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International

Tessin verlängert Notstand – Italien öffnet Flughäfen am 3. Juni

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Italien will Flughäfen ab 3. Juni öffnen
Die Flughäfen in Italien sollen am 3. Juni bereits wieder öffnen. Sowohl inländische wie auch internationale Reisen sollen wieder erlaubt sein. (Bild: Keystone)

Italien will im Zuge der Corona-Pandemie seine Flughäfen ab dem 3. Juni wieder öffnen. Dann sollten inländische und internationale Reisen wieder erlaubt sein, weshalb Transportbeschränkungen aufgehoben werden könnten, sagte Verkehrsministerin Paola De Micheli am Mittwoch in Rom laut italienischen Nachrichtenagenturen.

Italien hatte angekündigt, dass ab dem 3. Juni die Einreise für EU-Bürger wieder möglich sein soll und es für sie keine pauschale Quarantäne mehr geben werde. Bereits seit dieser Woche gibt es wieder mehr Zugverbindungen innerhalb Italiens.

Tessin verlängert Notstand bis Ende Juni

Die Tessiner Regierung verlängert trotz sinkender Zahlen von gemeldeten Neuinfektionen und Todesfällen den Notstand bis Ende Juni.

Trotz den guten Zahlen sei weiterhin vorsichtiges Handeln gefragt, sagte Regierungspräsident Norman Gobbi gleich zu Beginn einer Medienkonferenz vom Mittwoch. «Wir müssen auch während des Sommers noch mit dem Virus leben – und wahrscheinlich noch um einiges länger.» Bei einer Grenzöffnung zwischen der Schweiz und Italien will das Tessin zudem miteinbezogen werden, wie die Verantwortlichen an der Konferenz sagen. Alles Details können Sie hier nachlesen.

Kanton Waadt ruft zu Tests auf
 

Der Kanton Waadt ruft alle Menschen mit Corona-Symptomen auf, sich testen zu lassen. (Bild: Keystone)

Der Kanton Waadt ermutigt alle Menschen mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19, sich testen zu lassen – auch diejenigen, die nicht zur Risikogruppe gehören. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

«Bis es einen Impfstoff gibt, müssen wir mit dem Virus leben»

Die Entwicklung eines Impfstoffs soll beschleunigt werden, sagt Berset am Mittwoch vor den Medien. Sein Departement werde zusammen mit dem VBS mit verschiedenen Impfoff-Herstellern Verhandlungen aufnehmen, um eine für die Schweiz optimale Lösung zu finden. Mehr zum Thema gibt es hier.

(Video: Keystone-SDA)

Covid-19: Slowakei lockert im Inland, bremst bei Grenzöffnung

Die Slowakei hat weitere coronabedingte Einschränkungen für das Wirtschaftsleben gelockert. Bei Plänen einer Grenzöffnung zu den Nachbarländern stieg der konservative Regierungschef Igor Matovic hingegen wieder auf die Bremse.

Im Strassenbild sichtbarste Lockerungsmassnahme war der Wegfall der Maskenpflicht im Freien. Bisher durfte man in der Slowakei ohne Bedeckung von Mund und Nase nicht einmal die eigenen vier Wände verlassen. Seit Mittwoch müssen die Schutzmasken nur mehr in Innenräumen getragen werden.

FC Seoul für Sexpuppen auf Tribünen gebüsst

Der südkoreanische Erstligist FC Seoul muss für die Platzierung von Sexpuppen als Zuschauerattrappen während eines Heimspiels vor leeren Rängen eine hohe Busse zahlen. Der Verband hat gegen den Verein eine Disziplinarstrafe in Höhe von 100 Millionen Won (rund 79’000 Franken) verhängt, teilte ein Sprecher der K-League in Seoul mit. Der FC Seoul habe kurz nach dem Beschluss erklärt, der Verein wolle die Busse «bescheiden akzeptieren», berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.

Die Aktion des Hauptstadtvereins hatte zahlreiche Fans verärgert. Die menschenähnlichen Figuren, die der Verein am vergangenen Sonntag beim Geisterspiel gegen den Gwangju FC (1:0) auf Sitzen im Seouler WM-Stadion installiert hatte, stellten sich als weibliche Sexpuppen heraus. Wegen des Coronavirus-Ausbruchs finden die Meisterschaftsspiele der K-League derzeit ohne Zuschauer statt.

Der Verein war nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass es sich um Schaufensterpuppen gehandelt habe. Sie sollten die Atmosphäre im Stadion auflockern. Vor dem Match habe der Lieferant betont, «die Puppen haben keine Verbindung mit Erwachsenenspielzeug». Der FC Seoul räumte aber ein, dass keine genaue Überprüfung bei der Installierung der Figuren stattgefunden habe und dass diese tatsächlich von einem Sexpuppen-Hersteller stammten, hiess es.

Bikini unter Schutzanzug - Russische Krankenschwester bekommt Ärger

Eine Krankenschwester in Russland hat Ärger bekommen, weil sie einen Bikini unter ihrer Schutzkleidung trug.

Mit ihr und ihren Kollegen sei ein klärendes Gespräch über die Anforderungen und das Aussehen der Kleidung für das Klinikpersonal geführt worden, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde russischen Medienberichten vom Mittwoch zufolge mit. Die Frau wurde ausserdem verwarnt.

Eine Krankenschwester bekam wegen ihrem Auftritt in transparenter Schutzkleidung in Russland Ärger. (Bild: Twitter)

Die Behörde reagierte damit auf ein Foto aus einem Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Tula, etwa 170 Kilometer südlich von Moskau. Darauf ist der Bikini der Frau unter dem transparenten Schutzanzug zu sehen. Sie trug zudem Mundschutz, Handschuhe und eine Schutzbrille. Die junge Frau gab an, ihr sei unter der Schutzkleidung zu warm gewesen. Sie habe nicht gedacht, dass ihr Bikini tatsächlich zu sehen sei.

DTM plant Neustart mit Testfahrten auf dem Nürburgring

Für die beiden im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) engagierten Schweizer Nico Müller und Fabio Scherer soll im Juni der Saison-Neustart mit Testfahrten eingeleitet werden. Auf dem Nürburgring will die schwer kriselnde Rennserie vom 8. bis 11. Juni den Teams die Möglichkeit bieten, ihre neuen Autos auszuprobieren.

Wegen der Corona-Pandemie waren die Tests vor Saisonbeginn im März ausgefallen, auch alle geplanten Rennen wurden gestrichen. Ein überarbeiteter Rennkalender werde demnächst bekanntgegeben, liess die DTM verlauten.

Coronakrise trifft auch den Agrarkonzern Fenaco

Die Landwirtschaft leidet zwar weniger als andere Wirtschaftssektoren unter der Coronakrise. Am Agrarkonzern Fenaco geht sie trotzdem nicht spurlos vorbei.

Die Bedeutung der einheimischen Landwirtschaft sei wegen der Coronakrise vielen Schweizerinnen und Schweizern «schlagartig» wieder klar geworden, sagte Fenaco-Präsident Pierre-André Geiser am Mittwoch an einer Telefonkonferenz. «Unsere Bäuerinnen und Bauern erfahren aktuell viel Wertschätzung, nachdem zuletzt viel Kritik auf sie eingeprasselt ist.» Mancher Bauer steuere nun wieder mit erhobenem Haupt den Traktor aufs Feld.

Bundesrat verabschiedet rechtliche Grundlagen für Sport-Rettungspaket

Das Parlament wird in der Sommersession über eine erste Tranche des Sport-Hilfspakets befinden. Der Bundesrat sieht für den Profi- und Breitensport insgesamt Kredite von 500 Millionen Franken vor. Nun hat er die rechtlichen Grundlagen für das Paket verabschiedet.

Das Stabilisierungspaket erfordert Anpassungen der Sportförderverordnung, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Über die erste Finanztranche für das laufende Jahr in Höhe von 225 Millionen Franken kann das Parlament im Juni befinden.

Die Kredite für die zweite Tranche, mit denen der Bundesrat den Sport auch im Jahr 2021 unterstützen will, werden Bestandteil der parlamentarischen Beratung des Budgets 2021 sein, das in der Wintersession diskutiert wird.

Queen wird 100-Jährigen «Corona-Held» zum Ritter ernennen
Sammelte 33 Millionen Pfund für den britischen Gesundheitsdienst National Health Service: Thomas Moore. Nun wird er 100-Jährige zum Ritter geschlagen. (Bild: Keystone)

Held und Gentleman zugleich: Der 100-jährige britische Kriegsveteran Tom Moore, der mit seinem Spendenlauf am Rollator einen Weltrekord erzielte, wird Ritter. Statt seines Spendenziels von 1000 Pfund sammelte Moore 33 Millionen Pfund für den staatlichen Gesundheitsdienst National Health Service (NHS).Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Die Toten Hosen sagen ihre Tournee ganz ab

Die wegen des Coronavirus abgesagte «Alles ohne Strom»-Tournee 2020 der Toten Hosen wird nicht verschoben, sondern fällt komplett aus. Das teilt die Band am Mittwoch mit. «Natürlich hatten wir zuerst an eine Verlegung ins nächste Jahr gedacht und diesbezüglich alle Optionen geprüft, sind dabei aber an organisatorischen Problemen gescheitert», wie sie auf Facebook schreibt.

«Wir könnten die Tour 2021 nicht so spielen, wie wir sie uns immer vorgestellt haben. Weder logistisch noch von der Besetzung her hätten wir die Konzertreise so umsetzen können, wie das unseren eigenen Ansprüchen genügt.» Die Enttäuschung sei bei der Band riesig.  «Lasst uns hoffen, dass wir alle diese seltsame Pandemie und all ihre Begleiterscheinungen möglichst bald durchgestanden haben», schreiben die Mitglieder weiter. In der Schweiz hätten drei Konzerte stattgefunden: Am 10. und 11. Juli im Hallenstadion Zürich sowie am 18. August am Festival Rock Oz’Arènes.

«Wir möchten nicht vor der Ziellinie stolpern.»

Ab dem 28. Mai sind Gottesdienste und Feiern aller Religionen wieder erlaubt. Die verschiedenen Glaubensgemeinschaften müssen bis dahin aber Schutzkonzepte erarbeiten. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Gesundheitsminister Alain Berset zieht ein positives Zwischenfazit beim Umgang mit dem Coronavirus. Die Bevölkerung kenne die Regeln und halte sich grösstenteils daran. Weitere Anstrengungen seien aber nötig: «Wir möchten nicht vor der Ziellinie stolpern.» Mehr zum Thema gibt es hier.

