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Der Telebasel News-Beitrag vom 9. Mai 2020.
Region

Familienvater vor der Schulöffnung: «Angst wäre falsch»

Am Montag startet der Präsenzunterricht in beiden Basel wieder. Bei einigen Eltern löst das Bedenken aus. Ein Familienvater erzählt, warum er keine Angst hat.

Am Montag müssen die Brüder Nino (10) und Moreno (8) aus Binningen wie alle anderen Kinder in der Schweiz wieder zur Schule. Während einige Eltern Bedenken wegen des Coronavirus‘ haben, ist den beiden Brüdern nichts anzumerken: «Ich freue mich, meine Gspänli wieder zu sehen», meint Nino zu Telebasel.

Bei seinem kleineren Bruder sieht das nicht anders aus, auch wenn ihm das Lernen von zu Hause aus Spass gemacht hat. Ausser, dass er mehr Zeit zu spielen fand, konnte er sich daheim auch besser konzentrieren. In der Schule sei ihm das nicht so leicht gefallen: «Dort hat es auch noch andere, die immer mit den Banknachbarn schwatzen».

«Angst wäre falsch»

Das Ziel der Schulen ist es, den Kindern möglichst viel Alltag zurückzugeben. Das Schutzkonzept der Baselbieter und Basler Schulen ist hierbei fast identisch. Der Sicherheitsabstand zwischen den Schülern muss nicht eingehalten werden. Im Vergleich zu anderen Eltern graut es dem Familienvater der beiden Buben nicht vor dem Schulstart am Montag.

«Angst wäre falsch. Ich denke man muss vorsichtig sein, viel Vertrauen haben und auch ein wenig flexibel sein», sagt Reto Scattolin. Der Familienvater ist sich der ausserordentlichen Situation bewusst. Bei einer Situation, die es so noch nie gab, Entscheidungen zu treffen, sei sicher nicht einfach. «Man muss dann aber auch Korrekturen aufgrund der Einflüsse realisieren», meint der Vater. Miteinander Lösungen zu finden sei hierbei wichtig.

Kommunikation der Schulen

Der ältere der beiden Buben aus Binningen geht auf eine Basler Privatschule. «Die hat ein perfektes Konzept, die Kommunikation ist gut. Das ist ganz klar strukturiert», erzählt Reto Scattolin. Er wisse durch das konkrete Konzept der Schule, was bei verschiedenen Entwicklungen der Schulöffnung die Folgen wären.

Anders sieht es bei der Baselbieter Staatsschule aus, in die Moreno geht. «Wir wissen, wie es dort organisiert wird. Wir werden jedoch sehen, wie es sich entwickeln wird.» Im Gegensatz zu der Privatschule lassen die Staatsschulen verschiedene Szenarien offen.

Trotzdem ist die Familie auch bei Morenos Schule mit der Kommunikation zufrieden. «Wir haben von der Gemeinde und der Schulleitung gehört und hatten auch direkten Kontakt mit den Lehrern.» Laut Reto Scattolin freue sich besonders die Lehrerschaft auf den Schulstart. «Ich denke, die Lehrerinnen und Lehrer werden ihr Bestes geben und sie freuen sich besonders darauf, wieder mit den Kindern arbeiten zu können.»

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