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International

Stars um LeBron James und Barack Obama feiern Highschool-Schüler

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Obama: In Corona-Krise zeigt sich Ahnungslosigkeit von Regierenden

Die Corona-Krise legt nach Ansicht des früheren US-Präsidenten Barack Obama die Ahnungslosigkeit von Regierenden offen. Die Pandemie habe mehr als alles andere gezeigt, dass die Verantwortlichen nicht immer wüssten, was sie tun, sagte Obama in einer am Samstag veröffentlichten Rede für Hochschulabsolventen. «Viele von ihnen tun nicht einmal so, als hätten sie die Verantwortung.»



Obamas Worte wurden von einigen US-Medien als seltene öffentliche Kritik an Regierungsbeamten gewertet, die für die Reaktion auf die Corona-Pandemie in den USA verantwortlich sind, wie zum Beispiel die «Washington Post» schrieb. Obama rief die Absolventen auf, Verantwortung zu übernehmen und Initiative zu ergreifen.

Stars um LeBron James und Barack Obama feiern Highschool-Schüler

Mit vielen Star-Gästen und einer Ansprache des früheren US-Präsidenten Barack Obama haben Highschool-Schüler in den USA virtuell ihren Schulabschluss gefeiert. In der einstündigen Show, die im Netz und von Fernsehsendern am Samstagabend (Ortszeit) gezeigt wurde, traten Musiker wie Dua Lipa, H.E.R. und die Jonas Brothers auf. Kevin Hart, Timothée Chalamet, Olivia Wilde und viele andere Stars machten bei dem Special «Graduate Together: America Honours the High School Class of 2020» mit.

Wegen der Corona-Pandemie sind die traditionellen Abschlussfeiern an den Schulen abgesagt worden. Basketball-Star LeBron James organisierte mit seiner Stiftung und Schul-Absolventen aus allen Teilen der USA die virtuelle Abschlussfeier.



Als prominenter Gastredner schaltete sich Barack Obama per Live-Ansprache dazu. Dies sei eine schwierige Zeit aber auch eine einmalige Chance für junge Menschen, die Welt zu verändern, sagte der frühere US-Präsident. Habt keine Angst, tut das Richtige und schafft zusammen eine Gemeinschaft, gab der den Schülern mit auf den Weg.

Zahl der Corona-Todesopfer in Mexiko auf mehr als 5000 gestiegen

Mehr als 5000 Menschen sind inzwischen nach offiziellen Zahlen in Mexiko in Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl stieg nach Angaben der Regierung vom Samstagabend (Ortszeit) im Vergleich zum Vortag um 278 auf 5045. Das nordamerikanische Land hat damit nach Daten von Forschern der US-Universität Johns Hopkins in der globalen Pandemie inzwischen die zwölftmeisten Toten zu beklagen – zuletzt überholte es China, wo das Virus zuerst festgestellt worden war.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der von der mexikanischen Regierung bestätigten Infektionen lag bei mehr als 47’000. Demnach gibt es knapp 10’700 aktive und gut 29’400 Verdachtsfälle. Fast 32’000 Menschen gelten als genesen. Allerdings wird in Mexiko im internationalen Vergleich sehr wenig getestet. Nach Zahlen, die von Forschern der englischen Oxford-Universität zusammengetragen wurden, lag die Zahl der täglich durchgeführten Tests in Mexiko zuletzt bei 1,04 pro 1000 Einwohner – in Deutschland waren es 37,57.

Zahl der Corona-Infektionen steigt in Brasilien weiter steil an

In Brasilien sind inzwischen mehr als 15’000 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Im ganzen Land hätten sich mehr als 233’000 Menschen mit dem neuartigen Virus angesteckt, teilten die Behörden am Samstag mit.

Damit hat Brasilien, dessen ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro die Pandemie als «kleine Grippe» bezeichnet hatte, weltweit die vierthöchste Zahl an Infektionen.



Laut den am Samstag veröffentlichten Zahlen steckten sich innerhalb von 24 Stunden fast 15’000 Menschen neu mit dem Coronavirus an. Die Zahl der Toten stieg um mehr als 800 auf 15’633. Experten gehen davon aus, dass die wahre Infektionszahl bis zu 15 Mal höher liegt, weil nicht ausreichend getestet werde.

Trotz dieser Entwicklung kritisierte Bolsonaro erneut die von mehreren Bundesstaaten verhängten Ausgangsbeschränkungen. «Arbeitslosigkeit, Hunger und Elend werden die Zukunft derjenigen sein, die die Tyrannei der totalen Isolation unterstützen», schrieb der Präsident auf Twitter. Er fordert die Lockerung der Beschränkungen, weil diese seiner Meinung nach die Wirtschaft unverhältnismässig stark belasten.

Neue Quarantäneregeln in Polen – Ärzte können frei pendeln

Hunderte Ärzte und Pfleger aus Polen können jetzt wieder uneingeschränkt nach Deutschland zur Arbeit pendeln. Die Regierung in Warschau lockerte am Samstag die Anforderungen für medizinische Berufe im Zuge der Corona-Pandemie. Demnach müssen Menschen, die zum Beispiel in Deutschland in medizinischen Berufen und in Pflegeheimen arbeiten, nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne, wenn sie wieder nach Polen einreisen.

(Bild: Keystone)

In den deutschen Anrainer-Bundesländern wurden die Lockerungen begrüsst. «Das ist eine sehr gute Nachricht für Brandenburg», sagte die Europaministerin des Bundeslandes, Katrin Lange (SPD). Ihren Angaben zufolge könnten nun mehrere hundert Ärzte und Pfleger aus Polen «wieder uneingeschränkt die Grenze zu ihrem Heimatland passieren».

Corona-Einsatz von Lazarettschiff «Mercy» in Los Angeles beendet

Nach siebenwöchiger Aushilfe während der Coronavirus-Krise hat ein Lazarettschiff des US-Militärs seinen Einsatz in Los Angeles beendet. Die «USNS Mercy» sei wieder zu ihrem Stützpunkt im südkalifornischen San Diego zurückgekehrt, gab die US-Marine am Samstag bekannt.

(Bild: Keystone)

Das Schiff mit 1000 Betten hatte Ende März im Hafen von Los Angeles angelegt. Es diente dort als zusätzliche Klinik zur Entlastung der örtlichen Krankenhäuser in der Coronakrise. Auf dem Schiff wurden ausschliesslich Patienten behandelt, die nicht an der neuen Lungenerkrankung Covid-19 litten. In New York war bereits Anfang Mai das Lazarettschiff «USNS Comfort» nach einem mehrwöchigen Einsatz wieder abgezogen worden.

Tausende gehen in ganz Deutschland gegen Corona-Regeln auf Strasse

Einige tausend Menschen haben sich in zahlreichen deutschen Städten am Samstag erneut zu Demonstrationen gegen die Coronavirus-Beschränkungen versammelt. Auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart herrschten diesmal strengere Auflagen für den Protest – nur 5000 Teilnehmer waren erlaubt. Da mehr Demonstranten kamen, fanden sich zahlreiche Menschen auch ausserhalb des ausgewiesenen Geländes zusammen. Eine Beschwerde der Veranstalter gegen die Auflagen hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zurückgewiesen. Der Veranstalter kündigte an, erneut vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Bundes- und Landesregierung müssten vom Verfassungsschutz beobachtet werden, forderte er.

(Bild: Keystone)
Demonstration gegen Corona-Massnahmen in Zürich aufgelöst

Am Samstag gab es schweizweit Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen des Bundesrates. In Zürich auf dem Sechseläutenplatz schritt die Polizei ein und verwies die Demonstranten vom Platz.

(Video: Keystone/Silva Schnurrenberger)

Baden unter strengen Auflagen in Griechenland erlaubt

In Griechenland sind bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius am Samstag alle 515 organisierten Badeanstalten des Landes unter strengen Auflagen geöffnet worden. Eintritt bekamen nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter. Der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss mindestens vier Meter betragen. Unter den Schirmen dürfen höchstens zwei Liegen stehen. Die Strandbars dürfen ausserdem nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken. Wie das Staatsfernsehen (ERT) weiter berichtete, wurden in den meisten Fällen diese Auflagen eingehalten.

Weniger Kontrollen an deutschen Grenzen: Grosser Andrang bleibt aus

Der erleichterte Grenzverkehr zwischen Deutschland und seinen Nachbarn hat nicht zu deutlich mehr Einreisen geführt. An den Grenzübergängen gab es nach Angaben der Bundespolizei vom Samstag kaum Staus und insgesamt kein erhöhtes Aufkommen von Reisenden. Die Beamten hätten auch keine «nennenswert erhöhten Reisebewegungen» von Menschen festgestellt, die unerlaubterweise versucht hätten, zum Einkaufen oder aus touristischen Gründen nach Deutschland zu kommen, sagte ein Sprecher.

