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Der Telebasel News Beitrag vom 7. Mai 2020.
Basel

Baselworld findet auch 2021 nicht statt

Die Baselworld wird auch 2021 nicht stattfinden. Die MCH Group will im Sommer über mögliche Folgekonzepte entscheiden.

«Leider, wirklich leider, ist die Baselworld, wie wir sie kennen, Geschichte», sagt MCH-Group CEO Bernd Stadlwieser. Heute Donnerstagmorgen kam die Meldung, dass auch die Messe im kommenden Jahr nicht stattfinden wird. Aus jetziger Sicht würde eine Durchführung im Januar keinen Sinn ergeben, sagt der CEO.

Der Hintergrund ist die Abwanderungen diverser Uhrenmarken, darunter die LVMH-Marken Hublot und Zenith. Gemeinsam mit Händlern und den rund 600 Ausstellern sucht man nun nach einem Neuen Format. Wie die Folgemesse aussehen soll, ist aber unklar. Man zielt darauf, im Sommer ein neues Konzept zu haben.

Namhafte Abgänge

Das Ende der Uhrenmesse, die im Rahmen der Mustermesse Basel 1917 ins Leben gerufen wurde und 1931 als «Schweizer Uhrenmesse» einen eigenen Pavillon erhielt, hatte sich abgezeichnet. Unstimmigkeiten mit namhaften Uhrenherstellern führten zuletzt zu Abgängen. Auch die unter dem neuen Leiter Loris-Melikoff an die Hand genommenen Veränderungen mit digitalen Angeboten konnten den Exodus nicht abwenden.

Swatch machte den Anfang; die Gruppe kehrte mit ihren Marken wie Omega, Blancpain oder Longines der Messe bereits 2019 den Rücken. Und zuletzt haben die französische Luxusgütergruppe LVMH (Hublot, Tag Heuer, Zenith) sowie Grössen wie Rolex, Chopard oder Patek Philippe der Baselworld eine Absage erteilt. Sie präsentieren ihre Uhren entweder auf eigene Faust oder in luxuriösem Ambiente an der «Watches&Wonders»-Messe in Genf.

Den endgültigen Todesstoss hat der Baselworld dann die Corona-Pandemie versetzt. Bereits Ende Februar war klar, dass Events in dieser Grössenordnung mit Publikum aus aller Welt in Zeiten von Corona nicht durchgeführt werden können. Die Messe hätte Anfang Mai über die Bühne gehen sollen, erstmals unmittelbar nach dem ebenfalls abgesagten Genfer Pendant.

Daraufhin hat Baselworld kurzerhand den Termin für die nächste Ausgabe auf Ende Januar 2021 verlegt und den Ausstellern angeboten, die für die Vorbereitungen zur 2020er-Messe angefallenen Kosten für die Teilnahme im nächsten Jahr vorzutragen. Hersteller, die nicht mehr hätten teilnehmen wollen, wären teilweise leer ausgegangen. Das hatte bei den Ausstellern zusätzlich für Unmut gesorgt.

Einigung zur 2020-Abrechnung

Doch nun hat sich die Messegruppe MCH mit den Ausstellern im Streit um die Abrechnung für die 2020er-Messe geeinigt, wie das finanziell angeschlagene Unternehmen am Donnerstag weiter bekannt gab. Die mit Schweizer Ausstellern ausgearbeitete Lösung sei vom «Comité Consultatif», in welchem alle wichtigen Aussteller vertreten sind, einstimmig gutgeheissen worden.

Finanzielle Details wollte MCH zu diesem Deal nicht bekannt geben. Die MCH Group trage aber rund zwei Drittel der Kosten, die im Vorfeld der Messe bis zum Zeitpunkt der Absage angefallen seien, sagte ein Sprecher auf Anfrage von AWP. Den Rest berappen die Aussteller. Da die Messe weit im Voraus abgesagt werden musste, seien in erster Linie «nur» Personal- und Marketingkosten angefallen.

Die Aussteller haben nun bis Ende Mai Zeit, für die Vorbereitungen bereits bezahlte Gelder bei der Messebetreiberin zurückzufordern. Dabei zeigten sich grosse Firmen wie Patek Philippe, Rolex, Tudor, Chanel, Chopard, Hublot, Zenith und Tag Heuer solidarisch. Sie beteiligen sich prozentual stärker an den Kosten als kleinere Aussteller.

1 Kommentar

  1. Hallo, die MCH-Group ist am sterben, da kann man noch so viele Ideen haben. Danke an die vorhergängigen Verantwortlichen und leider können die jetzigen auch nicht besser sein.
    Schade für die schönen neuen Gebäude.Report

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