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International

Forscher weisen Coronavirus in Muttermilch nach

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
UN verurteilen Zwangsräumung von Slums in Kenia
UN-Menschenrechtler haben die Zwangsräumung von Hunderten Häusern in informellen Siedlungen in Kenia inmitten der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Das Zerstören von Häusern Tausender Menschen, ohne eine alternative Unterkunft bereitzustellen, sei ein schwerer Verstoss gegen das Recht auf eine Unterkunft, teilte das UN-Menschenrechtsbüro am Freitag mit. Dies inmitten einer Pandemie zu tun, verstosse zudem gegen etliche Menschenrechtsnormen und verschärfe die möglichen Auswirkungen der Corona-Krise.
US-Amerikaner wegen gefälschtem Covid-Attest angeklagt

Weil er bei seinem Arbeitgeber ein gefälschtes Covid-19-Attest vorgelegt haben soll, ist ein Mann im US-Bundesstaat Georgia wegen Betrugs angeklagt worden.

Das Unternehmen im Raum Atlanta stellte daraufhin den Betrieb ein, um alles zu desinfizieren und bezahlte seine Angestellten während der Zwangspause weiter, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Dadurch sei dem Arbeitgeber ein Schaden von mehr als 100 000 US-Dollar entstanden und den Arbeitskollegen und deren Familien unnötiger Stress zugefügt worden, hiess es am Donnerstag (Ortszeit) weiter. Die Bundespolizei FBI leitet demnach die Ermittlungen gegen den 34-jährigen Verdächtigen.

Wenn die Katzen beim Video-Interview zu kämpfen beginnen

Die Philippinische CEO Jennylle Tupaz gab im Fernsehen ein Interview, als hinter ihr plötzlich ein Katzen-Kampf losging.

(Quelle: Facebook, Nikki Bigorina)

Schweiz fordert Offenhaltung der Kanäle für Rücküberweisungen

Die Geldüberweisungen von Migrantinnen und Migranten in ihre Heimatländer könnten wegen der Corona-Krise in diesem Jahr um 20 Prozent einbrechen. Die Schweiz hat deshalb einen weltweiten Aufruf lanciert, um Rücküberweisungen auch während der Krise weiterhin zu ermöglichen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Krank? So handeln Sie, um eine zweite Coronavirus-Welle zu verhindern

Bundesrat Alain Berset postete ein Video auf Twitter, das zeigt, wie Menschen vorgehen sollen, die krank sind und möglicherweise unter dem Coronavirus leiden:

Forscher weisen erstmals neues Coronavirus in Muttermilch nach

Virologen aus Ulm haben das neue Coronavirus erstmals in der Muttermilch einer an Covid-19 erkrankten Frau nachgewiesen. Auch ihr Säugling sei an dem Virus erkrankt, teilten die Wissenschaftler um Jan Münch und Rüdiger Gross von der Universität Ulm am Freitag mit. Es sei aber noch nicht klar, ob das Kind sich wirklich über die Muttermilch angesteckt habe. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal «The Lancet».

 

Erstmals ist das neue Coronavirus auch in Muttermilch nachgewiesen worden. (Symbolild: Keystone)

Die Virologen hatten die Muttermilch von zwei Frauen auf Erbgut (RNA) des neuen Coronavirus untersucht, die sich nach der Entbindung im Krankenhaus zusammen mit ihren Neugeborenen ein Zimmer teilten. Als eine der Frauen Krankheitssymptome entwickelte, wurde sie mit ihrem Neugeborenen isoliert und beide positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Die Zimmernachbarin bemerkte erst später Symptome, wurde dann aber – ebenso wie ihr Kind – auch positiv getestet.

Online-Riese Alibaba erleidet Gewinneinbruch

Dem chinesischen Online-Händler Alibaba hat die Coronapandemie im letzten Geschäftsquartal die Geschäfte verhagelt. Zwar stieg zwischen Januar und Ende März der Umsatz Jahresvergleich, der Gewinn sackte aber ab.

Konkret fuhr der Ebay- und Amazon-Rivale einen Umsatz von 114 Milliarden chinesische Yuan (15,5 Milliarden Franken) ein. Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Unter dem Strich stand für den in New York an der Börse notierten Konzern wegen Bewertungsverlusten bei Investments aber ein Gewinneinbruch von 88 Prozent auf 3,2 Milliarden Yuan.

Auch im laufenden Geschäft bekam Alibaba die Krise zu spüren. Der operative Gewinn ging um 19 Prozent auf 7,1 Milliarden Yuan zurück. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Der chinesische Online-Riese Alibaba und ihr Gründer Jack Ma machen in der Coronakrise ebenfalls schwere Zeiten durch. (Bild: Keystone)
Lufthansa-Rettung braucht noch Zeit

Die angepeilten Staatshilfen in Milliardenhöhe für die Deutsche Lufthansa sind noch nicht in trockenen Tüchern. Der Swiss-Mutterkonzern hielt sich am Freitag zurück, das von der deutschen Regierung vorgeschlagene Rettungspaket in Höhe von 9 Milliarden Euro zu bewerten.

Eine schnelle Entscheidung werde es voraussichtlich nicht geben, weil der Aufsichtsrat an diesem Freitag nicht zusammenkomme, verlautete aus Kreisen. Nur das Kontrollgremium kann die ausserordentliche Generalversammlung einberufen, die für die geplanten Kapitalmassnahmen bei einem Staatseinstieg notwendig wäre. Für dieses Aktionärstreffen gibt es laut Lufthansa eine Ladungsfrist von vier Wochen.

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Nissan plant drastischen Stellenabbau

Der kriselnde Autobauer Nissan prüft nach einem Agenturbericht einen massiven Stellenabbau. Nissan erwäge, rund 20’000 der etwa 140’000 Arbeitsplätze zu streichen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag.

Ein Schwerpunkt könnte auf Europa liegen. Japans Nummer Zwei hinter Toyota will in der kommenden Woche seine aktualisierte Mittelfrist-Strategie vorlegen. Die einbrechende Nachfrage wegen der Corona-Pandemie belastet den japanischen Konzern wie andere Autobauer auch. Nissan will nun die Kooperation mit dem Partner Renault ausbauen, die aber ebenfalls schwer von der Krise getroffen sind.

Der japanische Autobauer Nissan prüft einen Abbau von bis zu 20’000 Stellen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz bei virtueller WM ausgeschieden

Am Samstag wären im Zürcher Hallenstadion die Halbfinals der Eishockey-Weltmeisterschaft im Programm gestanden. Wegen der Corona-Pandemie wurde das Turnier in Zürich und Lausanne bekanntlich ersatzlos gestrichen.

Am Donnerstag musste die Schweiz auch beim virtuellen Turnier des Weltverbands IIHF die Segel streichen. Beim Fan-Voting, das jeweils über den Ausgang einer Partie entscheidet, resultierte im Viertelfinal gegen die Slowakei eine 2:3-Niederlage. Ebenfalls noch im Rennen um die Medaillen befinden sich Tschechien, Finnland und wenig überraschend Lettland. Die baltischen Fans strömen jeweils in Scharen an ein WM-Turnier. Im Fan-Voting liessen sie Kanada (7:2) keine Chance.

Bündnis fordert Covid-Überbrückungsfonds

Die Gewerkschaft Unia und rund zwei Dutzend mitunterstützende Organisationen fordern Bund und Kantone dazu auf, die Mittel für einen Covid-Überbrückungsfonds bereitzustellen. Dieser soll Personengruppen, die von den bisherigen Unterstützungsmassnahmen ausgeschlossen sind, einen sozialen und wirtschaftlichen Schutz gewährleisten.

Die Corona-Krise betreffe die prekär Angestellten besonders hart, schreiben die Organisationen. Hausangestellte, Betreuerinnen in Privathaushalten, Sans-Papiers, Scheinselbständige oder entlassene Mitarbeitende ohne Arbeitslosenentschädigung seien von den bisher beschlossenen Unterstützungsmassnahmen des Bundes ausgeschlossen. Zurzeit könnten sie weder Entschädigungen der Arbeitslosenversicherung noch der Erwerbsersatzordnung (EO) beanspruchen.

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Fast 1000 Personen an illegalem Fussballspiel in Lausanne

Ein nicht offizielles Fussballspiel hat in Lausanne am Donnerstagabend fast 1000 junge Menschen angelockt. Dies, obwohl Massenveranstaltungen wegen des Coronavirus verboten sind.

