dem letzten Spieltag vor dem Abbruch führt Manchester City die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung bei einer Begegnung mehr vor Chelsea an. Dritter mit vier Punkten Rückstand und ebenfalls einer Partie weniger als Manchester ist Arsenal. Betroffen vom Saisonabbruch sind auch die drei Schweizer Nationalspielerinnen Lia Wälti von Titelverteidiger Arsenal, Ramona Bachmann von Chelsea und Alisha Lehmann von West Ham United.

Britische Regierung lockert Pandemie-Massnahmen in England

In England dürfen zahlreiche Geschäfte im Juni wieder öffnen. Das kündigte Premierminister Boris Johnson am Montag in London an. So dürfen dann unter anderem Bekleidungsgeschäfte, Möbelläden, Fachgeschäfte für Elektronik oder Bücher, Auktionshäuser und Schneidereien ihre Dienste anbieten. Bereits vom 1. Juni an können Märkte im Freien wieder ihre Waren verkaufen. Johnson hatte am 23. März alle Läden, die nicht wie Supermärkte und Pharmazien der Grundversorgung dienen, zur Pandemie-Eindämmung schliessen lassen.

(Bild: Keystone)

Bereits am Sonntag hatte der Premier angekündigt, ab Juni die Schulen für einzelne Jahrgangsstufen zu öffnen. Die Landesteile Schottland, Wales und Nordirland gehen im Kampf gegen das Coronavirus ihren eigenen Weg. Grossbritannien ist das Land mit den meisten Opfern in Europa. Bislang wurden 36.914 Todesfälle registriert, teilte Johnson am Montagabend mit. Es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

Tessiner Kantonsrat kritisiert Verlängerung des Notstands

Den ersten Sessionstag nach der Zwangspause hat der Tessiner Grosse Rat dem Thema Covid-19 gewidmet. In teils emotionalen Statements blickten Parlamentarier zurück auf die schwierigen Wochen des Südkantons und übten Kritik an der Regierung. Insbesondere die dritte Verlängerung des Notstands sorgte für Unbehagen.

Die Verlängerung des Notstands bis Ende Juni sei sinnvoll, erklärte Regierungspräsident Norman Gobbi zum Auftakt der Session «extra muros» im Luganeser Palazzo dei Congressi. Der zum dritten Mal verlängerte «stato di necessità» gebe dem Tessiner Krisenstab «Manövrierfreiheit».

Norman Gobbi. (Bild: Keystone)

Dank dem Notstand könne der kantonale Führungsstab die während der Krise geschaffene Infrastruktur aufrechterhalten und im schlechtesten Fall rasch reagieren, sagte Gobbi. Dies betrifft unter anderem die sechs ambulanten Untersuchungszentren in Locarno, Tre Valli, Mendrisio, Lugano, Agno und Giubiasco.

Skiflug-WM in Planica wird Mitte Dezember nachgeholt

Die im März wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagte Skiflug-WM in Planica wird vom 11. bis 13. Dezember 2020 nachgeholt. Dies beschloss die FIS an ihrem traditionellen Frühjahrs-Meeting, das per Video-Konferenz stattfand. Ursprünglich waren die Titelkämpfe als Abschluss der schliesslich vorzeitig abgebrochenen Saison 2019/20 geplant gewesen.

(Bild: Keystone)

Von Slowenien aus wird der Tross der Skispringer nach Engelberg weiterreisen, wo als letztes Weltcup-Springen vor den Weihnachtsferien traditionsgemäss die Hauptprobe zur Vierschanzentournee im Programm.

Keine Lohnfortzahlung bei freiwilliger Quarantäne nach App-Alarm

Der Bund gab heute bekannt, dass Personen, die sich nach einem App-Alarm freiwillig in Quarantäne begeben, keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben.

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WHO setzt Tests mit Hydroxychloroquin vorerst aus

Nach dem kritischen Bericht über die Wirkung der Malaria-Arznei Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tests mit dem Medikament vorerst ausgesetzt. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Montag in Genf, das zunächst möglichst viele Daten zu diesem und dem ähnlichen Wirkstoff Chloroquin ausgewertet werden sollen.

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Die Hydroxychloroquin-Tests fanden bisher im Rahmen einer von der WHO geführten internationalen Forschung statt. Dabei soll herausgefunden werden, ob verschiedene Medikamente gegen Malaria, HIV, Ebola und Multiple Sklerose einen Effekt gegen Covid-19 haben. Laut einer WHO-Expertin soll in einer oder zwei Wochen erneut über die Tests mit Hydroxychloroquin beraten werden. Entsprechende Chloroquin-Tests wurden in diesem WHO-Programm nicht gemacht.

Der Run auf UV-C-Roboter bleibt in der Schweiz noch aus

Die Firma Curmed AG aus Ostermundigen vertreibt in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein einen UV-C-Roboter. Ein in Dänemark hergestellter Roboter desinfiziert mit UV-C-Licht Räume. Konzipiert wurde er ursprünglich für Kliniken und Spitäler. Erste Tests laufen bereits im Universitätsspital Zürich.

(Video: Keystone)

Seit dem Ausbruch des neuen Coronavirus steigt das Interesse an solchen Robotern auch in anderen Bereichen, wie Flughäfen oder Hotelketten. Noch bleiben die grossen Bestellungen in der Schweiz aus, wie der Geschäftsführer von Curmed AG gegenüber Keystone-SDA sagt. Die Spitäler seien noch zu sehr durch Covid-19 absorbiert. Das könnte sich aber bald ändern, wenn die Welle weiter abflacht.

