In der Schweiz arbeitet die Eishockey-Liga an einem Salary Cap. (Bild: Keystone)
Schweiz

Neue Wege im Schweizer Eishockey

In der Schweiz Eishockey-Liga wird an einem Salary Cap gearbeitet. Mit der Gehaltsobergrenze werden in Zeiten des Coronavirus neue Wege gesucht.

Im amerikanischen Profisport haben sich die Klubs längst an den Salary Cap gewöhnt. In Europa galt die Beschränkung der Löhne bislang als zu schwerer Eingriff in die freie Marktwirtschaft. Dadurch dürfen die Ligenden Klubs nicht vorschreiben, wie viel Geld sie für Löhne ausgeben dürfen.

Die Blickwinkel verändern sich

In Zeiten des Coronavirus verändern sich die Blickwinkel. Im Schweizer Eishockey soll die Möglichkeit eines Salary Caps an den nächsten Ligaversammlungen im Juni und August diskutiert und allenfalls beschlossen werden – das mit einer Übergangsfrist von mindestens drei Jahren.

Selbst die Fussball-Bundesliga studiert an derartigen Lösungen herum. Laut Karl-Heinz Rummenigge sei es «nicht ausgeschlossen, dass man einen neuen Anlauf nimmt». Das meint der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München in einem TV-Interview.

Schwer zu bewerten

Im Fussball hat Michel Platini zu seiner Zeit als UEFA-Präsident in dieser Angelegenheit diverse Male bei der EU in Brüssel vorgesprochen. Laut Rummenigge habe er sich dabei «leider immer eine blutige Nase geholt», obwohl alle grossen Klubs in Europa die Idee unterstützt haben. Ob die Situation heute anders ist, sei «schwer zu bewerten».

Klar ist: Wenn der Salary Cap im europäischen Sport eine Chance hat, dann jetzt im Moment der grössten Krise.

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