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Der Telebasel News-Beitrag vom 5. Mai 2020.
Basel

Breiten sich die Beizen bald in der Stadt aus?

Was in Litauen bereits umgesetzt ist, wird jetzt auch in Basel gefordert: Die beiden Grossräte Joël Thüring und Alex Ebi fordern eine Gratis-Allmendnutzung für.

Restaurants, Cafés und Detailhändler sollen schon bald Allmend nutzen können, um ihr Angebot auf mehr Platz anbieten zu können. Fakt ist nämlich, dass aufgrund der Abstandsregelung ab 11. Mai 2020 nicht annähernd soviel Kundschaft wie normalerweise bedient werden kann.

Jetzt soll der Regierungsrat handeln. Die Grossräte Joël Thüring (SVP) und Alexander Ebi (LDP). haben bereits eine Interpellation dazu eingereicht. So können sich die Beizen künftig auf Allmend ausbreiten, ohne für den Boden zahlen zu müssen. Dieser Vorteil kann aber nicht ganz fair verteilt werden.

«Diese zweieinhalb Meter bringen mir gar nichts»

Felix Bigliel, Wirt der Rio Bar würde von der Nutzung der Allmend nicht viel profitieren. «Diese zweieinhalb Meter bringen mir gar nichts», meint Bigliel am Dienstag gegenüber Telebasel. Die Rio Bar liegt direkt am Barfüsserplatz, bis zur Strasse, wo die Taxis fahren, haben alle Restaurants nur wenig Platz.

«Anstatt von zwölf Tischen werde ich nur drei Tische draussen haben», erklärt der Wirt. Dass er am Dienstag wieder öffnet, werde sich für ihn aufgrund der Abstandsregelung nicht rentieren, doch die Zwischenmenschlichkeit sei ihm wichtiger als der Umsatz. Einzig Sinn würde es für ihn machen, wenn er Stühle bis zur Strasse stellen könnte, und die Taxis einen anderen Weg nehmen.

Mehr Platz auf dem Münster- und Andreasplatz

Besser sieht es beispielsweise auf dem Münsterplatz aus, dort wäre es für das Restaurant zum Isaak möglich, weitgehend rauszustuhlen. Alle Restaurants um den Münsterplatz könnten sehr von dieser Regelung profitieren. Auch das Café Ängel oder Aff am Andreasplatz sieht darin eine Lösung.

«Wenn wir uns nicht ausbreiten können, sieht es finanziell nicht gut aus», sagt Firuzan Aydin. Die Inhaberin vom Ängel oder Aff kann aufgrund der Abstandsregelung statt 40 nur 16 Gäste draussen empfangen. Könnte sie sich auf dem Andreasplatz ausbreiten, könnte das Café den finanziellen Schaden der letzten Monate besser beheben.

Besonders liegt dem Café die Kundschaft am Herzen. «Wir können den Gästen nicht einfach sagen, macht Platz für die Nächsten», die Café-Inhaberin findet, dass die Zeit beim Andreasplatz genossen werden sollte. Trotzdem sei die Sicherheit der Kunden wichtig, besonders aus diesem Grund hofft sie auf eine Antwort der Stadt. Jetzt liegt es bei der Regierung zu entscheiden, ob die Beizen sich auf der Allmend der Stadt ausbreiten dürfen.

3 Kommentare

  1. Macht die Rheingasse verkehrsfrei ab 11.00 Uhr keine Autos keine Velos nur Fussgänger und die Restaurant könnten viel grosszügiger Stuhlen. Sperrt das Schafgässlein auch dass wäre sehr tollReport

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