Super League – Rekordgewinn vor der Coronakrise

Die Sport und Event Holding AG (SEH), der die BSC Young Boys Betriebs AG angehört, weist im Geschäftsjahr 2019 einen Rekordgewinn von gut 21 Millionen Franken aus. Das positive Ergebnis kam primär durch ausserordentlich hohe Transfererträge (Kevin Mbabu, Djibril Sow) zustande. Der Gewinn, der vor allem als weitere Stärkung des noch ungenügenden Eigenkapitals vorgesehen war, wird gemäss Communiqué nun zu grossen Teilen für den Corona-Notfall eingesetzt werden müssen.

Das Geschäftsmodell des BSC Young Boys sieht Erträge aus den europäischen Wettbewerben und Transfereinnahmen vor. Fehlen diese Einnahmen beziehungsweise fallen sie nicht im gewünschten Ausmass an, führt dies zu einem strukturellen Defizit. 2018, als 17 Millionen Gewinn erzielt wurden, schenkte die erstmalige Teilnahme an der Champions League tüchtig ein.

In früheren Jahren publizierte die im Privatbesitz der Familien Rihs stehende Organisation keine Zahlen zum jeweiligen Geschäftsverlauf. Seit neuem verlangen die Swiss Football League wie auch die UEFA entsprechende Kennzahlen aus den Abschlüssen.

Lufthansa vor der Rettung – Regierung stimmt 9-Milliarden-Paket zu

Die schwer angeschlagene Lufthansa soll zur Rettung milliardenschwere Staatshilfen bekommen. Darauf verständigten sich die Bundesregierung sowie der Lufthansa-Vorstand, wie beide Seiten am Montag mitteilen. Das Paket ist aber noch nicht durch.

Denn die EU-Kommission muss noch zustimmen, ebenso der Aufsichtsrat der Lufthansa und die Hauptversammlung. Das Paket sieht verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmassnahmen in Höhe von neun Milliarden Euro vor.

(Bild: Keystone)

Auch aus Schweizer Sicht sind diese Verhandlungen von grossem Interesse, gehört die Airline Swiss doch zum deutschen Konzern. Der Bundesrat hatte bereits Anfang Mai ein Hilfspaket in Form von verbürgten Krediten für die Swiss und ihre Schwester Edelweiss im Umfang von 1,275 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt.

Mehrheit der Schweizer Bevölkerung plant Ferien in der Schweiz

Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung plant dieses Jahr noch Ferien, und zwar in der Schweiz. Das zeigt eine repräsentative Online-Umfrage.

(Symbolbild: Keystone)
Akzeptanz für Corona-App des Bundes ist hoch

Die Grundhaltung zur Corona-App des Bundes ist positiv, zu diesem Schluss kommt eine Umfrage. Demnach begrüssen 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung deren Einführung. 59 Prozent der Befragten geben an, dass sie die App in den nächsten Wochen installieren wollen.

(Bild: Keystone)
Gedenkzeremonie für Covid-19-Todesopfer im Tessin

An einer Sitzung gedenken Mitglieder des Grossen Rates den Covid-19-Todesopfern mit einer musikalischen Zeremonie. Die Politiker tagen extra muros im Kongresspalast in Lugano unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln.

(Video: Keystone)
Schweden registriert mehr als 4000 Corona-Todesfälle

In Schweden sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden vom Montag bislang 4029 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit ist die Rate der registrierten Sterbefälle um ein Vielfaches höher als etwa in Norwegen oder Deutschland.

Anders als in vielen anderen Ländern hatte die Regierung in Schweden beispielsweise nicht die Schulen geschlossen, sondern die Bürger lediglich gebeten, Abstand zu halten und die Hände zu waschen.

(Bild: Keystone)

In Schweden kamen bislang 40 Todesfälle auf 100’000 Einwohner. In Norwegen sind es 4,4, in Deutschland rund 10 von 100’000. Die schwedische Strategie ist deshalb heftig umstritten.

Weiteres Covid-19-Todesopfer im Kanton Aargau

Im Kanton Aargau hat das Coronavirus ein weiteres Todesopfer gefordert. Damit erhöhte sich die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Kanton auf 45, wie aus dem am Montag veröffentlichten jüngsten Lagebulletin des Aargauer Führungsstabs hervorgeht.

Die Zahl der bestätigten Fälle stieg zudem seit vergangenen Mittwoch um vier auf 1198. Von diesen gelten 1110 als geheilt. Am Montag befanden sechs Aargauer Covid-19-19-Patienten in Spitalpflege.

Grosseltern dürften bald ihre Enkel wieder hüten können

Wegen der tiefen Corona-Fallzahlen sind auch bei den Risikopersonen weitere Lockerungen angezeigt. Beispielsweise dürften Grosseltern ihre Enkelkinder bald wieder hüten können. «Wir werden die Empfehlungen überprüfen», sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

(Bild: Keystone)

Eine Lockerung bei der Kinderbetreuung sei absehbar. Die Empfehlungen würden in den nächsten Tagen und Wochen angepasst, sagte Koch am Montag vor den Bundeshausmedien.

Sport-Zuschauer bleiben in Österreich ausgesperrt

Österreichs Spitzensport ist von den nächsten Lockerungsmassnahmen der Regierung ausgenommen. Während ab 1. Juli bei Kulturveranstaltungen im Freien wieder bis zu 500 Personen zugelassen sind, soll etwa Fussball auch weiterhin ohne Publikum praktiziert werden. Das verkündete Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag.



