Wenn es nach den Verkehrsplanern geht, wird sich im Basler ÖV einiges ändern. (Archivbild: Keystone)
Basel

Basler Trampläne – Kommen jetzt längere Fahrzeiten?

Die BVB und der Kanton möchten an der Verkehrsinfrastruktur schrauben. Mögliche Folgen: längere Fahrzeiten und der Wegfall von Bus- und Tramspuren.

Interne Dokumente, die der «bz» vorliegen, zeigen, was Verkehrsplaner im ÖV gerne anpassen würden. Bei insgesamt 15 Projekten, verteilt über das gesamte Fahrnetz, sollen demnach künftig die Spuren wegfallen, die für Trams oder Busse reserviert sind. Stattdessen könnten Ampelsysteme zum Einsatz kommen. Angedacht sei das beispielsweise bei den Tramlinien vor der Markthalle.

Weiter fortgeschritten sei die Planung beim Spalenring. Hier handle es sich bereits um ein sogenanntes Vorprojekt: Richtung Voltaplatz soll die Eigenspur der Tramlinie 1 wegfallen, auch in die Gegenrichtung solle diese kürzer werden. Auswirkungen gemäss den internen Unterlagen: «Verlustzeiten für die Tramlinie 1 und gegebenenfalls querende Tram- und Buslinien».

Negative Auswirkungen auf die Fahrzeit sollen auch andere angedachte Änderungen haben. Zum Beispiel die Aufhebung der Doppelhaltestelle beim Bankverein.

Änderungen der Tramlinien

Auch neue Führungen der Tramlinien seien dem Papier zu entnehmen. Vom Aeschenplatz aus soll die Tramlinie 15 nicht mehr durch die St. Jakobsstrasse, sondern via St. Alban-Anlage und Gartenstrasse zum Denkmal fahren. Auch das wäre mit längeren Reisezeiten verbunden.

Eine neue Route könnte auch das 8er-Tram befahren. Dass die Linie den Wettstein- und Claraplatz verbinden soll, ist keine neue Idee. Eine mögliche Variante sei es, dass die Tramroute, anstatt direkt durch den Claragraben, erst durch die Hammerstrasse und ab der Pizzeria Roma durch die Riehenstrasse führt.

Gar kein Fan der Ideen ist Beat Leuthardt, Teilzeit-Trämlifahrer und BastA!-Grossrat. Es seien «dumme Projekte», bei denen man ohne Not Trams und Autos aufeinanderhetze. In zwei Motionen fordert Leuthardt nun, alle Projekte, bei denen das Tram das Eigentrassee verliert oder Umwegfahrten geplant sind, zu stoppen.

Die dazugehörigen Vorstudien und Vorprojekte sollen ausserdem veröffentlicht werden.

1 Kommentar

  1. Mich würden die Gründe der Überlegungen interessieren. Dazu steht hier leider nichts. Aber es hört sich auf jeden Fall dumm an. Das gleiche hat man schon mit dem 3er beim Felix Platter Sputal und dem 6er in Allschwil bei der Ziegelei getan ä. Die Auto- und Tramspur zusammengelegt. Seit dem gibt es mehr Stau und Wartezeit an den Ampeln.Report

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