Kritisiert den administrativen Aufwand, den das BAG den Schweizer Ärztinnen und Ärzten auferlegt: Jürg Schlup. (Bild: Keystone)
Schweiz

FMH-Chef fordert grössere Pflichtlager und kritisiert BAG

Der höchste Schweizer Arzt verlangt grössere Pflichtlager. Zudem kritisiert er das BAG: Die Ärztinnen und Ärzte hätten einen riesigen administrativen Aufwand.

Der Präsident des Berufsverbandes der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH, Jürg Schlup, hat grössere Pflichtlager gefordert. «Die Versorgung ist ein grosses Thema – mit Medikamenten, mit Schutzmaterial, aber auch mit Impfungen», sagte er dem «Blick» vom Montag.

«Andererseits müssen Medikamente, Impfstoffe und Schutzmaterial wieder vermehrt in der Schweiz und in Europa hergestellt werden», forderte er als Lehre aus der Coronavirus-Krise weiter.

Riesige administrative Belastung

Zudem geht der FMH-Präsident mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG hart ins Gericht. «Die administrative Belastung für die Ärzteschaft ist riesig», klagte er. Das BAG böte kein vollständig online ausfüllbares Formular an, hiess es weiter. «Man muss auf der Website eines anfordern und erhält dieses nach einer Viertelstunde gemailt. Bis dahin ist man beim nächsten Patienten», erklärte der 64-Jährige. Daher hätten Ärzte eben schneller ein Fax geschickt – ohne Zusatzschritt und ohne diese Wartezeit, sagte er.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Vorgehensweisen etwa beim Bundesamt für Statistik BfS. «Dieses bietet Online-Formulare, die man direkt ausfüllen kann – und die werden auch problemlos von allen Ärzten ausgefüllt», beteuerte Schlup gegenüber dem «Blick».

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