«Für die Bundesliga haben wir eine eigene rechtliche Regelung verankert», meinte Anschober mit Blick auf die seit Mitte Mai geltende Verordnung für allerdings alle Mannschaftssportarten. Jene sieht bei Umsetzung eines strengen Präventions- und Hygienekonzepts die Austragung ohne Publikum vor und soll ungeachtet neuer Regelungen für den Kulturbereich weiter gelten. Dies obwohl Anschober festhielt, dass eine «Lex Kulturveranstaltung» eigentlich «rein rechtlich nicht zulässig» sei.

Die österreichische Bundesliga nimmt den Spielbetrieb nächste Woche wieder auf.

Maske runter im Park: Torontos Bürgermeister entschuldigt sich

Nach einem Park-Aufenthalt mit heruntergezogener Maske und ohne Einhaltung der Abstandsregeln hat sich Torontos Bürgermeister John Tory entschuldigt.

Er sei in den Park im Zentrum der Stadt gegangen, weil es Berichte gegeben habe, dass sich dort sehr viele Menschen zu dicht beieinander aufhielten, schrieb Tory in der Nacht zum Montag (Ortszeit) per Kurznachrichtendienst Twitter. Davon habe er sich selbst ein Bild machen wollen.



«Ich wollte mich dabei an die Abstandsregeln halten, aber das war sehr schwierig. Ich hatte eine Maske an, aber habe sie nicht richtig benutzt, noch eine Sache, von der ich enttäuscht bin.» Er habe Fehler gemacht und wolle in Zukunft ein besseres Vorbild sein, schrieb der Politiker, der seit 2014 Bürgermeister der ostkanadischen Metropole ist.

Trainingsstart - Auch FCZ, Thun und Lugano wieder im Training

Am Montag nahmen auch der FC Zürich, Thun und Lugano den Trainingsbetrieb wieder auf. Damit sind aus der Super League nur noch Sion und Neuchâtel Xamax in der Corona-Pause. Der Bundesrat dürfte an seiner Sitzung am Mittwoch grünes Licht für eine Fortsetzung der Meisterschaft geben – wahrscheinlich ohne Zuschauer und mit strengen Schutzkonzepten.



Die Swiss Football League (SFL) stimmt dann am Freitag an einer ausserordentlichen GV über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab. Ein möglicher Termin für den Neustart ist das Wochenende vom 20./21. Juni.

«Die FCZler sind wieder auf dem Rasen», schrieb der Stadtklub zufrieden auf Twitter. Besondere Freude hatte Goalie Yannick Brecher, der am Montag seinen 27. Geburtstag feierte.

Erneut Corona-Ansteckung von Nerz auf Mensch in Niederlanden

In den Niederlanden hat sich erneut ein Mensch bei einem Nerz mit Coronaviren infiziert. Landwirtschaftsministerin Carola Schouten teilte am Montag in Den Haag mit, dass ein Nerz auf einer Farm mindestens eine weitere Person angesteckt habe.

«Aufgrund der vorliegenden Informationen ist es höchstwahrscheinlich, dass mindestens eine von drei infizierten Personen durch einen Nerz angesteckt wurde», schrieb die Ministerin dem Parlament. In der vergangenen Woche war auf einer anderen Zuchtfarm ein vergleichbarer Fall bekannt geworden. Daraufhin waren strenge Schutzmassnahmen angeordnet worden.

(Bild Keystone)

Nach dem zweiten Fall nimmt der Druck auf die Ministerin zu. Tierärzte werfen ihr vor, das Ansteckungsrisiko herunter zu spielen. Farmen mit besonders hoher Zahl von infizierten Tieren müssten geräumt werden, fordern sie. Ministerin Schouten lehnt drastische Massnahmen aber vorerst ab. Sie will zunächst die Ergebnisse einer laufenden Untersuchung bei allen Zuchtbetrieben abwarten.

Japan hebt den Corona-Notstand vollständig auf

Japan hat den Corona-Notstand für das gesamte Inselreich vorzeitig aufgehoben. Regierungschef Shinzo Abe erteilte am Montag die Freigabe auch für den Grossraum Tokio sowie die nördlichste Provinz Hokkaido.

Für die übrigen Landesteile hatte der Rechtskonservative den Notstand bereits zuvor aufgehoben. Der Notstand war ursprünglich bis zum 31. Mai angesetzt worden, wobei das keine harten Ausgangsbeschränkungen wie in einigen europäischen Ländern bedeutete. Die Bürger in Japan wurden nur gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben.

(Bild: Keystone)

In gerade einmal eineinhalb Monaten habe man die Lage so gut wie unter Kontrolle gebracht, sagte der Regierungschef. Er rief die Bevölkerung jedoch auf, angesichts des Risikos einer zweiten Infektionswelle vorsichtig zu bleiben. Neben dem Tragen von Masken sollten die Bürger weiter Abstand zueinander halten und möglichst von zu Hause arbeiten.

Lufthansa vor der Rettung - 9-Milliarden-Paket steht offenbar

Das neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket für die von der Coronakrise schwer gebeutelte Lufthansa ist offenbar bald in trockenen Tüchern. Die deutsche Regierung und die Fluggesellschaft seien sich über die Konditionen einig.,

Das sagten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. «Die Verhandlungen sind in der Endphase, aber noch nicht abgeschlossen», sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin.

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Der Lenkungsausschuss des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) müsse noch dazu tagen und das vorliegende Konzept billigen. Das Gremium tritt den Insidern zufolge am Montagnachmittag zusammen.

Neues Verfahren ermöglicht Serienherstellung von Virenkiller-Mittel

Ein neuartiger Wirkstoff kann Coronaviren auf Schutzmasken abtöten. Nun wurde an der Hochschule für Life Sciences FHNW ein Verfahren entwickelt, um viele Tonnen dieses Mittels zu produzieren, wie die FHNW am Montag mitteilte.

