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Bild: Keystone
Basel

FCB-Personalplanung à la Corona

Droht dem FCB der grosse Aderlass im Sommer? Werden alte Schätze ausgegraben? Finanzielle Limits gesprengt?

Dass der FC Basel die Kaufoption für Edon Zhegrova nicht gezogen hat, blieb vielen rotblauen Anhängern im Hals stecken. Auch wenn die solidarischen Begründungen des Vereins nachvollziehbar sind. Dass man ein solches Talent nicht halten will oder kann, macht dem FCB-Fan ein ungutes Gefühl. Nun steht bereits die nächste schwierige Entscheidung vor der Tür.

Feilschen auf dem Spieler-Basar

Denn auch die Leihe von Arthur Cabral, welcher vergangenen Herbst den Abgang von Albian Ajeti auffangen konnte und mit Abstand aktuell der beste Stürmer in den Basler Reihen zu sein scheint, geht diesen Sommer zu Ende. Ob Rotblau die Option ziehen wird, will oder kann, ist unklar. Fakt ist: Aus sportlicher Sicht wäre der Abgang des Stürmers nach nur einem Jahr ein herber Verlust.

Doch in dieser Causa scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen: Denn der FC Basel versucht aktuell alles, um aufgrund der Corona-Krise , die festgesetzte Ablösesumme runterzudrücken. Das Feilschen um das brasilianische Talent läuft auf Hochtouren. Denn vier Millionen Franken wäre eine gesalzene Rechnung in einer Zeit, wo man keine Einnahmen verbuchen kann. Und das vermutlich noch über Monate.

Löhne werden gekürzt

Trotzdem braut sich bereits auch auf dieser Ebene ein Problem am Horizont zusammen. Denn auch Stade Rennes hat inzwischen ein Auge auf Cabral geworfen. Das Buhlen der Franzosen um das Stürmerjuwel setzt Rotblau in seinen Verhandlungen unter Druck. Eine Verlängerung der Leihe scheint unmöglich. Kann der FCB diesen Sommer die Option nicht stemmen, dann wird der Stürmer wohl oder übel für einen anderen europäischen Verein auf Torejagd gehen.

Und das ist erst die Spitze des Eisbergs, was die Basler Personalplanung angeht. Zahlreiche Kontrakte laufen diesen Sommer aus. Während klar ist, dass der überdotierte Vertrag von Zdravko Kuzmanovic nicht verlängert werden wird, scheint die Situation bei Ricky van Wolfswinkel noch unklar. Der Niederländer gehört aktuell zu einem der Topverdiener im Verein. Der Niederländer, welcher inzwischen zu einem Fan-Liebling herangewachsen ist, wird allerdings nur in Basel bleiben dürfen, wenn er massive Lohnkürzungen in Kauf nehmen wird.

Fragezeichen folgt auf Fragezeichen

Dasselbe Problem stellt sich bei Kevin Bua. Auch der Vertrag des Genfers läuft diesen Sommer aus. Der Flügelspieler hat – wenn er denn gesund war – gezeigt, dass er ein Leistungsträger beim FCB sein könnte. Nun steht er kurz vor dem Absprung ins Ausland. Olympiacos, Besiktas und der 1. FC Nürnberg umgarnen den Schweizer. Sein Verbleib ist fraglich.

Genauso fraglich ist der Verbleib von Emil Bergström. Der Schwede konnte in seinen wenigen Einsätzen für Rotblau nicht überzeugen – im Gegenteil. Der Innenverteidiger verursachte meist mehr Chaos als Sicherheit im Basler Abwehrverbund. Und auch das brasilianische Juwel Ramires wird diesen Sommer aller Voraussicht nach den Rückflug antreten. Dabei kann der Youngster nicht viel dafür: Er verletzte sich hartnäckig kurz nach seiner Ankunft in Basel und laborierte beinahe die ganze Saison an seinem Oberschenkel herum. Er konnte nie eine Duftmarke seines sagenumwobenen Könnens setzen. Nur eine weitere Ausleihe würde aus Basler Sicht Sinn machen.

Und dann werden auch noch Spieler nach ihren Ausleihen ins Ausland am 1. Juli wieder vor der Geschäftsstelle zu St. Jakob stehen. Dimitri Oberlin und Aldo Kalulu. Zwei Spieler die im aktuellen Trubel total untergegangen sind, werden voraussichtlich zurückkehren. Ihre Zukunft beim FCB scheint mehr als fraglich.

Genauso übrigens wie jene des Trainers.

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