Die Basler Versicherung ist auch durch den tiefen Umwandlungssatz belastet. (Archivbild: Keystone)
Basel

Bâloise im BVG-Geschäft mit etwas weniger Versicherten

Im Bereich der beruflichen Vorsorge hat die Basler Versicherung Kunden verloren. Entsprechend sank auch das Ereignis aus dem BVG-Geschäfts.

Die Basler Versicherung hat im vergangenen Jahr im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge nach dem Rückzug der Konkurrentin Axa aus der Vollversicherung Neukunden dazugewonnen. In Zeiten von Corona versucht die Bâloise derweil, die Kunden mit einigen Massnahmen zu unterstützen.

Die Gruppe habe im BVG-Geschäft eine hohe Anzahl Neukunden verzeichnet, schreibt die Bâloise am Montag in Zuge der Veröffentlichung der BVG-Betriebsrechnung. Insgesamt ging die Gesamtzahl der aktiv Versicherten jedoch um 2 Prozent auf 153’541 Personen zurück. Über 15’000 Unternehmen sind in Vorsorgefragen bei der Basler angeschlossen.

Unterstützung erhielt der Bereich vom günstigen Verlauf an den Börsen. Die Nettoanlagerendite lag zwar mit 1,55 Prozent leicht unter Vorjahr. Das hat aber auch damit zu tun, dass 2018 mit dem Verkauf von Immobilien hohe Anlagegewinne realisiert wurden.

Unterstützung wegen Corona

Das Ergebnis des BVG-Geschäfts sank derweil auf 40,1 Millionen Franken von 49,9 Millionen. Dabei lag die Ausschüttungsquote bei 93,1 Prozent, und dem Überschussfonds wurden mit Blick in die Zukunft weitere 30 Millionen zugewiesen.

Die Tiefzinsumfeld hinterlasse im BVG-Geschäft nach wie vor tiefe Spuren, hiess es weiter. Der aus Sicht der Branche zu hohe obligatorische Umwandlungssatz allein habe das Ergebnis mit 50 Millionen Franken belastet. Die Politik bleibe gefordert und eine Senkung des Mindestzinses sowie des Umwandlungssatzes seien notwendig.

In der Coronakrise will die Basler Versicherung den Kunden derweil mit einigen Initiativen beiseitestehen. So wurden die Zahlungsfristen bei Mieten verlängert und um einen Beitrag zur Liquiditätssicherung der Kunden zu leisten, senke man den Sollzins in der beruflichen Vorsorge temporär auf 1 Prozent. Dies ist bis Ende September 2020 gültig.

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