(Bild: Keystone/Georgios Kefalas)
Spaniens Regierung will Corona-Notstand um einen Monat verlängern

Im Corona-Hotspot Spanien will die linke Regierung den im Land auf immer mehr Kritik stossenden Notstand um einen Monat bis Ende Juni verlängern. Er werde beim Parlament eine «letzte Verlängerung» des Alarmzustands «um ungefähr einen Monat» beantragen, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation an. Zuletzt wurde diese dritthöchste Notstandsstufe vom Parlament bis zum 23. Mai verlängert.

(Bild: Keystone)

Nur im Rahmen dieses bereits seit zwei Monaten geltenden Notstands darf die Zentralregierung die Rechte der Bürger im ganzen Land stark einschränken. Es gilt zum Beispiel eine strikte Ausgehsperre, die erst seit kurzer Zeit schrittweise gelockert wird. Den Plänen der Regierung zufolge werden die Spanier erst Ende Juni nach Abschluss der sogenannten «Phase 3» der Lockdown-Lockerungen ihre Provinz verlassen dürfen. Einen Termin für eine Grenzöffnung für Touristen gibt es noch nicht.

Bleibt weg! Behörden in englischen Küstenregionen warnen Ausflügler

Lokale Behörden in englischen Küstenregionen und anderen ländlichen Gebieten haben am Samstag Ausflügler aus Städten gebeten, wegzubleiben. «Überlegen Sie es sich gut», hiess es auf der Webseite des County Council Network (CCN), einem Zusammenschluss 36 ländlicher Bezirke. Die Menschen sollten am Wochenende besser in der Nähe ihrer Wohnorte bleiben, als längere Strecken für einen Ausflug zum Strand oder in den Naturpark zu fahren, so der Aufruf.

Seit vergangenem Mittwoch dürfen die Engländer wieder unbegrenzt ihre Häuser verlassen und auch für Tagesausflüge innerhalb des grössten britischen Landesteils umherreisen. Doch das schürt Befürchtungen vor einer zweiten Welle an Coronavirus-Infektionen.



Naturparks und Strände wurden im März, kurz vor Einführung der Ausgangsbeschränkungen in dem Land, geradezu überrannt. Das solle nun verhindert werden, hiess es auf der CCN-Webseite. Der Verband verweist auf jüngste Statistiken, wonach sich das Virus inzwischen schneller in ländlichen Regionen Englands ausbreitet aus als in den Städten.

WHO: Corona-Ansteckung durch Berührung von Oberflächen nicht bewiesen

Ob Menschen sich beim Berühren von Klinken, Haltegriffen oder Computertastaturen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anstecken können, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht bekannt. Gleichwohl seien Desinfektionen empfehlenswert, heisst es in einer am Samstag in Genf veröffentlichten Hygiene-Empfehlung der WHO.

(Bild: Keystone)

Darin erwähnt sie eine Studie, wonach das Virus auf der Aussenseite einer medizinischen Gesichtsmaske bis zu sieben Tagen überleben kann. Sämtliche Studien über die Lebensfähigkeit des Virus auf Oberflächen seien aber mit Vorsicht zu geniessen. Sie seien in Laboren durchgeführt und liessen keine Rückschlüsse auf die echte Lebenswelt zu, so die WHO.

In der erwähnten Studie habe das Virus auf Edelstahl und Plastik bis zu vier Tage, auf Glas bis zu zwei Tage und auf Stoff und Holz einen Tag überlebt. In einer anderen Studie seien es vier Stunden bei Kupfer, 24 Stunden bei Pappe und 72 Stunden bei Plastik und Edelstahl gewesen.

FC Luzern zieht Trainingsstart um eine Woche vor

Der FC Luzern zieht den Auftakt der Vorbereitung im Hinblick auf den für das Wochenende vom 19./20./21. Juni vorgesehenen Wiederbeginn der Meisterschaft um eine Woche vor. Die Innerschweizer beginnen mit dem Training schon am Montag, 18. Mai.



Luzern liegt in der Rangliste der Super League nach 23 der vorgesehenen 36 Runden auf Platz 6. Die Saison ist seit dem 23. Februar wegen der Corona-Pandemie unterbrochen.

Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen nach Ramadan

Irans Präsident Hassan Ruhani will die Corona-Beschränkungen nach dem Fastenmonat Ramadan weiter lockern. Ab Samstag kommender Woche (23. Mai) sollten bei Beachtung der Hygienerichtlinien die Mausoleen zweimal am Tag für drei Stunden geöffnet werden, sagte Ruhani am Samstag. Er ging nicht darauf ein, ob auch die Freitagsgebete in der Hauptstadt Teheran und anderen Grossstädten wieder veranstaltet werden dürfen.

(Bild: Keystone)

Ausserdem dürften auch Restaurants und Cafes wieder öffnen, so der Präsident nach Angaben seines Webportals. In der vergangenen Woche machten bereits Schönheits- und Friseursalons wieder auf. Für Universitäten ist der 6. Juni der Stichtag. Die Sportwettbewerbe, besonders die Fussballspiele der ersten und zweiten Liga, sollen Mitte Juni wieder starten, jedoch vorerst ohne Zuschauer.

Polizei riegelt wegen Demonstrationsaufruf den Bundesplatz ab

In Bern bereitet sich die Polizei auf eine Kundgebung vor, die Gegner der Massnahmen gegen die Corona-Pandemie für Samstag angekündigt haben. Kurz nach 13:00 Uhr haben Polizisten zu diesem Zweck den Bundesplatz mit Metallgittern abgesperrt. Die Polizei hatte via Kurznachrichtendienst Twitter angekündigt, dass sie verstärkt in Bern präsent sei, wegen erneuter Aufrufe zu einer Demonstration trotz Versammlungsverbot.

Mehr dazu hier.

Trotz Versammlungsverbot wegen Corona hatten schon am 2. und 9. Mai Corona-Gegner und -Gegnerinnen auf dem Bundesplatz demonstriert. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen nach Ramadan im Iran

Irans Präsident Hassan Ruhani will die Corona-Beschränkungen nach dem Fastenmonat Ramadan weiter lockern. Ab Samstag kommender Woche (23. Mai) sollten bei Beachtung der Hygienerichtlinien die Mausoleen zweimal am Tag für drei Stunden geöffnet werden, sagte Ruhani am Samstag. Er ging nicht darauf ein, ob auch die Freitagsgebete in der Hauptstadt Teheran und anderen Grossstädten wieder veranstaltet werden dürfen.

Aktuelle BAG-Zahlen

Das BAG meldet mit insgesamt 30’572 Infizierten in der Schweiz 58 neue Coronafälle im Vergleich zum Vortag. 1602 Personen seien gestorben.

Tschechien verlängert weitgehenden Einreisestopp für Ausländer

In Tschechien läuft der wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausnahmezustand in der Nacht von Sonntag zu Montag aus. Doch der Einreisestopp für Touristen aus Deutschland und anderen Ländern bleibe auf anderer Grundlage bestehen, stellte ein Sprecher des Innenministeriums in Prag auf dpa-Anfrage klar. Das tschechische Gesundheitsministerium veröffentlichte am Samstag eine diesbezügliche Verordnung zum «Schutz vor einer Einschleppung von Covid-19». Sie gilt ab dem 18. Mai vorerst unbefristet.

(Bild: Keystone)

Ausnahmen gibt es wie bisher für Ausländer, die über einen dauerhaften Wohnsitz in Tschechien verfügen. Sie müssen bei der Wiedereinreise indes einen negativen Coronavirus-Test vorweisen oder sich einer 14-tägigen Heimquarantäne unterziehen. Sonderregelungen bestehen auch für grenzüberschreitende Berufspendler, Lkw-Fahrer, Diplomaten, Geschäftsreisende und Studierende. In den meisten Fällen muss das für den Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsamt vorab informiert werden.

BAG verwirrt mit Falschmeldung

Laut 20 Minuten seien die Zahlen der aktuellen Neuinfektionen der Schweiz des BAG falsch (Telebasel berichtete zuvor). Die Zahl der 98 zusätzlichen Corona-Fälle gegenüber dem Vortag sei falsch gewesen. Zuvor wurde sie auf Twitter publiziert – der Tweet später aber wieder gelöscht. Bis dahin hatten mehrere Medien die Zahl bereits vermeldet (auch Telebasel).

