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International

Abbruch der Amateur-Ligen-Saison

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Vielen Medienunternehmen droht die Insolvenz

Laut dem Forschungsinstitut Publicom trifft die Covid-19-Pandemie die Schweizer Medienbranche ins Mark. Zwar profitierten Bezahlmedien von gesteigerten Verkaufserlösen. Da diese den wegbrechenden Werbemarkt bei weitem nicht kompensierten, drohe vielen Medienunternehmen die Insolvenz.

Gemäss einer am Donnerstag veröffentlichten Expertenbefragung von Publicom hat die Corona-Krise das Informationsbedürfnis der Schweizer Bevölkerung verstärkt. Davon hätten vor allem Bezahlmedien bei der Nutzung profitieren können.

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(Bild: Keystone)
BAG meldet 179 zusätzliche Corona-Fälle in der Schweiz

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein verzeichneten bisher insgesamt 29’586 laborbestätigte Fälle, damit 179 zusätzliche Fälle innerhalb eines Tages. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende.

Die Inzidenz beträgt 345 pro 100’000 Einwohner. Bisher traten 1423 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Covid-19-Erkrankung auf. Alle Kantone der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein sind von Covid-19 betroffen.

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(Bild: Keystone)
Fussball: SFV, Amateurligen, - Saisonabbruch in den Amateur-Ligen

Der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands hat als Folge des Entscheids des Bundesrates am Mittwoch beschlossen, alle derzeit ausgesetzten Meisterschafts- und Cupwettbewerbe ab Promotion League abzubrechen. Demnach wird es keine Auf- und Absteiger in den Amateur-Ligen geben.

Nicht betroffen von diesem Entscheid, der im Rahmen einer Telefonkonferenz getroffen wurde, sind die Super League, die Challenge League sowie der Schweizer Cup.

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(Bild: Keystone)

Auch der Ironman Switzerland wird abgesagt, bzw. verschoben, denn einen Tag nach der Absage des Ironman Switzerland in Thun meldet der gleiche Veranstalter die Neuansetzung des Ironman 70.3 Switzerland in Rapperswil-Jona auf den 13. September. Der ursprüngliche Termin vom 7. Juni war wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden.

WHO: Hälfte Europas hat mit Lockerung von Corona-Massnahmen begonnen

Etwa die Hälfte der Länder in Europa hat ihre strikten Massnahmen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits gelockert.

44 Staaten in der europäischen Region seien mit teilweisen oder vollständigen Bewegungsbeschränkungen gegen die Corona-Pandemie vorgegangen, sagte der Direktor des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz. 21 dieser Länder hätten mittlerweile damit begonnen, einige diese Massnahmen in unterschiedlichem Masse wieder zu lockern. Elf weitere planten dies in den kommenden Tagen.

(Bild: Keystone)

Zurücklehnen dürfe man sich im Kampf gegen die Covid-19-Erkrankung aber nicht, warnte Kluge. «Wie ich bereits vorher gesagt habe: Dieses Virus ist unerbittlich. Wir müssen weiter wachsam, beharrlich und geduldig bleiben.» Man müsse auch bereit sein, die Corona-Massnahmen wieder zu verschärfen, wenn dies nötig werden sollte.

BAG empfiehlt Hygienemasken, wenn Abstand nicht eingehalten werden kann

Via Twitter empfiehlt das BAG zum Tragen von Hygienemasken in Situationen, in denen der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann:

Was die Schweizerinnen und Schweizer sonst so zum Thema Schutzmasken denken lesen Sie in diesem Artikel.

Studie: Kinder vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene

Kinder sind einer Analyse in Deutschland zufolge in der gegenwärtigen Coronavirus-Pandemie vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene. Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen lässt, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichten Forscher um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité in einer vorab veröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. Die Forscher warnen aufgrund ihrer Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland.

(Symbolbild: Keystone)

Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie zeigten in vielen Ländern Wirkung, schreiben die Forscher. Mit Lockerung der Kontaktbeschränkungen gebe es vermehrt auch Diskussionen darüber, inwieweit die Schliessung von Schulen und Kindergärten zu diesem Erfolg beigetragen hat – und wie sich eine Wiedereröffnung auf die Ausbreitung des Virus auswirken könnte. Bisher sei unklar, inwieweit Kinder das Virus an andere weitergeben. Die Untersuchung dieser Frage sei schwierig, gerade weil die Schulen früh geschlossen wurden und weil das Virus vor allem in der Anfangsphase der Epidemie vor allem von erwachsenen Reisenden weitergegeben wurde.

