Die Unterstützung für Kulturschaffende wird um zwei Monate verlängert. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Bundesrat verlängert Unterstützung der Kultur

Der Bundesrat verlängert die Unterstützung des Kultursektors bis zum 20. September. Im März hatte er 280 Millionen für zwei Monate zur Verfügung gestellt.

Die Auswirkungen des Coronavirus auf den Kultursektor gehen nach Ansicht der Regierung deutlich über die aktuelle Geltungsdauer dieser Unterstützung hinaus. Das teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Sämtliche Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen blieben mindestens bis Ende August verboten und zahlreiche Kulturinstitutionen bis mindestens am 8. Juni geschlossen, schreibt der Bundesrat.

Er hat die entsprechende Covid-Verordnung verlängert. Dabei wird der Betrag zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen vorerst nicht erhöht. Im März hatte der Bundesrat 280 Millionen Franken für zwei Monate zur Verfügung gestellt.

Neu werden aber Mittel, die bisher für die Finanzierung der zinslosen Darlehen für Kulturunternehmen verwendet wurden, teilweise den Ausfallentschädigungen zugewiesen. Bis jetzt sind Gesuche um Unterstützung in der Höhe von 234 Millionen Franken eingegangen.

Kultur-Kredit von 280 Millionen Franken

An der ausserordentlichen Session von vergangener Woche haben National- und Ständerat den Kultur-Kredit von 280 Millionen Franken bewilligt. 100 Millionen Franken sind als Soforthilfe für nicht gewinnorientierte Kulturunternehmen vorgesehen, 25 Millionen für Kulturschaffende. 145 Millionen Franken sollen für Ausfallentschädigungen eingesetzt werden, 10 Millionen Franken für Musik- und Theatervereine im Laienbereich.

Der Kultursektor in der Schweiz forderte Anfang Mai die Weiterführung der Unterstützungsmassnahmen im Rahmen der Covid-Verordnung. Es brauche mittel- und langfristige Massnahmen, die es den Kulturschaffenden und den Kulturunternehmen ermöglichten, nach der Krisenzeit «nicht nur knapp überlebt zu haben, sondern auch nachhaltig weiter zu agieren», teilte der Schweizer Musikrat (SMR) im Namen der Branche damals mit.

Zu den Unterstützungsmassnahmen gehören die Nothilfe, die Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende und -unternehmen, die Finanzhilfen für Kulturvereine im Laienbereich sowie Kurzarbeit für betroffene Unternehmen.

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