«Die korrekte Zahl der Fälle kennen wir nicht», wird ein BAG-Sprecher von der Pendlerzeitung zitiert. Wie es zur Kommunikation der falschen Fallzahl kommen konnte, habe das BAG nicht gesagt. Die korrekten Zahlen sollen im Laufe des Nachmittags kommunizier werden.

SEM: Gespräche mit Italien zu möglichen Lockerungen an Grenzen

Italien will die Einreise für Ausländer ab 3. Juni wieder erlauben. Beim Staatssekretariat für Migration heisst es dazu, dass kommende Woche in bilateralen Gesprächen über mögliche Lockerungsschritte diskutiert werde.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) nehme zur Kenntnis, «dass Italien offenbar eine Lockerung der Einreisebeschränkungen auf den 3. Juni plant», teilte Sprecher Daniel Bach am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

(Bild: Keystone)

Man sei mit den italienischen Behörden in Kontakt. Kommende Woche seien «wieder bilaterale Gespräche geplant, an denen wir mögliche Lockerungen an der Grenze diskutieren werden». Ziel sei, mögliche Lockerungsschritte gut aufeinander abzustimmen und zu koordinieren. Sobald es Entscheide gebe, würden diese kommuniziert.

EM 2021 zur Not auch in nur acht Ländern

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat eine Reduzierung der Gastgeberländer für die ins Jahr 2021 verlegte Europameisterschaft nicht ausgeschlossen.

(Bild: Keystone)

«Prinzipiell planen wir, bei den gleichen Austragungsorten zu bleiben. Mit neun Städten ist alles geregelt. Bei drei Städten haben wir einige Probleme, daher werden wir weiter diskutieren», sagte der Ceferin in einem Interview mit dem Sender beIN Sports. «Grundsätzlich werden wir es in zwölf Städten machen. Wenn nicht, sind wir bereit, es in zehn, neun oder acht zu tun.»

Zermatt will Schweizer Gäste zum Übernachten bewegen

Aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheiten erwartet die Schweizer Hotellerie diesen Sommer mehr Gäste aus dem Inland. Tourismusdirektor Daniel Luggen sagte gegenüber dem SRF, er setze vor allem auf die Stammkundschaft: «Sie müssen wir aktivieren und schauen, dass sie vielleicht auch noch Bekannte mitbringt.» Da habe man die grössten Erfolgsaussichten.

So seien 38 Prozent aller Übernachtungen letzten Sommer in Zermatt auf das Konto von Schweizer Gästen gegangen. Der Tourismusdirektor hoffe nun möglichst viele Schweizer zu einem längeren Aufenthalt in den Bergen motivieren zu können.

(Bild: Keystone)

So gäbe es speziell zugeschnittene Angebite wie etwa das «All-Inclusive-Angebot»: Eiscreme für das Kind, Bergbahn, ect – alles inklusive. «Da muss man das Portemonnaie nicht mehr hervornehmen», zitiert das SRF den Hotelier Paul-Marc Julen. Ein paar Hotels hätten aber auch  kapituliert – sie würden diesen Sommer nicht öffnen.

Einen Preiskampf solle es aber nicht geben: «Da sind Unternehmer, die ihre Kosten decken müssen. Es wäre gefährlich, die Preise herunterzuschrauben», sagt Daniel Luggen.

US-Repräsentantenhaus erlaubt wegen Corona Abstimmungen aus Ferne

Das US-Repräsentantenhaus erlaubt Abgeordneten angesichts der Corona-Pandemie Abstimmungen aus der Ferne. Die Kongresskammer verabschiedete am Freitag (Ortszeit) mit der Mehrheit der Demokraten eine Initiative, die es vorübergehend erlauben soll, dass abwesende Abgeordnete Kollegen autorisieren können, in ihrem Namen Stimmen abzugeben.

(Bild: Keystone)

Ein anwesender Abgeordneter könnte demnach für bis zu zehn andere Parlamentarier mitstimmen. Eine gewisse, reduzierte Zahl von Abgeordneten müsste bei einem Votum also in jedem Fall präsent sein. Die Regelung soll auch Ausschusssitzungen per Videoschalten erleichtern. Ziel ist, das zuletzt wegen der Corona-Krise erlahmte Parlamentsgeschehen am Laufen zu halten.

An offenen Grenzen zu Deutschland und Österreich wird kontrolliert

Seit Samstag um Mitternacht sind die Grenzübergänge von der Schweiz nach Deutschland und Österreich wieder offen. Kontrolliert wird aber weiterhin, denn das Einreisen in die Schweiz aus rein touristischen Gründen oder zum Einkaufen und Tanken bleibt verboten.

(Bild: Keystone)

Die Absperrungen an den wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Übergängen seien von den zuständigen Grenzbehörden grösstenteils entfernt worden, schrieb die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Samstag. Voraussichtlich im Lauf des Samstags seien die Arbeiten beendet.

Schuhhändler Pasito-Fricker ist konkurs

Die im Schuhhandel tätige Pasito-Fricker AG mit Sitz in Spreitenbach AG ist konkurs. Der Einkauftourismus und die starke Konkurrenz durch Online-Käufe haben der Firma derart zugesetzt, dass sie ihre Bilanz deponieren musste.

Verwaltungsratspräsident John Ammann bestätigte gegenüber der «Aargauer Zeitung» eine entsprechende Anzeige im Amtsblatt des Kantons Aargau. Die mehrwöchige Schliessung der Filialen im Zuge der Corona-Pandemie habe die Situation nochmals massiv verschärft.

Pasito-Fricker habe über Wochen keine Umsätze mehr erzielen können. Auch habe das Unternehmen trotz Bemühungen keinen Überbrückungskredit bei den Banken erhalten. Damit sei die Überschuldung Tatsache geworden.

US-Warenhauskette J.C. Penney meldet Insolvenz an

Die traditionsreiche US-Warenhauskette J.C. Penney hat in der Corona-Krise Insolvenz angemeldet. Damit solle die Umsetzung eines Plans ermöglicht werden, der eine Schuldenreduzierung und finanzielle Flexibilität in der Krise ermögliche, teilte Penney am Freitag mit.

(Bild: Keystone)

Während des Insolvenzprozesses bleibe J.C. Penney eine der grössten Einzelhändlerketten in den USA mit Hunderten Geschäften, die schrittweise wiedereröffnet würden. Die «New York Times» berichtete, J.C. Penney sei der bislang grösste Einzelhändler, der in der Pandemie in den USA Gläubigerschutz angemeldet habe.

Wiedereröffnung von Amazons Logistikzentren in Frankreich in Sicht

Nach einem Gerichtsstreit über Coronavirus-Schutzmassnahmen ist eine Wiedereröffnung französischer Logistikzentren des Online-Versandhändlers Amazon in Sicht. Es werde daran gearbeitet, dass in den Logistikzentren ab dem 19. Mai schrittweise die Arbeit wieder aufgenommen werde, teilte Amazon am Freitagabend mit. Dies erfolge in Absprache mit Gewerkschaften und Betriebsräten. Das sei ein «positiver Schritt», teilte Amazon mit.

(Bild: Keystone)

Hintergrund der Schliessung ist ein Rechtsstreit des Online-Händlers über Schutzmassnahmen für die Angestellten. Amazon hatte Mitte April nach einer Entscheidung eines Gerichts im Pariser Vorort Nanterre seine Logistikzentren vorerst geschlossen. In dem Urteil wurde erklärt, das Unternehmen habe die Schutzmassnahmen nicht ausreichend erfüllt. Amazon darf seither nur Bestellungen von bestimmten Artikeln entgegennehmen. Ein Berufungsgericht bestätigte die Entscheidung.

Fitch senkt Ausblick für Frankreich von «stabil» auf «negativ»

Die Ratingagentur Fitch hat angesichts der Corona-Krise den Ausblick für Frankreich von «stabil» auf «negativ» gesenkt. An der Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes mit «AA» werde sich aber vorerst nichts ändern, teilte die Agentur am Freitagabend mit.

Die Senkung des Ausblicks auf «negativ» spiegele die erhebliche Verschlechterung wider, die in diesem Jahr aufgrund der Covid-19-Epidemie für die öffentlichen Finanzen und die Wirtschaftstätigkeit erwartet werde, erklärte Fitch.

(Bild: Keystone)

Der Ausblick bei den öffentlichen Finanzen habe sich vor dem Hintergrund eines bereits hohen Schuldenstandes (…), begrenzter Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung seit der Finanzkrise (von 2008) und eines moderaten Wirtschaftswachstums verdüstert.