Das Team um Drosten hatte nun in Proben von 3712 Infizierten, die zwischen Januar und 26. April in einem Berliner Testzentrum untersucht wurden, die Menge an Sars-CoV-2-Viren bestimmt. Sie fanden keinen Unterschied in der Viruslast zwischen verschiedenen Altersgruppen. Bei der Beurteilung der Ansteckungsgefahr in Schulen und Kindergärten müssten die gleichen Annahmen zugrunde gelegt werden, die auch für Erwachsene gelten, schreiben die Forscher.

Corona-Krise löst Konjunktureinbruch in Euro-Zone aus

Die Konjunktur in der Euro-Zone ist in der Corona-Krise zu Jahresbeginn im Rekordtempo eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im Zeitraum von Januar bis März zum Vorquartal um 3,8 Prozent, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte.

Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1995. Experten hatten lediglich mit einem Minus von 3,5 Prozent gerechnet. Die Wirtschaft im Euro-Währungsraum war bereits angeschlagen in die Krise gegangen und steuert nun auf eine tiefe Rezession zu: Im vierten Quartal 2019 war das BIP nur minimal um 0,1 Prozent gestiegen.

Städteverband fordert zu Weiterführung von Homeoffice auf

Der Schweizer Städteverband ruft zur Weiterführung von Homeoffice auf, um Verkehrsüberlastung in Stosszeiten zu verhindern. Die Städte wollen zudem vom Bund für die massiven Einnahmeausfälle im Ortsverkehr angemessen entschädigt werden.

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(Symbolbild: Keystone)
Erste Lockerungen der Corona-Massnahmen im Strafvollzug

Gefangene dürfen im Kanton Bern unter gewissen Auflagen wieder Besuch empfangen. Das Besuchsrecht war im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eingeschränkt worden.

Nun werden die Pandemie-Massnahmen auch im Justizvollzug schrittweise gelockert, wie die Sicherheitsdirektion am Donnerstag mitteilte. Ab dem 11. Mai werden Besuche in den Vollzugseinrichtungen unter Einhaltung der Vorschriften des Bundesamtes für Gesundheit in beschränktem Umfang wieder möglich sein.

(Bild: Keystone)

Das Besuchsrecht kann allerdings auch wieder eingeschränkt werden, falls in einer bernischen Vollzugseinrichtung ein begründeter Verdacht auf einen COVID-19-Fall vorliegt oder ein bestätigter Fall auftritt.

Weiterhin untersagt bleiben Ausgänge und Urlaube, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Für unaufschiebbare Vorbereitungen einer Entlassung kann ein sogenannter Sachurlaub gewährt werden. In Frage kommt dies beispielsweise für ein Vorstellungsgespräch am künftigen Arbeitsplatz oder für die Suche nach einer Wohnung.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist es nach Angaben der Sicherheitsdirektion im bernischen Justizvollzug zu einer einzigen Ansteckung gekommen. Die Person habe die Krankheit überstanden und gelte als geheilt.

Neu eintretende Häftlinge werden mindestens zehn Tage in Quarantäne untergebracht. Die beschlossenen Lockerungen gehen einher mit jenen des Bundesrates und gelten vorerst bis 7. Juni 2020.

Merkel berät mit Corona-Kabinett - wohl noch keine Lockerungen

Kurz vor den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer hat Kanzlerin Angela Merkel mit dem Corona-Kabinett ihren Kurs abgestimmt. Die Runde kam gegen 10.00 Uhr im Bundeskanzleramt in Berlin zusammen.

(Bild: Keystone)

Sehr weitreichende weitere Öffnungsbeschlüsse wurden an diesem Donnerstag nicht erwartet. Darüber und über den Umgang mit der Gastronomie und dem Tourismus sollte demnach frühestens bei der nächsten Bund-Länder-Schalte am 6. Mai entschieden werden.

Die Beratungen mit den Ministerpräsidenten sollten am Nachmittag (14.00 Uhr) beginnen. Kanzleramtschef Helge Braun hatte am Morgen bei n-tv angekündigt, die in der Corona-Krise bis zum 3. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen sollten «sicherlich» erst einmal bis zum 10. Mai verlängert werden.