Der neue Wirkstoff wurde vom ETH-Spin-​off namens «HeiQ Materials» entwickelt. Als Imprägniermittel aufgetragen verwandelt er beispielsweise Masken in Virenkiller. Zu Beginn der Coronakrise liess sich das Mittel jedoch nicht in grossen Mengen herstellen. Gemäss der FHNW ist dies Forschenden nun gelungen.



Am «Process Technology Center» der Hochschule entwickelten die Ingenieure um Wolfgang Riedl in nur vier Wochen ein neues Verfahren, mit dem sich mehrere Tonnen des neuen Mittels herstellen lassen. «Wir mussten schnell machen. Aber wir waren innerhalb von drei Tagen betriebsfähig und konnten mit der Entwicklung des Herstellungsprozesses beginnen», liess sich Riedl in der Mitteilung zitieren. Das Produktionsverfahren dient nun als Blaupause für Grossproduktionen in der Schweiz, den USA, Australien und China.

Tracing-App soll die Rückverfolgung von Kontakten mit Infizierten noch verbessern

Die derzeitigen Rückverfolgungen der Kontakte von Covid-19-Infizierten funktionierten gut. Mit einer Tracing-App wollen die Behörden den Ablauf noch verbessern.

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Pilotphase der Tracing-App ist am Montag gestartet

Die Pilotphase für die Schweizer Tracing-App ist am Montag gestartet. Die App soll die Rückverfolgung von Covid-19-Kontakten erleichtern.

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Rückverfolgung von Kontakten mit Covid-19-Infizierten funktioniere im Moment nur suboptimal
Kultur-Neustart in Österreich: Ein Meter Abstand, sonst Maskenpflicht

Beim Kultur-Neustart in Österreich ab Freitag muss nicht immer ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden. Wie Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer am Montag in Wien mitteilte, reicht es etwa in Theatern mit engen Sitzreihen, wenn jeder zweite Sitzplatz frei bleibt.

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Netzwerk Prokore legt Schutzkonzept für Erotikgewerbe vor

Das Arbeitsverbot im Erotikgewerbe soll ab dem 8. Juni aufgehoben werden: Dies fordert Prokore, der nationale Zusammenschluss der Beratungsstellen für Sexarbeitende. Um die Sicherheit von Sexarbeitenden und Kunden zu gewährleisten, legt Prokore ein Schutzkonzept vor.

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Wiedereröffnung der Strände auf Mallorca ohne grossen Andrang

Auf Mallorca wird wieder im Meer geplanscht: Nach einer mehr als zweimonatigen Zwangsschliessung wegen der Corona-Pandemie haben die Urlaubsinsel und viele andere Regionen Spaniens am Montag ihre Strände wieder geöffnet.

Bei schönem Badewetter und Temperaturen um die 25 Grad strömten an der Playa de Palma unweit der «Ballermann»-Partymeile und in anderen Gebieten Mallorcas aber zunächst nur wenige, ausschliesslich lokale Gäste an den Strand, wie Medien berichteten. Der Grund: Bis zum Ende des Exitplans Ende Juni dürfen die Spanier ihre jeweilige Provinz nicht verlassen. Und Touristen aus dem Ausland will der Corona-Hotspot Spanien erst im Juli wieder ins Land lassen.

(Bild: Keystone)

Die Wiedereröffnung der Playas nur für Einheimische gilt als erster Test für den Sommer. Die Gemeinden dürfen dabei spezielle Regeln für den Strandbesuch beschliessen. Die Corona-Grundbestimmungen, etwa ein Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern zwischen Handtüchern und Sonnenschirmen, müssen aber überall eingehalten werden. Zudem dürfen Gruppen maximal aus 15 Personen bestehen.

Die meisten Küstengemeinden ergriffen vorerst keine besonderen Sicherheitsmassnahmen. Das galt auch für die Mallorca-Hauptstadt Palma. Bürgermeister José Hila sagte, er vertraue den Bürgern. Er warnte aber auch: Sollte es Verstösse oder andere Probleme geben, werde man «andere Massnahmen» ergreifen. «Es wäre aber sehr traurig, wenn wir Badegäste mit Geldstrafen belegen müssten», betonte er.

Sichtguthaben bei der SNB steigen erneut deutlich an

Die Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind in der vergangenen Woche auf eine neue Rekordmarke gestiegen. Der Wert wird als Indiz für etwaige Interventionen am Devisenmarkt angesehen.

Er wird derzeit zusätzlich durch die Covid-19-Notkredite und die Erhöhung der Freigrenze der Sichtguthaben der Banken aufgebläht. Die Einlagen von Bund und Banken lagen am 22. Mai bei 679,9 Milliarden Franken nach 673,5 Milliarden in der Woche davor, wie die SNB am Montag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Das ist ein Anstieg um rund 6,4 Milliarden Franken. Auf die Giroguthaben inländischer Banken entfielen Ende vergangener Woche 596,6 Milliarden, ein Plus von 5,6 Milliarden.

Damit haben die Sichtguthaben im Vergleich zu Ende 2019 (27.12.) um rund 95 Milliarden Franken zugelegt, seit Mitte März um knapp 80 Milliarden. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr hatte der Anstieg rund 10 Milliarden betragen.

Südkorea führt Maskenpflicht in Bussen und U-Bahnen ein

Wer in Südkorea künftig Bus, U-Bahn oder Taxi ohne Mund- und Nasenschutz besteigen will, kann von den Fahrern abgewiesen werden.