15'305 Corona-Fälle in Brasilien in 24 Stunden

Die Zahl der Coronafälle steigt in Brasilien dramatisch an. 15’305 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden meldete das Gesundheitsministeriums in Brasília am Freitagabend (Ortszeit).

Das ist ein weiterer Negativrekord in dem südamerikanischen Land für einen 24-stündigen Zeitraum. Nach den Daten vom Mittwochabend waren 11’385 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden registriert worden. Zwischen Montag und Dienstag waren erstmals mehr als 800 Todesopfer in dem Zeitraum erfasst worden.

(Bild: Keystone)

Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 14’817 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 218’223 Infizierte wurden inzwischen registriert. Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns-Hopkins-Universität liegt das mit mehr als 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas damit weiter sowohl bei der Zahl der Todesopfer als auch der Zahl der Infizierten nun auf Platz sechs der am schwersten betroffenen Länder.

Italien will Grenzen ab 3. Juni wieder öffnen

Italien plant in der Corona-Pandemie, die Grenzen ab 3. Juni wieder zu öffnen. Dann könnten Menschen aus der EU und dem Schengen-Raum wieder einreisen – auch ohne danach zwei Wochen in Quarantäne zu gehen, berichteten italienische Medien.

(Bild: Keystone)

Bisher ist eine Einreise nur in Ausnahmefällen möglich, darunter zum Beispiel für Italiener im Ausland, die in ihre Heimat zurück wollen oder Ausländer, die ihren Wohnsitz in Italien haben. Für Menschen aus dem übrigen Ausland sollen die Grenzen aber vorerst weiter dicht sein. In der Nacht zum Samstag kam der Ministerrat zusammen, um über ein Paket von Lockerungsmassnahmen zu beraten.

Belgien bricht Saison endgültig ab - FC Brügge Meister

Die laufende Saison in der belgischen Liga wird wegen der Corona-Krise nicht zu Ende gespielt. Die Vollversammlung des Verbands Pro League stimmte endgültig dafür, die Spielzeit frühzeitig abzubrechen.

Die Saison wird mit dem Stand nach 29 Runden Ende März beendet. Der FC Brügge ist somit zum 16. Mal in der Klubgeschichte Meister. Waasland-Beveren steigt ab.In Belgien entschied die Regierung zuletzt, dass Sportwettkämpfe wegen der Virus-Pandemie bis zum 31. Juli verboten bleiben. Die nächste Saison soll am 7. August beginnen. In Frankreich und den Niederlanden waren die Saisons bereits abgebrochen worden.

Arbeit an Corona-Impfstoff ist grösstes Projekt seit Weltkrieg

US-Präsident Donald Trump treibt die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in den USA voran und spricht hier von der grössten Anstrengung seit dem Zweiten Weltkrieg. «Es hat in der Geschichte noch nie so ein Impfstoffprojekt gegeben wie dieses», sagte Trump am Freitag in Washington. «Seit dem Zweiten Weltkrieg hat niemand mehr so ​​etwas gesehen, wie wir es jetzt in unserem Land tun. Unglaublich.» Es handele sich um eine massive wissenschaftliche und industrielle Anstrengung. Die Arbeit an einem Impfstoff laufe in „Rekord-Rekord-Rekord-Geschwindigkeit“.

Der US-Präsident sagte erneut, Ziel sei es, bis zum Jahresende einen Impfstoff zu entwickeln, vielleicht auch etwas früher oder etwas später. (Keystone)

Trumps Regierung hat ein Projekt mit dem Namen «Operation Warp-Geschwindigkeit» ins Leben gerufen, um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus voranzutreiben. Der Name geht auf den fiktiven «Warp-Antrieb» in der Serie «Raumschiff Enterprise» zurück, das damit im Fernsehen schneller als Lichtgeschwindigkeit fliegen kann.

Slowakei ersetzt Staatsquarantäne durch Handy-App

Wer aus dem Ausland in die Slowakei einreist, muss nicht mehr zwingend in eines der umstrittenen staatlichen Quarantäne-Zentren. Das Parlament in Bratislava stimmte am Freitag der von der Regierung am Vortag beschlossenen Einführung einer Handy-App zur freiwilligen Überwachung zu.

Tracing App statt Quarantäne: Slowakei setzt auf freiwillige digitale Überwachung. (Symbolbild: Keystone)

Wenn sich Rückkehrer aus dem Ausland die App auf ihr Smartphone installieren lassen, dürfen sie die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne auch zuhause verbringen. Sobald sie aber ihre Wohnung verlassen, wird ein Alarmsignal an die Behörden gesendet. Die unter dem Namen „intelligente Quarantäne“ eingeführte Alternative solle schon ab kommender Woche eingesetzt werden und die überfüllten Quarantäne-Zentren entlasten, erklärte der konservative Gesundheitsminister Marek Krajci nach der Parlamentsabstimmung.

New York und Nachbarn wollen Strände für Feiertagswochenende öffnen

New York und seine US-Nachbarstaaten wollen über das anstehende Memorial-Wochenende die Öffnung ihrer Strände wagen. Neben dem Bundesstaat New York werden auch Connecticut, New Jersey und Delaware den geregelten Zugang zum Meer in der Corona-Krise erlauben, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag.

Über kontrollierte Eingänge sollen nur so viele Menschen zugelassen werden, dass die Hälfte der Kapazität ausgeschöpft ist, um ausreichenden Abstand zu gewährleisten. Picknick- oder Sportplätze am Meer dürfen nicht benutzt werden. Memorial Day ist am Montag, den 25. Mai.

Appell zeigt Wirkung - Grenzzaun in Kreuzlingen verschwindet

Der gemeinsame Appell von Kreuzlingen und Konstanz zeigt Wirkung: Der Grenzzaun wird abgebaut. Mit dem Rückbau wird noch am (heutigen) Freitag begonnen. Das haben Vertreter der deutschen und der schweizerischen Behörden entschieden.

Am Freitag wurde mit dem Abbau des Grenzzauns in Kreuzlingen begonnen. (Keystone)

Ab Samstag wird das Grenzregime zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich gelockert. Wer in einer grenzüberschreitenden Beziehung lebt, wer Verwandte besuchen will und wer im anderen Land eine Zweitwohnung hat, kann die Grenzen zwischen den Ländern passieren.

28 Millionen chirurgische Eingriffe weltweit aufgeschoben

Millionen von operativen Eingriffen werden derzeit weltweit wegen der Corona-Pandemie aufgeschoben. Eine am Freitag im «British Journal of Surgery» veröffentlichte Studie kommt zum Schluss, dass insgesamt 28,4 Millionen Operationen in diesem Jahr davon betroffen sein könnten.

Platz für Corona-Patienten: Wegen der Pandemie wurden Millionen von Eingriffen abgesagt. (Keystone)

Für die Studie sammelten Wissenschaftler der Universität Birmingham die Daten von 359 Krankenhäusern in 71 Ländern zu den abgesagten Eingriffen. Daraus erstellten sie ein Modell für rund 190 Staaten. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass jede zusätzliche Woche, in der die Coronakrise den normalen Krankenhausalltag umwirft, zu etwa 2,4 Millionen weiteren OP-Aufschüben führt. Abgesagt werden demnach vor allem orthopädische Eingriffe, doch auch Krebsoperationen sind betroffen.

Gesundheitskommission will einheitliche Regeln für Corona-Kosten

Die Corona-Krise hinterlässt tiefe Spuren im Gesundheitswesen, insbesondere in Form von Kosten. Die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK) verlangt, dass deren Übernahme einheitlich geregelt wird.

Sie hat mit 21 zu 1 Stimmen bei 3 Enthaltungen eine Motion mit dieser Forderung eingereicht, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Ziel ist es, bestehende Unsicherheiten und Fehlanreize zu beseitigen. Die Motion verlangt vom Bundesrat, mit den Tarifpartnern eine rasche Einigung auszuarbeiten und nötigenfalls selbst Regeln zu erlassen.

Corona-Krisenhilfen des Euro-Rettungsschirms endgültig gebilligt

Besonders stark von der Coronavirus-Krise getroffene EU-Länder wie Italien und Spanien können ab Freitag den Rettungsfonds ESM für Hilfskredite anzapfen. Dafür stünden jetzt 240 Milliarden Euro bereit, sagte der deutsche Finanzminister Olaf Scholz vor Beratungen mit seinen EU-Amtskollegen. «Heute ist ein guter Tag für Europa.»