Eine Entscheidung über einen Neustart in der Bundesliga mit «Geisterspielen» erwarte er in der kommenden Woche, bei den Beratungen am Mittwoch. Braun sprach von einem «sensiblen Thema».

Arbeitslosenzahl in Deutschland steigt stark an

Durch die Coronavirus-Krise ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im April drastisch gestiegen. Zudem ist fast jeder dritte der über 33 Millionen Beschäftigten von Kurzarbeit bedroht, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte.

Die BA registrierte im April 2,644 Millionen Arbeitslose. Das waren 308’000 mehr als im März und 415’000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Durch die Corona-Pandemie gerate der Arbeitsmarkt stark unter Druck, sagte BA-Chef Detlef Scheele. «Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist regelrecht eingebrochen.»

(Symbolbild: Keystone)

Die Arbeitslosigkeit sei erstmals in der Nachkriegszeit in einem April gestiegen, betonte Scheele. Normalerweise sinkt die Arbeitslosigkeit in dieser Jahreszeit wegen der Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt. Die deutsche Regierung rechnet für dieses Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,3 Prozent.

Bisher kündigten laut BA zudem 751’000 Betriebe Kurzarbeit an. Das betreffe bis zu 10,1 Millionen Beschäftigte. «Das heisst aber nicht, dass diese Menschen schlussendlich auch alle kurzarbeiten werden», unterstrich die BA.

Die Kurzarbeit dient dazu, Arbeitnehmer mit staatlicher Hilfe im Job zu belassen und Entlassungen zu vermeiden. Der bisherige Rekordwert der Bundesagentur für Arbeit für dieses arbeitsmarktpolitische Instrument stammt aus dem Krisenjahr 2009. Damals waren im Mai 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit.

Erste Studienergebnisse zu Corona-Wirkstoff Remdesivir

Der Wirkstoff Remdesivir kann die Behandlungsdauer von Covid-19-Patienten einer US-Studie zufolge verkürzen. Die Ergebnisse der Untersuchung seien sehr positiv zu bewerten, sagte der Immunologe und Chef des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (NIAID) der USA, Anthony Fauci am Mittwoch (Ortszeit).

Eine im Fachmagazin «The Lancet» vorgestellte chinesische Studie kommt hingegen zu dem Schluss, dass sich der Zustand der Patienten mit Remdesivir nicht wesentlich verbessert. Aus Patientenmangel wurde diese Studie allerdings frühzeitig abgebrochen.

Laut Fauci, ein Berater von US-Präsident Donald Trump, hat Remdesivir eine «signifikante positive Wirkung bei der Verringerung der Zeit bis zur Genesung» gezeigt. Die klinische Studie mit mehr als 1000 Teilnehmern sei mit Kontrollgruppen durchgeführt worden, die Datenerhebung hätten unabhängige Experten begleitet. Die Resultate müssten aber noch unabhängig geprüft und veröffentlicht werden. Die Hinweise auf eine deutlich kürzere Krankheitsdauer seien jedenfalls vielversprechend.

(Bild: Keystone)
Coronakrise bietet Chancen für Schweizer Vermittler

Die Corona-Pandemie bietet Chancen für Vermittler wie die Schweiz in weltweiten Konflikten. Der Aufruf von Uno-Generalsekretär Antonio Guterres zu einem globalen Waffenstillstand zeigt Wirkung. Die Pandemie spielt jedoch auch Extremisten in die Hände.

Seit dem Appell von Guterres vor einem Monat haben Regierungen und bewaffnete Gruppen in mindestens 15 Ländern Waffenstillstände erklärt, unter anderem im Jemen, in Afghanistan und Syrien. In einigen Staaten kam es dennoch zu Verletzungen der Waffenruhe.

(Bild: Keystone)
Palästinenserbehörde lockert Corona-Beschränkungen

Die Palästinensische Autonomiebehörde hat angesichts verhältnismässig niedriger Zahlen von Corona-Infizierten ihre Vorgaben für Läden im Westjordanland gelockert.

Seit Donnerstag dürfen Bekleidungs- und Schuhgeschäfte drei Tage in der Woche öffnen, wie das Büro von Ministerpräsident Mohammed Schtaje im Vorfeld mitgeteilt hatte. Es gehe auch darum, auf die massiven Verluste in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft zu reagieren.

(Bild: Keystone)

Banken sollen von Sonntag an öffnen, Fabriken dürften wieder 50 Prozent der Mitarbeiter beschäftigen. Weitere Geschäfte dürften zwei Tage die Woche öffnen. Allerdings dürfen Palästinenser weiterhin nur unter Bedingungen ihre Städte und Dörfer verlassen.

