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International

Bayern und Dortmund im Gleichschritt

Bayern München und Dortmund haben auch ihr zweites Spiel nach dem Bundesliga-Neustart gewonnen. Damit gehen sie mit vier Punkten Vorsprung ins Direktduell.

Bislang geht es für die beiden Meisterkandidaten trotz der gewöhnungsbedürftigen Atmosphäre in den Stadien so weiter wie vor der langen Pause. Bayern München kam in der 27. Runde durch das 5:2 gegen Eintracht Frankfurt genauso zum sechsten Sieg in Folge wie die Dortmunder, die in Wolfsburg 2:0 gewannen.

Fast sieben Monate nach dem blamablen 1:5 in Frankfurt, das Niko Kovac das Traineramt bei den Bayern gekostet hatte, gelang die Revanche trotz zweier Gegentore innerhalb von vier Minuten. Leon Goretzka, Thomas Müller und Robert Lewandowski mit seinem 27. Saisontor schossen die Bayern bis 40 Sekunden nach der Pause 3:0 in Front. Der Österreicher Martin Hinteregger sorgte mit seinem Doppelschlag in der 52. und 55. Minute wieder für nicht mehr erwartete Spannung.

Doch die Frankfurter sind nicht umsonst dem Abstieg näher als den europäischen Plätzen. Die Mannschaft von Adi Hütter brachte sich rasch selber wieder in Schwierigkeiten. Eine unglückliche Intervention von Captain Gelson Fernandes führte nach einer knappen Stunde zum 2:4 und schliesslich war es Doppeltorschütze Hinteregger, der mit einem sehenswerten Eigentor für die endgültige Entscheidung sorgte.

Schweizer als Gefahr

Die Dortmunder erlebten ein weniger hektisches Spiel, bekundeten aber zwischenzeitlich Mühe. Nachdem Raphaël Guerreiro in der 32. Minute sein drittes Tor seit dem Neustart erzielt hatte, taten sich die Favoriten schwerer. Den Dortmunder Sieg brachte zweimal ein Schweizer in Gefahr, bevor Achraf Hakimi mit dem 2:0 eine knappe Viertelstunde vor Schluss alles klar machte. Renato Steffen schoss kurz nach der Pause aus idealer Position über das Tor von Roman Bürki. Und in der 62. Minute war es wieder der Aargauer, der für Gefahr sorgte – diesmal musste Bürki eingreifen.

«Man kann das Spiel nicht 90 Minuten lang kontrollieren», sagte Favre. «In der zweiten Halbzeit war es nicht mehr so gut, aber immer noch gut.» Zum bevorstehenden Spitzenspiel vom Dienstag wollte sich der Romand noch nicht äussern. Er wolle zuerst diesen Erfolg geniessen. Das seine Mannschaft unter Druck stehen wird, steht aber ausser Frage. Eine Niederlage und der daraus resultierende Sieben-Punkte-Rückstand dürfte kaum wettzumachen sein.

Schweizer im Pech

Einen Rückschlag im Rennen um die Champions-League-Plätze musste Mönchengladbach vor seinen über 13’000 aus Karton gebastelten Fans hinnehmen. Das Team um Captain Yann Sommer fiel durch das 1:3 im Direktduell hinter Leverkusen auf Platz 4 zurück und könnte am Sonntag sogar aus den Champions-League-Rängen fallen, wenn Leipzig in Mainz mindestens einen Punkt holt.

Das Entscheidende beim 1:3 gegen Leverkusen spielte sich in der Startviertelstunde der zweiten Halbzeit innerhalb von wenigen Minuten ab, mit Schweizern in unglücklichen Nebenrollen. Zuerst glich Marcus Thuram in der 52. Minute für die Gladbacher aus. Und nur kurz darauf hätte der Franzose beinahe das 2:1 erzielt. Im Gegenzug touchierte Nico Elvedi im eigenen Strafraum Karim Bellarabi bei seinem Abwehrversuch. Obwohl der Leverkusener erst nach dem Torabschluss fiel, entschied der Schiedsrichter auf Penalty. Kai Havertz verwertet den Versuch mit viel Glück: Yann Sommer berührte den Ball noch. «Er schiesst ihn vielleicht fast zu schlecht, dass ich ihn halten kann», meinte der Schweizer Nationalkeeper. «Manchmal hat man mehr Glück, manchmal weniger.»

Für den dritten Schweizer in der Gladbacher Startformation war es ganz speziell ein unglücklicher Nachmittag. Breel Embolo musste sich schon in der 12. Minute mit einem lädierten Knöchel auswechseln lassen, nachdem er von Havertz unglücklich gefoult worden war. Trotz der Umstände war der Sieg der Leverkusener verdient. Sie blieben zum zwölften Mal in Folge ungeschlagen und konnten sich wie schon letzte Woche auf den 20-jährigen Havertz verlassen. Dieser schoss erneut zwei Tore. Schon in der 7. Minute war ihm das 1:0 gelungen. Den Schlusspunkt setzte Sven Bender in der 81. Minute.

Lang wieder einmal im Einsatz

Im Abstiegskampf gelang Werder Bremen der erste Sieg nach zuletzt sieben Partien mit nur einem Punktgewinn. Leonardo Bittencourt schoss den Vorletzten in der 19. Minute zum 1:0-Sieg in Freiburg und entlastete damit auch den unter Druck geratenen Trainer Florian Kohfeldt. Michael Lang kam in der Schlussphase für die Bremer zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit Mitte Dezember und erlebte noch einen Schreckmoment hautnah. Freiburg schoss in der 89. Minute den vermeintlichen Ausgleich, der aber vom VAR wegen Abseits aberkannt wurde.

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