Engelberger ist seit 2014 Gesundheitsdirektor des Kantons Basel-Stadt. (Bild: Keystone)
Schweiz

Lukas Engelberger wird neuer Präsident der Gesundheitsdirektoren

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) ist neuer Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz. Er wird Nachfolger von Heidi Hanselmann (SP).

Engelberger ist seit 2014 Gesundheitsdirektor des Kantons Basel-Stadt und war vor einem Jahr zum Vizepräsidenten der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) gewählt worden, wie die GDK am Donnerstag mitteilte. Zur neuen Vizepräsidentin wurde die Waadtländer Gesundheitsdirektorin Rebecca Ruiz (SP) gewählt.

Er wolle als Präsident zur Weiterentwicklung des Schweizer Gesundheitswesens beitragen, wird Engelberger in der Mitteilung zitiert. Und weiter: «Wir müssen die verfassungsmässige Kompetenz der Kantone in der Gesundheitsversorgung wahren und die interkantonale Zusammenarbeit weiter intensivieren.»

Die Plenarversammlung sei ohne Gäste und unter Einhaltung der Verhaltens- und Hygieneregeln zum Schutz vor dem neuen Coronavirus in Bern durchgeführt worden, heisst es weiter. Die kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktorne hätten einmal mehr unterstrichen, dass sie den Bund bei der Deckung der Ertragsausfälle in den Spitälern in der Mitverantwortung sähen. Schliesslich seien die Ausfälle zu einem grossen Teil auf das vom Bundesrat vorübergehend ausgesprochene Verbot von Wahleingriffen zurückzuführen.

Tests von Franchise befreien

Die GDK-Mitglieder hätten zudem ihr Unverständnis über die vom Bundesrat beschlossene Regelung zur Finanzierung der Coronavirus-Tests ausgedrückt. Die Tests würden nur bei einem Teil der Patientinnen und Patienten von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Beim anderen Teil gingen die Kosten zu Lasten der Kantone. Dies führe dazu, dass ein Teil der Patientinnen und Patienten für Franchise und Selbstbehalt aufkommen müssten, während die Tests für andere Menschen gratis seien.

Die GDK fordert, dass sämtliche Tests über die Krankenpflegeversicheung finanziert und von der Franchise befreit werden. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass sich potenziell infizierte Menschen aus Kostengründen gegen einen Test entschieden.

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