Als Massnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus soll von Dienstag an landesweit das Tragen einer Schutzmaske für die Fahrgäste in öffentlichen Transportmitteln vorläufig Pflicht werden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Von Mittwoch an wird die Maskenpflicht auch auf In- und Auslandsflüge ausgedehnt.

(Bild: Keystone)

In Südkorea trägt die Mehrzahl der Fahrgäste in Bussen oder U-Bahnen bereits Schutzmasken. Die Behörden befürchten jedoch, dass immer mehr Menschen angesichts des wärmeren Wetters den Empfehlungen zum Tragen von Masken nicht mehr Folge leisten. «Zahlreiche Nutzer und Fahrer tragen keine Masken mehr», sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management.

Wiener Ärzten gelingt erste Corona-Lungentransplantation in Europa

An der Medizinischen Universität Wien ist eine Lungentransplantation bei einer Corona-Erkrankten geglückt. Nach Angaben der Universität handele es sich um die erste Covid-19-Lungentransplantation überhaupt in Europa.

Der Eingriff ist laut der Universität Wien dringend notwendig gewesen, die 45 Jahre alte Patientin wäre sonst voraussichtlich aufgrund eines schweren Lungenversagens gestorben. «Aus unserer Sicht geht es ihr jetzt hervorragend, wir haben kein gravierendes Problem bisher», sagte Klinikleiter Walter Klepetko nach dem Eingriff. «Die Organe funktionieren alle, wir sind alle zufrieden. Aber der Weg wird schon noch länger sein, bis wir sie hoffentlich endlich aus dem Krankenhaus herausbringen werden.» Die Transplantation erfolgte bereits vor einer Woche.

Die Patientin war nach Informationen der Medizinischen Universität ohne Vorerkrankungen und vor der Corona-Infektion bei bester Gesundheit gewesen. Bald nach der Erkrankung habe sich der Zustand der Frau aber so sehr verschlechtert, dass sie beatmet werden musste. «Die Lage war aussichtslos. Die Lunge war wie ein Klotz, da war nichts mehr über», erklärte Klepetko.

Palästinenserbehörde hebt Corona-Beschränkungen weitgehend auf

Die Palästinenserbehörde will angesichts eines glimpflichen Verlaufs der Corona-Pandemie Beschränkungen weitgehend wieder aufheben.

Der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Schtaje kündigte die Lockerungen am Montag an. Sie sollen der Bevölkerung eine weitgehende Rückkehr zur Normalität ermöglichen. Vorgesehen ist eine schrittweise Lockerung bis Mittwoch, nach Ende des Zuckerfests Eid al-Fitr.

Eine Milliarde Euro Corona-Hilfe für Städte und Gemeinden

Die österreichische Regierung fördert die Städte und Gemeinden in der Alpenrepublik aufgrund der Corona-Pandemie mit einem Investitionspaket in Höhe von einer Milliarde Euro. Das teilte die Regierung am Montag in Wien mit.

Das Geld könne unter anderem für Investitionen in die Kindergärten, die Schulen, den öffentlichen Verkehr, die Energieeinsparung, den Breitbandausbau oder auch die Sanierung von Bauwerken verwendet werden, erklärte Finanzminister Gernot Blümel von der konservativen ÖVP. «Grundsätzlich geht es auch bei den Kommunen, den Städten und Gemeinden darum, dass wir die Investitionskraft erhalten», sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Der Landeschef des Bundeslandes Oberösterreich, Thomas Stelzer (ÖVP), sprach von einem «Immunmittel gegen Stillstand oder gar Abschwung».

Deutsche Regierung und Lufthansa einigen sich auf Rettungspaket
 

Die Lufthansa und die Deutsche Regierung haben sich auf milliardenschwerde Staatshilfen geeinigt. (Bild: Keystone)

Die Lufthansa ist in der Corona-Krise schwer unter Druck geraten. Seit Wochen laufen Verhandlungen in Deutschland über ein Rettungspaket aus Steuergeldern.

Auch aus Schweizer Sicht sind diese Verhandlungen von grossem Interesse, gehört die Airline Swiss doch zum deutschen Konzern. Wie nun bekannt wurde, haben sich die Bundesregierung und das Lufthansa-Management nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur grundsätzlich auf milliardenschwere Staatshilfen für die angeschlagene Fluggesellschaft geeinigt.

Zustimmen müssen aber noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Gremien der Lufthansa sowie die EU-Kommission. Die Einigung sei «im Rahmen» des von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsplans, hiess es am Montag in Regierungskreisen.

Norweger hängt nach Hundeschlittenrennen seit Monaten in Alaska fest

Im März hat Thomas Waerner das mehrtägige Iditarod-Hundeschlittenrennen in Alaska gewonnen – seither steckt der Norweger mit seinen 16 Hunden dort fest. Nun versucht er in seine Heimat zu seiner Familie mit fünf Kindern und seinem Job zurück zu trampen. Was für eine Rolle ein Oldtimer-Flugzeug hierbei spielt, lesen Sie hier.

Japaner versteigern zwei Melonen für «nur» 1082 Franken

In Japan haben zwei der berühmten Yubari-Melonen auf einer Auktion den ungewöhnlichen Schnäppchenpreis von umgerechnet «nur» etwa 1082 Schweizer Franken erzielt. Schuld sei die Corona-Krise, wie ein Sprecher des örtlichen Grossmarktes am Montag laut Medien berichtete.