Der sogenannte Gouverneursrat des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sollte am Freitag die vorsorglichen Corona-Kreditlinien endgültig freigeben. Länder können dann Gelder beantragen und sie in Höhe von bis zu zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung erhalten.

Erstmals seit März kein neuer Corona-Todesfall in Dänemark gemeldet

Erstmals seit knapp zwei Monaten ist in Dänemark an einem Tag kein neuer Corona-Toter gemeldet worden. Das Land bleibt damit bei 537 Covid-19-Todesfällen, wie aus den am Freitagnachmittag veröffentlichten Zahlen des dänischen Gesundheitsinstituts Statens Serum Institut hervorging.

Insgesamt sind jetzt 10 791 Corona-Infektionen in Dänemark nachgewiesen worden, was 185 Fällen pro 100 000 Einwohner entspricht. 8959 davon haben die Erkrankung bislang überstanden. Zahlen des Instituts zeigten, dass es zuletzt am 13. März einen Tag ohne Todesfall gegeben hatte.

Immer mehr Spekulanten wetten auf Absturz der Lufthansa-Aktie

Die von der Corona-Krise arg gebeutelte Lufthansa gerät zunehmend in den Fokus von Finanzspekulanten. So haben Hedgefonds ihre Wetten auf fallende Lufthansa-Aktien in den vergangenen Wochen kräftig erhöht.

Die Lufthansa-leidet unter der Corona-Krise. Nun gibt es zahlreiche Wetten von Finanzspekulanten. (Bild: Keystone)

Die Netto-Leeverkaufspositionen sind inzwischen auf mehr als zwölf Prozent gestiegen, wie am Freitag aus Daten des Bundesanzeigers hervorging. Die Lufthansa ringt seit Wochen mit der Bundesregierung um ein Rettungspaket.

Die Aktie der Fluggesellschaft hat in den vergangenen drei Monaten bereits mehr als die Hälfte ihres Werts verloren, Besserung ist nicht in Sicht. Bei einem Einstieg des Staates drohen den Anlegern weitere Verluste. Zudem scheint der Abstieg der Lufthansa aus dem Leitindex Dax nur noch eine Frage der Zeit.

Tausende Schiiten in Pakistan begehen Prozession trotz Corona

Tausende Schiiten sind in Pakistan trotz Warnungen der Regierung wegen steigender Corona-Infektionen für eine Prozession auf die Strasse gegangen.

In der südlichen Stadt Karatschi zogen Gläubige im Gedenken an den im siebten Jahrhundert verstorbenen Kalifen Ali durch die Strassen, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte.

Österreichs Restaurants öffnen bei Regen

Das hatten sich die österreichischen Gastwirte sicher anders ausgemalt: Nach 59 Tage Coronaschliessung hat ausgerechnet das Wetter den Neustart der 41’000 Gastronomiebetriebe getrübt.

Pro Tisch sind nur vier Erwachsene aus verschiedenen Haushalten erlaubt, die Kellner mit Kundenkontakt müssen einen Mundschutz tragen. Eine vorherige Reservierungen ist nicht zwingend nötig. Die Gastronomen bitten aber darum, um Chaos in den Lokalen zu vermeiden. Denn jeder Gast muss von einem Angestellten zum Platz gebracht werden, die freie Platzwahl entfällt. Zwischen den Tischen muss ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden.

Moskau startet Massentests auf Corona-Antikörper

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben in Moskau neue Massentests auf Antikörper begonnen. Damit will Europas grösste Metropole einen besseren Überblick über den Verlauf des Ausbruchs bekommen. Nach Angaben der Stadtverwaltung werden seit Freitag «alle paar Tage» 70’000 Moskauer nach dem Zufallsprinzip eingeladen, um sich auf Antikörper gegen Sars-CoV-2 untersuchen zu lassen. Bis Ende Mai sollen die Tests auf bis zu 200’000 pro Tag ausgeweitet werden.

Israel erlaubt Versammlungen von bis zu 50 Personen im Freien

Israel hat die Corona-Beschränkungen weiter gelockert. Die israelische Regierung stimmte am Freitag dafür, wieder Versammlungen von bis zu 50 Personen im Freien zu erlauben. In der kommenden Woche sollen die Schulen auch wieder weitgehend geöffnet werden.

 

Israel erlaubt wieder Versammlungen von bis zu 50 Personen im Freien. (Bild: Keystone)

Zum Monatsende sollen dann Versammlungen von bis zu 100 Leuten erlaubt werden. Am 14. Juni könnten alle Versammlungsbeschränkungen aufgehoben werden. Bedingung für alle Lockerungen ist aber, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder über mehr als 100 pro Tag steigt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 16 589 Menschen nachgewiesen. 266 Menschen starben.

Mauschelt Trump an den Corona-Zahlen herum?

In den USA schreitet die Zahl der Corona-Infizierten weiter Richtung 100’000. US-Präsident Donald Trump, der sich trotz Corona im Wahlkampf befindet, will nun die Erhebungsmethode ändern und die Zahl nach unten korrigieren. Experten halten derweil die bisherigen Werte schon für zu niedrig, wie «The Daily Beast» berichtet.

Was hat Donald Trump mit den Corona-Zahlen seines Landes vor? (Bild: Keystone)
15.05.2020 15:27

Die Lehrstellen-Situation in der Corona-Krise ist in der Romandie schlechter als in der Deutschschweiz. Dies sagte Rémy Hübschi, Vizedirektor Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), am Freitag vor den Bundeshausmedien.

Die von Bundesrat Guy Parmelin eingesetzte Task Force Lehrstellen habe festgestellt, dass die Ausgangslage eigentlich gut sei und ein stabiles Angebot zu Beginn der Krise bestanden habe. Woran es happert und was der Bund und die Kantone gegen das Problem unternehmen können, lesen Sie hier.

 

Die Lehrstellen-Situation ist in der Romandie schwieriger als in der Deutschschweiz, so Rémy Hübschi, Vizedirektor Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). (Bild: Keystone)

Schulöffnung mit positiver Bilanz

Der Wiederbeginn der Schulen nach dem Lockdown ist gut gestartet. Zu diesem Schluss kommen Lehrerverbände und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren nach der ersten Woche mit erneutem Unterricht seit Mitte März. Mehr zum Thema finden Sie hier.

 

Seit Montag können die Schweizer Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule. Eine erste Bilanz fällt positiv aus. (Bild: Keystone)

Corona-Kredite: Wenig Betrugs-Verdachte

Bis am Freitag haben rund 123’000 Unternehmen in der Schweiz Covid-19-Kredite ausbezahlt erhalten. Davon besteht in 36 Fällen der Verdacht auf Missbrauch, wie Erik Jakob vom Seco am Freitag vor den Medien in Bern erklärte. Bei neun weiteren Fällen habe sich der Verdacht nicht erhärtet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bock: «Touristische Reisen sind weiterhin nicht erlaubt»

Das gelockerte Grenzregime zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich gilt nicht für touristische Reisen. Solche seien weiterhin verboten, sagte Christian Bock, Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV).

Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, sagt an der Medienkonferenz in Bern, dass der Einkaufstourismus weiter untersagt ist. (Bild: Keystone)

«Untersagt sind auch Einreisen, um zu tanken und um einzukaufen», sagte er am Freitag vor den Bundeshausmedien. Es gebe weiterhin risikobasierte Kontrollen an den Grenzen. Auch die Luftüberwachung bleibe operativ. Personen, die aus bestimmten Gründen einreisen wollen, müssten eine Selbstdeklaration mit sich führen. Die ganze Medienkonferenz können Sie hier nachsehen.

Daniel Koch: Gästeregistrierung ist keine Schikane

Die freiwillige Registrierung von Gästen in Restaurants und Bars wegen der Corona-Pandemie ist nicht als Schikane gedacht. Dies sagte Daniel Koch, Delegierter des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für Covid-19, am Freitag in Bern vor den Bundeshausmedien.

Es ist «weder gegen die Gäste noch gegen die Gastbetriebe gerichtet», sagte Koch. «Es ist keine Kontrolle.» Aber wenn es eine Ansteckung mit dem Coronavirus gebe, müsse man zurückverfolgen können, wer in dem Restaurant bedient worden sei und diese Leute in Quarantäne nehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Daniel Koch vom BAG verteidigt die Registrierung von Restaurant-Gästen an der Mdienkonferenz in Bern. (Bild: Keystone)
Ab Mitternacht gibt es Lockerungen an der Grenze

Die Grenzen zu Österreich und Deutschland werden in der Nacht auf Samstag wieder durchlässiger. An einer Medienkonferenz in Bern erklärte Staatssekretär Mario Gattiker, wer fortan die Grenze wieder passieren darf.