Die Polizei nahm niemanden fest, sondern leitete eine Untersuchung ein, um die Verantwortlichen des Anlasses zu identifizieren. «Angesichts der Zahl der Anwesenden hätte ein Eingreifen für die Polizei kontraproduktiv und sogar gefährlich werden können», sagte ein Sprecher der Stadtpolizei Lausanne dem Westschweizer Radio RTS. Die Polizei habe Abstand gehalten, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern.

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Ein Video auf Twitter soll das Spiel zeigen:

Frankreichs Wirtschaftsminister: Renault kämpft ums Überleben

Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sieht den Autohersteller Renault in einer schweren Krise. «Renault kämpft um sein Überleben», sagte Le Maire der Zeitung «Le Figaro» am Freitag.

Der Konzern habe ein staatlich garantiertes Darlehen von 5 Milliarden Euro beantragt, so der Minister. «Ich habe dieses Darlehen noch nicht unterzeichnet.» Die Regierung fordere von Renault, «Verpflichtungen in drei Bereichen einzugehen: beim Elektrofahrzeug, beim Respekt gegenüber ihren Zulieferern und bei der Lokalisierung ihrer technologisch fortschrittlichsten Aktivitäten in Frankreich.»

Le Maire betonte ausserdem, dass Renaults grosse Fabrik Flins im Pariser Grossraum nicht geschlossen werden dürfe. «Dies ist die Position der Regierung und des Staates als Aktionär», sagte Le Maire am Freitagmorgen dem Sender Europe 1. Man warte nun auf die Vorschläge des Renault-Vorsitzenden.

Mehr zum Thema lesen Sie im Artikel hier.

Die Situation des französischen Autoherstellers Renault ist laut dem Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sehr ernst. (Bild: Keystone)
Ryanair-Tochter Lauda schliesst Wiener Basis mit 300 Arbeitsplätzen

Die Ryanair-Tochter Lauda schliesst nach einem Streit mit der Gewerkschaft Vida ihre Basis am Flughafen Wien. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sind davon 300 Arbeitsplätze betroffen.

Die Fluggesellschaft hatte der Gewerkschaft zuletzt ein Ultimatum gestellt. Die Gewerkschaft weigerte sich aber, aufgrund der Corona-Krise einen neuen Tarifvertrag mit deutlichen Lohnkürzungen für die Mitarbeiter zu unterzeichnen. Die Basis wird laut der Ankündigung am 29. Mai geschlossen.

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Die Ryanair-Tochter Lauda, gegründet vom ehemaligen Formel-1-Star Niki Lauda, schliesst ihre Wiener Basis mit 300 Arbeitsplätzen. (Archivbild: Keystone)
Mehr als 6000 neue Corona-Infektionen in Indien an einem Tag

In Indien sind innerhalb von 24 Stunden 6088 neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Das ist nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums der höchste Anstieg an einem Tag seit dem Beginn der Pandemie im zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt mit 1,3 Milliarden Einwohnern.

Seit einiger Zeit lockert das Land die weltgrösste Ausgangssperre zunehmend, und in den vergangenen Tagen gibt es immer wieder neue Tagesrekorde. Insgesamt gibt es in Indien inzwischen mehr als 118’000 Infektionen, davon sind mehr als 3500 an der Lungenkrankheit gestorben.

Drogenfund in Australien – Als Corona-Desinfektionsmittel getarnt

Der australische Grenzschutz hat Drogen, die als Desinfektionsmittel und Schutzmasken gegen das Coronavirus getarnt waren, beschlagnahmt.

Wie die Grenzschutzbehörde am Freitag mitteilte, entdeckten Beamte in Sydney zwei aus Kanada kommende Pakete mit fast zwei Kilo Methamphetaminen. In einem Paket befanden sich Gesichtsmasken und Flaschen mit Handdesinfiziermitteln.

Bei genauerer Prüfung stiessen die Beamten auf einen doppelten Boden, in dem sie auf eine versiegelte Tüte mit der Droge stiessen. In dem anderen Paket befanden sich die Methamphetamine in Flaschen mit Desinfektionsmitteln. Es sei keine Überraschung, dass Drogenschmuggler die Corona-Krise zu nutzen versuchten, um Drogen mit Dingen zu tarnen, die gerade besonders benötigt werden, hiess es.

Methamphetamine statt Desinfektionsmittel: In Australien haben Schmuggler versucht, Drogen mit medizinischen Gütern gegen Corona zu tarnen. (Bild: Twitter/Australian Border Force)
Tokio meldet nur noch drei Corona-Neuinfektionen

In Japans Hauptstadt Tokio sind die täglichen Corona-Neuinfektionen auf den niedrigsten Stand seit Ausrufung des Notstands gefallen. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Freitag meldete, sank die Zahl der an einem Tag bestätigten Neuinfektionen auf drei Fälle.

Insgesamt zählt die Millionen-Metropole damit bisher nur 5136 Infektionsfälle. Ministerpräsident Shinzo Abe hatte am Vortag erklärt, dass der eigentlich noch bis zum 31. Mai geltende Notstand in Tokio möglicherweise am Montag aufgehoben werden könnte. Bis auf Tokio und das nördliche Hokkaido ist er bereits beendet worden.

Innerrhoder Landsgemeinde abgesagt – Urnenabstimmung im August

Die Appenzell Innerrhoder Landsgemeinde, deren Verschiebung von Ende April auf den 23. August vorgesehen war, findet nicht statt. Die Standeskommission (Regierung) hat auf das gleiche Datum Urnenabstimmungen angesetzt.

Auch die Bezirksgemeinden, die traditionell jeweils kurz nach der Landsgemeinde stattfinden, sind abgesagt, wie die Innerrhoder Regierung am Freitag mitteilte. Der Grund für die Absage sind die Einschränkungen wegen der Coronakrise. So sind Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis Ende August verboten.

In Zeiten von Corona ein unvorstellbares Bild: Die traditionelle Landsgemeinde in Appenzell Innerrhoden muss dieses Jahr abgesagt werden. (Archivbild: Keystone)
13 neue Fälle in der Schweiz und Liechtenstein

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 13 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, 23 weniger als am Donnerstag. Insgesamt gab es 30’707 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte.

Am Mittwoch hatte das BAG noch 40 und am Dienstag 21 neu registrierte Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitagmittag 1902, sechs mehr als noch am Vortag gemeldet waren.

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IBM baut Stellen ab

Der US-Techkonzern IBM hat einen umfassenden Stellenabbau in der Coronakrise angekündigt. Die Entscheidung sei wohl für einige Beschäftigte eine einzigartige und schwierige Situation, sagte ein Sprecher am Donnerstag (Ortszeit).

Das Unternehmen müsse in dem sehr wettbewerbsintensiven Markt flexibel bleiben, um jederzeit hochtalentierte Arbeitskräfte anwerben zu können, hiess es in der Stellungnahme. Die Entscheidungen des Konzerns seien im Interesse des langfristigen Wohlergehens der Firma.

Wie viele Jobs IBM streichen will, dazu machte das Unternehmen mit Sitz in Armonk im Bundesstaat New York keine detaillierten Angaben. Dabei dürfte es aber um Tausende Stellen gehen, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete. Ende vergangenen Jahres hatte IBM knapp 353 000 Mitarbeiter.

China plant Milliardenausgaben im Kampf gegen Coronavirus

Mit zusätzlichen Milliardenausgaben und neuen Schulden will Chinas Regierung gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ankämpfen. Das kündigte Premierminister Li Keqiang am Freitag zum Auftakt des Pekinger Volkskongresses an. Vorgesehen ist demnach die zusätzliche Ausgabe von Staatsanleihen im Wert von einer Billionen Yuan (rund 128 Milliarden Euro), mit denen die Wirtschaft neuen Schwung erhalten soll.

Zur Finanzierung neuer Infrastruktur soll zusätzlich der Umfang regionaler ausgegebener Anleihen von 2,15 auf 3,75 Billionen Yuan im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden. Das Haushaltsdefizit der Regierung wird laut dem Plan von 2,8 auf 3,6 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen.

«Dies sind aussergewöhnliche Massnahmen für ungewöhnliche Zeiten», rechtfertigte Regierungschef Li Keqiang die zusätzlichen Ausgaben.

Brasilien empfiehlt umstrittenes Chloroquin zur Corona-Behandlung

Das brasilianische Gesundheitsministerium empfiehlt das umstrittene Malaria-Medikament Hydroxychloroquin nun zur Behandlung von mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten.