Valora verzeichnet weiterhin Umsatz auf tiefem Niveau

Der Kioskkonzern Valora bekommt die behördlichen Anordnungen zur Eindämmung des Coronavirus weiterhin stark zu spüren. Valora hatte bereits Ende März eine Umsatzwarnung ausgegeben und angekündigt, dass die Dividende gestrichen werde.

Das Retail-Netzwerk von Valora verbuchte laut Mitteilung vom Donnerstag in den relevanten Märkten auf gleicher Fläche für den laufenden Monat April einen Umsatzverlust von circa 20 Prozent gegenüber Vorjahr; im Food-Service-Netzwerk beträgt der Rückgang rund 70 Prozent. Im Geschäft mit Unternehmenskunden (B2B) liegt der Umsatz 60 Prozent unter Vorjahr.

(Bild: Keystone)
US-Gesundheitsberater rechnet mit Saison-Abbrüchen

Der amerikanische Gesundheitsberater Anthony Fauci betrachtet einen Saisonabbruch der grossen Profiligen als realistisches Szenario.

Den Hoffnungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf eine baldige Rückkehr zu Live-Sport widerspricht Fauci damit: «Ich würde gerne alle Sportarten zurück haben können», sagte der Direktor des Instituts für Infektionskrankheiten in einem Interview der «New York Times».

(Bild: Keystone)

«Aber als ein Gesundheitsbeamter, Arzt und Wissenschaftler muss ich jetzt sagen, wenn man sich das Land anschaut, sind wir dazu noch nicht bereit.» In manchen Sportarten sei es machbar, das zu schaffen. «Aber im Moment sind wir es nicht.» In den USA gibt es mehr als eine Million positiv auf Corona getestete Menschen.

Fauci betonte die Notwendigkeit, erst einmal einen Impfstoff haben zu müssen, um über Zuschauer auf den Rängen nachdenken zu können. Aber auch ohne Zuschauer sei es eine schwierige Aufgabe, die Spieler und beteiligten Menschen zu schützen, sagte er.

«Wenn du die Sicherheit nicht garantieren kannst, musst du leider in den sauren Apfel beissen und sagen: ‚Wir müssen in dieser Saison möglicherweise auf diesen Sport verzichten», sagte er.

Spanische Wirtschaft schrumpft in Rekordtempo

Die spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise in die Knie gegangen. Das Bruttoinlandsprodukt brach von Januar bis März um 5,2 Prozent zum Vorquartal ein, wie das Statistikamt am Donnerstag in Madrid mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit dem Start dieser Statistik 1995. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Minus von 4,4 Prozent gerechnet.

(Bild: Keystone)

Spanien gehört zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder weltweit, weshalb die Regierung strenge Schutzmassnahmen angeordnet hat. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die viertgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr um acht Prozent einbrechen wird. 2021 soll es dann zu einem Wachstum von 4,3 Prozent reichen

Die Regierung will auf der Grundlage eines Vier-Stufen-Plans ab dem 4. Mai die Beschränkungen lockern. Das Ziel sei es, bis Ende Juni zur Normalität zurückzukehren, kündigte Ministerpräsident Pedro Sanchez an.

Schweizer Detailhandel wegen Corona mit starkem Einbruch im März

Der Schweizer Detailhandel hat im März wegen der Coronakrise einen deutlichen Einbruch erlitten. Vor allem im Non-Food-Bereich mussten die Detailhändler massive Umsatzeinbussen hinnehmen. Äusserst gut lief es hingegen für die Lebensmittelläden.

Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten nominalen Detailhandelsumsätze gingen im Berichtsmonat gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Saisonbereinigt (gegenüber dem Vormonat) fielen die nominalen Detailhandelsumsätze um 6,0 Prozent.

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(Bild: Keystone)
Coronavirus im Abwasser gefunden - Trinkwasser nicht gefährdet

Der Nachweis des neuen Coronavirus im Abwasser ist gelungen. Selbst kleine Konzentrationen lassen sich laut Forschern der beiden ETHs in Proben nachweisen. Dennoch könne das Trinkwasser in der Schweiz ohne Bedenken konsumiert werden.