(Video: Keystone-SDA)

UN: Entwicklungsgrad könnte erstmals seit 30 Jahren sinken

Der Grad der menschlichen Entwicklung könnte nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr wegen der Corona-Krise zum ersten Mal seit der Einführung des UN-Entwicklungsindex vor drei Jahrzehnten sinken. Die UN-Entwicklungsagentur UNDP machte dafür am Mittwoch vor allem eine tiefe wirtschaftliche Rezession sowie die Schliessung von Bildungseinrichtungen verantwortlich.

Nach UNDP-Schätzungen bekommen 60 Prozent der Grundschüler weltweit momentan keinen Unterricht – so viele wie seit den Achtzigerjahren nicht mehr. Dabei sei die Situation in den Entwicklungsländern deutlich schlimmer als in Industrienationen.

Gesetzliche Grundlage für Schweizer Corona-App steht
 

Der Bundesrat hat über die gesetzliche Grundlage für die SwissCovid-App verfügt. (Bild: Keystone)

Die gesetzliche Grundlage für die SwissCovid-App steht. Deren Nutzung ist freiwillig und durch die Nicht-Teilnahme dürfen keine Nachteile entstehen. Auch soll der Datenschutz gewährt sein, so der Bundesrat. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Gottesdienste sind ab 28. Mai wieder möglich

Ab dem 28. Mai sind Gottesdienste und Feiern aller Religionen wieder erlaubt. Die Glaubensgemeinschaften müssen bis dahin Schutzkonzepte erarbeiten. Alles zum Thema können Sie hier nachlesen.

 

Die Tore der Krichen öffnen wieder: Ab 28. Mai dürfen in der Schweiz wieder Gottesdienste gefeiert werden. (Bild: Keystone)

Bund soll 2020 Kosten für Kurzarbeitsentschädigung übernehmen

Die Kosten für Kurzarbeit im Corona-Jahr 2020 soll der Bund übernehmen. Der Bundesrat beantragt dafür einen Nachtragskredit von 14,2 Milliarden Franken. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Polizei befreit Krankenpfleger in Mexiko aus virtueller Geiselhaft

Die Polizei in Mexiko hat 13 Krankenschwestern und Pfleger aus einer virtuellen Geiselhaft befreit. Kriminelle hatten sie per Telefon bedroht und in ihrem Hotel festgehalten, wie die Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt und die mexikanische Sozialversicherung in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) mitteilten.

Die Pfleger aus dem Bundesstaat Nuevo León im Norden des Landes waren angesichts der grassierenden Corona-Pandemie zur Unterstützung in die mexikanische Hauptstadt verlegt worden. Die Erpresser behaupteten, Kontrolle über die Überwachungskameras ihres Hotels zu haben und sie anzugreifen, sollten sie das Hotel verlassen.

Bundesrat legt Formalitäten für Kita-Subventionen fest
Die Kantone und der Bund unterstützen Kitas in der Corona-Krise. (Bild: Keystone)

Nun erhalten auch die Kitas Unterstützung: Der Bundesrat verpflichtet die Kantone, ihnen Finanzhilfen für die entgangenen Beiträge zu gewähren.

Das hatte die Regierung bereits früher beschlossen. Am Mittwoch hat sie nun die Eckwerte der Verordnung bekanntgegeben, die während sechs Monaten bis im Herbst 2020 gelten soll. Das Parlament hat einen Kredit von 65 Millionen Franken bewilligt.

Grossveranstaltungen nicht vor September möglich

Trotz weiterer Lockerungen in den nächsten Tagen wartet die Bevölkerung weiter auf die Wiederherstellung des normalen öffentlichen Lebens. Der Bundesrat hat am Mittwoch festgehalten, welche Termine noch offen sind.

Der Bundesrat bekräftigt am Mittwoch nochmals: Es wird keine Grossveranstaltungen vor September geben in der Schweiz. (Bild: Keystone)

Gemäss einem Dokument des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ist beispielsweise noch kein Termin bestimmt, wann das Veranstaltungsverbot bis 1000 Personen gelockert wird. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Kroatien wählt am 5. Juli ein neues Parlament

In Kroatien wählen die Bürger am 5. Juli ein neues Parlament. Dies entschied Staatspräsident Zoran Milanovic am Mittwoch, wie die Präsidialverwaltung in der Hauptstadt Zagreb mitteilte. Milanovic setzte den Termin zwei Tage nach der Selbstauflösung des Parlaments (kroatisch: Sabor) fest.

Das Mandat der Volksvertretung wäre noch bis zum Jahresende gelaufen. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Andrej Plenkovic strebte jedoch frühere Neuwahlen an, weil sie das Adria- und Urlaubsland relativ gut durch die Corona-Pandemie zu steuern vermochte. Aber auch die oppositionellen Sozialdemokraten hatten der vorgezogenen Selbstauflösung des Parlaments zugestimmt.

Ruanda setzt im Kampf gegen Coronavirus auf Roboter-Hilfe

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt der afrikanische Binnenstaat Ruanda auf High-Tech-Unterstützung. In der Hauptstadt Kigali sind laut ruandischen Regierungsangaben ab sofort spezielle Roboter im Einsatz, die bei der Untersuchung von Menschen helfen können.

Daneben sollen sie in Behandlungszentren auch Ärzte und Schwestern bei der Entdeckung von Auffälligkeiten unterstützen, Daten sammeln und sogar Essen an Krankenbetten bringen. Die Bilder aus Ruanda gehen um die Welt:

Neuseeland denkt über Vier-Tage-Woche nach

In Neuseeland rückt die Idee einer viertägigen Arbeitswoche zur Ankurbelung der durch die Corona-Krise schwer gebeutelten Wirtschaft in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte.

Auch Regierungschefin Jacinda Ardern findet die Idee gut und ermunterte die Arbeitgeber im Land, über die Einführung einer Vier-Tage-Woche und andere flexible Arbeitsmodelle nachzudenken.

Jacinda Ardern. (Bild: Keystone)

Viele Neuseeländer hätten ihr erzählt, dass sie mehr im eigenen Land reisen würden, wenn sie flexiblere Arbeitszeiten hätten, sagte Ardern nach einem Besuch in der Touristen-Hochburg Rotorua südöstlich von Auckland. «Ich höre viele Menschen, die vorschlagen, dass wir eine Vier-Tage-Arbeitswoche haben sollten», sagte Ardern in einem informellen Live-Video auf Facebook.

Die heimische Rechtsberatungsfirma Perpetual Guardian mit mehr als 200 Mitarbeitern hatte weltweit Aufsehen erregt, als sie 2018 die Vier-Tage-Woche bei sich einführte. Dieses Modell könne eine Lösung sein, um Neuseelands Wirtschaft nach der Corona-Pandemie bei der Erholung zu helfen, wurde Firmengründer Andrew Barnes am Mittwoch von Medien zitiert. Der Wechsel zur Vier-Tage-Woche habe seine Mitarbeiter glücklicher und produktiver gemacht und ihre mentale wie körperliche Gesundheit verbessert, schilderte der Geschäftsmann.

Bundesrat konkretisiert Corona-Notpaket für die Medien

30 Millionen Franken für private Radio- und TV-Veranstalter, 12,5 Millionen Franken für die indirekte Presseförderung, 10 Millionen Franken für die Nachrichtenagentur sowie 5 Millionen Franken für grössere Tages- und Wochenzeitungen: Das Notpaket für die Medien steht.

Der Bundesrat hat Corona-Notpaket für die Medien konkretisiert. (Symbolbild: Keystone)
BAG meldet 40 Neuinfektionen

In der Schweiz sind innerhalb eines Tages 40 neue Ansteckungen mit Corona gemeldet worden. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch mit.

Das BAG vermeldete am Mitwochmittag die aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)
Weinbauern erhalten zehn Millionen Franken für Wein-Deklassierung

Die Schweizer Weinbauern erhalten wegen der Corona-Krise vom Bund einen Betrag von zehn Millionen Franken, damit sie ihre nicht verkauften AOC-Weine als billigere Tafelweine absetzen können. Ausserdem sollen die Höchsterträge für die Ernte 2020 gesenkt werden.

Durch die Schliessung der Restaurants und dem Veranstaltungsverbot während der Corona-Krise sei auch der Schweizer Weinmarkt eingebrochen, teilte das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Mittwoch mit. Der Bundesrat hat deshalb entschieden, den Weinmarkt mit einer Finanzhilfe zu entlasten.

(Bild: Keystone)

Ab dem 1. Juni erhalten die Weinbauern für jeden Liter deklassierten Weines mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (AOC) einen Bundesbeitrag von maximal zwei Franken. Dieser Tafelwein soll dann hauptsächlich in der Nahrungsmittelindustrie verwendet werden.

Covid-19 bedingte Arztbesuche nehmen wieder zu

In der vergangenen Woche haben 1,2 Prozent aller Konsultationen in Arztpraxen oder Hausbesuche von Ärzten aufgrund eines Verdachts auf Covid-19 stattgefunden. Gegenüber der Vorwoche nahm diese Konsultationsrate zu.

In der vergangenen Woche meldeten Ärzte des Sentinella-Meldesystems 12 Konsultationen wegen Covid-19- Verdacht auf 1000 Konsultationen. Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung entspricht dies rund 85 Covid-19 bedingten Konsultationen pro 100’000 Einwohner, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch mitteilte.

(Bild: Keystone)

Insgesamt kam es seit dem 29. Februar hochgerechnet zu ungefähr 167’000 Covid-19 bedingten Konsultationen bei Grundversorgern. Die Inzidenz war dabei in der vergangenen Woche bei den 5- bis 14-Jährigen am höchsten. Der Anteil der Patienten mit Covid-19-Verdacht und erhöhtem Komplikationsrisiko war bei den über 65-Jährigen am höchsten.

Zusätzlich zu den Besuchen in den Praxen oder daheim wurden die Sentinella-Ärztinnen und -Ärzte auch telefonisch konsultiert. Ein Fünftel aller gemeldeter telefonischen Konsultationen standen im Zusammenhang mit Covid-19. Laut BAG-Mitteilung war bei 23 Prozent dieser Anfragen eine Selbstisolation zuhause angezeigt.

Russland überschreitet 300.000er-Marke bei Corona-Infektionen

Russland hat bei der Zahl der registrierten Corona-Infizierten die Marke von 300.000 überschritten. Am Mittwoch kamen innerhalb eines Tages mehr als 8700 neue Fälle hinzu, wie die Behörden in Moskau mitteilten. Das sei der niedrigste Wert seit Anfang Mai. 2972 Menschen starben demnach mit dem Virus. Mit 135 Todesfällen pro Tag habe es nun einen neuen Höchststand gegeben.

