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«Nicht nötig»: US-Präsident Donald Trump erklärt den Journalisten, wieso er keine Maske trägt. (Video: Youtube/CNBC Television)
International

Trump trägt bei Fabrik-Besuch erneut keine Schutzmaske

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch einer Fabrik im US-Bundesstaat Michigan zeitweise erneut keine Schutzmaske getragen.

Donald Trump widersetzte sich damit der ausdrücklichen Aufforderung von Michigans Justizministerin Dana Nessel. Fernsehbilder zeigten, wie Trump am Donnerstag die Ford-Fabrik in Ypsilanti besuchte, wo der Autobauer Beatmungsgeräte in der Corona-Krise herstellt.

Nessel hatte Trump in einem offenen Brief darauf hingewiesen, dass das Tragen einer Schutzmaske in Michigan derzeit verpflichtend sei. Das gelte auch für den Präsidenten der Vereinigten Staaten, schrieb sie.

«Wollte der Presse nicht die Freude machen, das zu sehen»

Trump sagte vor Journalisten, er habe auf einem früheren Teil des Fabrikrundgangs eine Maske getragen, «aber ich wollte der Presse nicht die Freude machen, das zu sehen». Trump zeigte daraufhin eine Maske vor, die er nach seinen Angaben getragen hatte. Er betonte, er selber und alle um ihn herum seien auf das Virus getestet worden, weswegen er keine Maske anziehen müsse. Ihm sei gesagt worden, in jenem Teil der Fabrik, in dem er mit Journalisten sprach, sei eine Maske nicht notwendig. Ford-Manager, die Trump begleiteten, trugen allerdings eine Maske.

Nessel teilte nach dem Besuch auf Twitter mit, Trump habe sich trotz mehrfacher Aufforderungen geweigert, eine Maske zu tragen. Der Präsident kümmere sich nicht um die Sicherheit der Menschen in Michigan.

Ford teilte mit, Konzernchef Bill Ford habe Trump bei dessen Ankunft dazu «ermutigt», eine Schutzmaske zu verwenden. Bei einem Teil des Besuchs habe der Präsident eine Maske getragen, sie dann aber für den Rest des Besuchs wieder abgelegt.

Umstrittenes Lob für Ford

Die Richtlinien des Weissen Hauses sehen vor, dass eine Maske getragen werden soll, wenn das Einhalten des Sicherheitsabstands nicht gewährleistet ist. Trump hatte allerdings schon bei der Vorstellung der Richtlinien gesagt, er werde sich nicht an die Empfehlung halten.

Medienberichten zufolge pries Trump am Rande des Besuchs auch die Abstammung von Firmengründer Henry Ford und dessen «good bloodlines». Ford war auch für seine antisemitischen Einstellungen bekannt. In sozialen Medien sorgte die Äusserung Trumps für viele Diskussionen.

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