«Wir wollen nicht mit Steuergeldern überrissene Saläre unterstützen», betonte Viola Amherd am Mittwoch.
Schweiz

Viola Amherd: «Proficlubs reduzieren Durchschnittslöhne um 20 Prozent»

Nach langen Verhandlungen ist klar: Die Fussball- und Eishockeyclubs müssen die Durchschnittslöhne in den nächsten drei Jahren um 20 Prozent reduzieren.

Laut Sportministerin Viola Amherd ist die Millionen-Finanzspritze für den Profisport ein Ergebnis langer Verhandlungen. Die Fussball- und Eishockeyclubs hätten sich verpflichtet, die Durchschnittslöhne in den nächsten drei Jahren um 20 Prozent zu reduzieren.

«Wir wollen nicht mit Steuergeldern überrissene Saläre unterstützen», sagte Viola Amherd am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Die Ligen und mit ihnen die Vereine hätten sich in einer Absichtserklärung verpflichtet, ihren Teil zur Lösung des Problems beizutragen. «Das werden wir kontrollieren», sagte Amherd. Sie gab gleichzeitig zu bedenken, dass nicht alle Profispieler im Fussball und Eishockey überrissene Löhne bezögen.

Die erste Tranche der Darlehen müssen innert fünf Jahren, die zweite innert zehn Jahren zurückgezahlt werden. In den nächsten zwei Jahren sind die Darlehen laut Viola Amherd zinslos, ab 2023 entfällt ein Zinssatz von mindestens einem Prozent darauf. Sie rechne nicht mit Ausfällen, sagte Amherd. «Wir prüfen, ob jemand überlebensfähig ist.» Eine hundertprozentige Garantie gebe es aber nie.

Keine Dividenden

«Für die Profi-Ligen ist die Situation schwierig», sagte Amherd weiter. Ein Zusammenbruch hätte laut dem Bundesrat enorme Folgen für die Nachwuchsförderung, die Ausbildung und auch die Medien. Es gehe darum, einen Minimalspielbetrieb aufrechterhalten zu können.

Laut Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport (BASPO), sind die Profi-Ligen froh um die strengen Kreditbedingungen. Er versicherte, dass Vereine, die Darlehen beziehen wollen, keine Dividenden auszahlen werden.

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