(Video: Keystone-SDA)

SBB-Chef: 90 Prozent der Züge fahren wieder

Nach eine corona-bedingten Pause verkehren die Züge in der Schweiz zu 90 Prozent wieder. (Bild: Keystone)

Seit dem 11. Mai fahren in der Schweiz wieder 90 Prozent der Züge. Dies sagte SBB-Chef Vincent Ducrot am Freitag vor den Bundeshausmedien.

«Wir sind sehr zufrieden, wie das gelaufen ist», sagte Ducrot. «Ein grosses Dankeschön geht an unser Personal, dass es sehr gut geklappt hat am 11. Mai.» Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Berlin hält an Grundrente für Niedrigverdiener fest

Die deutsche Regierung will trotz Corona-Krise die Renten für Niedrigverdiener wie geplant aufstocken. Kritik daran wies Bundesarbeitsminister Hubertus Heil am Freitag im Bundestag mit scharfen Worten zurück.

Er finde die Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise richtig, um Arbeitsplätze zu sichern, sagte der SPD-Politiker bei der ersten Beratung des Gesetzes im Parlament. «Aber dieselben Interessenvertreter, die keine Grenze kennen, Milliarden vom Steuerzahler zu wollen, gönnen anderen die Grundrente nicht», fügte er hinzu. «Die Frage ist, welches verheerende gesellschaftliche Signal in dieser Situation davon ausgeht, die Grundrente in Frage zu stellen.»

Grenzüberschreitende Paare dürfen sich wieder treffen

Ab Samstag wird das Grenzregime zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich gelockert. Grenzüberschreitende Paare dürfen sich dann wieder sehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Athen plant Quarantänepflicht bilateral aufzuheben

Das traditionelle Urlaubsland Griechenland plant die Quarantänepflicht für Urlauber aus einigen Staaten aufzuheben. Dies soll allerdings auf bilateraler Ebene vereinbart werden.

In Griechenland soll wieder das Touristenleben eintreten. (Bild: Keystone)

«Tourismus mit Quarantäne kann es nicht geben», erklärte Regierungssprecher Stelios Petsas am Freitag im griechischen Fernsehsender Mega. Athen hatte bereits die Vorschläge der EU-Kommission begrüsst, die Reisebeschränkungen zwischen Ländern mit einer ähnlich positiven Corona-Lage wegfallen zu lassen.

Viele Premieren und viele offene Fragen bei Konzert Theater Bern

Die Corona-Pandemie stellt Konzert Theater Bern auf eine harte Probe: Die letzte Spielzeit endete abrupt, die neue wirft viele Fragen auf. Das wurde an der Jahresmedienkonferenz am Freitag in Bern deutlich.

Was wann möglich ist, bleibt einstweilen unklar. Der erste Fixtermin ist der 27. Mai, wenn der Bundesrat über Lockerungen unter anderem für kulturelle Einrichtungen entscheiden wird. Dann wird zumindest klar sein, ob die laufende Spielzeit im Juni noch ein Wiederaufflackern erleben wird.

Klimaaktivsten demonstrieren trotz Corona in Bern

Vor dem Berner Zytgloggeturm haben am Freitagmittag kurz zehn Klimaaktivisten demonstriert. Die Polizei war sofort vor Ort und nahm die Personalien auf. Die jungen Frauen und Männer riefen im Chor «The Oceans are rising, so are we», also dass sich der Meeresspiegel hebt und sie sich dagegen erheben. Auf einem Plakat stand «Die Erde hat CO2rona – die Gletscher schmelzen».

(Video: Keystone-SDA)

Auch Demonstriert am Idaplatz in Zürich. Hier machten rund 50 meist junge Aktivisten von den Balkonen und auf dem Platz viel Lärm mit allerlei Küchenutensilien – coronakonform mit Schutzmasken und Sicherheitsabstand.

(Video: Keystone-SDA)

Handel der Euro-Länder in Corona-Krise geschrumpft

Die Corona-Krise hat den Handel der Länder des Euroraums im März erheblich eingeschränkt. Sowohl die Ausfuhren als auch die Einfuhren der 19 Euroländer gingen stark zurück, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte.

Die europäische Wirtschaft leidet unter dem Coronavirus. (Bild: Keystone)

Die Ausfuhren fielen gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 8,9 Prozent, die Einfuhren gingen um 9,0 Prozent zurück. Die Exporte verringerten sich damit so stark wie seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 nicht mehr, die Importe fielen gar mit Rekordtempo.

Versicherungen können sich nicht hinter Pandemie-Begriff verstecken

Im Streit zwischen Versicherungen und ihren Kunden um Deckungsausschlüsse bei Epidemieversicherungen kommt ein Gutachten zu einem brisanten Schluss. Gemäss dem Luzerner Rechtsprofessor Walter Fellmann können sich die Versicherer nicht hinter dem Begriff Pandemie verstecken.

Allerdings seien manche Versicherungsklauseln so ungenau, dass sie eine klare Handhabe erschweren würden. Das Gutachten war von der Ombudsstelle der Privatversicherung und der Suva in Auftrag gegeben, um sich mit ausgewählten Versicherungsklauseln von Epidemie-Versicherungen zu befassen. Die Stiftung Ombudsmann vermittelt bei Meinungsverschiedenheiten mit den angeschlossenen Versicherungsgesellschaften.

Thunberg: Kinder sehr wohl von Corona betroffen

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat an Kinder appelliert, in Corona-Zeiten physische Distanz zu wahren und sich und andere zu schützen. «Es gibt im Moment eine Art Mythos, dass Kinder von diesem Virus nicht betroffen sind», sagte die 17-jährige Schwedin dem US-Sender CNN am Mittwoch. Man müsse darauf achten, dass sich diese Fehlinformation nicht etabliere.

Mahnt zur Distanz: Klimaaktivistin Greta Thunberg. (Bild: Keystone)

«Wir jungen Menschen tragen eine sehr grosse Verantwortung, weil wir die Symptome vielleicht nicht so schlimm empfinden wie viele andere», sagte Thunberg. «Deshalb müssen wir besonders vorsichtig sein, denn unsere Handlungen können für viele andere den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.»

VW-Konzernverkäufe brechen im April weg - Lichtblick China

Der Volkswagen-Konzern ist wegen der Corona-Verkaufsbeschränkungen im April wie erwartet stark unter Druck gekommen. Konzernweit brachen die Auslieferungen im April um knapp die Hälfte auf 473 500 Fahrzeugen ein.

VW verzeichnet im April einen Einbruch der Verkäufe. (Bild: Keystone)

Alle wichtigen Marken wiesen deutlich zweistellige prozentuale Rückgänge auf, weil die Autohäuser in den meisten Ländern den grössten Teil des Monats geschlossen waren, wie VW am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Ein Lichtblick war China, der grösste Einzelmarkt des weltgrössten Autobauers, wo die Coronapandemie zuerst ausgebrochen war, sich das Wirtschaftsleben aber wieder normalisiert. In dem Land lieferte VW mit 305 600 Fahrzeugen ein Prozent mehr aus als ein Jahr zuvor.

Experten erwarten keine Ausgabewelle der Bevölkerung

Weil die Bevölkerung während der Corona-Krise weniger Geld ausgeben konnte, haben viele etwas auf der Seite. Die grosse Ausgabewelle könnte aber ausbleiben, so Experten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Claudia Lässer für ein «ordentliches Ende der Saison»

Claudia Lässer, Leiterin Teleclub Sport, bezieht zur Wiederaufnahme der Saison im Schweizer Spitzenfussball klar Stellung. Die Ostschweizerin spricht sich im Interview im «Blick» dafür aus, dass die Saison «ordentlich zu Ende gespielt wird».

 

Findet die Schweizer Fussball Saison sollte ordentlich zu Ende gespielt werden. (Bild: Keystone)

Fortsetzung der Fussballmeisterschaft mit Geisterspielen oder Abbruch der Saison? Lässer hat Verständnis dafür, dass die Meinungen auseinandergehen. In der aktuellen Diskussion vermisst sie allerdings die Bereitschaft der Klubs, gemeinsam eine Lösung zu finden. Für sie stellen die Vereine die eigenen Interessen zu sehr ins Zentrum.

Lässer selber ist «entschieden der Meinung, dass die Saison ordentlich zu Ende gespielt werden sollte, nicht zuletzt auch, um unnötige Diskussionen über Auf- und Abstieg und den Zugang zu den europäischen Wettbewerben zu vermeiden.»

