Die Tigermücke fällt durch ihre Musterung auf. (Bild: Keystone)
Region

Tigermücke breitet sich weiter aus – neu auch im Baselbiet

Die Tigermücke breitet sich in der Region weiter aus. Kleine Gefässe mit stehendem Wasser im Aussenbereich sollten vermieden werden.

Die Tigermücke hat sich in der Region Basel weiter verbreitet. Das teilten das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und die Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft am Donnerstag mit. Sowohl beim Rheinhafen als auch in der Nähe des französischen Autobahnzolls habe sich der Blutsauger  fest niedergelassen.

Im Neubad-Quartier im Kanton Basel-Stadt sowie in den Baselbieter Gemeinden Muttenz und Reinach gibt es neue Hinweise auf eine Ansiedlung. Die Bevölkerung wird deshalb gebeten, sich auch dieses Jahr wieder aktiv an der Bekämpfung der Tigermücke zu beteiligen und Brutstätten in stehendem Wasser in Gärten und auf Terrassen zu vermeiden.

Übertragerin von Krankheiten

Die Tigermücke ist sehr lästig, tagaktiv und brütet vorwiegend im Siedlungsraum. Ihr Stich kann starke Hautreaktionen verursachen. Die Tigermücke ist eine potentielle Überträgerin von Krankheitserregern. Im Ausland sind Fälle von übertragungen von Krankheiten wie Zika, Chikungunya oder dem Dengue-Fieber bekannt.

In der Schweiz wurden bisher noch keine Krankheitsübertragungen dokumentiert. Deshalb wird das Übertragungsrisiko heute als minim eingeschätzt.

Trotzdem soll die weitere Ausbrückung der Tigermücke verlangsamt werden. Die Behörden empfehlen dazu folgendes:

  • Auf Pflanzenuntersetzer und Wasserbehälter in Gärten und Terrassen verzichten oder sie mindestens einmal wöchentlich leeren.
  • Regentonnen abdecken und unbenutzte Behälter wie Giesskannen, Eimer oder Spielsachen unter einem Dach lagern oder umdrehen, damit sich darin kein Regenwasser ansammeln kann.
  • Nicht nach eigenem Ermessen Insektizide einsetzen.

In Teichen und Fliessgewässern könne sich die Tigermücke nicht verbreiten, so die Behörden.

Spezielles Mittel zur Bekämpfung

Werden wiederholt Stechmücken gefunden, werden die Behörden rund um die Fundstellen aktiv, heisst es in der Medienmitteilung. Sie bekämpfen in nicht vermeidbaren Wasseransammlungen die Vermehrung der Tigermücke mit Hilfe eines biologischen Insektizids, das spezifisch nur gegen Stechmücken wirkt.

Auch im öffentlichen Raum wenden die Fachstellen des Kantons und der Gemeinden dieses biologische Insektizid an. Für den privaten Raum wird es mit einem Instruktionsblatt an Private abgegeben.

Das hat es mit der Mücke auf sich

Die Tigermücke wird auch Asiatische Tigermücke genannt. Sie fällt durch ihre schwarz-weisse Musterung auf. Ursprünglich kam sie im asiatischen Raum vor, wurde aber in den letzten Jahrzehnten durch Warentransporte und Reisende weltweit verbreitet. Das immer wärmer werdene Klima hilft ihr bei der Verbreitung. Im Tessin tritt die Tigermücke schon seit 2003 auf. Dort gelang es den Behörden aber, die Verbreitung mit den Massnahmen zu verlangsamen, wie sie auch die beiden Basel ergriffen haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel