Die Schutzkleidung aus China ist bereits im Aargau eingetroffen. (Bild: Keystone)
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Aargau holt Schutzmaterial für 1,4 Millionen Franken aus China

Der Kanton Aargau hat in China Schutzmaterial für Altersheime produzieren lassen. Dieses kostet 1,4 Millionen Franken.

Der Kanton Aargau hat für Pflegeheime und Spitex-Organisationen 69’000 Schutzkittel und eine Million Schutzmasken in China produzieren lassen. Das bereits in Aarau eingetroffene Schutzmaterial kostet mitsamt mit dem Transport 1,4 Millionen Franken.

Die Versorgung aus den kantonalen Reserven sei in den vergangenen Wochen knapp geworden, teilte die Staatskanzlei Aargau am Montag mit. Eine Lieferung des Bundes habe auf sich warten lassen. Daher habe der Kanton 69’000 Schutzkittel und eine Million Schutzmasken in China produzieren lassen.

Der Swiss-Flieger mit dem Material landete am Samstagabend in Kloten ZH. Das Material wurde am Montag per Lastwagen zum Zeughaus Aarau transportiert. Der Deal sei mit allen Akteuren – kantonale Entscheidungsgremien, Produzenten in China und Transporteure – innerhalb von zehn Tagen abgeschlossen worden, hält die Staatskanzlei fest. Die Produktion kostete rund eine Million Franken und der Transport schlug mit 350’000 Franken zu Buche.

Weitere Beschaffungen möglich

Die Kosten lassen sich gemäss Staatskanzlei vollumfänglich mit der im Bundesrecht verankerten Pflicht zum Schutz der besonders gefährdeten Personen und dem Schutz der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen rechtfertigen. Weitere Materialbeschaffungen würden laufend geprüft. Massgebend seien unter anderem die Beschaffungs- und Lieferkapazitäten des Bundes.

In den Pflegeheimen des Kantons Aargau leben rund 6500 Personen. Die Aargauer Spitex-Organisationen betreuen 29’000 Klientinnen und Klienten. All diese Menschen gehören zu den besonders gefährdeten Personen, an Covid-19 zu erkranken.

Pflegeheime und Spitex-Organisationen sind seit Mitte März verpflichtet, Schutzkonzepte für Mitarbeitende sowie für ihre Bewohnerinnen und Bewohner umzusetzen. Zum Schutz der besonders gefährdeten Personen gilt auch nach der ersten Lockerung des Bundes weiterhin ein grundsätzliches Besuchsverbot. Besuche sind bis auf weiteres nur nach individueller Absprache mit der Heimleitung oder in geschützten Begegnungszonen möglich.

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