Trump erwägt Beziehungen zu China abzubrechen
Droht mit China zu brechen: US-Präsident Donald Trump. (Bild: Keysotne)

Die Corona-Krise strapaziert die Beziehung zwischen China und den USA weiter. US-Präsident Trump droht nun mit einem Bruch. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Pilatus steigert 2019 Umsatz und rechnet mit turbulentem 2020

Der in Stans beheimatete Flugzeugbauer Pilatus hat 2019 erneut mehr als eine Milliarde Franken umgesetzt, operativ jedoch gegenüber dem Vorjahr etwas weniger verdient. Aktuell haben die Corona-Turbulenzen das Geschäft im Griff.

Wie die Pilatus Flugzeugwerke am Freitag mitteilten, steigerten sie im vergangenen Jahr den Umsatz um 7,1 Prozent auf 1,17 Milliarden Franken. 2019 sei deshalb als sehr erfolgreiches Jahr zu werten. Insgesamt hat das Unternehmen 134 Flugzeuge ausgeliefert. Das sind 6 Maschinen mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord. Das Betriebsergebnis lag mit 153 Millionen Franken allerdings leicht unter dem Vorjahresergebnis von 157 Millionen Franken.

Swiss plant mehr Frachtflüge

Im Zuge der am gestrigen Donnerstag bekannt gegebenen Erweiterung des Langstreckenangebots hat die Frachtsparte der Fluggesellschaft Swiss ab sofort wieder mehr Destinationen im Angebot. Zudem wird ein weiteres Langstreckenflugzeug des Typs Boeing-777 zum reinen Frachttransporter umgebaut. Damit sind es insgesamt vier. Mehr zum Thema finden Sie hier.

Schwedens Corona-Weg: Wahnsinnig oder genial?

Die Schweden stehen mit ihrer freizügigeren Corona-Strategie bislang schlecht da. Die Reproduktionszahl lag aber in der zweiten April-Hälfte fast unter 1,0. Das Land geht einen Corona-Weg, wie es kein anderes tut. Aber ist dieser wahnsinnig oder genial? Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Der Weg, den Schweden in der Corona-Krise geht, wird international viel diskutiert. (Bild: Keystone)
Corona-Verschwörungen und Promis

Rund um das Coronavirus geistern zahlreiche Verschwörungstheorien herum. Promis haben dabei eine entscheidende Rolle. Was es damit auf sich hat, können Sie hier nachlesen.

Scorpions-Sänger dankbar, nicht in den USA zu sein

Scorpions-Sänger Klaus Meine (71) ist froh, dass er den coronabedingtenen Lockdown in seiner Heimat Hannover erlebt. «Ich möchte zurzeit nicht in den USA sein und dort eventuell ins Krankenhaus müssen», sagte der Frontmann der legendären Rockband mit weltweit über 110 Millionen verkauften Tonträgern. Was Meine musikalisch macht in der Corona-Zeit lesen Sie hier.

Froh in Hannover und nicht den USA zu sein: Klaus Meine. (Bild: Keystone)
51 Neuansteckungen in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 51 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, eine mehr als am Vortag. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mit.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitagmittag 1872. Das sind zwei mehr als noch am Donnerstag.

Österreichs Kulturstaatssekretärin nach Kritik zurück

Nach massiver Kritik aus der Kunst- und Kulturszene ist in Österreich die Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek zurückgetreten. «Ich mache den Platz frei», sagte die Grünen-Politikerin am Freitag in Wien.

Ihr sei es nicht gelungen, das Vertrauen der Branche zu gewinnen. Im Gegenteil seien Unzufriedenheit und Enttäuschung gewachsen. Der 62-Jährigen war angekreidet worden, dass die Kulturszene weiter auf klare Konzepte zum Neustart in der Corona-Krise wartet.

 

Erntete in der Corona-Krise massive Kritik: Österreichs Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek. (Bild: Keystone)

Schweizer Bundesbehörden informieren um 14 Uhr zu den neusten Entwicklungen

Zu den aktuellen Entwicklungen und Massnahmen der Corona-Krise halten die Behörden aus Bern wiederum eine Medienkonferenz ab. Mit dabei sind Vertreter des Bundesamts für Gesundheit (BAG), des Staatssekretariats für Wirtschaft, des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und des Bundesamts für Sport BASPO sowie Angehörige der Eidgenössischen Zollverwaltung, der SBB und des Staatssekretariats für Migration. Telebasel überträgt die Medienkonferenz um 14 Uhr. Zum Live-Stream geht es hier.

«Brücke zur Gesundheit»: Indien erzwingt Nutzung von Corona-App

Indiens Corona-App verbreitet sich ähnlich schnell wie einst das beliebte «Pokémon Go»: Für 50 Millionen Downloads brauchte die Kontaktverfolgungs-App nach Behördenangaben gerade mal 13 Tage. Zunächst rief Premierminister Narendra Modi die Bürger auf, sie zu installieren.

Doch die schnelle Verbreitung war der Regierung wohl zu langsam und so wurde die Corona-App nach und nach für mehr und mehr Menschen verpflichtend. Dazu gehören Anwender, die ihr Haus verlassen, um zu arbeiten und solche, die in Corona-Hotspot-Gebieten leben, Rückkehrer aus dem Ausland sowie Zugfahrer. Erwischen Polizisten diese Leute ohne App auf dem Handy, haben einige örtlichen Medien zufolge schon Bussgeld oder Gefängnisstrafen angedroht. Schätzungen zufolge haben aber weniger als die Hälfte der 1,3 Milliarden Menschen im Land ein Smartphone.

Deutsche Wirtschaft mit stärkstem Einbruch seit Finanzkrise

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) fiel von Januar bis März um 2,2 Prozent zum Vorquartal.

 

Deutschlands Wirtschaft verzeichnet den stärksten Wirtschaftsrückgang sei der Finanzkrise. (Bild: Keystone)

«Das war der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste Rückgang seit der deutschen Vereinigung», teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mit. Exporte, Konsum und Investitionen gingen jeweils spürbar zurück, Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten ebenfalls ein Minus von 2,2 Prozent erwartet.

Mr. Olympia findet im Dezember statt

Die wichtigste Veranstaltung im Bodybuilding, die Austragung des Mr. Olympia-Wochenendes wurde von September auf Dezember verschoben. Der «International Federation of Bodybuilding and Fitness-Verband» (IFBB) und die Organisation des Mr. Olympias verlängern die Qualifikationsfrist bis Oktober. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Der Bodybuilding-Wettkampf Mr. Olympia findet statt im September im Dezember statt. (Bild: Keystone)
Pandemie überstanden - Slowenien öffnet die Grenzen für EU-Bürger

Das EU-Land Slowenien hat nach einem erheblichen Rückgang der Ansteckungszahlen die Corona-Pandemie für beendet erklärt und seine Grenzen für EU-Bürger geöffnet. Das entschied die Regierung in Ljubljana am späten Donnerstagabend.

In Slowenien wurde die Corona-Krise als beendet erklärt. EU-Bürger dürfen nun weider einreisen. (Bild: Keystone)

EU-Bürger können nun einreisen, ohne sich in die bislang vorgeschriebene siebentägige Heimquarantäne begeben zu müssen, wie die Nachrichtenagentur STA am Freitag berichtete.

An den Grenzen zu den EU-Nachbarländern Österreich, Italien und Ungarn wird allerdings weiterhin kontrolliert. EU-Ausländer, die offensichtlich Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und keinen ständigen Wohnsitz in Slowenien haben, werden zurückgewiesen.

Erneut Proteste nach Festnahme von Geistlichen in Montenegro

In mehreren Städten Montenegros haben am Donnerstagabend Sympathisanten der Serbisch-Orthodoxen Kirche gegen die Festnahme eines Bischofs und mehrerer Priester demonstriert. Die Kundgebungen verliefen zumeist friedlich.

Die Behörde wirft ihnen Verstösse gegen das wegen der Corona-Pandemie verhängte Versammlungsverbot vor. Eine grosse Anzahl Gläubiger hatte am Dienstag im Kloster Ostrog bei Niksic an einem Gottesdienst für einen orthodoxen Heiligen teilgenommen.

Richemont erzielt wegen Corona deutlich weniger Gewinn

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat im Geschäftsjahr 2019/2020 zwar den Umsatz gesteigert. Im Schlussquartal hat die Gruppe mit Marken wie Cartier, IWC oder Piaget jedoch die Folgen der Corona-Krise deutlich zu spüren bekommen. Der Gewinn brach ein und die Dividende wird gekürzt.