Ein Forscherteam der ETH Lausanne (EPFL) und des Wasserforschungsinstitut des ETH Zürich (Eawag) arbeite nun daran, die Methode zu optimieren, heisst es in einer Mitteilung der ETHs vom Donnerstag. Werden die Proben rasch analysiert, könnte laut den Forschern ein Wiederanstieg von Infektionen während des Exits aus dem Lockdown ungefähr eine Woche früher erkannt werden als mittels klinischer Tests bei den Betroffenen.

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Vorbereitung für Emirates Mars Mission wegen Covid-19 vorgezogen

Die erste interplanetarische Erkundung durch eine arabische Nation ist trotz Widerständen auf Kurs. Die Raumfahrtbehörde der VAE und das Raumfahrtzentrum Mohammed Bin Rashid kündigten die sichere Überführung der Raumsonde Mars Hope zum Startplatz in Tanegashima an.

(Bild: Keystone)

Der Transfer wurde in einer 83-stündigen Operation durchgeführt, die wegen der Reise- und Bewegungseinschränkungen, die durch die internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Auswirkungen von Covid-19 auferlegt wurden, vom geplanten Liefertermin im Mai vorverlegt wurde. Die Marsmission der Emirate mit dem Namen The Hope Probe ist die erste interplanetarische Erkundung, die von einer arabischen Nation durchgeführt wird.

Schweizer Zoos sind unzufrieden mit dem Entscheid des Bundesrates

Der Entscheid, Zoos und Botanische Gärten am 11. Mai noch nicht zu öffnen, wird vom Verein zooschweiz/zoosuisse als absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar bezeichnet. Der Verein fordert deshalb vom Bundesrat ein Umdenken.

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Corona-Krise lässt französische Wirtschaft einbrechen

Die französische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März um 5,8 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte.

(Bild: Keystone)

Das bisher schlechteste Quartalsergebnis gab es im Frühjahr 1968, als Studentenunruhen und Generalstreiks das Land lahmlegten. Damals schrumpfte die Wirtschaft um 5,3 Prozent.

Im abgelaufenen Quartal sanken die Konsumausgaben in Frankreich um 6,1 Prozent, während die Unternehmen 11,4 Prozent weniger investierten. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass die nach Deutschland zweitgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr um 7,2 Prozent einbrechen wird. 2021 soll es dann zu einem Wachstum von 4,5 Prozent reichen.

Frankreich gehört zu den am härtesten von der Pandemie getroffenen Länder in Europa, weshalb die Regierung strenge Schutzmassnahmen angeordnet hat. Ab 11. Mai sind Lockerungen geplant.

Südkorea erstmals wieder ohne heimische Neuinfektion

Nach China vermeldet auch Südkorea einen Durchbruch in der Eindämmung des Coronavirus: Erstmals seit dem Höhepunkt der Epidemie im Februar ist am heutigen Donnerstag keine neue heimische Ansteckung in dem asiatischen Land bestätigt worden.

Es habe lediglich vier neue Fälle gegeben, die aber allesamt aus dem Ausland «importiert» worden seien, hiess es bei der staatlichen Seuchenkontrollbehörde (KCDC). Insgesamt lag die Zahl der Infizierten damit bei 10’765. Insgesamt 247 Menschen sind in Südkorea bisher am Coronavirus verstorben.

(Bild: Keystone)

Der Umgang des südostasiatischen Landes mit dem Coronavirus findet weltweit Beachtung. Anders als die meisten anderen Länder setzte Südkorea nämlich nicht auf soziale Distanzierung und ein rigoroses Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens, sondern auf massive Tests und die Isolierung bestätigter Fälle.

Trump glaubt an komplette Rückkehr zur Normalität nach Corona-Krise

US-Präsident Donald Trump glaubt nicht, dass die Corona-Pandemie das Leben in den USA dauerhaft verändern wird. Trump sagte am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington, er rechne mit einer 100-prozentigen Rückkehr zur Normalität im Land. «Wir wollen, dass es so wird, wie es war.» Und dies werde schneller gehen, als viele erwarteten.

Trump äusserte sich erneut auch zuversichtlich, dass die Wirtschaft sich bereits gegen Ende des Jahres dramatisch von der coronabedingten Krise erholen werde. Vorerst sieht es wirtschaftlich aber düster aus in Amerika.

