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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. Mai 2020.
Basel

Grosser Kater nach der Partynacht vom Samstag

Die ganze Schweiz spricht über die Partynacht in der Steinen am Samstag. Baschi Dürr und das JSD nehmen Stellung und appellieren an die Selbstverantwortung.

Demonstrieren nein, konsumieren ja: So könnte das Fazit nach der Partynacht am letzten Samstag in Basel lauten. Justiz- und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr, sagt wieso: «Es gibt sowohl ein Versammlungsverbot über 5 Personen und es gibt das Veranstaltungsverbot, sei es privat, sei es öffentlich. Und noch einmal, die Kantonspolizei ist präsent, sie schaut im Rahmen ihrer Möglichkeiten, wo sie wie intervenieren kann».

Ein Ort, an dem die Sicherheitskräfte nicht zugegen waren, war die Steinenvorstadt in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Die Bilder schlugen schweizweit hohe Wellen und sorgten für viel Empörung. In Absprache mit anderen Behörden will JSD-Vorsteher Dürr, solche Szenen verhindern. «Wir müssen uns überlegen, für gewisse Brennpunkte, wie man mit temporären Absperrungen, oder mittelfristigen Konzepten auf der Almend, mit baulichen und organisatorischen Massnahmen, solchen Situationen besser Herr werden kann.» Vergessen werden dürfe aber auf kein Fall die Eigenverantwortung jedes Einzelnen, so Regierungsrat Dürr.

Trotz der irritierenden Bilder aus der Steinenvorstadt: Die Polizei sagt auf Anfrage, dass keine Meldung wegen Verstössen gegen die Covid-19-Verordnung in der Steinen bei ihnen einging letzten Samstag. Die Behörden wollen solche Szenen künftig aber unterbinden.

Daniel Koch: «Das ist ein grosses Risiko»

Absolut kein Verständnis hat Daniel Koch vom BAG. Dort warnt man vor Massenaufläufen und Partynächten wie letzten Samstag in der Steinen. «Das ist ein grosses Risiko, sowohl für die Leute, die es machen, als auch für die Betreiber der Bars und die Ortschaften. Wenn das passiert, muss man eigentlich all diesen Personen ausrufen.»

Es gebe ja ein unglückliches Beispiel aus Südkorea – ein einziger Fall hat ausgelöst, dass man 1‘500 Kontakte suchen musste. Dies sei ein Aufruf an alle, solche Ansammlungen zu vermeiden, so Daniel Koch. Es ist ein «unglückliches Risiko». «Schlimmstenfalls müsste man einen solchen Ort schliessen», droht Koch. Am Schluss seien es die lokalen Behörden, die dies tun müssten.

2 Kommentare

  1. Ich, als Ex-Baslerin war ebenso entsetzt über die Ignoranz und den Egoismus der da am vergangenen Wochenende zutage gekomnen ist.
    Aber leider ist es kein „Gesetzesverstoss“, da meines Wissens ein derartiges „Gesetz“ nicht existiert. Umso schlimmer, dass man offenbar ein solches erst schaffen muss, weil der Appell an den gesunden Menschenverstand ungehört verhallt, da anscheinend ein solcher bei der „Menschheit“ nicht vorhanden ist. 🙁Report

  2. als einwohner der stadt basel seit über 40 jahren, der basel gerne hat und die verantwortung gegenüber der stadt und seinen mitbewohnern grösstenteils wahrgenommen hat, platzt mir nun langsam aber sicher der kragen! unser regierungsrat und departementsvorsteher, herr baschi dürr, macht sich mit seiner sehr eigenartigen amtsinterpetation auch in politisch sehr toleranten kreisen mehr und mehr unglaubwürdig! ich kann das ständige gesülze dieses mannes, welcher kraft seines amtes als vertreter der exekutive für die durchsetzung der rechtsordung einstehen sollte, bald nicht mehr hören/lesen. wenn das so weitergeht, wird unser polizeikorps in der öffentlichkeit bald jede achtung verlieren. es ist eine jämmerliche tatsache, dass unsere basler polizei fleissig bussen verteilt z. b. an parksünder oder ebenso pflichtbewusst für geringste übertretungen der geschwindigkeit im verkehr etc. aber gegen derartig evidente gesetzesverstösse, welche massenhaft die gesundheit der mitmenschen gefährden, wie sie letztes wochenende in der steinen für alle offensichtlich passierten, nichts unternimmt!!! ich denke, es ist wirklich an der zeit, dass alle verantwortlichen personen in der stadt basel nun endgültig stellung beziehen, und diesem larifarikurs der polizeifürung ein ende setzen.Report

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