Das Mittel könnte auch Menschen mit nur leichten Symptomen verabreicht werden, hiess es in einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten aktualisierten Leitfaden für Ärzte. Gegenüber einer früheren Version des Dokuments wurden der Titel geändert, eine Reihe von Quellennachweisen gestrichen und die Verantwortlichen für den Text namentlich genannt.

Hydroxychloroquin wird zur Behandlung von Malaria und bestimmten Autoimmunkrankheiten eingesetzt. Ob sich das Medikament auch zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 eignet, ist noch nicht abschliessend geklärt. Die Nebenwirkungen des Präparats hingegen gelten als gut erforscht. Unter anderem kann die Einnahme zu einem erhöhten Risiko für Herzrhythmus-Störungen führen.

Die Wirksamkeit von Hydroxychloroquin gegen Covid-19 ist höchst umstritten. In Brasilien wird das Medikament trotzdem für Corona-Behandlungen empfohlen. (Symbolbild: Keystone)
EU-Kommission arbeitet an 100-Milliarden-Plan für Mobilität

Ein europäisches Aufbauprogramm nach der Coronakrise soll einem Medienbericht zufolge mit mehr als 100 Milliarden Euro den klimafreundlichen Umbau der Autoindustrie beschleunigen und zugleich eine «Renaissance der Schiene» einleiten.

Allein 40 bis 60 Milliarden Euro könnten für die Entwicklung von emissionsfreien Autoantrieben mobilisiert werden, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) unter Berufung auf Pläne aus der engeren Führung der EU-Kommission.

Zudem solle ein zweistelliger Milliardenbetrag in rund zwei Millionen Ladesäulen vor allem für E-Autos investiert werden. Weitere 40 Milliarden Euro umfasse demnach ein Bahn-Investitionspaket, das vor allem auf den Ausbau wichtiger Schienenkorridoren ausgerichtet sein soll.

Wegen Vielzahl von Corona-Toten: Flaggen in den USA auf halbmast

Wegen der annähernd 100’000 Toten in der Corona-Pandemie in den USA lässt US-Präsident Donald Trump Flaggen überall im Land auf halbmast hängen. An allen öffentlichen Gebäuden und Nationaldenkmälern soll ab Freitag für drei Tage auf diese Weise der Amerikaner gedacht werden, die wegen des Coronavirus ums Leben gekommen sind, kündigte Trump am Donnerstagabend auf Twitter an.

Die führenden Demokraten im US-Kongress, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, hatten Trump zuvor zu dieser Geste aufgefordert, sobald die Zahl der Toten infolge der Pandemie 100’000 erreicht. «Es würde ein nationaler Ausdruck der Trauer sein, den jeder in unserem Land so sehr braucht», erklärten Pelosi und Schumer.

Wegen der annähernd 100’000 Toten in der Corona-Pandemie in den USA hängen die Flaggen im Land für drei Tage auf halbmast. (Bild: Keystone)
Steuereinnahmen in Deutschland brechen im April um ein Viertel ein

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern in Deutschland sind im April wegen der Coronavirus-Krise massiv eingebrochen. Der Rückgang betrug zum Vorjahreszeitraum 25,3 Prozent auf gut 39 Milliarden Euro.

Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des deutschen Finanzministeriums hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. Die stärksten Einbussen gabes  bei der Einkommens-, der Körperschafts- und der Luftverkehrssteuer.

Die Luftverkehrssteuer brach um 95 Prozent ein, weil der Flugverkehr wegen der Pandemie nahezu zum Erliegen gekommen ist. Unternehmen bekamen zudem in vielen Fällen bereits geleistete Steuervorauszahlungen zurück, um mehr Liquidität in der Krise zu haben. Ausserdem wurde millionenfach Kurzarbeitergeld genutzt, was beim Fiskus zu höheren Ausgaben und weniger Einnahmen bei der Lohnsteuer führte.

Tourismus in Schweizer Städten von Pandemie am stärksten betroffen

Die Coronavirus-Pandemie wird den Tourismus in den Schweizer Grossstädten am härtesten treffen. Dies geht aus einer Studie der Credit Suisse hervor. Die Berghotels dürften dagegen von den inländischen Gästen profitieren.

Da globale Reisen noch immer stark eingeschränkt seien, werde man weiter auf ausländische Gäste verzichten müssen, erklärte die Credit Suisse in der am Freitag veröffentlichten Studie.

Ein Blick in die Vergangenheit zeige, dass Schweizer Hotelgäste bevorzugt in den Bergregionen übernachten würden, hiess es weiter. Weniger im Fokus stünden die Grossstädte Basel, Bern und Genf. Eine Ausnahme sei die Region Zürich, die aber normalerweise von Grossanlässen und Geschäftsreisen profitiere, welche diesen Sommer nur eingeschränkt stattfinden würden.

Mehr dazu können Sie hier lesen.

Nicht viel los in Genf: Schweizer Grossstädte  leiden unter der Tourismus-Krise besonders, wie eine Studie der Credit Suisse zeigt. (Symbolbild: Keystone)
Swiss rechnet mit jahrelanger Durststrecke

Die Swiss rechnet mit einem jahrelangen Taucher durch die Coronakrise. «Den Umsatz des Jahres 2019 dürften wir wohl erst wieder im Jahr 2023 erreichen», sagte Swiss-Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour im Interview mit dem Onlineportal «Travelnews».

«Wir sprechen hier von einem langen Weg. Es ist kein U und kein V, sondern eher wie eine Nike-Bildmarke: es geht stark schnell runter und dann nur langsam wieder hoch», sagte der Swiss-Manager am Freitag weiter.

Der Reiseverkehr hinke der wirtschaftlichen Erholung hinterher. Er gehe als erster zurück und komme als letzter wieder hoch. «Ob auf 60, 70 oder 80 Prozent der Kapazität, wissen wir noch nicht», sagte Goudarzi Pour auf die Frage, wie er die Lage in einem Jahr einschätze.

Krise zieht sich wohl noch länger hin: Die Swiss rechnet nach dem Corona-Schock mit einer jahrelanhen Durststrecke. (Symbolbild: Keystone)
Spitäler schätzen finanziellen Schaden auf bis zu 1,8 Mrd. Franken

Die Schweizer Spitäler schätzen den finanziellen Schaden durch die Covid-19-Massnahmen auf 1,5 bis 1,8 Milliarden Franken – 80 Prozent davon wegen des Operationsverbots. Der Spitalverband H+ fordert nun einen Gesundheitsgipfel über die Kostenverteilung.

Allein das Behandlungsverbot bei nicht-dringlichen Eingriffen im stationäre und ambulanten Bereich vom 16. März bis am 26. April habe zu finanziellen Ausfällen der Spitäler in der Höhe von 1,2 bis 1,4 Milliarden Franken geführt, teilte der Verein Spitalbenchmark am Freitag mit.

Trump will USA bei zweiter Coronavirus-Welle nicht wieder schliessen

US-Präsident Donald Trump will die USA im Fall einer zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen nicht wieder strengen Massnahmen zur Eindämmung unterwerfen. In diesem Fall «werden wir die Feuer löschen, wir werden das Land nicht schliessen», sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Besuch einer Fabrik des Autobauers Ford in Ypsilanti im Bundesstaat Michigan.

«Ob es eine Glut oder eine Flamme ist, wir werden es löschen.» Trump drängte Gouverneure erneut dazu, die Schutzmassnahmen in ihren Bundesstaaten zu lockern, damit die US-Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt.

SVP-Präsident Rösti: Bundesrat hat zu grosse Machtfülle

Der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit haben nach Ansicht von SVP-Parteipräsident Albert Rösti derzeit wegen der Coronakrise eine zu grosse Machtfülle. Die Alleinherrschaft des Bundesrates müsse sofort beendet werden.

Das Notrecht müsse aufgehoben werden, forderte Rösti in einem Interview mit der Tageszeitung «Blick». Zwar sei das Parlament nach der Corona bedingten Pause wieder im politischen Alltag. Das sei gut so. Aber das Parlament mache derzeit eine schlechte Falle.

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SVP-Präsident Albert Rösti kritisiert, dass der Bundesrat in der Coronakrise zu viel Macht habe und das Notrecht zu lange bestehen bleibe. (Bild: Keystone)
EU-Kommission arbeitet an 100-Milliarden-Plan für Mobilität

Ein europäisches Aufbauprogramm nach der Coronakrise soll einem Medienbericht zufolge mit mehr als 100 Milliarden Euro den klimafreundlichen Umbau der Autoindustrie beschleunigen und zugleich eine «Renaissance der Schiene» einleiten.