Die 120 000 Yen sind nur ein Bruchteil dessen, was solche Melonen zum traditionellen Auftakt der Saison auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido normalerweise einbringen. Im vergangenen Jahr hatte ein Paar solcher Melonen noch den Rekordpreis von fünf Millionen Yen erzielt. Hokkaido ist eine der am schwersten vom Virus betroffenen Regionen.

Erdbebenforscher profitieren von Lockdown-Stille

Durch den wochenlangen Stillstand ist es auch auf der Erdoberfläche ruhiger geworden. Die Folge: Erdbeben-Signale waren besser zu erkennen. Alles zum Thema finden Sie hier.

Schweizer ICT-Branche bereits wieder optimistischer

Die Schweizer ICT-Branche rechnet in den kommenden drei Monaten bereits wieder mit einer leichten Verbesserung der Lage. Von einem Wachstum sind die Unternehmen aber noch weit entfernt, wie der ICT-Index der Branchenorganisation Swico zeigt, der aufgrund der Coronakrise derzeit monatlich erhoben wird.

Deutlich positiver als noch vor Monatsfrist beurteilen namentlich die Softwareentwickler, die IT-Dienstleister und die IT-Beratungsunternehmen ihre Lage. Die Indexwerte dieser Branchensektoren bewegen sich zwischen 77 und 83 Punkten, was gegenüber dem Vormonat einem Plus von über 8 Punkten gleichkommt respektive bei den Softwareunternehmen sogar einem Plus von 18 Punkten.

147 Mitarbeitende in Nniederländischem Schlachthof infiziert
Corona an Niederländischen Schlachthöfen: Zwei Höfe mussten bereits schliessen, weil zahlreiche Mitarbeitende erkrankten. (Bild: Keystone)

In einem niederländischen Schlachthof erkrankten 147 Mitarbeitende am Coronavirus. Auch an weiteren Standorten der Schlachthof-Gruppe gibt es Fälle. Ein weiterer Hof musste geschlossen werden. Weitere Details finden Sie hier.

Armee befördert Büsi nach moralischen Corona-Unterstützung

Die Schweizer Armee hat die Katze Lili zum Stabsadjutant befördert. Das Tier stehe freiwillig im Rekrutierungszentrum Sumiswald BE im Dienst. «Sie hat die Ehre der Beförderung mit ihrer unermüdlichen moralischen Unterstützung des Inf Bat 19 verdient während dessen Einsatz vom 20. April bis 20. Mai 2020», so die Begründung der Armee für die Beförderung.

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Adjutant Unteroffizier Lili wird zum Stabsadjutant befördert. Die Katze steht – freiwillig – im Rekrutierungszentrum Sumiswald BE im Dienst. Sie hat die Ehre der Beförderung mit ihrer unermüdlichen moralischen Unterstützung des Inf Bat 19 verdient während dessen Einsatz vom 20. April bis 20. Mai 2020. An der Zeremonie teilgenommen haben Major Benoît; Hauptmann Dupuis, Stabsadjutant Olier sowie Hauptmann Benjamin. # L’adjudant sous-officier Lili reçoit la promotion au grade d’adjudant EM. La chatte qui rend service au centre de recrutement de Sumiswald BE a mérité cet honneur pour son service infaillible en soutien moral à la troupe, du 20.04.20 au 20.05.20. Sa présence et son encouragement ont été d’une aide précieuse pour le bat inf 19. La cérémonie a eu lieu en présence de major Benoît, l’adjudant EM Olier ainsi que le capitaine Benjamin. Le dossier d’avancement a été signé par le commandant du bat inf 19. # L’aiutante sottufficiale Lili è stata promossa al grado di aiutante di Stato maggiore. La gatta che presta servizio – volontario – presso il centro di reclutamento di Sumiswald, ha meritato questo onore per il suo efficace servizio, svolto dal 20 aprile al 20 maggio 2020, a favore del morale della truppa. La sua presenza e il suo incoraggiamento sono stati un prezioso aiuto per il battaglione di fanteria 19. Alla cerimonia hanno preso parte il maggiore Benoît, capitano Dupuis, l’aiutante di Stato maggiore Olier, e il capitano Benjamin. Il dossier per l’avanzamento è stato firmato dal comandante dell‘ bat inf 19.

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Zehn neue Ansteckungen mit dem Coronavirus

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages zehn neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Sonntag waren elf Fälle gemeldet worden, am Samstag 18 und am Freitag 13.

Insgesamt gab es 30’746 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag mitteilte. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Über die Auffahrtstage hatten die meisten Kantone ihre Zahlen bis Montagmittag nicht aktualisiert.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagmittag 1906, das sind zwei mehr als noch am Vortag gemeldet waren. Mehr Informationen gibt es hier.

Klima-Aktivisten fordern Krisenaktionsplan

Klima-Aktivisten haben einen Krisenaktionsplan erarbeitet. Damit sollen die Massnahmen zur Corona-Krise klimagerecht gestaltet werden. Die Corona- Krise habe grosse Teile des Alltags zum erliegen gebracht und andere völlig auf den Kopf gestellt, erklärten Klima-Aktivisten am Montag vor den Medien. Der Bundesrat habe die ausserordentliche Lage erklärt und Milliarden an Nothilfe beschlossen. Dennoch würden zahllose Menschen am Abgrund stehen.

Die Weichen würden jetzt neu gestellt und mit dem Wiederaufbau der Wirtschaft werden entscheidende Massnahmen für die nächsten Jahre in der Klimapolitik getroffen. «Um die Klimakrise nicht noch weiter anzuheizen ist es zentral, ein soziales und ökologisches Konjunkturprogramm zu verabschieden», teilten die Klima-Aktivisten mit.