Nach Erhebungen der US-Universität Johns Hopkins liegt das flächenmässig grösste Land der Erde bei der Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen auf Platz zwei hinter den USA. Insgesamt haben sich in Russland rund 308 700 Menschen angesteckt.

(Bild: Keystone)

Am schwersten betroffen ist die Hauptstadt Moskau. Auf Europas grösste Metropole entfällt gut die Hälfte aller Corona-Infektionen in dem Land. Nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin werden derzeit etwa 18.000 schwer kranke Menschen in Kliniken behandelt.

La Liga setzt bei positiven Tests auf Videoanalyse

In der höchsten spanischen Spielklasse wird man im Fall eines positiven Coronavirus-Tests auf Videoanalysen zurückgreifen. Anhand der Aufnahmen will die Liga feststellen, ob der erkrankte Spieler einen Mitspieler oder einen Kicker der gegnerischen Mannschaft angesteckt haben könnte, wie einem Konzept von La Liga zu entnehmen ist.

Liga-Präsident Javier Tebas hält an der Hoffnung fest, die obersten beiden Ligen in Spanien am 12. Juni wieder starten zu lassen. Die Chance, sich zu infizieren, liege mit den neuen Sicherheitsmassnahmen «praktisch bei Null», glaubt Tebas. Jeder Spieler, der mit einem infizierten Fussballer länger als fünf Minuten in Kontakt war, soll demnach ebenfalls getestet werden.



Im Protokoll wird unter anderem festgehalten, dass Spieler und Offizielle 24 Stunden vor jedem Match getestet werden und ihre Temperatur bei Ankunft im Stadion gemessen wird. Die Bälle werden analog der Bundesliga desinfiziert, Spieler müssen vor und nach dem Aufwärmen ihre Hände desinfizieren und bei der Ankunft im Stadion Masken und Handschuhe tragen.

Facebook startet in Corona-Krise Plattform für Online-Shops

Facebook will zur Plattform für den Online-Handel werden – und könnte mit seiner gewaltigen Reichweite und technischen Stärken das Geschäft aufmischen. Händler können nun unkompliziert Online-Shops erstellen, die über Facebook und Instagram erreichbar sind.

(Bild: Keystone)
Rolls-Royce kündigt Streichung von mindestens 9000 Stellen an

Der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce plant die Streichung von mindestens 9000 Stellen wegen des Einbruchs des Luftverkehrs während der Corona-Pandemie. «Diese Krise haben nicht wir verursacht. Aber wir müssen uns der Krise stellen», sagte Konzernchef Warren East am Mittwoch in London. In solchen beispiellosen Zeiten müssten schwere Entscheidungen getroffen werden.

(Bild: Keystone)

Der Konzern hat weltweit etwa 52 000 Mitarbeiter. Er baut vor allem Antriebe für Grossraumflugzeuge, die auf Langstreckenverbindungen von Kontinent zu Kontinent zum Einsatz kommen.

Coronavirus lässt illegale Einreisen und Aufenthalte einbrechen

Einreisekontrollen und -beschränkungen wegen des Coronavirus haben die Zahl der illegalen Einreisen und Aufenthalte in der Schweiz einbrechen lassen. Seit deren Einführung nahmen die illegalen Aufenthalte um 55 bis 80 Prozent ab.

Die Schleppertätigkeit nahm im Jahresvergleich um 67 Prozent ab, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EVZ) am Mittwoch mitteilte. Die durch Militär verstärkten Grenzwache registrierte im April zehn mutmassliche Schlepperfälle. Im Vorjahresmonat waren es noch 31 gewesen.

Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung. (Bild: Keystone)

Seit Jahresanfang kamen 94 Schlepperfälle zusammen. Im Vorjahreszeitraum registrierte die EVZ deren 140. Dabei blieben die Zahlen zu Jahresbeginn praktisch auf Vorjahresniveau und brachen im März markant ein.

Die illegale Einwanderung sank im April auf 217 Fälle. Im März waren es 517 gewesen, auch das ein markanter Rückgang gegenüber dem Vormonat. Im April 2019 registrierte die EZV 1116 Fälle. Seit Jahresbeginn 2020 kumulierten sich 2830 rechtswidrige Aufenthalte. 2019 kamen zwischen Januar und April 4598 Fälle zusammen.

Corona-Notstand in Tokio: Zunehmend Beschwerden über Lärmbelästigung

Der in Japans Hauptstadt noch andauernde Notstand wegen der Corona-Pandemie hat zu einer Häufung von Beschwerden wegen Lärmbelästigung unter Nachbarn geführt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch berichtete, gingen bei der Polizei im März und April mehr als 24.000 Telefonanrufe ein, bei denen sich die Anrufer wegen Lärmbelästigung beschwerten.

(Bild: Keystone)

Das sei ein Anstieg um 28,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In einem extremen Fall war ein Bauarbeiter von einem Nachbarn erstochen worden. Japans Wohnhäuser sind bekannt für dünne Wände.

Migros und Coop schenken ihren Mitarbeitern 500 Franken

Besser spät als nie, dürften sich einige Mitarbeiter von Coop und Migros wohl gedacht haben, als mehrere Einzelhändler wie Aldi Suisse oder Lidl ihren Mitarbeitern wegen der Corona-Krise Prämien im März schon haben zukommen lassen. Denn nun ziehen auch die beiden grössten Schweizer Einzelhändler Coop und Migros nach und verschenken pro Mitarbeiter 500 Franken.

(Symbolbild: Keystone)

Das berichtet 20 Minuten. Der Pendlerzeitung lägen mehrere interne Schreiben vor. Demzufolge habe Coop habe sich etwa entschieden, mit dem Juli-Lohn eine Sonderprämie auszuschütten – in Anerkennung des ausserordentlichen Einsatzes und der grossen Leistung während der Zeit des Lockdown. Auch die Migros habe auf Anfrage die Auszahlung der Sonderprämie bestätigt.

Deutsche scheitern mit Mallorca-Einreise

Die Grenzen in Spanien sind trotz rückläufiger Infektionszahlen weiterhin für ausländische Touristen gesperrt. Das bekamen nun drei Deutsche aus Köln zu spüren. Sie wurden beim Versuch der Einreise auf dem Flughafen der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca gestoppt und in ihre Heimat zurückgeschickt. Das meldet die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Regierung der Inseln.

Die drei konnten keinen triftigen Grund für ihre Einreise vorweisen. Triftig wäre etwa ein Erstwohnsitz in Spanien oder als wichtig erachtete berufliche Gründe.

(Bild: Keystone)

«Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten Ende Juni wieder aufnehmen können», sagte Verkehrsminister José Luis Ábalos. Allerdings könne man nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während die spanische Bevölkerung noch einer Ausgehsperre unterzogen wird.

Brasilien meldet erstmals über 1000 Tote am Tag

In Brasilien sind erstmals mehr als 1000 Todesopfer der Corona-Pandemie innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden seit dem Vortag 1179 Todesfälle registriert.

(Grafik: Saude Brasil)

Die Gesamtzahl der offiziellen Todesfälle stieg damit auf 17’971. Die Zahl der Infektionen wuchs dem Ministerium zufolge um 17’408 neue Fälle auf 271’628.

Lockheed Martin muss F-35-Produktion zurückfahren

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin muss die Produktion seiner F-35-Tarnkappenkampfjets in seinem Werk in Texas verlangsamen. Dies geschehe aufgrund unterbrochener Lieferketten als Folge der Coronavirus-Pandemie.

(Bild: Keystone)

«Wir werden die Produktionsrate um etwa zwei bis drei Monate verlangsamen», sagte Greg Ulmer, Leiter des Lockheed Martin F-35-Programms, in einem Interview am Dienstag (Ortszeit). Auch die Auslieferung von 18 bis 24 Jets könne sich wegen einer Teileknappheit verzögern.

Unternehmen, die Teile für die Strukturkomponenten des Düsenflugzeugs herstellen, hätten aufgrund der Coronavirus-Beschränkungen die Produktion drosseln müssen, sagte Ulmer weiter.

Experten zweifeln an Modernas Corona-Impfstoffkandidaten

Ein Medienbericht weckt Zweifel an der potenziellen Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs, an dem das US-Unternehmen Moderna derzeit arbeitet.

Das Basler Chemie- und Pharmaunternehmen Lonza liefert den Wirkstoff für einen potenziellen Corona-Impfstoff in die USA. (Bild: Key)
Trump: Malaria-Medikament gibt zusätzliche Sicherheit gegen Corona

US-Präsident Donald Trump hat die Einnahme des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin zur Corona-Prophylaxe verteidigt. «Ich denke, es gibt einem ein zusätzliches Mass an Sicherheit», sagte Trump am Dienstag im US-Kongress vor Journalisten. «Das ist eine individuelle Entscheidung.» Hydroxychloroquin sei ein erprobtes Medikament und schade nicht.



Trump hatte am Montag erklärt, er nehme seit etwa eineinhalb Wochen das Malaria-Präparat ein – obwohl es keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt. Das Mittel erhöht nach Angaben der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) aber das Risiko lebensgefährlicher Herzrhythmus-Störungen. Eine Studie hatte bei Einnahme des Medikaments in Kombination mit einem Antibiotikum eine höhere Sterblichkeit bei Corona-Patienten festgestellt.

Chinesen wollen kein neues Geld bei Swissport einschiessen

Der Eigentümer von Swissport, die chinesische HNA-Gruppe, hat bisher trotz der Coronavirus-Krise kein neues Geld bei dem Flughafen-Bodenabfertiger eingeschossen. Der Konzern gehe auch nicht davon aus, dass dies die HNA-Gruppe noch tun werde.

(Bild: Keystone)

Dies sagte Swissport-Chef Eric Born dem «Tages-Anzeiger» vom Mittwoch. «Wir haben natürlich angefragt. Wir schliessen keinen Weg aus, um an frisches Kapital zu kommen», erklärte der Manager.

Weltbank warnt vor Zunahme von extremer Armut durch Corona-Pandemie

Die Weltbank hat vor einer deutlichen Zunahme der extremen Armut rund um den Globus als Folge der Coronavirus-Pandemie gewarnt. Nach Schätzung der Weltbank könnten durch die Pandemie bis zu 60 Millionen Menschen in bitterste Not abrutschen.

Dies sagte der Direktor der auf Entwicklungsmassnahmen spezialisierten Finanzinstitution, David Malpass, am Dienstag (Ortszeit) in einer Telefonkonferenz.

David Malpass. (Bild: Keystone)

Die in den vergangenen drei Jahre erzielten Fortschritte in der weltweiten Armutsbekämpfung würden durch die Coronavirus-Krise zunichte gemacht, beklagte Malpass. Die Weltbank geht nach seinen Angaben davon aus, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr um fünf Prozent schrumpft. Dies treffe die ärmsten Länder besonders hart.