Allein 40 bis 60 Milliarden Euro könnten für die Entwicklung von emissionsfreien Autoantrieben mobilisiert werden, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) unter Berufung auf Pläne aus der engeren Führung der EU-Kommission.

Zudem solle ein zweistelliger Milliardenbetrag in rund zwei Millionen Ladesäulen vor allem für E-Autos investiert werden. Weitere 40 Milliarden Euro umfasse demnach ein Bahn-Investitionspaket, das vor allem auf den Ausbau wichtiger Schienenkorridoren ausgerichtet sein soll.

«Bachelorette»-Grillparty löst Polizeieinsatz aus: Abstandsregeln missachtet

Ein ausgelassene Grillparty in Zürich-Affoltern mit Kandidaten der TV-Sendungen «Bachelor» und «Bachelorette» hat in der Nacht auf Donnerstag die Polizei auf den Plan gerufen. Diese löste die Versammlung laut eigenen Angaben auf, weil sich einige der bis zu hundert Gästen nicht an die behördlichen Abstandsregeln gegen die Coronavirus-Pandemie gehalten hatten. Später folgte ein weiterer Polizei-Einsatz wegen einer Schlägerei. Alles zum Thema gibt es hier.

Trump trägt bei Fabrik-Besuch erneut zeitweise keine Schutzmaske

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch einer Fabrik im US-Bundesstaat Michigan zeitweise erneut keine Schutzmaske getragen – obwohl ihn Michigans Justizministerin Dana Nessel ausdrücklich dazu aufgefordert hatte. Fernsehbilder zeigten, wie Trump am Donnerstag die Ford-Fabrik in Ypsilanti besuchte, wo der Autobauer Beatmungsgeräte in der Corona-Krise herstellt.

Nessel hatte Trump in einem offenen Brief darauf hingewiesen, dass das Tragen einer Schutzmaske in Michigan derzeit verpflichtend sei. Das gelte auch für den Präsidenten der Vereinigten Staaten.

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«Nicht nötig»: US-Präsident Donald Trump erklärt den Journalisten, wieso er keine Maske trägt. (Video: Youtube/CNBC Television)

Schweiz Tourismus initiiert «Clean & Safe»-Label

Die Tourismusbranchenverbände in der Schweiz haben ein «Clean & Safe»-Label ins Leben gerufen. Es soll den Gästen zeigen, dass sie einen Betrieb besuchen, der sich bewusst zur Einhaltung des Schutzkonzeptes gegen das Coronavirus verpflichtet hat. Initiiert wurde die Kampagne von Schweiz Tourismus (ST).

Beteiligt sind ausserdem HotellerieSuisse, Seilbahnen Schweiz, IG Parahotellerie Schweiz, Verband Öffentlicher Verkehrsmittel, der Verband Schweizer Schifffahrtsunternehmen, der Verband Schweizer Tourismusmanager und GastroSuisse. Das Label soll das Vertrauen der Gäste aus dem In- und Ausland in die Schweiz als sicheres und sauberes Reiseland stärken, wie es in einer ST-Mitteilung vom Donnerstag heisst.

USA geben Milliarden-Finanzspritze für Impfstoff aus Grossbritannien
 

Suche nach einem Corona-Impfstoff läuft Fieberhaft. Ein vielversprechendes Projekt in Grossbritannien wird nun durch die USA unterstützt. (Bild: Keystone)

Die USA unterstützen das Pharmaunternehmen AstraZeneca bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus mit bis zu 1,2 Milliarden US-Dollar. Mehr zum Thema gibt es hier.

Vergleichsweise niedriger Anstieg der Covid-Opferzahl in Frankreich

In Frankreich sind seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie 28’215 Menschen gestorben, das sind 83 mehr als noch am Vortag. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Paris mit. Es handelt sich um einen vergleichsweise niedrigen Anstieg. Frankreich gehört in Europa zu den besonders betroffenen Ländern der Corona-Krise.

Die Regierung hatte die strengen Ausgangsbeschränkungen für Bürger vor rund eineinhalb Wochen gelockert. Es gibt aber weiterhin Einschränkungen; so sind Reisen mit einer Entfernung von über 100 Kilometern nur bei besonderen beruflichen oder privaten Anlässen erlaubt. Die Behörden riefen mehrfach dazu auf, bei den sommerlichen Temperaturen die Sicherheits- und Abstandsregeln einzuhalten.

Corona-Pandemie: Ärger wegen überfüllter Strände in England

Zahlreiche Strände in Grossbritannien waren auch am Donnerstag trotz der Corona-Krise überfüllt. Das schöne Wetter hatte Ausflügler vor allem an die südenglische Küste, etwa nach Bournemouth, gelockt. Die britische Regierung erlaubt inzwischen Tagesausflüge in England, fordert aber die Einhaltung des Zwei-Meter-Abstands von Personen, die nicht in einem Haushalt leben.

«Hunderte sterben jeden Tag, und die Leute denken hier, sie können ihren Spass am Strand haben», schimpfte ein Spaziergänger in Southend östlich von London. In Cornwall an der südwestlichen Spitze Englands übernachteten Menschen in ihren Wohnmobilen, obwohl dies nicht erlaubt war. Hotels, aber auch viele öffentliche Parkplätze und Toiletten sind noch geschlossen. Einheimische fürchten, dass sich das Coronavirus durch Tagesausflügler wieder stark ausbreiten könnte.

Italiens Nationaltrainer erwartet wegen Wiederaufnahme der Fussballspiele «grosses Chaos»

Während in Italien vieles auf einen Neustart der Serie A zuläuft, hat sich Nationaltrainer Roberto Mancini skeptisch geäussert. «Es sieht alles gerade nach einem grossen Chaos aus», sagte der 55-Jährige in einem Interview des Senders „Roma TV“.

Er habe mit Blick auf die Corona-Pandemie gemischte Gefühle zu dem Thema, so Mancini. Wenn er nur als Trainer der Nationalmannschaft spreche, würde er auf einen Stopp jetzt und einen Neustart ganz in Ruhe setzen. Als Fussball-Liebhaber jedoch hoffe er, dass es so schnell wie möglich wieder losgehe.

Frühestens Mitte Juni soll der Spielbetrieb starten. Der genaue Termin dürfte am 28. Mai festgelegt werden. Die Vereine brauchen dafür die Erlaubnis der Regierung in Rom.

Roberto Mancini ist skeptisch, was die Wiederaufnahme der Fussballsaison angeht. (Archivbild: Keystone)
Weitere Lockerungen in Lettland

In Lettland können die Menschen in der Corona-Krise bald weitere Freiheiten geniessen. Die Regierung des baltischen EU-Landes beschloss, zum 1. Juni die Beschränkungen für verschiedene Bildungs- und Sportaktivitäten sowie Volks- und Laienkunstgruppen zu lockern. Dies teilte Ministerpräsident Krisjanis Karins am Donnerstag nach der Kabinettssitzung in Riga mit.

Mehr als 20 000 Corona-Infizierte in Polen

Polen hat am Donnerstag die Marke von 20 000 Infektionen mit dem Coronavirus überschritten. Das Gesundheitsministerium bestätigte am Spätnachmittag 20 143 Infektionsfälle mit Sars-CoV-2 und bisher 972 Todesfälle. In den vergangenen Wochen verzeichnete das Land regelmässig mehrere hundert Neuinfektionen pro Tag. Anzeichen für eine Abschwächung der Ausbreitung gibt es vorerst nicht.

Die Ansteckungszahlen in Polen steigen weiter an. (Bild: Keystone)
Malta lässt Flüchtende nicht vom Schiff – Kritik von UN-Organisationen

Zwei UN-Organisationen haben Malta scharf kritisiert, weil rund 160 aus Seenot gerettete Migranten auf zwei Quarantäne-Schiffen im Mittelmeer festsitzen. Ihre Kritik richtete sich auch an die weiteren EU-Staaten. Es sei wichtig, die Menschen bald an Land gehen zu lassen, da sie bereits seit rund zwei Wochen auf den Schiffen seien, hiess es am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sowie der Organisation für Migration (IOM).

Eine Gruppe von 21 Menschen habe vor einigen Tagen bereits in Malta an Land gehen können, die weiteren Flüchtlinge und Migranten sässen aber noch auf den Schiffen fest. Inzwischen hätten sie mit Blick auf das Coronavirus schon eine 14-tägige Quarantäne abgesessen. «Es ist nicht zu akzeptieren, dass Menschen länger auf See gehalten werden als notwendig – vor allem unter den schwierigen Bedingungen», hiess es in der Mitteilung.

