Baschi Dürr verteidigt das Vorgehen der Basler Polizei, sagt aber auch, dass es zu Szenen wie in der Steinen nicht mehr kommen dürfe. (Bild: Keystone)
Basel

Baschi Dürr: «Mich machen diese Bilder auch hässig»

Die Menschenansammlung am Wochenende in der Steinen rücken Sicherheitsdirektor Baschi Dürr in den Fokus der Kritik. Dieser verteidigt die Polizeistrategie.

Das Nachtleben pulsierte am Samstagabend in der Steinenvorstadt. Abstandsregeln wurden ignoriert. Die Basler Polizei liess die Menge gewähren. Was folgte, war ein Feuerwerk aus Kritik, Wut und Unverständnis sowohl gegenüber den Nachtschwärmern als auch gegenüber der Basler Polizei – und ihrem Vorsteher, Sicherheitsdirektor Baschi Dürr.

Der FDP-Politiker verteidigt nun gegenüber der «Basler Zeitung» das Vorgehen der Polizeikräfte. «Die Polizei kann nicht immer überall sein», so Dürr. Für ihn ist klar: Solche Szenen wie am Samstag dürften sich in Basel nicht wiederholen. «So geht das natürlich nicht», betont er. Die Polizeipräsenz werde denn auch deutlich erhöht.

«Für manche ist es zu viel, für andere zu wenig»

Die Basler Polizei fiel in den letzten Wochen immer wieder mit einem inkohärenten Verhalten auf: Kleingruppen am Rheinbord werden deutlich auf die Abstandsregeln hingewiesen während man die Masse am Samstag in der Steinenvorstadt gewähren liess.  «Für manche ist es zu viel, für andere zu wenig», verteidigt Dürr sich und die Polizei. Es allen recht zu machen, sei schwierig bis unmöglich.

Fest steht für den Sicherheitsdirektor, dass er nicht gewaltsam einschreiten lassen will:  «Ich kann und will nicht sagen: Gopferdeggel, Feuer frei, durchprügeln», so Dürr zur «BaZ». Er setzt auf Deeskalation und differenziertes Vorgehen gegen Fehlverhalten. Die Polizei greife immer dann ein, wenn Schlimmeres verhindert werden müsse, Personen gefährdet seien.

Dürr macht nochmals deutlich: «Mich machen diese Bilder auch hässig». Es brauche jedoch viel mehr Mut, eine differenzierte Polizeistrategie zu verteidigen.

Weitere Massnahmen nach Auffahrt?

Er und die Polizei hätten keine Angst, einzuschreiten, so Dürr gegenüber der Zeitung. Auch Gebiete abzusperren sei eine Option, wenn nötig. Hätte es am Rheinbord im April grosse Menschenströme gegeben, hätte man es über Ostern geschlossen. Dies habe aber mit Erfolg verhindert werden können.

Dürr sagt, dass die Steinenvorstadt bis auf Weiteres nicht gesperrt werde. Es bleibt also vorerst bei den Kontrollen der Allmendverwaltung und des Gesundheitsdepartements. Der Sicherheitsdirektor kündigt aber weitreichende Entscheidungen des Regierungsrats an, wohl nach dem Auffahrts-Wochenende, wie die «BaZ» schreibt.

1 Kommentar

  1. Gegenüber denen die sich korrekt verhalten ist es unfair. Gleiches Recht für alle.
    Als ich beim Coiffeur war wurde der Laden zum 2. Mal kontrolliert, obwohl das erste Mal alles in bester Ordnung warReport

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