Ein gewalttätiger Streit ereignete sich am Samstagmorgen in der Steinenvorstadt (Bild: Google Maps) / Der Regierungsrat hat nach der Partynacht einen dreistufigen Massnahmeplan für die Gastronomie-Betriebe in der Steinenvorstadt beschlossen. (Archivbild: Telebasel)
Basel

Basler Regierung greift nach Party in der Steinenvorstadt durch

Die Basler Regierung kündigt nach der ausufernden Partynacht in der Steinenvorstadt härtere Massnahmen an.

 Dort ansässige Gastrobetriebe dürfen ihre Boulevardbereiche nicht mehr ausdehnen. Zudem will die Polizei ihre Präsenz vor Ort erhöhen. Und für den Extremfall wird eine totale Sperrung der Strasse ins Auge gefasst.

Die Basler Regierung habe einen dreistufigen Massnahmenplan für die Gastrobetriebe in der Steinenvorstadt beschlossen, um einen Menschenauflauf wie am vergangenen Samstag zu verhindern, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. So macht die Regierung als erste Massnahme die am 12. Mai gewährte Ausdehnung der Aussenbereiche ohne Bewilligung in der Steinenvorstadt per sofort rückgängig. Nachdem am vergangenen Samstag zahlreiche Personen Abstandsregeln missachtet hätten, seien die Voraussetzungen für die Ausdehnung der Aussenbestuhlung nicht mehr gegeben.

Für Restaurants, Cafés und Bar in der Steinenvorstadt gelten wieder die Boulevardflächen gemäss den ordentlichen Bewilligungen.

Die Polizei wird zudem ihre Präsenz in der Steinenvorstadt erhöhen und kontrollieren, ob sich die Gäste künftig an die Abstandsregeln halten. Falls nötig, werden Ermahnungen und Bussen ausgesprochen.

Regierung droht mit Aufhebung der Boulevardfläche

Sollten diese Massnahmen keine Wirkung zeigen, will die Regierung als nächsten Schritt die Öffnungszeiten in der Steinenvorstadt bis 22 Uhr beschränken. Bringe auch diese Massnahme nichts, soll die gesamten Boulevardfläche in der Steinenvorstadt aufgehoben werden – «zumindest dort, wo dies notwendig ist».

Der am Mittwoch veröffentlichte dreistufige Massnahmenplan soll «im Bedarfsfall» auch für andere Orte in der Stadt gelten. Ein neuer Ansteckungsherd mit dem Coronavirus würde gesundheitlich und wirtschaftlich einen Rückfall bedeuten, heisst es in der Mitteilung.

2 Kommentare

  1. Man sollte in allen Städten die Ausgangsmeilen schließen nicht nur in Basel sondern auch in Zürich und St.Gallen.Überhaupt finde ich es zu früh das schon wieder so vieles offen ist.Ich fand es super als alles geschlossen war.Report

  2. Maskenpflicht, Abstand 1.5m, Öffnungszeiten bis 22 Uhr und wenn man sich nicht dran hält Geldbuße…
    Keine Stehtische nur Sitzplätze….so könnte man die Corona-Gefahr aus dem Weg gehen…Report

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