Fans aus Karton bei Borussia Mönchengladbach

Der Bundesligist Borussia Mönchengladbach, das Team der Schweizer Yann Sommer, Nico Elvedi, Breel Embolo und des derzeit verletzten Denis Zakaria, reagiert auf die Geisterspiele mit einer kreativen Aktion. Im Heimspiel am Samstag gegen Bayer Leverkusen werden die Tribünen mit gut 13’000 Doppelgängern aus Karton besetzt sein.

Neben Fans, die für 19 Euro ein Ebenbild von sich erstellen lassen können – bei den Bestellungen wird an der Marke von 20’000 gekratzt -, machen auch Spieler und Trainer des aktuellen Tabellen-Dritten mit. Coach Marco Rose beispielsweise wird in der Nordkurve stehen. Sogar Anhänger anderer Vereine sind willkommen, diese werden im Gästeblock platziert. «Das ist eine tolle Aktion, die für viel Atmosphäre im Stadion sorgt», sagte Sportdirektor Max Eberl. «Gleichzeitig ist diese Aktion aber auch ein Mahnmal. Sie soll zeigen, dass Fussball ohne Fans nicht das Gleiche ist.»

Hamas schliesst Gaza-Grenze wegen Corona-Neuinfektionen

Nach einer Zunahme von Corona-Infektionen hat die im Gazastreifen herrschende Hamas Einreisen in das Gebiet vorerst untersagt. Wie ein hochrangiges Mitglied der islamistischen Palästinenserorganisation am Donnerstag ankündigte, werden die beiden einzigen Personen-Grenzübergänge Rafah und Erez bis Ende Juni für Einreisende geschlossen.

In dem dicht besiedelten Küstenstreifen leben zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Coronavirus in dem Gebiet gilt deshalb als Horrorszenario. Rafah ist die Verbindung des Gazastreifens nach Ägypten, Erez nach Israel.

Wiener Prater startet nach Corona-Pause am 29. Mai
Der Prater öffnet am 29. Mai wieder. (Bild: Keystone) 
Der Vergnügungspark im Wiener Prater mit dem bekannten Riesenrad öffnet nach der Corona-Zwangspause am 29. Mai wieder. Die Attraktionen und anderen Betriebe hätten Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sagte eine Sprecherin der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Donnerstag. Dazu zählten etwa Abstandsmarkierungen, um dichtes Gedränge vor den Attraktionen zu vermeiden. Zudem soll eine Zuteilung der Sitzplätze auf den Fahrgeschäften erfolgen. Das Personal werde mit Schutzmasken und Handschuhen arbeiten. Ausserdem würden die Fahrgeschäfte und anderen Betriebe regelmässig desinfiziert.
Weiterer Corona-Fall bei Dynamo Dresden

Beim deutschen Zweitligisten Dynamo Dresden ist ein weiterer Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zudem wurde bei einer sogenannten «Kontaktperson der Kategorie I», also einem engen Kontakt eines Mitglieds aus dem Trainer- und Betreuerstab, das Virus nachgewiesen.

Das gesamte Dresdner Trainerteam und die Spieler befinden sich wegen früherer positiver Fälle bereits seit dem 9. Mai in häuslicher Quarantäne und werden weiterhin regelmässig getestet. Der Dynamo-Angestellte, die Kontaktperson sowie der Spieler müssen nun weitere 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Der Rest der Mannschaft darf das Training am Samstag wieder aufnehmen.

Beim deutschen Zweitligisten Dynamo Dresden gibt es einen weiteren Corona-Fall. (Symbolbild: Keystone)
Apple und Google veröffentlichen Schnittstellen für Contact-Tracing-Apps

Gesundheitsbehörden in 22 Ländern können ab sofort Corona-Warn-Apps veröffentlichen, die mit iPhones und Android-Telefonen zusammenspielen.

Google und Apple machten am Mittwochabend ihre Smartphone-Schnittstellen offiziell verfügbar. Pro Land soll nur eine App darauf zugreifen können, um einen Flickenteppich aus verschiedenen Anwendungen zu verhindern. Apple veröffentlicht die Schnittstellen mit der Version 13.5 des iPhone-Betriebssystems iOS und Google mit einem Update für Android über seine Download-Plattform Play Store.

Aktualisieren Sie also die Systemsoftware Ihres Smartphones, wenn Sie wollen, dass Ihr Gerät für die Contact-Tracing-App gerüstet ist.

iPhone-Nutzer müssen diese aktuelle Version der iOS-App installieren und das Gerät ist bereit für die Contact-Tracing-App. (Screenshot: iOS)

Auch in der Schweiz schreitet die Entwicklung der Contact-Tracing-App voran. Noch muss sich die Schweizer Bevölkerung aber gedulden, bis die Contact-Tracing-App genutzt werden kann. Der Bundesrat hat angekündigt, dass die App wohl erst Ende Juni der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen werde.

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Conte bedankt sich bei den Italienern

Drei Monate nach dem Ausbruch der Corona-Welle in Italien hat Ministerpräsident Giuseppe Conte seine Landsleute für ihre Disziplin im Kampf gegen das Virus gelobt. «Wenn das Schlimmste hinter uns liegt, dann haben wir das den Bürgern zu verdanken, die ihren Lebensstil geändert haben», sagte Conte in einer Rede vor der Abgeordneten-Kammer am Donnerstag in Rom. Allerdings würden die Herausforderungen der nächsten Monate noch schwieriger werden. Italien müsse die notleidende Wirtschaft in Gang bringen und zugleich die Infektionsraten im Griff behalten.

Um die Tourismusbranche zu fördern, rief Conte die 60 Millionen Bürger zum Urlaub im eigenen Land auf. Besonders an die Jugendlichen gewandt mahnte er allerdings, dass die Zeit noch nicht reif sei für Übermut, Feste und den Neustart des Nachtlebens. Es hatte zuletzt Berichte gegeben über Feiern und Ansammlungen junger Menschen.

(Quelle: Facebook, Giuseppe Conte)

Maas rechnet mit Einigung über Wiederaufbauprogramm in der EU

Aussenminister Heiko Maas (SPD) ist zuversichtlich, dass der deutsch-französische Plan für einen Wiederaufbau nach der Corona-Krise die Basis für eine Einigung in der EU bilden kann. «Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine gemeinsame europäische Antwort auf die Corona-Krise brauchen», sagte er der «Welt». «Wir haben unseren Vorschlag natürlich mit dem Ziel vorgelegt, damit eine breite Zustimmung zu ermöglichen.» Davon würden am Ende alle profitieren. «Deswegen bin ich auch sehr optimistisch, dass wir eine Einigung erzielen werden», betonte Maas.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hofft auf eine Einigung in der EU, was den Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Coronakrise anbelangt. (BIld: Keystone)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten ein gemeinsames Konzept für den wirtschaftlichen Wiederaufbau vorgelegt. Danach sollen 500 Milliarden Euro von der EU-Kommission als Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über den EU-Haushalt als Zuwendungen verteilt werden – an Krisenstaaten wie Italien und Spanien, aber auch für betroffene Branchen.

Japan lockert Covid-Notstand weiter – Tokio könnte Montag folgen

Japan hat den Corona-Notstand in weiteren Landesteilen vorzeitig aufgehoben. Regierungschef Shinzo Abe erteilte am Freitag die Freigabe für die Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo. Für den Grossraum Tokio sowie die nördlichste Provinz Hokkaido gelte der Notstand zwar vorerst weiter, könnte aber möglicherweise am Montag ebenfalls aufgehoben werden, erklärte Abe.

Der Notstand hätte eigentlich überall noch bis zum 31. Mai gegolten – wobei das keine harten Ausgangsbeschränkungen wie in Europa bedeutet. Die Bürger in Japan sind nur gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben. Zuvor hatte Abe bereits in den meisten Landesteilen den Notstand aufgehoben. Man habe die Situation so eingedämmt, dass eine Ausbreitung des Virus verhindert werden könne, hiess es.

Tesla lässt Klage gegen Corona-Einschränkungen fallen

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat die Klage gegen die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise am Standort seines Stammwerks in Kalifornien fallen gelassen. Der Richter stellte das Verfahren daraufhin ein, wie aus Gerichtsunterlagen von Mittwoch hervorgeht.

Tesla hatte den Bezirk Alameda County vor gut zehn Tagen verklagt, weil die Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus aus Sicht der Firma die Wiederaufnahme der Produktion zu Unrecht verhinderten.

Tesla und sein Chef Elon Musk haben die Klage gegen die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise in Kalifornien fallen gelassen. (Bild: Keystone)

Tesla-Chef Elon Musk hatte damals auch angekündigt, das Werk in einem Verstoss gegen die Vorschriften einfach wieder zu öffnen. Inzwischen erlaubte das Gesundheitsamt im Alameda County, dass Tesla das Hochfahren des Werks vorbereiten und dafür auch mehr Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz holen darf.

Entscheidung über Lufthansa-Rettungspaket steht kurz bevor

Eine Entscheidung über ein milliardenschweres Rettungspaket der deutschen Regierung für die Lufthansa steht kurz bevor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Mittwoch, es sei in Kürze damit zu rechnen.

Die Regierung sei in intensiven Gesprächen mit dem Unternehmen und der EU-Kommission. Details zu laufenden Gesprächen könne sie nicht nennen, sagte Merkel weiter. Die Lufthansa ist die Muttergesellschaft der Swiss.

Die Verhandlungen über Staatshilfen für die Lufthansa sind nach Angaben der Deutschen Regierung noch nicht beendet. «Die Gespräche sind zwar weit gediehen, aber noch nicht abgeschlossen», sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend.

Bierknappheit: In Mexiko-Stadt darf wieder gebraut werden

Die Biervorräte in Mexiko gehen zur Neige – bald könnten sie wieder aufgefüllt werden. Ab dem ersten Juni könne in Mexiko-Stadt nach knapp zwei Monaten erstmals wieder Bier gebraut werden, teilte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum am Mittwoch mit. Dann werde die Industrie in der Hauptstadt in die Liste unerlässlicher Aktivitäten aufgenommen. Dies geschieht mitten in der schlimmsten Phase der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus – der Höhepunkt wird in der ersten Juniwoche erwartet.

Mexiko ist der viertgrösste Produzent und grösste Exporteur von Bier der Welt. Die beliebteste mexikanische Marke – im In- wie im Ausland – ist Corona. Nachdem die Produktion für den einheimischen Markt als Teil der Massnahmen gegen das Coronavirus am 6. April eingestellt worden war, wurden in den vergangenen Wochen die Bierregale in den Geschäften im ganzen Land immer leerer. Berichten zufolge erhöhten manche Läden die Bierpreise drastisch. Für den Export in die USA wurde allerdings – in reduzierter Menge – weiter gebraut.

Kann wohl bald wieder produziert werden: Mexikos beliebtestes Bier namens Corona. (Bild: Keystone)
Japan erleidet stärksten Rückgang der Exporte seit 2009

Japans Exporte haben wegen der Coronavirus-Pandemie im April den stärksten Rückgang seit der globalen Finanzkrise 2009 verzeichnet. Daten des Finanzministeriums zeigten am Donnerstag einen Einbruch im Aussenhandel um 21,9 Prozent im Jahresvergleich.

Ausgeprägt war vor allem der Rückgang bei den Exporten in die USA, die um um 37,8 Prozent schrumpften. Auch die Ausfuhren nach China, Japans grösstem Handelspartner, gingen im vergangenen Monat um 4,1 Prozent im Jahresvergleich zurück.

Lieferungen nach Asien, die mehr als die Hälfte der japanische Exporte ausmachen, sanken um 11,4 Prozent und die Ausfuhren in die Europäische Union fielen um 28,0 Prozent. Japans Wirtschaft rutschte erstmals seit viereinhalb Jahren in die Rezession.

Easyjet nimmt Flugbetrieb ab 15. Juni wieder auf

Der Billigflieger Easyjet nimmt den Flugbetrieb ab dem 15. Juni von 21 europäischen Flughäfen, darunter Genf, schrittweise wieder auf. Dazu führt er neue Sicherheits- und Gesundheitsvorkehrungen ein. Passagiere, Besatzung und Bodenpersonal müssen Masken tragen.

Die ersten Flüge werden in erster Linie auf Inlandsverbindungen in Grossbritannien und Frankreich durchgeführt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dazu kommt eine kleinere Anzahl von internationalen Strecken. Die ersten Flüge aus der Schweiz werden von Genf nach Barcelona, Porto, Lissabon und Nizza durchgeführt.

Mehr dazu hier.

Easyjet fliegt ab dem 15. Juni von Genf aus wieder erste Destinationen in Europa an. (Bild: Keystone)
36 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 36 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, vier weniger als am Mittwoch. Insgesamt gab es 30’694 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilte.

Am Dienstag hatte das BAG noch 21 und am Montag 10 neu registrierte Ansteckungen gemeldet. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 358 Ansteckungen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstagmittag 1896.

Die Corona-Fallzahlen bleiben in der Schweiz tief: Das BAG meldete am Donnerstag 36 neue Ansteckungen. (Symbolbild: Keystone)
Weltweit nun über fünf Millionen Corona-Infektionen

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert. Das ging am Donnerstag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Demnach starben bereits rund 328’000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Knapp jede dritte Infektion wurde in den USA nachgewiesen.

Mehr zur globalen Ausbreitung des Coronavirus lesen Sie hier.

Das Coronavirus breitet sich weltweit immer mehr aus: Mittlerweile gibt es über fünf Millionen Ansteckungen. (Screenshot: gisanddata.maps.arcgis.com)
Brasilien meldet erstmals fast 20'000 Fälle in 24 Stunden

Zum ersten Mal hat Brasilien fast 20’000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwoch (Ortszeit) 19’951 neue Corona-Infektionen und 888 Tote im Zusammenhang mit dem Virus. Am Dienstag hatte das Gesundheitsministerium erstmals über 1000 Corona-Tote mehr als am Vortag vermeldet.

Nach dem Wochenende, wenn die Labors wieder in voller Besetzung arbeiten, steigen in Brasilien die Zahlen der Corona-Nachweise und der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gewöhnlich an.

Über 100'000 Corona-Fälle in Peru

In Peru ist die Zahl der Corona-Fälle auf über 100’000 gestiegen. Damit ist der Andenstaat nach Brasilien das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land in Südamerika. 104’020 Menschen haben sich bislang nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Mindestens 3024 Patienten seien im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

In Peru gibt es mittlerweile über 100’00 Corona-Fälle und über 3000 Tote. (Bild: Keystone)

Um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu bremsen, hatte die peruanische Regierung zunächst recht strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Allerdings hielten sich viele Peruaner offensichtlich nicht an die Regeln. Zuletzt wurden die Massnahmen zudem etwas gelockert.

Trump-Anwalt Cohen kommt wegen Corona wohl aus Haft

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, wird Medienberichten zufolge am Donnerstag wegen der Corona-Pandemie vorzeitig aus der Haft entlassen. Das berichtete unter anderem die «New York Times» am Mittwoch (Ortszeit).

Sie berief sich dabei auf eine Sprecherin der Gefängnisbehörde. Cohen werde den Rest seiner Strafe voraussichtlich zu Hause absitzen, meldeten verschiedene Medien mit Bezug auf eine informierte Quelle. Ob dies schon endgültig entschieden ist, war aber zunächst unklar.

Michael Cohen, früherer Anwalt des US-Präsidenten Donald Trump, wird wegen der Corona-Pandemie wohl vorzeitig aus der Haft entlassen. (Bild: Keystone)

Der 53-Jährige sollte ursprünglich bis November 2021 in dem Gefängnis in Otisville im Bundesstaat New York eine dreijährige Haftstrafe verbüssen. Den Angaben zufolge hatte der ehemalige Trump-Anwalt aus gesundheitlichen Gründen um eine Entlassung gebeten. In dem Gefängnis hatte es demnach Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gegeben.

Ende von US-Einreisestopp aus Europa nicht absehbar

Ein Ende des Einreisestopps für Ausländer aus Europa in die USA ist nach Angaben des Weissen Hauses derzeit nicht absehbar. «Wir haben noch keinen Zeitplan dafür», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Washington. Mehr zum Thema gibt es hier.

Proteste in Spanien
 

In Spanien protestieren die Menschen gegen die Verlängerungen der Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)

Nur kurz nach der Abstimmung gingen Lockdown-Kritiker und Gegner der Regierung in Madrid und anderen Städten an die Fenster, auf die Balkone und zum Teil auch auf die Strassen, um lautstark zu protestieren. Sie machten ihrem Ärger Luft, indem sie auf Töpfe schlugen und «Freiheit, Freiheit!» skandierten. Viele schwenkten spanische Fahnen, andere waren in die Landesflagge gehüllt.