Zweifel an Wirksamkeit von Fujifilms Corona-Medikament

Die Aktien der japanischen Fujifilm Holdings sind über Zweifel an der Wirksamkeit des Medikaments Avigan bei Coronaviren eingebrochen. Die Nachrichtenagentur Kyodo hatte berichtet, dass nach klinischen Studien bisher keine eindeutigen Beweise für die Wirksamkeit des Anti-Grippe-Mittels bei der Behandlung von Covid-19 vorlägen.

Die Daten liessen Zweifel aufkommen, ob das Therapeutikum bis Ende des Monats wie von der japanischen Regierung gefordert zugelassen werden könne, hiess es in dem Bericht unter Berufung auf nicht näher identifizierte Quellen.

(Bild: Keystone)

«Fujifilm ist sich der Ergebnisse nicht bewusst und daher auch nicht in der Lage, sich dazu zu äussern», sagte eine Unternehmenssprecherin. Sie fügte hinzu, dass der Pharmakonzern das Medikament nach den derzeitigen klinischen Studien in Japan und den USA bewerten würde. Das Interesse an Avigan, allgemein als Favipiravir bekannt, schnellte im März in die Höhe, nachdem ein Regierungsvertreter erklärt hatte, es scheine Covid-19 Patienten bei der Genesung zu helfen.

Trump: Hohe Corona-Fallzahl ist Auszeichnung für gute Tests

US-Präsident Donald Trump kann der Vielzahl an nachgewiesenen Corona-Infektionen in den USA – mehr als 1,5 Millionen – etwas positives abgewinnen. Er betrachte es nicht als «schlechte Sache», dass es so viele nachgewiesene Infektionen im Land gibt.

(Bild: Keystone)
Trump: Malaria-Medikament gibt zusätzliche Sicherheit gegen Corona

US-Präsident Donald Trump hat die Einnahme des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin zur Corona-Prophylaxe verteidigt. «Ich denke, es gibt einem ein zusätzliches Mass an Sicherheit», sagte Trump am Dienstag im US-Kongress vor Journalisten. «Das ist eine individuelle Entscheidung.» Hydroxychloroquin sei ein erprobtes Medikament und schade nicht.

Trump hatte am Montag erklärt, er nehme seit etwa eineinhalb Wochen das Malaria-Präparat ein – obwohl es keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt. Das Mittel erhöht nach Angaben der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) aber das Risiko lebensgefährlicher Herzrhythmus-Störungen. Eine Studie hatte bei Einnahme des Medikaments in Kombination mit einem Antibiotikum eine höhere Sterblichkeit bei Corona-Patienten festgestellt.

US-Präsident Donald Trump hat die Einnahme des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin zur Corona-Prophylaxe verteidigt. (Bild: Keystone)
Mannschaftstrainings in Italien wieder erlaubt

Nach langem Hin und Her hat Italiens Regierung den Serie-A-Vereinen die Erlaubnis zum Gruppentraining gegeben. Sportminister Vincenzo Spadafora hat den Entscheid bestätigt. Der Fussballverband FIGC sprach von einem «entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Neustart des Fussballs in Italien» nach der Corona-Pause. Das Datum für die Fortsetzung der Saison – vermutlich im Juni – steht aber noch nicht fest.

Das Einzeltraining der Vereine der Top-Liga läuft schon seit dem 4. Mai. „Ich denke, dass es gute Nachrichten sind, dass sie wieder loslegen können“, erklärte Spadafora im öffentlich-rechtlichen Sender RAI 2.

In Italien darf seit dem 4. Mai wieder einzeln trainiert werden, nun sind im Fussball auch Gruppentrainings wieder erlaubt. (Bild: Keystone)
UNO-Chef schlägt Vollversammlung mit Videobotschaften vor

UNO-Generalsekretär António Guterres hat wegen der Corona-Pandemie für die anstehende Vollversammlung vorher aufgenommene Videobotschaften der Staats- und Regierungschefs vorgeschlagen.

Gleichzeitig solle jedes Land im grossen Versammlungssaal in New York mit jeweils nur einer einköpfigen Delegation vertreten sein, um den nötigen Abstand gewährleisten zu können, schrieb Guterres an den Präsidenten der UNO-Generalversammlung, Tijjani Mohammed-Bande. Der Brief, datiert vom Montag, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Sechs Corona-Fälle in der Premier League

In England sind sechs Personen aus drei Vereinen der Premier League positiv auf das Coronavirus getestet worden. Untersucht wurden insgesamt 748 Spieler, Trainer und Betreuer.

Die Namen der positiv Getesteten, die sich für sieben Tage in Quarantäne begeben müssen, nannten die Zuständigen der Premier League nicht.

Seit dieser Woche dürfen die 20 Teams der Premier League wieder trainieren – in Kleingruppen unter Einhaltung der Abstandsregeln. Ob nach den sechs Fällen der Neustart in Englands höchster Liga wie vorgesehen am 12. Juni erfolgt, ist noch nicht entschieden. Laut Medienberichten könnte sich der Wiederbeginn um eine weitere Woche verzögern.

In England sind sechs Personen aus drei Vereinen der Premier League positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Wiederaufnahme der Saison ist noch offen. (Bild: Keystone)
Niederlande öffnen Schulen, Restaurants, Museen, Kinos

Die Niederlande werden ab dem 1. Juni einen weiteren Schritt zurück in Richtung Normalität machen. Dann sollen alle Schulen und eingeschränkt auch Museen, Theater, Kinos, Restaurants und Cafés wieder geöffnet werden, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag in Den Haag mitteilte.

Gaststätten, Theater und Kinos dürften aber vorerst nur jeweils 30 Personen empfangen und überall müsse ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Reisende ab dem 1. Juni einen Mundschutz tragen.

In den Niederlanden kommt das normale Alltagsleben am 1. Juni ein Stück zurück. (Symbolbild: Keystone)
Streit um Corona-Impfstoff: Sanofi-Spitzenmanager bei Macron

Nach Irritationen über den künftigen Corona-Impfstoff und eine mögliche Bevorzugung der USA hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zwei Spitzenvertreter des Pharmakonzerns Sanofi empfangen.

Bei dem rund 45-minütigen Treffen waren Generaldirektor Paul Hudson, Präsident Serge Weinberg und auch Frankreich-Chef Olivier Bogillot dabei, wie Kreise des Élyséepalastes am Dienstag in Paris bestätigten. In dem Gespräch sei es primär um den Entwicklungsstand eines Impfstoffes gegangen, hiess es.

Die Sanofi-Chefs teilten demnach die Forderung Macrons, dass das Impfmittel ein globales öffentliches Gut sein müsse. Auch in der Ansicht, dass Europa eine stärkere Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich brauche, stimme man überein. Macron hatte diese erst am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert. Die Sanofi-Gruppe fühle sich ihrer Präsenz in Frankreich verpflichtet, erklärten die Élyséekreise.

Grenzschliessung zwischen USA und Kanada verlängert

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll die Grenze zwischen den USA und Kanada für weitere 30 Tage weitgehend geschlossen bleiben. Das teilte Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Dienstag mit, wie kanadische Medien berichteten. Kanadische Provinzen an der Grenze hätten ein deutliches Verlangen» nach einer Verlängerung gezeigt und die USA seien dafür «komplett offen» gewesen.

Die zeitweise Grenzschliessung aufgrund der Coronavirus-Pandemie war im März vereinbart und im April schon einmal verlängert worden. Ziel ist, den nicht notwendigen Reiseverkehr zwischen den beiden Ländern zu unterbinden und zugleich den Verkehr wichtiger Waren wie medizinischer Ausrüstung und Nahrung zu gewährleisten.

New York erlaubt kleine Gedenkfeiern zum Memorial Day

Im besonders heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sollen am Memorial Day kommende Woche Gedenkveranstaltungen mit maximal zehn Menschen oder Autokorsos erlaubt werden. «Es ist wichtig, die Kriegsveteranen zu ehren, und ich denke, dass wir das tun können und dass wir das sicher tun können», sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Die Entscheidung solle letztendlich aber bei regionalen und lokalen Behörden im Bundesstaat liegen.

Am Memorial Day, der immer am letzten Montag im Mai stattfindet, wird in den USA traditionell der Kriegsveteranen und Gefallenen gedacht – normalerweise unter anderem mit grossen Paraden.

Normalerweise wird in den USA am Memorial Day im grossen Stil den Veteranen des Kriegs gedacht, dieses Jahr finden wegen der Corona-Pandemie aber keine Paraden statt. (Archivbild: Keystone)
Air France erhöht bis Ende Juni schrittweise Zahl der Flüge

Die französische Fluggesellschaft Air France will bis Ende Juni schrittweise wieder mehr Flüge anbieten. Dies gelte vorbehaltlich der Aufhebung der Reisebeschränkungen, teilte die Airline mit.

Dabei sollen die Zahl der Frequenzen und Ziele, insbesondere nach Frankreich, in die französischen Überseegebiete und innerhalb Europas schrittweise erhöht werden. Auch die Flüge von Zürich nach Paris Charles-de-Gaulle sollen schrittweise wieder aufgenommen werden, wie Air France am Dienstag weiter mitteilte. Bis Ende Juni möchte die Airline die Frequenz von einem auf vier Flüge pro Woche erhöhen.

Ebenfalls im Flugplan sind London, Wien, Madrid oder Mailand. Der Flugplan soll täglich aktualisiert werden.

US-Airlines erkennen leichte Erholung in Corona-Krise

In den USA hat sich die mit der Corona-Krise fast völlig eingebrochene Nachfrage nach Passagierflügen etwas erholt. Die stärker auf den Inlandsmarkt fokussierte Southwest Airlines zählte in diesem Monat mehr Buchungen als Stornierungen.

Sie kündigte am Dienstag an, das Flugprogramm im Juni aufzustocken. Damit werde sich der Kapazitätsrückgang über das gesamte Jahr betrachtet auf 45 bis 55 Prozent belaufen. United Airlines erwartet im Juli ein Sitzplatzangebot von 75 Prozent unter Vorjahr nach einem Minus von 90 Prozent im Juni. Auch United registrierte einen Rückgang der Stornierungen.

Die US-amerikanischen Southwest Airlines erholt sich allmählich etwas von der Coronakrise. (Symbolbild: Keystone)

Von einer Normalisierung sei die Luftfahrt aber noch weit entfernt, erklärte Burton Hollifield, Wirtschaftsprofessor von der Carnegie Mellon Universität. «Wir könnten vielleicht bald den Boden erreicht haben. Aber wird es bald besser? Bis zu einer Immunisierung werden sich die Reisetrends nicht normalisieren.»

