Ferrari wird für Carlos Sainz bereits der vierte Arbeitgeber in der Formel 1 sein. (Bild: Keystone)
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Sainz ist Vettels Nachfolger bei Ferrari

Die Nachfolge von Sebastian Vettel bei Ferrari ist geregelt. Ab dem kommenden Jahr wird der Spanier Carlos Sainz für die Roten in der Formel-1-WM tätig sein.

Der 25-jährige Carlos Sainz oder der 30-jährige Daniel Ricciardo? Die Anzahl an Kandidaten als zukünftiger Teamkollege des Monegassen Charles Leclerc hatten sie bei Ferrari klein gehalten. Dass die Wahl auf den derzeit noch bei McLaren angestellten Sainz gefallen ist, macht Sinn. Der Madrider bietet eher als Ricciardo Gewähr, nach den in der vergangenen Saison sich häufenden Querelen und Grabenkämpfen wieder Ruhe in die Equipe zu bringen. Die Bereitschaft, eigene Interessen zum Wohle des Teams zurückzustecken beziehungsweise sich in den Dienst des zum Leader aufgestiegenen Leclerc zu stellen, dürfte bei Sainz ausgeprägter sein als beim Australier.

Die Verantwortlichen von Ferrari werden sich allerdings hüten, die Hierarchie unter den beiden Fahrern offiziell in Stein zu meisseln. Vor allem in der ersten WM-Phase werden sie auch Sainz, der mit einem Vertrag über zwei Saisons ausgestattet worden ist, «freie Fahrt» gewähren und ihm die Möglichkeit zur Bewährung bieten. Sein Talent hat der Spanier vorab in der letzten Saison bewiesen, die er dank durchwegs starken Leistungen unmittelbar hinter seinem Vorgänger Vettel auf Platz 6 der Gesamtwertung abgeschlossen hat.

«Er hat gezeigt, dass er über die technischen Fähigkeiten und die richtigen Eigenschaften verfügt, um perfekt in unsere Familie zu passen», sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto über Sainz. Der Italiener meinte weiter, bei Ferrari habe ein neuer Zyklus begonnen. Mit Leclerc und Sainz, dem jüngsten Fahrerduo bei Ferrari in den letzten 50 Jahren, seien die Ziele am besten zu erreichen.

Vierter Arbeitgeber in der Formel 1

Ferrari wird für Sainz bereits der vierte Arbeitgeber in der Formel 1 sein. Vor fünf Jahren debütierte der Sohn des gleichnamigen zweifachen Rallye-Weltmeisters in Diensten von Toro Rosso. Nach drei Saisons in der zweiten Equipe des Getränkeherstellers Red Bull wechselte er zu Renault und nach nur einem Jahr mit den Franzosen zu McLaren. Beim britischen Traditionsrennstall hatte er im vorletzten Sommer einen für mehrere Jahre gültigen Vertrag unterzeichnet.

McLaren wurde bei der Suche nach dem Nachfolger von Sainz erneut bei Renault fündig. Der für den Ferrari-Posten vom Spanier ausgestochene Ricciardo unterschrieb einen über mehrere Jahre gültigen Vertrag und wird im nächsten Jahr Teamkollege des 20-jährigen Engländers Lando Norris. «Daniel hat sich als Rennsieger bewährt. Seine Erfahrung, sein Engagement und seine Energie werden eine wertvolle Ergänzung für McLaren und unserer Mission sein, wieder an die Spitze des Feldes zurückzukehren», sagte McLarens Teamchef Andreas Seidl. Auch Vettel galt als Kandidat auf das Cockpit bei McLaren.

Ricciardo konnte bislang sieben Grands Prix gewinnen, letztmals 2018 in Monaco. Seit dem vergangenen Jahr fährt er für Renault, schaffte es mit den Franzosen aber noch nicht zu einem Triumph und wird nach zwei Jahren wieder gehen. «Mein nächstes Kapitel hat noch nicht begonnen, also lasst uns dieses stark beenden», twitterte Ricciardo.

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