 

Die Corona-Krise sorgt bei Richemont für einen Gewinneinbruch. (Bild: Keystone)

Der Umsatz der Gruppe nahm im Gesamtjahr noch um 2 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro zu. Um Währungseffekte bereinigt hätten sich die Verkäufe nicht vom Fleck bewegt, schrieb Richemont in einer Mitteilung am Freitag.

Der Umsatz fiel aber im Schlussquartal, also in den Monaten Januar bis März, in Euro um 18 Prozent. In China etwa brachen die Verkäufe um gut zwei Drittel ein, in Europa und Amerika um je 9 Prozent.

Österreichischer Speedfahrer infiziert

Österreichs Skiverband hat seinen ersten Coronavirus-Fall. Gemäss Sportdirektor Toni Giger handelt es sich beim nicht namentlich genannten Betroffenen um einen Fahrer der zweiten Weltcup-Abfahrtsgruppe. Der Athlet soll sich in einem privaten Trainingszentrum infiziert haben.

Nike erwartet Ergebnisbelastungen trotz starkem Onlinegeschäft

Der US-Sportartikelhersteller Nike erwartet eine Belastung der Finanzergebnisse im laufenden Geschäftsquartal. Diese seien durch die Coronavirus-Pandemie mit Filialschliessungen rund um den Globus verursacht worden.

Dies teilte der Konzern am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mit. Je nach Land seien nach Angaben des Managements derzeit nur fünf bis 40 Prozent der Nike-Filialen geöffnet. In mehr als 15 Ländern habe das Unternehmen aber nach den Schliessungen im Zuge der Coronavirus-Krise bereits wieder Geschäfte geöffnet, darunter Frankreich, Deutschland, Brasilien und die USA. Nike fahre derzeit zudem sein E-Commerce-Geschäft hoch, um die gestiegenen Internetbestellungen stemmen zu können, hiess es.

Trotz starkem Online-Geschäft rechnet Nike in der Corona-Krise mit Ergebnisbelastungen. (Bild: Keystone)
KOF-Forscher rechnen mit einer tiefen Rezession

Die Coronakrise wird eine tiefe Rezession in der Schweiz auslösen. Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich rechnet mit einem Absturz des Bruttoinlandproduktes (BIP) im laufenden Jahr um 5,5 Prozent, wie sie am Freitag bekannt gab.

Das Schweizer BIP wird im laufenden Jahr um 5,5 Prozent sinken. (Bild: Keystone)
Parketthandel an der Wall Street wird Ende Mai fortgesetzt

Der traditionelle Parketthandel an der New Yorker Wall Street soll nach mehr als zweimonatiger Unterbrechung wegen des Coronavirus-Pandemie wieder beginnen. Es steht das Datum am 26. Mai im Raum.

Der Parketthandel an der Wall Street soll nach einer mehrwöchigen Pause fortgesetzt werden. (Bild: Keystone)

Dabei sollen aber Auflagen zum Schutz vor dem Virus gelten, wie Börsenchefin Stacey Cunningham am Donnerstag in der Zeitung «Wall Street Journal» ankündigte. Die Zahl der Händler soll reduziert werden. Ausserdem müssten sie Atemschutzmasken tragen und Abstand voneinander halten.

Corona-Krise in Japan: Online-Partys zur Eheanbahnung

Einsame Japaner auf der Suche nach einem Ehepartner haben es in Corona-Zeiten nicht einfach. Eheanbahnungstreffen sind in diesen Tagen, in denen jeder möglichst zu Hause bleiben soll, gerade nicht angeraten. Ein Ausweg bietet das Internet: So verschafft das Online-Portal LMO Party in der südlichen Stadt Fukuoka seit einiger Zeit Heiratswilligen die Möglichkeit, am heimischen Computer Menschen des anderen Geschlechts mit Wunsch nach Partnerschaft kennenzulernen.

Viele Japanerinen und Japaner sehnen sich nach trauter Zweisamkeit. In Corona-Zeiten ist es aber nicht einfach jemanden kennen zu lernen. Virtuelle Partys sollen nun Abhilfe schaffen. (Bild: Keystone)

Seit vergangenen Monat hätten bereits rund 400 Menschen an den virtuellen Partys teilgenommen, wie der japanische Fernsehsender NHK am Freitag berichtete. Nachdem Schulunterricht und Firmenmeetings und selbst Trinkgelage mit Freunden und Kollegen inzwischen online stattfänden, setze sich der Trend jetzt auch bei Eheanbahnungen fort. Experten sähen in dieser Form der Kommunikation bereits ein Anzeichen für einen möglichen Gesellschaftswandel in Folge der Corona-Krise.

Chinas Industrie steigert Produktion stärker als erwartet

In China kommt die Industrie nach den coronavirusbedingten Einschränkungen allmählich wieder auf Touren. Im Monat April steigerte sie ihre Produktion stärker, als erwartet worden war.

Das Plus betrug nach amtlichen Angaben vom Freitag rund 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent gerechnet – nach einem Rückgang von 1,1 Prozent im Monat März. Die Einzelhandelsumsätze sanken im April dagegen um 7,5 Prozent. Hierbei lag die Schätzung bei -7,0 Prozent.

In China wird die Wirtschaftsproduktion wieder hochgefahren. Dies bereits stärker als erwartet. (Bild: Keystone)
Chancen für Corona-Klagen gegen China stehen schlecht

Donald Trump macht China für die Verbreitung des Coronavirus verantwortlich. Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags haben sich in einem Gutachten skeptisch zu US-Schadensersatzklagen gegen China wegen der Corona-Pandemie geäussert. Alle Details erfahren Sie hier.

«Da duscht einer»: Teilnehmer nackt in Videokonferenz mit Bolsonaro

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat eine Videokonferenz mit Unternehmern unterbrochen, weil ein Teilnehmer – wie auf dem Bildschirm im Regierungspalast für alle zu sehen war – eine Dusche nahm. Er hatte offensichtlich vergessen, die Kamera seines Computers auszuschalten.

«Hey, Paulo (Skaf, Präsident des Industrieverbandes des Bundesstaates São Paulo Fiesp), da ist ein Kollege im letzten Feld, der ist rausgegangen», sagte Bolsonaro in einem Audio, das in Brasilien am Donnerstag die Runde machte. Journalisten hatten die Konferenz verfolgt, ohne dass die Teilnehmer dies wussten. Dann wandte sich der Präsident an Wirtschaftsminister Paulo Guedes, der neben ihm sass. Darauf aufmerksam gemacht, sagte Guedes: «Da duscht ein Typ.» Mehr zum Thema gibt es hier.

Fernunterricht erreicht etliche Schüler in Deutschland nicht

Auch Deutschland setzt in der Corona-Krise auf Home-Schooling. Viele Schüler konnten dabei nicht erreicht werden. In der Schweiz und Österreich sehen die Werte besser aus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Das Home-Schooling funktioniert nicht für alle Schüler gleich gut. Besonders in Deutschland wurden viele Schülerinnen und Schüler nicht erreicht. (Symbolbild: Keystone)
Amherd verteidigt Sportbeiträge

Sportministerin Viola Amherd verteidigte die für den Schweizer Sport zugesagten Millionenbeträge. Die Profi-Ligen hätten eine wichtige Funktion im Land. Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

 

CVP-Bundesrätin Viola Amherd argumentiert für die Notwendigkeit der Hilfsgelder für den Schweizer Sport. (Bild: Keystone)

Federer applaudiert mit Video den «Kämpfern an der Front»

In einem Video der Wimbledon-Veranstalter ist Roger Federers Stimme prominent zu hören. Er ruft zum Applaus für die Menschen an der Corona-Front auf. Das Tennis-Turnier findet 2020 nicht statt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Das Wimbledon-Video, in dem Roger Federer zum Applaus für die Kämpfer gegen Corona aufruft. (Video: Youtube/Wimbledon)

EU-Linke: Resolution zu Wiederaufbaufonds geht nicht weit genug

Die Resolution des Europaparlaments zum mehrjährigen EU-Finanzrahmen und einem geplanten Corona-Wiederaufbaufonds ist nach Ansicht der Linken ungenügend. Die Resolution weise in die richtige Richtung, sei aber nicht ambitioniert genug, sagte Fraktionschef Martin Schirdewan der Deutschen Presse-Agentur. Ein wichtiger Schritt wäre die Forderung nach dem Ausserkraftsetzen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes gewesen, so Schirdewan. Ausserdem fehle in der Entschliessung die Forderung, Steueroasen zu schliessen und der Steuervermeidung entschiedener entgegenzutreten.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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