Ständerats-Kommission unterstützt Kompromiss bei Mieterlass

Nach dem Vorpreschen verschiedener Unternehmen, Mietern von geschlossenen Geschäften die Mieten teilweise zu erlassen, bahnt sich auch im Parlament eine Lösung an. Die Wirtschaftskommission des Ständerats unterstützt den Kompromissvorschlag der nationalrätlichen Schwesterkommission.

Damit zeichnet sich nach einem wochenlangen Streit um einen Corona-Mieterlass für Geschäfte eine Lösung ab. Die Ständerats-Kommission hat mit 8 zu 4 Stimmen entschieden, ihrem Rat eine Motion vorzulegen, die mit jener der Nationalrats-Kommission identisch ist, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Wenn beide Räte den jeweiligen Vorstoss in der Sommersession annehmen, gilt dieser als überwiesen.

Erstes EU-Milliardenpaket mit Coronahilfen noch nicht komplett

Knapp zwei Wochen vor dem Starttermin ist das erste Paket mit europäischen Corona-Krisenhilfen immer noch nicht endgültig geschnürt. Beim geplanten Programm der Europäischen Investitionsbank für Unternehmenskredite seien noch Details offen.

Dies teilte EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis nach einer Videokonferenz der EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Dienstag mit. «Wir hoffen auf eine schnelle Einigung.»

Die EU-Staaten hatten sich im April auf ein Paket mit Kredithilfen für Kurzarbeiter, für Unternehmen und für Krisenstaaten im Wert von bis zu 540 Milliarden Euro geeinigt. Alle sollen nach dem Willen der Staats- und Regierungschefs zum 1. Juni bereitstehen.

EU-Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis sagte am Dienstag, dass es beim Milliarden-Hilfspaket noch Details zu klären gebe: «Wir hoffen auf eine schnelle Einigung». (Bild: Keystone)
Trump attackiert WHO – Länder für fairen Zugang zu Corona-Impfstoff

Ungeachtet neuer Angriffe von US-Präsident Donald Trump gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben die 194 Mitgliedsländer der WHO ihr Vertrauen ausgesprochen.

Mit einer Entschliessung verlangten sie zum Abschluss ihrer Jahrestagung am Dienstag einen «weltweiten, zeitnahen und gerechten Zugang und ebensolche Verteilung» von Impfstoffen und Medikamenten gegen die Krankheit Covid-19, die durch das neue Virus Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann. Ärmere Länder haben Sorge, dass die reichen Länder zunächst nur ihre eigene Bevölkerung bedienen.

Ungeachtet der Kritik von US-Präsident Donald Trump haben die Mitgliedstaaten der WHO ihr Vertrauen ausgesprochen. Die globale Bevölkerung soll einen fairen Zugang zu einem Impfstoff erhalten, wenn dieser vorhanden ist. (Bild: Keystone)
Royal Run in Dänemark wegen Corona-Krise gänzlich abgesagt

Der von Kronprinz Frederik (51) initiierte Royal Run in Dänemark fällt in diesem Jahr komplett aus. Der zunächst von Juni auf September verschobene Volkslauf werde nun wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Folgen gänzlich abgesagt, teilten das dänische Königshaus und die Veranstalter am Dienstag mit.

Die nächste Ausgabe des Laufes finde am 24. Mai 2021 in Kopenhagen, Sønderborg, Odense, Aalborg und auf Bornholm sowie sieben Tage vorher in der grönländischen Hauptstadt Nuuk statt.

Jährlich nehmen Zehntausende Dänen an den Läufen teil, die der sportliche Kronprinz 2018 anlässlich seines 50. Geburtstags ins Leben gerufen hatte.

BAK-Ökonomen sehen bis 2022 keine Erholung im Detailhandel

Die Konjunkturforscher von BAK Economics rechnen für das aktuelle Jahr mit einem Umsatzeinbruch im Schweizer Detailhandel von 4,4 Prozent. Eine rasche Erholung ist laut den Experten trotz Aufholeffekten noch in weiter Ferne.

Durch die allmählichen Lockerungen werden sich die Umsätze gemäss einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung von BAK Economics im zweiten Halbjahr normalisieren. Die Ökonomen rechnen jedoch damit, dass die Aufholeffekte durch tiefere Einkommen und eine gewisse Unsicherheit der Konsumenten begrenzt werden.

Amazon öffnet nach Rechtsstreit Lieferzentren in Frankreich wieder

Nach einem Streit über Coronavirus-Schutzmassnahmen hat der Online-Versandhändler Amazon mehrere französische Logistikzentren wieder geöffnet. Die Arbeit werde über drei Wochen schrittweise begonnen, sagte Frankreich-Chef Frédéric Duval am Dienstag der Nachrichtenplattform «Franceinfo».

In der ersten Woche geschehe das auf freiwilliger Basis für die Angestellten, so Duval. Dass es wegen der Schliessung der Versandzentren Verstimmungen zwischen dem Konzern und Frankreich gegeben habe, verneinte Duval. «Es gab nie einen Streit zwischen Amazon und Frankreich.»

«Es gab nie einen Streit zwischen Amazon und Frankreich»: Der Online-Versandhändler nimmt schrittweise mehrere Logistikzentren wieder in Betrieb. (Bild: Keystone)

Amazon hat demnach die Sicherheitsmassnahmen nun verstärkt. Das Unternehmen hatte Mitte April nach einer Entscheidung eines Gerichts im Pariser Vorort Nanterre seine Logistikzentren geschlossen. In dem Urteil wurde erklärt, Amazon habe die Schutzvorkehrungen nicht ausreichend erfüllt. Der Versandhändler durfte nur Bestellungen von bestimmten Artikeln entgegennehmen. Ein Berufungsgericht hatte die Entscheidung bestätigt.

Biennale Lyon um ein Jahr auf 2022 verschoben

Die Kunstbiennale von Lyon, Frankreichs wichtigstes Künstlertreffen, ist um ein Jahr verschoben worden. Statt im September 2021 findet das Branchenevent nun ein Jahr später statt.

Die Corona-Krise habe die Möglichkeiten von Künstleraufenthalten und Produktionen sowie die Zusammenarbeit mit den Künstlern stark beeinträchtigt, erklärten die Organisatoren in einer Pressemitteilung. Die Biennale für zeitgenössische Kunst wurde 1991 gegründet. Ihre letzte Ausgabe, die am 20. Januar 2020 zu Ende ging, zog mehr als 270’000 Besucher an.

Wegen der Coronavirus-Pandemie wurden auch die grossen Biennalen in Venedig zu Architektur und zeitgenössischer Kunst bereits jeweils um ein Jahr verschoben. Sie finden jetzt 2021 beziehungsweise 2022 statt.

Rammstein-Tournee wird 2021 nachgeholt

Gute Neuigkeiten für alle Fans der harten Rammstein-Klänge: Die wegen Corona ausgefallene Tournee der deutschen Rockband wird nächstes Jahr nachgeholt. Für die beiden Schweizer Auftritte im Zürcher Letzigrund heisst das: Rammstein wird die Konzerte am 5. und 6. Juli 2021 spielen, wie der Veranstalter am Dienstag mitteilt.

Bereits gekaufte Tickets für die beiden Konzerte behalten ihre Gültigkeit, heisst es weiter. Für beide Shows seien noch Karten im Vorverkauf erhältlich.

Die Band selbst teilte die neuen Daten für die ganze Tournee auf Facebook mit.

Hochrheinkommission fordert schnellere Grenzöffnung

Der Vorstand der schweizerisch-deutschen Hochrheinkommission fordert von den Regierungen der beiden Länder eine schnellere Grenzöffnung. Die sinkenden Ansteckungszahlen würden das rechtfertigen, begründete die Kommission die Forderung.

Das Pandemiegeschehen habe sich beidseits des Rheins stabilisiert, hiess es in einer Mitteilung vom Dienstag. Auch die Schutzmassnahmen mit Mundschutz und Abstandhalten seien in beiden Ländern etwa gleich.

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Die sinkenden Ansteckungszahlen würden eine Grenzöffnung rechtfertigen, findet die schweizerisch-deutsche Hochrheinkommission. (Bild: Keystone)
Immer mehr Schweizer haben zu wenig zu Essen

Laut der Stiftung Schweizer Tafel hat die Corona-Krise die finanzielle Situation vieler Menschen in der Schweiz verschlechtert. Immer mehr Menschen seien auf Lebensmittelspenden angewiesen. Die neue Armut stelle auch die Schweizer Tafel vor Herausforderungen.

Wer bereits vor der Corona-Pandemie Mühe gehabt habe, finanziell über die Runden zu kommen, rutsche wegen Kurzarbeit oder dem Verlust der Arbeitsstelle rasch unter die Armutsgrenze, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Betroffen seien nicht nur alleinstehende Menschen, sondern zunehmend auch Familien.

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Immer mehr Schweizer landen unter der Armutsgrenze: Wegen der Coronakrise können sich viele nicht mal mehr das Essen leisten. (Symbolbild: Keystone)
Trump will offenbar Lohnsteuer um 7,6 Prozent senken

US-Präsident Donald Trump will offenbar die Lohnsteuer wegen der Corona-Krise senken. Dies sagte Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Dienstag dem Sender Fox Business Network.

«Ich weiss, dass der Präsident möchte, dass die Leute, die wieder arbeiten gehen, eine Senkung der Lohnsteuer um 7,6 Prozent erhalten», sagte Kudlow. Damit solle deren Nettolohn steigen.

Finanzminister Steven Mnuchin rechnet für das laufende zweite Quartal mit anhaltend hohe Arbeitslosenzahlen und anderen schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft. Die Situation werde sich aber verbessern, wenn Geschäfte und Unternehmen wieder öffnen.

Mit Abstand auf Topmodel-Suche

Ein Finale, das es so noch nicht gegeben hat: Das versprechen die Macher von „Germany’s next Topmodel“ eigentlich jedes Jahr. Bei langjährigen Topmodel-Zuschauern kommen da gleich Erinnerungen an singend-schunkelnde Juroren und Hochzeitszeremonien auf grosser Bühne hoch.

Doch diesmal ist schon vorher klar: Auch ohne solche Spezialeffekte werden die Macher ihr Versprechen halten. Denn die Corona-Krise zwingt den deutschen Sender ProSieben zu allerlei Veränderungen. Unter anderem wird Model-Mama Heidi nicht vor Ort sein.

