Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, hat keine guten Neuigkeiten. (Archivbild: Keystone)
International

Steuereinnahmen in Deutschland brechen im April um ein Viertel ein

Die Steuereinnahmen in Deutschland sind im April massiv eingebrochen. Deutschland droht dieses Jahr die schwerste Rezession der Nachkriegszeit.

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern in Deutschland sind im April wegen der Coronavirus-Krise massiv eingebrochen. Der Rückgang betrug zum Vorjahreszeitraum 25,3 Prozent auf gut 39 Milliarden Euro.

Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des deutschen Finanzministeriums hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. Die stärksten Einbussen gab es bei der Einkommens-, der Körperschafts- und der Luftverkehrssteuer.

Die Luftverkehrssteuer brach um 95 Prozent ein, weil der Flugverkehr wegen der Pandemie nahezu zum Erliegen gekommen ist. Unternehmen bekamen zudem in vielen Fällen bereits geleistete Steuervorauszahlungen zurück, um mehr Liquidität in der Krise zu haben. Ausserdem wurde millionenfach Kurzarbeitergeld genutzt, was beim Fiskus zu höheren Ausgaben und weniger Einnahmen bei der Lohnsteuer führte.

Im März waren bereits erste, aber noch geringere Bremsspuren der Krise bei den Steuereinnahmen sichtbar. In den ersten vier Monaten gab es für Bund und Länder insgesamt ein Minus von 3,1 Prozent auf gut 220 Milliarden Euro.

Deutschland droht dieses Jahr die schwerste Rezession der Nachkriegszeit, weil das öffentliche Leben wegen der Pandemie wochenlang stillstand und noch immer eingeschränkt ist. Die Frühindikatoren deuteten an, dass die nächsten Monate schwierig bleiben, hiess es in dem Monatsbericht.

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