Die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte den «Estado de alarma», die dritthöchste Notstandsstufe des Landes, eigentlich gleich um einen ganzen Monat verlängern lassen. Dafür bekam sie aber nicht genug Unterstützung. Am Dienstag wurde aber mit der liberalen Partei Ciudadanos am Vorabend der Abstimmung ein Kompromiss über eine zweiwöchige Verlängerung erzielt.

Serie A legt den 20. August als Deadline fest

Die Meisterschaft in der Serie A soll bis zum 20. August beendet werden. Diese Frist legte das zuständige Gremium des italienischen Fussballverbandes FIGC fest. Der vorgesehene Starttermin für die Saison 2020/21 ist demnach der 1. September 2020.

Die aktuelle Saison ist wegen der Corona-Pandemie seit dem 9. März unterbrochen. Der Spielbetrieb soll frühestens Mitte Juni wieder aufgenommen werden. In der Serie A sind noch zwölf Runden ausstehend. Am Dienstag hat die italienische Regierung den Klubs die Erlaubnis für Gruppentrainings erteilt.

Apple und Google veröffentlichen Schnittstellen für Corona-Warn-Apps

Die Smartphone-Schnittstellen von Google und Apple für Corona-Warn-Apps sind offiziell verfügbar. Bisher wurde der Zugang dazu 22 Ländern zugesagt, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Weitere dürften in den kommenden Wochen hinzukommen. Pro Land soll nur eine App auf die Schnittstellen zugreifen können, um einen Flickenteppich aus verschiedenen Anwendungen zu verhindern.

Michelin streicht Düsseldorfer Restaurant nach Rassismus-Vorwürfen

Nach Rassismus-Vorwürfen gegen den Star-Koch Jean-Claude Bourgueil hat der Restaurantführer Guide Michelin das Düsseldorfer Edel-Restaurant «Im Schiffchen» aus seinem Online-Guide gestrichen. «Ich akzeptiere das, das ist ok. Ich hoffe, die nehmen mich bald zurück», sagte Sternekoch Bourgueil am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Über den Schritt berichtete das Fachportal «Tageskarte».

Zuvor hatte der 73 Jahre alte Koch auf Facebook die Wiedereröffnung seines Bistros nach der Corona-Zwangspause angekündigt – und dies mit dem Zusatz «Chinesen nicht erwünscht !!!» versehen. Unter anderem auf der Plattform hatte das für Aufregung gesorgt. Mittlerweile ist der Post nicht mehr online. Auch bei Internet-Usern sorgte der Post für Empörung:

Frauen-Bundesliga geht am 29. Mai weiter

Nach dreimonatigem Unterbruch wegen der Corona-Pandemie wird die Saison der Frauen-Bundesliga ab dem 29. Mai unter strengen Hygienevorschriften und mit Geisterspielen fortgesetzt. Bis zum Saisonende sind noch sechs Runden ausstehend. An der Tabellenspitze steht der noch ungeschlagene VfL Wolfsburg mit den Schweizerinnen Lara Dickenmann und Noëlle Maritz.

Corona-Krise: Stars geben ihre Social-Media-Profile an Experten

In der Corona-Krise übergeben Stars wie Julia Roberts, Sarah Jessica Parker und Hugh Jackman ihre Social-Media-Profile zeitweise an Wissenschaftler und Krankenhaus-Mitarbeiter. Mit der Kampagne «PassTheMic» sollen die Experten ab Donnerstag so drei Wochen lang eine grössere Reichweite erzielen können, wie die Organisatoren der Wohltätigkeitsorganisation One Campaign am Mittwoch mitteilten.

Als erstes werde Hollywod-Star Roberts ihre Social-Media-Kanäle zeitweise an den US-Virologen Anthony Fauci übergeben, der die US-Regierung im Umgang mit der Pandemie berät. Danach sind Stars wie Connie Britton, Shailene Woodley, Penelope Cruz, Millie Bobby Brown Rita Wilson und Robin Wright dran. Neben Wissenschaftlern sollen so unter anderem Wirtschafts-Experten, Krankenhaus-Mitarbeiter und andere Menschen in systemrelevanten Berufen zu Wort kommen. Die Stars mahnen derweil bereits jetzt, Zuhause zu bleiben, wie etwa Julia Roberts:

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May, please be gentle. #weareinthistogether #stayhome

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Athen öffnet Tourismus und greift Wirtschaft unter die Arme

Athen wird in den nächsten Monaten Unternehmen sowie Arbeitnehmern mit 24 Milliarden Euro unter die Arme greifen und seinen Tourismus neu starten. Dies teilte am Mittwoch der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Staatsfernsehen mit. Das Motto sei: «Arbeitsplätze erhalten, Senkung der Steuern, Stärkung der unternehmerischen Tätigkeit», sagte Mitsotakis.

Die Touristen sollen am 1. Juli wieder nach Athen können. (Bild: Keystone)

Der wichtigste Wirtschaftsbereich des Tourismus werde am 1. Juli wieder neu starten. Die ersten Hotels sollen bereits am 15. Juni aufmachen. Am 1. Juli werde es dann auch Direktflüge zu den griechischen Inseln geben. Griechenland wird in den nächsten Tagen die Länder bekanntgeben, deren Bürger nicht unter Quarantäne gestellt werden brauchen. Dies teilte der griechische Tourismusminister, Charis Theocharis, mit. Unter diesen Ländern seien Deutschland, die baltischen Staaten sowie Staaten des Balkan, hiess es.

Litauen erwägt längere Quarantäne bei minimalen Einschränkungen

Litauen erwägt, den landesweiten Ausnahmezustand wegen der Coronavirus-Pandemie erneut zu verlängern, aber zugleich nur minimale Beschränkungen im Kampf gegen das neuartige Virus aufrecht zu halten. «Wir kehren so weit wie möglich zum normalen Leben zurück», sagte Ministerpräsident Saulius Skvernelis der Agentur BNS zufolge am Mittwoch in Vilnius. «Es ist möglich, dass die Quarantänezeit verlängert wird, aber wenn wir uns die Einschränkungen ansehen, bleiben sie minimal – um die Sicherheit der Menschen und das Grenzregime zu gewährleisten.»

Air France-KLM mustert wegen Corona-Krise A380-Flotte aus

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France-KLM stellt wegen der Corona-Krise den Betrieb seiner A380-Flotte ein. Die Flotte sei derzeit am Boden und werde nicht wieder fliegen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch.

Die Ausmusterung des grössten Passagierjets der Welt war ursprünglich für 2022 vorgesehen. Air France-KLM hat insgesamt neun A380-Jets in seiner Flotte, einige davon sind im Besitz der Airline, andere geleast, hiess es in einer Mitteilung. Airbus hatte bereits Anfang 2019 das Ende der Produktion des A380 mangels Nachfrage verkündet.

Bauhauptgewerbe und SBB vereinbaren Lösungen für Corona-Mehrkosten

Nachforderungen bei Bauprojekten wegen der Corona-Pandemie sollen fair und unbürokratisch abgewickelt werden. Dies vereinbarten die SBB und das Bauhauptgewerbe.

Die Vereinbarung wurde getroffen von SBB Infrastruktur mit dem Schweizerischen Baumeisterverband, Infra Suisse, der Vereinigung Schweizerischer Bahntechnik-Unternehmen sowie der Vereinigung Schweizerischer Gleisbauunternehmer. Der gemeinsam entwickelte Lösungsansatz helfe allen Beteiligten und könne anderen Bauherren als Grundlage dienen, heisst es im Communiqué des Schweizer Baumeisterverbands. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

DFL plant Schweigeminute und Trauerflor für Corona-Opfer

Die Teams der 1. und 2. Bundesliga in Deutschland werden in den nächsten beiden Runden mit einer Schweigeminute an die Opfer der Corona-Pandemie erinnern. Die Mannschaften werden an diesem Wochenende und in der kommenden Woche ausserdem mit einem Trauerflor spielen. «Die Ausbreitung des Coronavirus hat weltweit bereits viele Menschenleben gefordert. Der deutsche Profifussball möchte an den nächsten beiden Spieltagen geschlossen seine Anteilnahme zum Ausdruck bringen», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Umstrittener Corona-Notstand in Spanien bis zum 6. Juni verlängert

Im Corona-Hotspot Spanien ist der Lockdown trotz heftigen Widerstands der Opposition und zunehmender Proteste verärgerter Bürger zum fünften Mal verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm einen entsprechenden Antrag der linken Regierung am Mittwochabend mit knapper Mehrheit an. Der bereits seit Mitte März geltende Alarmzustand samt strenger Ausgehbeschränkungen wird nach dieser Entscheidung mindestens bis 24.00 Uhr am 6. Juni anhalten.