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(Archivbild: Keystone)
Bayerisches Kabinett erlaubt Cup-Halbfinal in München

Das Halbfinalspiel im deutschen Cup zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt kann nach einer Erlaubnis der Staatsregierung in der Münchner Allianz Arena stattfinden. Das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder stimmte bei einer Sitzung der Austragung der Partie zu, wie die dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Das Spiel ist für den 9. oder 10. Juni geplant und muss wegen der Corona-Krise ohne Zuschauer ausgetragen werden. (sda)

Das Halbfinalspiel im deutschen Cup zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt kann nach einer Erlaubnis der Staatsregierung in der Münchner Allianz Arena stattfinden. (Bild: Keystone)
Merkel und Osteuropäer für schrittweisen Abbau der Grenzkontrollen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs von Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei haben sich für einen schrittweisen Abbau der Corona-Grenzbeschränkungen ausgesprochen.

Dies solle geschehen, sobald die Pandemie-Lage dies zulasse, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag nach einer Videokonferenz Merkels mit den Ministerpräsidenten der sogenannten Visegrád-Staaten mit. Konkrete Termine wurden nicht genannt.

(Bild: Keystone)

Bei einem anschliessenden bilateralen Gespräch mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš sei die Frage der Zusammenarbeit in der deutsch-tschechischen Grenzregion vertieft worden. Beide hätten das Ziel eines Abbaus der Beschränkungen für Menschen und Betriebe in der Grenzregion bekräftigt, soweit das Infektionsgeschehen dies zulasse. Themen seien auch zukunftsweisende Projekte zur Verknüpfung der Länder und Regionen gewesen, darunter der weitere Ausbau der Bahnverbindung Prag-Dresden-Berlin, teilte Seibert mit.

Mehr als 100'000 Corona-Infektionen in Indien

In Indien gibt es inzwischen mehr als 100’000 bestätigte Corona-Infektionen. Damit liegt das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land auf Platz 11 der globalen Coronazahlen-Liste der amerikanischen John-Hopkins-Universität. Trotz einer zunächst sehr strikten Ausgangssperre im zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde hat sich die Kurve nicht abgeflacht. Inzwischen gibt es in Indien mehr Infektionen als in China, dem bevölkerungsreichsten Land.

(Bild: Keystone)

Die Ausgangssperre wurde mittlerweile gelockert und viele Geschäfte, Märkte sowie Fabriken sind wieder geöffnet, auch der öffentliche Verkehr fliesst in mehreren Städten wieder.

WHO reagiert zunächst nicht auf Trumps neue Austrittsdrohung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zunächst nicht auf den Brief von US-Präsident Donald Trump mit neuen Vorwürfen und einer Austrittsdrohung reagiert. Die Organisation sei mit der Fortführung der virtuellen Jahrestagung beschäftigt, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Genf.

Die Tagung steht ganz im Zeichen der verheerenden Coronavirus-Pandemie. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus werde zum Ende der Versammlung am Nachmittag noch einmal das Wort ergreifen, hiess es.



Trump hatte die WHO am Montagabend in einem Brief ultimativ zu «wesentlichen Verbesserungen» innerhalb der kommenden 30 Tage aufgefordert. Ansonsten werde er die US-Zahlungen an die Organisation endgültig einstellen und die Mitgliedschaft der USA in der Organisation überdenken. Was genau Trump fordert, blieb vage.

Er macht die Organisation für die hohe Anzahl der Toten in der Coronavirus-Krise mitverantwortlich.

Finanzielle Corona-Hilfe: Bayern spielt Turnier mit Real und Inter

Bayern München wird 2021 im Zuge der Corona-Pandemie gemeinsam mit Real Madrid und Inter Mailand ein Turnier austragen, dessen Nettoerlöse in die medizinische Infrastruktur in Italien und Spanien fliessen sollen. Mit dem «Europäischen Solidaritäts Cup» wollen die drei Vereine «ein Zeichen der Verbundenheit setzen», wie der deutsche Rekordmeister mitteilte.



«Die Corona-Pandemie hat auch Europa schwer getroffen», begründete Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge die Aktion. «Wir in Deutschland haben bei allem Leid und allen Problemen vielleicht das Glück, dass sich unser Gesundheitssystem in dieser Krise belastbar zeigt. Auch wir haben allerdings die furchtbaren Bilder aus Italien und Spanien gesehen, beide Länder hat es in Europa mit am härtesten getroffen.»

In Abhängigkeit vom Spielkalender und besonders davon, wann wieder vor Zuschauern Fussball gespielt werden kann, werden die drei Vereine in einem Gruppenmodus gegeneinander antreten. Die Partie Real gegen Inter wird in Madrid ausgetragen, das Spiel Inter gegen Bayern in Mailand. Bayern gegen Real Madrid soll in der Allianz Arena in München stattfinden. Zu diesem Spiel wollen die Bayern 5000 Schwestern, Pfleger und Ärzte einladen.

Tschechien plant «Mini-SchengenK mit Österreich und Slowakei

Der tschechische Aussenminister Tomas Petricek hat mit seinen Amtskollegen aus Österreich und der Slowakei über eine baldige Grenzöffnung verhandelt. «Wir sind zuversichtlich, dass Mitte Juni ein Mini-Schengen entstehen kann», sagte der Sozialdemokrat nach der Videoschalte am Dienstag.

Am weitesten seien die Gespräche über eine Öffnung für Touristen mit Österreich. Man wolle zusätzlich auch Ungarn einbeziehen. Tschechien hatte Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt.

In Deutschland würden sich die Coronavirus-Fallzahlen zwar bessern, sagte Petricek, es gebe aber noch «mehrere Fragezeichen». Dies betreffe unter anderem Transitreisende aus „Risikostaaten“ wie Frankreich, wie der 38-Jährige sagte. Deshalb sei die Regierung in Prag bisher nicht bereit, ein konkretes Datum zu nennen.

(Bild: Keystone)

Unterdessen kündigte Innenminister Jan Hamacek an, dass ab dem 26. Mai weitere Grenzübergänge für tschechische Bürger, Berufspendler mit Ausnahmegenehmigung und den Warenverkehr geöffnet werden.

BAG meldet noch 21 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 21 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, etwas mehr als am Montag. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mit.

(Bild: Keystone)
Spieler und Staff der Young Boys verzichten auf Lohn

Um die Klubkasse zu entlasten, haben die Spieler, der Trainerstaff sowie die Geschäftsleitung der Young Boys entschieden, auch bei einer Saison-Fortsetzung mit Geisterspielen auf Teile ihres Lohns zu verzichten. Dies gab der Titelverteidiger in einem Communiqué am Dienstag bekannt.



Mit dem Teilverzicht sollen zudem «die Lohneinbussen der übrigen rund 140 fest angestellten Mitarbeiter» in den Monaten Mai und Juni kompensiert werden. «Die Mitarbeitenden werden somit trotz Kurzarbeit ihren ganzen Lohn erhalten», schrieb YB.

Deutschland und Frankreich werben für ihren Corona-Aufbauplan

Nach der deutsch-französischen Initiative für ein 500-Milliarden-Euro-Programm zur wirtschaftlichen Erholung rühren beide Länder nun die Werbetrommel im Kreis der EU-Staaten.

Der Corona-Wiederaufbauplan werde am Dienstag von den Wirtschafts- und Finanzministern diskutiert, sagte der deutsche Finanzminister Olaf Scholz am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit seinem französischen Kollegen Bruno Le Maire.

(Bild: Keystone)

Paris und Berlin hatten am Montag ein gemeinsames Konzept für den Wiederaufbauplan vorgelegt. Die 500 Milliarden Euro sollen demnach von der EU-Kommission als Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und dann über den EU-Haushalt als Zuwendungen verteilt werden. Während zum Beispiel Italien den Plan positiv aufnahm, äusserte Österreich prompt Vorbehalte. Nötig ist Einstimmigkeit im Kreis der 27 Länder.

Tausende Mitarbeiter im deutschen Gesundheitswesen Corona-infiziert

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Deutschland nach Angaben des staatlichen Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 20’400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen mit dem neuartigen Virus infiziert.

Alleine in Spitälern, Praxen, Dialyseeinrichtungen und bei Rettungsdiensten verzeichnete das RKI bislang mehr als 11’800 Corona-Fälle. In Pflege- und anderen Wohneinrichtungen waren es mehr als 8500 Infektionen. Insgesamt 895 erkrankte Mitarbeiter mussten demnach stationär behandelt werden, 61 sind gestorben.

(Symbolbild: Keystone)

Das Personal in Gesundheitseinrichtungen werde allerdings nur punktuell auf das Virus getestet, schreibt die «Süddeutsche Zeitung» (Dienstag). Das RKI habe auf Anfrage der Zeitung eingestanden, es sei dem Institut nicht bekannt, wie umfassend in den Einrichtungen getestet werde.

Insgesamt hat das RKI bislang 175’210 Corona-Infektionen in Deutschland registriert. Das entspricht 211 Fällen pro 100’000 Einwohner. 155’700 haben die Infektion bereits überstanden. (Stand 19.5. 0.00 Uhr).

VBZ verteilen 50'000 Schutzmasken an Fahrgäste

VBZ-Direktor Guido Schoch und andere Mitarbeiter verteilen Schutzmasken.

(Video: Keystone)
Meisterschafts-Neustart in Italien verschoben

Die Serie A wird nicht wie von den Klubs erhofft den Betrieb am 13. Juni wieder aufnehmen. Wie der italienische Fussballverband FIGC mitteilte, wird die Spielpause wegen der Corona-Pandemie bis mindestens am 14. Juni dauern. Die Verhandlungen mit der Politik über Gesundheitsregeln beim Mannschaftstraining und über einen möglichen Starttermin ziehen sich hin.

«In der Hoffnung auf weitere und positive Entscheide von den zuständigen Autoritäten» habe der Verband die Wettbewerbspause verlängert, hiess es in der Erklärung. Zwölf Spieltage stehen im Kampf um die italienische Meisterschaft noch aus. Die Spiele waren am 9. März unterbrochen worden. Ganz Italien war wegen der Corona-Krise am 10. März in einen harten Lockdown gegangen.



Die Sperren im öffentlichen Leben werden nun allmählich wieder aufgehoben, strenge Abstandsregeln und andere Bestimmungen zum Gesundheitsschutz bleiben allerdings bestehen.

Mannschaftssport und Corona-Krise vertragen sich nicht

Jeder Spieler von Pfadi Winterthur trainiert zurzeit für sich alleine. Die Spieler sind auf Kurzarbeit, bei Mannschaftstrainings verlören sie diesen Anspruch. Trotzdem zeigt sich das NLA-Team auch solidarisch mit dem Verein in der Coronakrise: Die Mannschaft verzichtet von sich aus auf 20 Prozent des Lohnes. Mannschaftssport und Corona-Krise vertragen sich nicht. So trainiert jeder Handballspieler von Pfadi Winterthur zurzeit für sich alleine.