Staatshilfen in Coronakrise haben Frankreich 450 Mrd Euro gekostet

Die Staatshilfen zur Bewältigung der Coronakrise haben Frankreich nach Worten von Finanzminister Bruno Le Maire seit Mitte März bislang insgesamt 450 Milliarden Euro gekostet.

Die Unterstützung für Wirtschaft und Bürger entspreche damit 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sagte Le Maire am Montag dem TV-Sender BFM. Das nächste Hilfspaket ist bereits in Vorbereitung.

Präsident Emmanuel Macron werde am Dienstag «starke Massnahmen» zur Unterstützung der Autobauer vorlegen, kündigte Le Maire an. Die Aktien von Renault und Peugeot legten daraufhin im frühen Handel zu.

In Frankreich künden die Verantwortlichen für Dienstag die Bekanntgabe weiterer Staatshilfen für Autobauer an. (Bild: Keystone)
Bundes-Behörden informieren um 14 Uhr

Wie steht es um die Corona-Pandemie in der Schweiz nach dem Auffahrts-Wochenende? Wo stehen die Behörden mit der Entwicklung der Corona-App? Auf diese und weitere Fragen liefern die Behörden am heutigen Montag ab 14 Uhr in Bern Antworten. Schwerpunkte sind dabei das Contact Tracing und die Proximity-Tracing-App. Die Medienkonferenz können Sie hier im Live-Stream verfolgen.

Italien will Ski-WM um ein Jahr verschieben

Die alpine Ski-WM in Cortina d’Ampezzo wird voraussichtlich ein Jahr später stattfinden als geplant. Das italienische Olympische Komitee (Coni) wolle die FIS ersuchen, die für den 8. bis 21. Februar 2021 angesetzten Titelkämpfe erst im März 2022 austragen zu dürfen. Das verkündete Coni-Präsident Giovanni Malago im Gespräch mit dem TV-Sender RAI 2.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die unsicheren Perspektiven einer Wiederaufnahme der Sportevents hätten das Coni dazu bewogen, die Verschiebung der Ski-WM zu beantragen, sagte Malago. Die WM soll demnach aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie erst nach den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking ausgetragen werden.

Industrie spürt Corona-Pandemie

Die Schweizer Industrie spürt die Corona-Krise. Doch nicht überall sinkt die Produktion. Bei Beatmungsgeräten beispielsweise wurde ein Plus verzeichnet. (Bild: Keystone)

Die Corona-Krise zeigt sich in der Schweizer Industrie: Eine starke Entwicklung im Januar und ein robustes Baugewerbe sorgten im Jahresvergleich noch für ein Plus in der Produktion im sekundären Sektor. Der März wies jedoch einen kräftigen Rückgang aus. Der Umsatz im Quartal ist zum ersten Mal seit drei Jahren wieder zurückgegangen.

Vom Jahresbeginn bis Ende März stieg die Produktion im gesamten sekundären Sektor, der sich aus Industrie und Bau zusammensetzt, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,8 Prozent. Der Umsatz lag jedoch 0,4 Prozent tiefer, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Mehr zum Thema gibt es hier.

Italien startet Antikörper-Tests bei 150'000 Personen

Italien will herausfinden, wie viele Personen gegen das Coronavirus Antikörper entwickelt haben und will Informationen über das Ausmass der Infektion im Land sammeln. Deshalb beginnen am heutigen Montag Antikörper-Tests bei 150’000 Personen in 2’000 der 8’000 italienischen Gemeinden.

Die Tests erfolgen auf freiwilliger Basis. Bürger, die eingeladen werden, sich dem Test zu unterziehen, sind nicht dazu verpflichtet. Die lokalen Gesundheitsbehörden haben bereits Interessenten aufgerufen, sich den Antikörper-Tests zu unterziehen, die mit Hilfe des Roten Kreuzes durchgeführt werden. Den Beteiligten wird Blut in Labors oder bei Senioren zu Hause entnommen. Die öffentlich-rechtliche TV-Anstalt RAI sendete einen Spot über den Test, auch in Apotheken wurden Plakate ausgehängt, um die Bevölkerung zur Teilnahme zu bewegen.

Sevilla-Profis brechen Corona-Regeln und feiern Gartenparty

Vier Spieler des FC Sevilla haben gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus verstossen und sich dafür entschuldigt. Die Offensivspieler Luuk de Jong, Ever Banega, Lucas Ocampos und Franco Vazquez feierten zusammen mit insgesamt zwölf weiteren Personen eine Gartenparty. In Spanien sind aktuell jedoch Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Ein Bild von der Party veröffentlichte Banegas Frau auf Instagram.

«Ich möchte mich für das entschuldigen, was gestern passiert ist», erklärte Banega dann selber auf Instagram. Es sei ein Treffen von Teamkollegen und Familie gewesen, und man habe nicht gewusst, dass man im Unrecht sei, schrieb der Argentinier. Das Foto macht derweil in den sozialen Medien weiterhin die Runde – und sorgt für rote Köpfe:

Westschweizer Medium «Micro» gibt wegen Coronavirus auf

Die erst vor Kurzem ins Leben gerufene Westschweizer Wochenpublikation «Micro» wird ihren Betrieb einstellen. Dies gaben die Herausgeber in der Nacht auf Montag bekannt.

Als Grund geben die Verantwortlichen die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus an. Die Covid-19-Pandemie habe die Hauptkunden des Titels stark betroffen: Cafés, Arztpraxen, Friseursalons und Cafés, hiess es weiter im Communiqué. Unter diesen Umständen sei es unmöglich, die Veröffentlichung wieder aufzunehmen. Daher werde man am kommenden Sonntag die Veröffentlichung einstellen. Eine letzte Ausgabe ist laut den Angaben für Samstag geplant.