 

Noch immer herrscht in Spanien der Notstand. Dennoch tummeln sich bereits viele Menschen am Strand. Auch die Polizei ist vor Ort. (Bild: Keystone)

Die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte den «Estado de alarma», die dritthöchste Notstandsstufe des Landes, eigentlich gleich um einen ganzen Monat verlängern lassen. Dafür bekam sie aber nicht genug Unterstützung. Am Dienstag wurde aber mit der liberalen Partei Ciudadanos am Vorabend der Abstimmung ein Kompromiss über eine zweiwöchige Verlängerung erzielt.

Trump will G7-Gipfel nicht als Videokonferenz abhalten

US-Präsident Donald Trump erwägt, den diesjährigen G7-Gipfel nun doch als reales Treffen und nicht per Video abzuhalten. Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, da sich das Land von der Corona-Krise erhole, denke er darüber nach, die Zusammenkunft am ursprünglich geplanten Termin oder an einem ähnlichen Datum in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten, zu veranstalten. Dies wäre ein grossartiges Signal der Normalisierung, erklärte er. Die anderen Länder starteten auch bereits ihr Comeback, schrieb Trump weiter. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) äusserte sich betont zurückhaltend zu dem überraschenden Vorstoss aus dem Weissen Haus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundesrat gibt Manöverkritik zum Corona-Krisenmanagement in Auftrag

Bis Ende Jahr sollen die verschiedenen Departemente des Bundes und der Kantone ihr Krisenmanagement in der Corona-Krise unter die Lupe nehmen. Die Auswertung soll Lehren und Empfehlungen für die Zukunft aufzeigen. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Die Bundeskanzlei erhielt demnach den Auftrag, bis Ende August 2020 ein Konzept zur Auswertung der Corona-Pandemie vorzulegen. Einbezogen werden sollen auch Stellen wie die Betreiber von kritischen Infrastrukturen oder Vertreter der Wissenschaft.

Ziel dieser Auswertung ist es, dem Bundesrat bis Ende 2020 einen «Bericht zur Ereignisbewältigung» zu unterbreiten. Zwar seien Bund und Kantone aktuell noch mit der Bewältigung der Pandemie beschäftigt, die weitere Entwicklung sei noch offen ist. Trotzdem sollen laut dem Bundesrat bereits im nächsten Jahr die Erkenntnisse aus der Auswertung auch in eine neue Gesamtplanung der grossen Krisen-Übungen einfliessen.

Für das Spitalpersonal gelten wieder die normalen Arbeitszeiten
 

Das Schweizer Spitalpersonal arbeitet wieder in normalen Schichten. (Bild: Keystone)

Ab Anfang Juni gelten für das Spitalpersonal wieder die gesetzlich festgelegten Arbeits- und Ruhezeiten. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden.

Anfang März seien sie sehr vorsichtig gewesen, weil sie nicht wussten, wie sich die Situation entwickeln würde, sagte Innenminister Alain Berset vor den Medien. Die Lage in den meisten Spitalabteilungen habe sich nun aber wieder normalisiert, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit.

Migrant stirbt nach Sprung von Quarantäne-Fähre

Ein Migrant ist nach einem Sprung von einer Quarantäne-Fähre in Italien gestorben. Der Tunesier sei einer von rund 120 Migranten, die vor der Küste Siziliens bei Porto Empedocle wegen der Corona-Pandemie auf der Fähre «Moby Zaza» isoliert worden seien, sagte eine Sprecherin des Roten Kreuzes am Mittwoch.

Seine Leiche wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa rund zehn Kilometer von dem Schiff entfernt an der Küste gefunden. Er sei vermutlich aus einer Höhe von 15 Metern mit Rettungsweste in das Meer gesprungen, möglicherweise um zu fliehen.

Millionen neue Arme in Lateinamerika wegen Corona-Krise befürchtet

Die grassierende Corona-Pandemie löst in Lateinamerika nach Einschätzung der Nichtregierungsorganisation Aktion gegen den Hunger auch eine wirtschaftliche und soziale Krise aus. Die Pandemie werde in der Region rund 29 Millionen Menschen in die Armut stürzen, teilte die Organisation am Mittwoch mit.

«In einer Gegend, in der bereits vor dem ersten Covid-19-Fall die Versorgung mit Lebensmitteln von einem Drittel der Bevölkerung nicht gesichert war, könnten der prognostizierte Rückgang der Wirtschaftskraft um fünf Prozent und der Anstieg der Arbeitslosigkeit um elf Prozentpunkte die grösste Krise des Jahrhunderts auslösen», sagte die Regionalchefin von Aktion gegen den Hunger, Benedetta Lettera.

In Südamerika verlieren in der Corona-Krise nicht nur viele Menschen ihr Leben, Millionen sind gefährdet, in die Armut zu rutschen. (Bild: Keystone)
Kauflaune in der Euro-Zone hellt sich überraschend auf

Mitten in der Coronavirus-Krise hat sich die Kauflaune der Konsumenten im Euro-Raum überraschend verbessert. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen stieg um 3,2 Punkte auf minus 18,8 Zähler, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten der EU-Kommission hervorgeht.

Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten mit einem Rückgang auf minus 24 Zähler gerechnet. Das Barometer bleibt damit deutlich unter seinem langjährigen Durchschnitt von minus 11,1 Punkten. Die EU-Kommission sagt allen Mitgliedsländern 2020 wegen der Virus-Pandemie eine starke Rezession voraus.

Viele Ärzte und Pfleger in Grossbritannien tot

In Grossbritannien sind bislang 181 mit dem Corona-Virus infizierte Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) gestorben. Wie Premierminister Boris Johnson am Mittwoch im Parlament weiter mitteilte, kamen auch 131 infizierte Sozialarbeiter ums Leben.

 

Ärzte, Pfleger und Sozialarbeiter sterben in Grossbritannien in hoher Zahl an Covid-19. (Bild: Keystone)

Zahlreiche Ärzte, Krankenpfleger und Mitarbeiter in Senioreneinrichtungen hatten sich immer wieder beschwert, dass sie nicht genug Schutzausrüstungen wie Masken und Kittel zur Verfügung hätten. Einige von ihnen zogen sich in ihrer Not zum Beispiel grosse Müllbeutel über, um sich nicht mit dem Erreger anzustecken.

Die Mitarbeiter des NHS werden landesweit wie Helden verehrt. Für sie wird einmal pro Woche kräftig geklatscht. Viele Fenster von Wohnungen sind mit Bildern und Botschaften für die Ärzte und Pfleger beklebt. An Stränden werden bemalte Steine mit Dankesbotschaften abgelegt.

Weitere Corona-Lockerungen in der Ukraine ab Freitag
 

Die Ukraine nimmt ab Freitag weitere Corona-Lockerungen vor. (Bild: Keystone)

Die Ukraine wird in der Corona-Krise ab Freitag ihre strengen Quarantänemassnahmen weiter lockern. Busse und S-Bahnen in den Städten und Regionen sollten ihren Betrieb wieder aufnehmen, wenn die Infektionszahlen in den Gegenden niedrig seien, teilte die Regierung in Kiew am Mittwoch mit.

Landesweite Verbindungen soll es nach Angaben des Regierungschefs Denis Schmygal vorerst nicht geben. Wenn sich die Lage in der Ex-Sowjetrepublik zuspitze, könnten die Regeln wieder verschärft werden, hiess es.

Frankreich will nach Krise widerstandsfähigeres Gesundheitssystem

Frankreichs Gesundheitsminister hat tiefgreifende Massnahmen zur Reform des Gesundheitssystems angekündigt. Man habe in der Vergangenheit zwar die richtige Diagnose gestellt, sei aber «nicht schnell und nicht stark genug» bei der Umsetzung der Pläne gewesen.

Das Gesundheitssystem werde «eine Erneuerung erfahren», sagte Olivier Véran nach der Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch. Auch die Gehälter des Krankenhauspersonals und in Pflegeeinrichtungen sollen steigen. «Die Botschaft des Gesundheitspersonals ist gehört worden.»

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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