(Video: Keystone)
Foot Locker schliesst Runners Point – Drei Filialen in der Schweiz

Der US-Handelskonzern Foot Locker schliesst alle Filialen der auf Joggingschuhe spezialisierten Ladenkette Runners Point. In der Schweiz sind davon drei Filialen betroffen.

Die Marke «Runners Point» soll vom Markt verschwinden und alle Filialen geschlossen werden, wie ein Sprecher von Foot Locker am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Dies gelte für die Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

(Bild: Keystone)

Im Internet listet Runners Point aktuell 73 Filialen in Deutschland auf. In der Schweiz betreibt die Kette gemäss den Angaben drei Filialen in Winterthur, Baden und Luzern.

Foot Locker nannte keine genauen Gründe für die Pläne.

Britischer Arbeitsmarkt bricht ein

In Grossbritannien ist die Zahl der Arbeitslosenanträge wegen der Corona-Krise auf den höchsten Stand seit 24 Jahren gestiegen. Von März auf April kletterte sie um 856’500 und damit um 69 Prozent auf 2,1 Millionen und so kräftig wie nie zuvor, wie das nationale Statistikamt ONS am Dienstag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Der Sprung wäre sogar noch höher ausgefallen, gäbe es nicht das Programm der Regierung, 80 Prozent des Gehalts von Beschäftigten zu zahlen, die von ihren Arbeitgebern in vorübergehenden Urlaub geschickt wurden. «Obwohl nur die ersten Wochen der Beschränkungen abgedeckt sind, zeigen unsere Zahlen, dass Covid-19 einen grossen Einfluss auf den Arbeitsmarkt hat», sagte ONS-Experte Jonathan Athow.

Lockdown: SBB erlassen Läden und Gastrobetrieben teils die Mieten

Die SBB kommen ihren Mietern entgegen: Geschäfte, die wegen der Corona-Krise von behördlichen Schliessungen betroffen sind, zahlen für die Dauer des Lockdowns keine Miete. Das sind primär Laden- und Gastrobetriebe in den Bahnhöfen, wie die SBB am Dienstag mitteilten.

(Bild: Keystone)

Betriebe, die offen bleiben durften, erhalten Mietzinsreduktionen, deren Höhe vom Umsatzrückgang abhängt. Insgesamt werden die Mietzinse bei über 1200 Mietverträgen für die Lockdownphase angepasst. Je nach Nutzung dauert diese Phase vom 17. März bis 26. April, 10. Mai oder voraussichtlich 8. Juni 2020, wie es weiter heisst.

Corona-Massnahmen positiv für Schiedsrichter

Für die Schiedsrichter der Bundesliga haben die Corona-Massnahmen bei den Geisterspielen mitunter eine positive Auswirkung. «Die Spieler stürmen bei einem kritischen Entscheid nicht sofort auf den Schiedsrichter zu, es gibt keine Rudelbildung (…)», sagte der Referee Guido Winkmann, der bei Köln gegen Mainz (2:2) im Einsatz war, der «Bild-Zeitung». Grund seien wohl die schwächeren Emotionen aufgrund der fehlenden Zuschauer, vermutet Winkmann.

(Bild: Keystone)

Mit persönlichen Strafen im Fall der Missachtung der Abstands- und Hygieneregeln müssten die Profis jedoch ohnehin nicht rechnen. Hierbei handelt sich hier nur um «Hygiene-Empfehlungen der DFL», sagt Schiedsrichter-Ausbildner Lutz Wagner. «Die Schiedsrichter können nur präventiv tätig sein und die Spieler auf ihre Eigenverantwortung hinweisen.»

Europäischer Automarkt bricht wegen Corona um drei Viertel ein

Der europäische Automarkt ist im April wegen der Coronavirus-Pandemie zusammengebrochen. In der Europäischen Union (EU) wurden 270’682 PKW neu zugelassen, das waren 76,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der zuständige Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte.

(Bild: Keystone)

Bereits im Januar und Februar waren die Zulassungszahlen zurückgegangen, ehe sie dann im März um mehr als die Hälfte absackten. Der Einbruch im April im Zuge der sich zuspitzenden Virus-Krise fiel nun nochmals deutlich stärker aus.

Gouverneure lassen US-Profiligen auf Fortsetzung hoffen

Die Profiligen in den USA haben positive Signale aus der Politik erhalten, die in der Corona-Krise auf ein Comeback hoffen lassen. Sportanlässe und der Profisport könnten ab der ersten Juni-Woche damit anfangen, sich vorwärts zu bewegen, stellte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom in Aussicht. «Sofern sich die aktuellen Trends fortsetzen», so Newsom weiter. In den vergangenen zwei Wochen seien 7,5 Prozent weniger Patienten aufgrund des Coronavirus in ein Spital eingeliefert worden, liess der Gouverneur verlauten.



Positive Signale kamen ebenso aus den Bundesstaaten New York und Texas. «Der Staat New York ist bereit und willens, mit grossen Sportteams zusammenzuarbeiten, die daran interessiert sind, Spiele sicher zu absolvieren, ohne Fans», schrieb New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo auf Twitter. «Wenn unsere professionellen Sportteams es hinkriegen, dass es am Ende funktioniert (und sicher ist), unterstützen wir sie.» In Texas nannte Gouverneur Greg Abbot den 31. Mai als Termin, für den der Profisport auf ein Comeback hoffen dürfe.

Widerstand gegen Wiederaufbau-Plan von Merkel und Macron nach Corona

Deutschland und Frankreich wollen notleidenden EU-Staaten nach der Corona-Krise aufhelfen. Dazu soll ein Hilfspaket über 500 Milliarden Euro geschnürt werden. Aber es gibt Gegner.



Trump nimmt Malaria-Medikament als Corona-Prophylaxe

US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben ein Malaria-Medikament als Corona-Prophylaxe. Seit etwa eineinhalb Wochen nehme er Hydroxychloroquin ein.

(Bild: Keystone)
Mitarbeiter führt Hund für Minister aus? Kein Problem für Trump

US-Präsident Donald Trump hat offensichtlich nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Mitarbeiter der Regierung persönliche Angelegenheiten für einen seiner Minister erledigt. Zumindest im Fall von Aussenminister Mike Pompeo sagte Trump am Montag im Weissen Haus: «Vielleicht ist er beschäftigt und vielleicht verhandelt er mit Kim Jong Un über Atomwaffen, so dass er sagt: Bitte, könnten Sie meinen Hund ausführen?»



São Paulo schafft «Mega-Feiertag» als Anti-Corona-Massnahme

Wegen der Covid-19-Pandemie hat die Stadt São Paulo mehrere Feiertage aus anderen Monaten auf diese Woche vorgezogen. Dies entschied der Stadtrat in einer ausserordentlichen Sitzung am Montag. Damit schuf eine der grössten Städte in Lateinamerika, die auch eine der vom Coronavirus am meisten betroffenen Städte ist, einen «Mega-Feiertag» von diesem Mittwoch an bis Montag. Erfahrungsgemäss gelingt es an Wochenenden und Feiertagen mehr Bewohnern, sich an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu halten.

(Bild: Keystone)

São Paulo, der mit mehr als 40 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Bundesstaat Brasiliens, meldete – wie etwa auch Mexiko – zuletzt mehr Corona-Tote als China. Insgesamt sind in Brasilien bislang 16’792 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 254’220 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

US-Forscher: Mehr als 90'000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA nach Angaben von Wissenschaftlern mehr als 90’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das ging am Montagabend (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA lag der Uni zufolge bei mehr als 1,5 Millionen. Weltweit sind mehr als 4,7 Millionen Fälle bekannt.

Noch vor wenigen Wochen war das Institut IHME der Universität Washington in Seattle davon ausgegangen, dass sich die Opferzahl im Hochsommer bei etwa 90’000 stabilisieren würde. Mittlerweile gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl der Toten in den USA bis Ende des Monats auf rund 110’000 Tote ansteigen könnte. Erst ab Ende Juli könnte sich die Opferzahl dann bei rund 145’000 stabilisieren.

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Das Modell wird immer wieder aktualisiert – auch weil es vielerorts in den USA Lockerungen der Eindämmungsmassnahmen gibt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat das IHME-Modell mehrfach für ihre eigenen Prognosen herangezogen.

Brasilien hat mehr Corona-Infizierte als Grossbritannien

Brasilien hat Grossbritannien bei der Zahl der Corona-Infizierten überholt. Dies ist aus den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Montag ersichtlich. Demnach haben sich in dem mit 210 Millionen Einwohnern grössten Land in Lateinamerika 254’220 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 244’995 in Grossbritannien. 16’792 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben.

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Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns-Hopkins-Universität liegt das Land mit kontinentalen Ausmassen damit bei der Zahl der Todesopfer weiter auf Platz sechs, bei der Zahl der Infizierten rückt es auf Platz drei der am schwersten betroffenen Länder vor Grossbritannien und hinter die USA und Russland. Die Dunkelziffer der Infizierten dürfte unter anderem aufgrund fehlender Tests und noch nicht ausgewerteter Laborergebnisse noch weit höher liegen. Der strukturschwache Norden und der Nordosten Brasiliens sind nach einer Erhebung des Portals «G1» am meisten betroffen.

Trump droht WHO mit endgültigem Zahlungsstopp und Austritt

US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitten in der Coronavirus-Pandemie mit einem endgültigen Zahlungsstopp gedroht. Sollte sich die WHO innerhalb der kommenden 30 Tage nicht zu «wesentlichen Verbesserungen» verpflichten, werde er zudem die Mitgliedschaft der USA in der Organisation überdenken, heisst es in einem Schreiben an WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, das Trump am Montagabend auf Twitter veröffentlichte.

(Bild: Keystone)

Trump hatte vor einem Monat einen Zahlungsstopp an die WHO veranlasst. Die Massnahme stiess international auf Kritik. Trump wirft der Sonderorganisation der Vereinten Nationen schwere Versäumnisse in der Pandemiebekämpfung und China-Hörigkeit vor. Mitte April hatte er angekündigt, dass seine Regierung untersuchen werde, welche Rolle die WHO bei dem Missmanagement in der Corona-Krise gespielt habe. Diese Überprüfung habe viele seiner Bedenken bestätigt, erklärte Trump nun. Dabei gehe es insbesondere um den «alarmierenden Mangel» an Unabhängigkeit von China.

