Der Übergriff ereignete sich am Nachmittag des 5. Aprils bei der Allee in Liestal. (Bild: Google Earth)
Baselland

Sexueller Übergriff in Liestal – Bilder des Verdächtigen sollen veröffentlicht werden

Im April wurde bei der Allee in Liestal eine Frau (60) von einem Unbekannten sexuell angegangen. Die Staatsanwalt stellt dem Verdächtigen nun ein Ultimatum.

Am Sonntagnachmittag, 5. April 2020, verübte im Gebiet Allee in Liestal zwischen 15 und 16 Uhr ein Mann einen sexuellen Übergriff auf eine Frau. Dies teilt die Baselbieter Staatsanwaltschaft mit. Der tatverdächtige Mann sei trotz umfangreicher Ermittlungen bisher nicht identifiziert worden.

Der Übergriff auf die 60-jährige Frau ereignete sich bei der Entsorgungsanlage. Als sich das spätere Opfer bei den Containern der Recyclingstation aufhielt, wurde sie von einem älteren unbekannten Mann in ein mehrminütiges Gespräch verwickelt und anschliessend hinter einen Container gezerrt, wo es zum sexuellen Übergriff auf die Frau kam, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilt.

Zeugen intervenierten

Zeugen konnten das Gespräch zwischen dem Opfer und dem unbekannten Mann beobachten und näherten sich kurze Zeit später, nachdem beide hinter den Containern verschwunden waren.

Nach einer direkten Ansprache durch die Zeugen liess der Mann vom Opfer ab und entfernte sich mit einem blau-weissen Mountain-Bike in unbekannte Richtung. Das Opfer blieb körperlich unverletzt.

Staatsanwaltschaft will Bilder veröffentlichen

«Die am Tatort eingetroffenen Zeugen konnten den Unbekannten nicht nur in ein kurzes Gespräch verwickeln, sondern diesen auch fotografieren», so die Mitteilung der Behörden: «Da der Täter trotz umfangreicher Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft noch nicht identifiziert werden konnte, sieht die Staatsanwaltschaft nach Ablauf einer Frist die Veröffentlichung des Bildmaterials vor.»

Die Fotos würden in einer ersten Phase verpixelt, danach gegebenenfalls unverpixelt veröffentlicht.

Tatverdächtigter soll sich melden

«Von einer Publikation der Bilder kann abgesehen werden, wenn sich der Tatverdächtige bis am 26. Mai 2020 bei den Strafverfolgungsbehörden meldet», wie die Baselbieter Staatsanwaltschaft weiter schreibt. «Der unbekannte Mann wird daher aufgefordert, sich innerhalb der gesetzten Frist bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft zu melden.»

Das gewählte Vorgehen entspreche dem dreistufigen Modell der Schweizerischen Staatsanwälte-Konferenz (SSK), so die Mitteilung abschliessend.

1 Kommentar

  1. macht nur eure stufen – die kriminellen lachen nur über die sozi-schweiz. manchmal habe ich das gefühl, das täter mehr recht erhalten als opfer. doch was will man tun, wegschauen oder noch besser, die schweiz verlassen!Report

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