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Der Telebasel News Beitrag vom 30. April 2020.
Basel

Festivalsommer fällt dem Virus zum Opfer

Seit gestern ist klar: Keine Festivals im Sommer 2020. Auch in der Region fallen zahlreiche Veranstaltungen dem Verbot des Bundes zum Opfer.

«Ich muss jetzt schauen, dass diese Firma überhaupt Überlebt, dass das Basel Tattoo überhaupt stattfindet nächstes Jahr. Momentan sind wir massiv in unserer Existenz bedroht. Weil wenn du dieses Jahr den Laden dicht machst, kannst du nächstes Jahr nicht einfach den Laden wieder auf machen, so einfach ist das nicht.» Es ist ein düsteres Bild, dass Erik Julliard zeichnet.

Was passiert mit Tickets?

30’000 Tickets wurden bereits Verkauft. Julliard versteht auch, dass die Kunden das Geld zurück wollen und hofft auch auf die Solidarität der Zuschauer. Verschiedenen Szenarien sind angedacht, so zum Beispiel, dass die Tickets nächstes Jahr noch gültig bleiben oder dass man aus Solidarität nicht das ganze Geld zurück verlangt. «All die Fragen müssen wir jetzt sorgfältig genau anschauen und wie wir sie Lösen möchten. Ich denke in den nächsten zwei bis drei Wochen werden wir informieren können, wie wir das Lösen.»

Trotz all den Hiobsbotschaften die Julliard in den letzten Wochen erhielt und fehlender Planungssicherheit in naher Zukunft, bleibt er zuversichtlich, was die Ausgabe 2021 betrifft. «Wer mich kennt und weiss, was ich bis jetzt mit dem Tattoo gemacht habe, der weiss, es braucht viel mehr als  Ein Coronavirus, dass das Basel Tattoo 2021 nicht stattfindet.»

Bedauern und Verständnis

Zum 37. Mal hätte dieses Jahr das Festival «Em Bebbi Sy Jazz» die Basler Innenstadt beschallen sollen. Man habe damit gerechnet, dass das Jazzfestival nicht, oder nicht wie gewohnt stattfinden könne, sagt der OK-Präsident Peter Eichenberger. Nach der Medienkonferenz gestern war auch für die Macher endgültig klar, dass die diesjährige Ausgabe, dem Coronavirus zum Opfer fällt. Eichenberger, hat Verständnis für den Entscheid des Bundes: «Aus gesundheitlichen Überlegungen ist das der Richtige Entscheid, dass man Grossveranstaltungen nicht durch führt. Jetzt ist es für alle klar und entsprechend auch für uns, dass wir uns mit dem nächsten Jahr beschäftigen». «Em Bebbi Sy Jazz» hat im Vergleich mit dem Tattoo den Vorteil, dass die meiste Arbeit ehrenamtlich verrichtet wird. Die Fixkosten sind daher bei weitem weniger Hoch, als beispielsweise beim Tattoo.

Eichenberger bedauert aber besonders, dass mit dem «Em Bebbi Sy Jazz» den noch unbekannteren Künstler der Region ein wichtiges Schaufenster fehlt. «Für die Jazzformationen hat der diesjährige Ausfall Auswirkungen bis ins nächste Jahr. Weniger Engagements, weniger Auftritte und das schmerzt schon.»

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