Trump beschimpft WHO als «Marionette von China»
Schiesst in der Corona-Krise erneut gegen China und die WHO: US-Präsident Donald Trump. (Bild: Keystone)

US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise erneut scharfe Worte gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerichtet. «Sie sind eine Marionette von China. Sie sind China-zentriert, um es freundlicher auszudrücken», sagte Trump am Montag im Weissen Haus. Die Organisation habe in der letzten Zeit einen «sehr traurigen Job» gemacht. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

US-Präsident Trump nimmt Malaria-Medikament als Corona-Prophylaxe

US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben ein Malaria-Medikament als Coronavirus-Prophylaxe. Er nehme seit etwa eineinhalb Wochen Hydroxychloroquin ein, sagte Trump am Montag im Weissen Haus. Er habe «sehr gute Dinge» über das seit Langem zugelassene Malaria-Präparat gehört, sagte Trump.

US-Präsident Trump nimmt nach eigenen Angaben Malaria-Medikamente als Corona-Prophylaxe. (Bild: Keystone)

Auf Nachfrage nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Nutzen einer solchen Prophylaxe behauptete Trump, er habe dazu viele Anrufe bekommen und viele Ärzte und Krankenschwestern nähmen es auch vorsorglich ein. Er habe die Einnahme des Medikaments mit dem Arzt des Weissen Hauses abgestimmt.

Augsburgs Trainer Herrlich zurück beim Team

Trainer Heiko Herrlich ist nach seinem Quarantäne-Malheur und einem Wochenende Zwangspause zum Bundesliga-Team Augsburg zurückgekehrt.

Herrlich stand am Montag wieder auf dem Trainingsplatz, nachdem auch ein zweiter Test auf das Coronavirus keinen positiven Befund gebracht hatte.

Herrlich hatte in der Vorwoche die Quarantäne im Teamhotel gebrochen und einen Laden aufgesucht, um Zahnpasta und Hautcreme zu kaufen. Das erzählte der 48-Jährige selbst bei einer Medienkonferenz und entschied sich danach, seine Mannschaft im Heimspiel gegen Wolfsburg (1:2) am Samstag nicht auf der Bank zu betreuen.

 

Konnte nach einem Zahnpasta- und Hautcreme-Kauf mehrere Tage nicht seine Mannschaft trainieren: Augsburgs Trainer Heiko Herrlich. (Bild: Keystone)

Frankreich muss Versammlungsverbot in Gotteshäusern aufheben

Frankreichs Staatsrat hat die Regierung angewiesen, das absolute Versammlungsverbot in Gotteshäusern aufzuheben. Stattdessen müsse die Regierung Massnahmen erlassen, die dem Kampf gegen das Coronavirus angemessen seien und Gottesdienste ermöglichen, teilte der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht am Montag mit. Religionsfreiheit sei ein Grundrecht – dazu zähle auch, kollektiv an Zeremonien in Gotteshäusern teilzunehmen. Sie müsse jedoch mit dem Gesundheitsschutz in Einklang gebracht werden.

Portugal lockert den Lockdown - Kneipen und Kitas wieder offen
 

In Portugal werden weitere Corona-Massnahmen gelockert. (Bild: Keystone)

In den Gaststätten Portugals darf man sich erstmals seit Mitte März wieder zu einem Pastel de Nata, dem typischen Pudding-Törtchen, hinsetzen – oder Stockfisch in Sahnesosse bestellen. Landesweit begann am Montag die zweite Phase des Exitplans aus Massnahmen der linken Regierung von Ministerpräsident António Costa in der Corona-Pandemie. Die Portugiesen durften sich über die Wiedereröffnung der Restaurants, Cafés und Kneipen freuen. Auch Schulen, Kindertagesstätten, Museen und Läden mit bis zu 400 Quadratmetern Fläche nahmen unter strengen Sicherheitsauflagen den Betrieb wieder auf. Die Menschen dürfen zudem erstmals wieder Verwandte in Altenheimen besuchen.

Litauen öffnet wieder Restaurants und Bars

In Litauen dürfen nach wochenlangen Beschränkungen in der Corona-Krise die Sitzbereiche in Bars, Cafés und Restaurants wieder genutzt werden. Dabei gelten seit Montag aber strenge Sicherheitsmassnahmen und Hygienevorschriften. Bislang durften Bars, Cafés und Restaurants ihre Kunden nur im Freien bedienen und Speisen zum Mitnehmen anbieten. Nun können sie auch im Innenbereich von 8 bis 22 Uhr Kunden bedienen. Kindergärten und Fitnessstudios sind ebenfalls mit Einschränkungen wieder geöffnet.

Erdogan kündigt viertägige Ausgangssperre zum Ende des Ramadan an
Der Türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigt eine erneute Ausgangssperre für die Türkei an. (Bild: Keystone)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen der Corona-Krise eine viertägige Ausgangssperre über die Feiertage am Ende des Fastenmonats Ramadan angekündigt. Sie beginne am Vorabend des sogenannten Zuckerfests in der Nacht zum 23. Mai und ende am 26. Mai, sagte Erdogan am Montag nach einer online abgehaltenen Kabinettssitzung in Istanbul. Die Massnahme gelte für das ganze Land.

Die Türkei erlässt seit Wochen weitgehende Ausgehverbote in ausgewählten Provinzen über das Wochenende oder an Festtagen. Bis Dienstag – einem Feiertag in der Türkei – gilt etwa noch eine Ausgangssperre in 15 Städten und Provinzen, darunter in Ankara, Istanbul und Izmir. Erdogan sagte, er hoffe, dass die Ausgangssperren nach dem Zuckerfest aufgehoben werden könnten. Reisebeschränkungen für 15 Städte, darunter Ankara und Istanbul, würden allerdings um weitere 15 Tage verlängert. Damit bleiben die Regionen vorerst weitestgehend abgeschottet.

Eignungstest für Medizinstudium soll planmässig durchgeführt werden

Trotz des Coronavirus: Der Eignungstest für das Medizinstudium soll dieses Jahr wie geplant am 3. Juli stattfinden. Das hat der Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) auf Empfehlung der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities am Montag entschieden.

Es werden auch dieses Jahr zwischen 3800 und 4000 Testteilnehmende erwartet. Der Eignungstest für das Medizinstudium (EMS), wird dezentral an mindestens acht Testorten in der Schweiz mit mehr als 20 Testlokalen gleichzeitig durchgeführt. Für die Durchführung ist swissuniversities zuständig.

Die Eignungstests für das Medizinstudium werden trotz Coronavirus planmässig durchgeführt. (Bild: Keystone)
Estlands Regierungschef verteidigt Corona-Notstand

Estlands Regierungschef Jüri Ratas hat die Coronavirus-Pandemie als «zweifellos die grösste zivile Krise für Estland in der Zeit nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit» des baltischen EU-Landes bezeichnet. Es seien «alle Menschen, Regionen und Lebensbereiche Estlands direkt oder weniger direkt betroffen», sagte er am Montag in einer politischen Erklärung vor dem Parlament in Tallinn. Die in der Geschichte Estlands erstmalige Ausrufung eines Notstand, die in der Nacht zu Montag ausgelaufen war, sei der «einzig denkbare Schritt» gewesen.

Krawalle bei Corona-Protesten in Chile

Bei Protesten wegen der wirtschaftlichen Härten in der Corona-Krise haben sich Demonstranten und Polizisten in einem Vorort von Santiago de Chile heftige Auseinandersetzungen geliefert. Bewohner von El Bosque im Süden der chilenischen Hauptstadt errichteten am Montag Barrikaden und warfen Steine auf Polizisten, wie der Radiosender Cooperativa berichtete. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein.

Die Ortschaft steht wegen der grassierenden Corona-Pandemie seit rund einem Monat unter Quarantäne. Viele Bewohner können deshalb ihrer Arbeit nicht nachgehen. «Wir sehen, dass die medizinische Pandemie auch zu einer sozialen Pandemie führt», sagte Bürgermeister Sadi Melo. «Seit vier Wochen stehen wir hier unter Quarantäne, die Leute haben kein Geld, und Lebensmittel und Hunger sind ein Thema.» Er rief die Regierung dazu auf, Nahrungsmittel in der Gemeinde zu verteilen.

Bulgarien öffnet Shoppingmalls und Fitnessstudios
In Bulgarien werden Shoppingmalls und Fitnessstudios geöffnet. (Bild: Keystone)

Im Zuge weiterer Lockerungen der Sicherheitsmassnahmen gegen das Coronavirus sind in Bulgarien Einkaufszentren und Fitnessstudios nach zweimonatiger Zwangspause wieder geöffnet. Der Betrieb der beliebten Shoppingmalls wurde am Montag unter zahlreichen Hygienevorschriften wieder aufgenommen. Die Kunden müssen Mund-Nasen-Schutzmasken tragen und ausreichen Abstand zu anderen Menschen halten. Mit Aufzügen dürfen nicht mehr als vier Personen gleichzeitig fahren. Viele Geschäfte lockten mit Sonderangeboten.

Restaurants und Cafés in Shoppingmalls, die in geschlossenen Räumen untergebracht sind, bleiben indes weiter geschlossen. Strikte Auflagen gelten auch für Fitnessstudios. In Gruppen dürfen nur bis zu zehn Menschen miteinander trainieren. Auf vier Quadratmetern darf es nur einen Kunden oder eine Kundin geben.

Brasilien holt 150 Ärzte aus Kuba

Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise nimmt Brasilien 150 kubanische Mediziner auf. Das Gesundheitsministerium veröffentlichte am Montag einen entsprechenden Erlass für das Nachfolge-Programm von «Mehr Ärzte». Kuba hatte das Programm zur medizinischen Zusammenarbeit mit Brasilien im November 2018 nach verbalen Angriffen des rechtspopulistischen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro beendet. Das ursprüngliche Programm war 2013 unter der Regierung der damaligen Präsidentin Dilma Rousseff gestartet.

Brasilien zählt über 240’000 Corona-Infizierte. Um die Pandemie zu bewältigen, wurden Ärzte aus Kuba geholt. (Bild: Keystone)

Die Bolsonaro-Regierung rief später ein eigenes Programm ins Leben, mit dem die medizinische Versorgung auch in entlegenen Gebieten des Landes gewährleistet werden sollte, wo viele der kubanischen Ärzte im Einsatz gewesen waren. Im März machte die Regierung eine Ausschreibung, um die brasilianischen Ärzte in der Pandemie zu unterstützen.

Mehr als 7000 Kandidaten haben sich laut einem Bericht der Agência Brasil darauf gemeldet. Weitere Aufrufe sollen folgen. Brasilien, das grösste und mit 210 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas, registrierte zuletzt 241’080 Corona-Infizierte, die vierthöchste Zahl weltweit. Mindestens 16’118 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bisher gestorben.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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