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Seit Montag gilt im ÖV wieder der reguläre Fahrplan. (Bild: Telebasel)
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BVB und BLT rechnen mit Millionenverlusten

BVB und BLT befördern aktuell nur etwa 40 Prozent Fahrgäste. Die Transportbetriebe rechnen wegen Corona bereits jetzt mit Millionenverlusten.

Seit Montag, 11. Mai 2020, fahren die Trams und Busse wieder nach dem regulären Fahrplan. Doch die Fahrgäste bleiben aus. Neben noch immer geschlossenen Hochschulen und Home Office ist auch die Angst vor Infektionen ein Grund für die leeren Trams und Busse.

Nur 40 Prozent Auslastung

Die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) und die Baselland Transport AG (BLT) können aktuell keine offizielle Zahl der Auslastung des Netzbetriebes nennen. Trotzdem gehen die BVB und auch die BLT von einer ÖV-Beanspruchung von 40 bis 50 Prozent aus. «Wir können sagen, dass es seit dem ausgedünnten Fahrplan sicher zugenommen hat», so Sonja Körkel, Sprecherin der BVB am Donnerstag gegenüber Telebasel.

Trotz Zunahme der Fahrgäste bleibt der Ansturm aber aus. Beim Versuch, diese «verlorenen» Fahrgäste wieder in die Trams und Busse zu bringen, seien den Transportunternehmen die Hände gebunden, meint Direktor der BLT, Andreas Büttiker. Solange der Bundesrat von der Nutzung des Öffentlichen Verkehrs abrät, werde sich an der Situation nicht viel ändern. «Da können wir natürlich noch so grosse Kampagnen machen, hiermit können wir die Nachfrage nicht steigern.» Somit bleibe es im dem öffentlichen Verkehrsmitteln noch länger ruhig.

Das Ausbleiben der Fahrgäste sorgt bei den Transportunternehmen weiterhin für Verluste. Die BVB rechnen mit einem Verlust im zweifachen Millionenbereich. Auch der BLT geht von einem Millionenverlust aus.

Angst vor Infektionen

Einige potentielle Fahrgäste hätten noch immer Angst vor der Nutzung des Öffentlichen Verkehrs. Nebst den nach wie vor geschlossenen Mittel- und Hochschulen ist auch das Arbeiten von zu Hause aus, das aktuell bei vielen Unternehmen noch umgesetzt wird, Grund für das Ausbleiben der Fahrgäste.

BLT und BVB würden sich aber um den Schutz der Fahrgäste bemühen. Die Trams werden nach jedem Gebrauch an Stangen und Knöpfen desinfiziert und die Türen gehen bei den Trams noch immer automatisch auf. Eine maximale Anzahl an Fahrgästen gibt es momentan nicht.

«Im ÖV ist es natürlich möglich, dass sehr viele Leute aufeinander treffen», so Sonja Körkel. Es sei ratsam, auf die Empfehlung des BAG Rücksicht zu nehmen und bei Stosszeiten eine Maske zu tragen. Dass es in Trams oder Bussen eng wird, sei momentan aber nicht Thema. «Wir haben noch massiv Platz, um die Hygienemassnahmen einzuhalten», betont Andreas Büttiker. Die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs sei somit eine sichere Sache.

2 Kommentare

  1. Da kann ich nur eins sagen: obligatorische Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Verkehr und man fühlt sich sicherer wie in Österreich und gewissen Deutschen Städten!Report

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