Japan erwägt Belohnung für medizinisches Personal

Als Dank für seinen unermüdlichen Kampf gegen das Coronavirus erwägt die japanische Regierung eine Belohnung für das medizinische Personal des Landes. Wie die japanische Tageszeitung «Tokyo Shimbun» am Montag berichtete, prüfe das Gesundheitsministerium eine Belohnung für Ärzte, Krankenschwestern und andere Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen von bis zu 200’000 Yen (1700 Euro) pro Person. Damit solle zugleich sichergestellt werden, dass die Krankenhäuser des Landes mit Blick auf eine mögliche zweite Infektionswelle auch weiterhin gewappnet bleiben, hiess es.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in japanischen Krankenhäusern erhalten Belohnungen. (Bild: Keystone)
Covid-Betrug im Kanton Waadt: Festnahmen

Die Kantonspolizei Waadt meldet eine Verhaftung im Zusammenhang mit einem Corona-Betrugsfall. Die mutmasslichen Täter sollen mit falschen Angaben bei verschiedenen Banken Covid-Kredite des Bundes erschlichen haben. Es geht um Beträge im Bereich von mehreren Millionen Franken. Mehr als eineinhalb Millionen Franken wurden bereits ins Ausland überwiesen. Dieses soll wieder zurück in die Schweiz geführt werden.

Im Kanton Waadt wurden mehrere Corona-Betrüger festgenommen. (Bild: Keystone)

Bei einer Durchsuchung am 19. Mai haben die Behörden mehrere Personen festgenommen. Eine Untersuchung wegen Betrugs, Untreue, schwerer Misswirtschaft, Wertpapierfälschung, Geldwäsche und Verstoss gegen die Covid-Verordnung läuft. Eine Person befindet sich in Untersuchungshaft. Den mutmasslichen Tätern wird vorgeworfen, die Banken über den Umsatz der begünstigten Unternehmen getäuscht zu haben. Dies indem sie die im System vorgesehenen begrenzten Kontrollen ausgenutzt hätten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Deutschland in Rezession

Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft mit Wucht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Die Corona-Krise belastet die Deutsche Wirtschaft. (Bild: Keystone)

Die Behörde bestätigte damit erste Daten. Der Einbruch zum Jahresanfang war der stärkste Rückgang im Quartalsvergleich seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung.

Die privaten Konsumausgaben und der Export brachen im ersten Vierteljahr ein. Unternehmen investierten deutlich weniger in Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen. Gestiegene Bauinvestitionen und Konsumausgaben des Staates verhinderten den Angaben zufolge einen noch stärkeren Absturz.

Kritik an Johnson nach Solidaritätsbekundung für Berater Cummings

Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach dem demonstrativen Eintreten für seinen in die Kritik geratenen Chefberater Dominic Cummings selbst unter Beschuss geraten. Johnson hatte am Sonntag versucht, einen Strich unter die Affäre wegen angeblicher Lockdown-Verstösse zu ziehen und seinen Berater von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen.

Cummings wird vorgeworfen, mit einer Reise von London zu Familienangehörigen ins rund 430 Kilometer entfernte Durham Ende März gegen die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verstossen zu haben. Der Berater gab an, er habe keine andere Möglichkeit gehabt, die Betreuung seines vier Jahre alten Sohns sicherzustellen. Johnson liess das als legitimen Grund gelten, um die damals geltenden strengen Ausgangsbeschränkungen zu umgehen und wies Forderungen nach einem Rauswurf Cummings‘ zurück.

 

Geriet in Kritik weilt er seinen Berater Cummings in Schutz nahm: Der britische Premier Boris Johnson. (Bild: Keystone)

Chiles Präsident Piñera sieht Gesundheitssystem «sehr nah am Limit»

Angesichts der starken Zunahme von Coronavirus-Infektionen geraten die Krankenhäuser in Chile an ihre Grenzen. «Wir sind sehr nah am Limit, weil wir einen grossen Anstieg hatten», sagte Präsident Sebastián Piñera der chilenischen Zeitung «La Tercera» zufolge bei der Einweihung einer provisorischen Klinik in Santiago de Chile am Sonntag.

Chiles Präsident Sebastián Piñera fürchtet, dass das Limit der Belastung für das Gesundheitssystem in seinem Land bald erreicht ist. (Bild: Keystone)

Die Zahl Corona-Infizierten in dem südamerikanischen Land stieg in den vergangenen Tagen stark und liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums mittlerweile bei knapp 70’000, 718 Patienten starben im Zusammenhang mit dem Virus. Der Grossraum Santiago, in dem etwa acht Millionen Menschen – gut 40 Prozent der Gesamtbevölkerung Chiles – leben, steht unter Quarantäne.

Japanische Bauern bieten in Corona-Krise Studenten Jobs an

In Japan bieten Bauern Studenten, die wegen der Corona-Krise ihre Teilzeitjobs verloren haben, vorübergehend Arbeit auf Obstplantagen an. Wie örtliche Medien am Montag berichteten, haben Bauern in der Provinz Fukushima zu diesem Zweck ein Programm gestartet, das Bauern und Studenten zusammenbringt. Das Projekt der Agrargenossenschaft JA Fukushima Mirai helfe nicht nur den Studierenden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auch die örtlichen Landwirte brauchten in der Obst-Hochsaison dringend helfende Hände.

 

In Japan bieten Bauern Studenten Jobs an. (Bild: Keystone)

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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