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Der Telebasel Sport Beitrag vom 23. Mai 2020.
Basel

Wären Geisterspiele ein Vorteil für den FCB?

Fussball während Corona steht ganz im Zeichen von Geisterspielen. Für den FCB und die Super League werden Spiele ohne Zuschauer wohl bald zur neuen Norm.

Die Bundesliga zeigte bereits am letzten Wochenende, wie Fussball während der Corona-Krise aussehen kann. Ein Grossteil der Sportwelt blickte nach Deutschland.In der Schweiz wird es bald ähnlich aussehen, wenn im Juni der Spielbetrieb der Swiss Football League wieder aufgenommen wird.

«Das war ein sehr guter Anfang. Die ganze Welt schaute darauf, wie die Bundesliga das handhabt. Zu 90 Prozent ist das auch sehr gut verlaufen», meint der FCB-Trainer Marcel Koller zum Bundesliga-Neustart.

«12. Mann» wird Basel fehlen

Der FC Basel hat seit Jahren den höchsten Zuschauerschnitt bei Heimspielen in der Super League. Wenn es bald Geisterspiele im Joggeli geben wird, fehlt der so essentielle Heimvorteil dem FCB.

«Wenn man so ein grosses Stadion hat wie der FCB, wäre es schön, wenn die Fans dabei wären mit der Unterstützung der Muttenzerkurve. Das geht jetzt leider nicht und wir können den Heimvorteil nicht ausnützen», erklärt Koller. Es gibt allerdings nicht nur negative Punkte.

Geisterspiele liegen dem FCB

Im letzten Ernstkampf vor der Corona-Pause konnte Basel in einem Geisterspiel enorm überzeugen. «Wir haben ja die Erfahrung in Frankfurt gemacht, dass wir ohne Zuschauer auch spielen können. Man kann sich besser auf sich selbst fokussieren. Man hört sich besser und die Kommunikation ist einfacher», meint Koller zum 3:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt.

Der FCB lockt bei Auswärtsspielen in der Super League viele gegnerische Fans ins Stadion. Wenn Rotblau zu Gast ist, kommen bei der Heimmannschaft normalerweise so viele Zuschauer ins Stadion wie bei keinem anderen Super League-Club.

Volle Stadien, lieber früher als später

Dieser Heimvorteil der FCB-Gegner fällt vor leeren Rängen weg. «Wenn 50’000 Zuschauer in Frankfurt auf den Rängen gewesen wären, hätten wir vielleicht nicht mit 3:0 gegen Eintracht auswärts gewinnen können», denkt der FCB-Trainer.

Natürlich hoffen Rotblau und alle Fans, dass es bald wieder zu vollen Stadien kommen wird. Ein ausverkauftes Joggeli wird es allerdings frühstens in der kommenden Saison geben. Bis dahin hat Basel alles was es braucht, um auch ohne die eigenen Fans im Rücken gewinnen zu können.

2 Kommentare

  1. Wahrscheinlich war Telebasel schon sehr lange nicht mehr im Joggeli

    …Der FC Basel hat seit Jahren den höchsten Zuschauerschnitt bei Heimspielen in der Super League..?

    Werden da die verkauften Tickets oder die effektiven anwesenden Zuschauer bei Telebasel gewertet?
    Schon seit Jahren werden vom FCB Zuschauerzahlen veröffentlicht, die jeder Fan mit einem Staunen hinterfragt, wenn er in die Runde des halbleeren Joggeli schaut.Report

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