Die «COVID Care App» soll die Betreuung von Corona-Patienten ausserhalb des Spitals vereinfachen. (Bild: Keystone)
Basel

Gesundheitsdirektion lanciert Corona-App

Für die Koordination der Pflege von Isolierten und Qurantäne-Patienten lanciert der Kanton Basel Stadt die «COVID Care App». Sie ist ab heute verfügbar.

Das Gesundheitsdepartement lanciert am Montag eine App zur Betreuung von Personen, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in Isolation begeben müssen. Die App könne auch für die Quarantänebegleitung von Kontaktpersonen eingesetzt werden, wie die Behörden mitteilen.

Erkrankte Personen, die nicht hospitalisiert werden müssen, werden von Mitarbeitenden der Medizinischen Dienste des Gesundheitsdepartements betreut. Zurzeit sind 16 an COVID-19 erkrankte Personen in Isolation und 14 Kontaktpersonen in Quarantäne, wo sie für mindestens zehn Tage bleiben müssen. Sie werden zum Teil täglich vom kantonsärztlichen Dienst telefonisch kontaktiert und betreut.

Keine Tracking-Funktion

Um die Betreuung der Personen in Isolation sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die Mitarbeitenden des Gesundheitsdepartementes zu modernisieren und zu vereinfachen, hat das Gesundheitsdepartement nun gemeinsam mit der Firma KPMG die «COVID Care App» entwickelt. «Damit ist der Kanton Basel-Stadt bereit, das ab Mitte Mai verstärkte Contact-Tracing in moderner Form zu leisten», wie die Behörden mitteilen.

Die App verfügte über keine Trackingfunktion und ist keine Bewegungs-App. Sie stelle lediglich eine «einfachere und modernere Kommunikation sicher zwischen dem medizinischen, betreuenden Team des Kantonsärztlichen Teams und den erkrankten Persone». Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger: «Die COVID Care App ist ein grosser Schritt in Richtung kundenfreundliche Begleitung der Personen in Isolation und Quarantäne. Sie ist ein wichtiges und unterstützendes Hilfsmittel in der nun.

Marc-André Giger, Leiter Öffentliche Verwaltung bei KPMG: «Unser Überblick über die Schweiz zeigt: Basel-Stadt hat damit Pionier-Arbeit geleistet. Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Lösung einen wertvollen Beitrag zur Betreuung von erkrankten Personen und zur Entlastung des Gesundheitswesens leisten können. Und erste Reaktionen aus dem Ausland zeigen: Die App des Kantons Basel-Stadt stösst auch ausserhalb unserer Landesgrenzen auf grosses Interesse.»

Benützung Freiwillig

Das Verwenden der App für die Kontaktaufnahme und Betreuung im Infektionsfall oder der Quarantäne sei freiwillig. Personen, welche nicht für die App registriert werden möchten, werden weiterhin telefonisch kontaktiert. Bei einer Neuinfektion finde der erste Kontakt zudem weiterhin telefonisch statt.

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