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(Bild: Keystone)

Experten gehen davon aus, dass die Pandemie langfristige Veränderungen in vielen Lebensbereichen nach sich ziehen wird. Trump sagte dagegen, die «neue Normalität» werde seiner Ansicht nach der Zustand wie vor drei Monaten sein. Er wolle, dass die Stadien bei Baseball- und Football-Spielen wieder voll seien und nicht drei oder vier Sitze zwischen den Zuschauern frei sein müssten. «Ich möchte dorthin zurück, wo wir waren. Dort werden wir hinkommen», versicherte er. «Diese Sache wird vorübergehen.» Sicherheit sei wichtig, aber auch die Wirtschaft sei wichtig. Und die Menschen wollten, dass das Land wieder geöffnet werde.

Lob und zurückhaltende Worte für Corona-Lockerungen

Von Hochrisikospiel bis vorgezogener 1. August: Der Tenor in den Tageszeitungen nach den am Vortag vom Bundesrat beschlossenen Lockerungen ist gemischt.

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(Bild: Keystone)
Grossbritannien registriert zweitmeiste Corona-Tote in Europa

Grossbritannien hat die Zahl der Corona-Toten nach oben korrigiert. Mittlerweile registrierte das Königreich mehr als 26 000 Opfer – und ist damit in Europa nun nach Italien das Land mit den zweitmeisten Covid-19-Toten.

Die Lage bleibt auch in den USA angespannt: Dort kamen Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Pandemie mehr als 60 000 Menschen durch eine Infektion mit dem Virus ums Leben. Im Kampf gegen die Pandemie kündigte Polen indes an, die Kontrollen an Grenzen zu EU-Staaten aufrecht zu erhalten.

(Bild: Keystone)
Rettet uns der Sommer vor der Corona-Pandemie?

Ganz am Anfang der Coronavirus-Pandemie hörte man immer wieder: Wärme, Sonne und UV-Licht sollen das Virus eindämmen. Wird im Sommer also alles besser?

«Das wüssten wir auch gerne», sagte Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert Koch-Instituts. Einen «gewissen Effekt» werde es geben, die fehlende Grundimmunität der Bevölkerung sei aber ein solcher Vorteil für das Virus, dass es sich weiter verbreiten werde. Einen «kleinen Effekt», der aber nicht signifikant sei, erwartet der Leiter der Virologie der Medizinischen Hochschule Hannover, Thomas Schulz. Auch Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie der München Klinik Schwabing, rechnet mit einem leichten Abflauen im Sommer, mahnt aber: «Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass wir durch die höheren Temperaturen ein Verschwinden des Virus erreichen werden.»

Nach Angaben von Melanie Brinkmann, Professorin am Institut für Genetik an der Technischen Universität Braunschweig, und des Virologen Prof. Friedemann Weber aus Giessen kann das Virus auf Oberflächen mit direkter Sonneneinstrahlung durch Wärme zerstört werden. Der UV-Anteil des Sonnenlichts könne seine Erbsubstanz schädigen.

(Bild: Keystone)
Drei Kinder von mysteriöser Krankheit befallen

Drei Kinder mit einer mysteriösen Entzündungskrankheit werden derzeit am Genfer Universitätsspital gepflegt. Ein möglicher Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird nicht ausgeschlossen. Eines von ihnen wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Delegierte des Bundes für die Corona-Pandemie, Daniel Koch, sprach am Mittwoch von einer Immunitätsreaktion als Folge einer Infektion mit dem Coronavirus. Das Virus löse einen Entzündungssturm im Körper aus, eine Überreaktion des Immunsystems, sagte der Genfer Kantonschemiker Jacques-André Romand.

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Am Genfer Unispital werden drei Kinder mit einer mysteriösen Entzündungskrankheit behandelt. (Bild: Keystone)
Mehr als 60'000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 60 000 Menschen durch eine Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das ging am Mittwochnachmittag (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA lag demnach bei 1,03 Millionen – fast ein Drittel der weltweit knapp 3,2 Millionen Fälle.

US-Präsident Donald Trump hatte noch am 17. April gesagt, seine Regierung rechne mit 60’000 bis 65’000 Toten infolge der Coronavirus-Epidemie in den USA. Angesichts der schnell steigenden Opferzahlen erscheint es nicht mehr realistisch, dass es bei diesen Zahlen bleibt. Frühere Modelle, die das Weisse Haus vorgestellt hatte, hatten mindestens 100’000 Tote in den USA vorhergesagt.

Corona-Tests beginnen in deutscher Bundesliga am Donnerstag

In der deutschen Bundesliga und der zweiten Liga sollen nach Informationen des Fachmagazins «Kicker» an diesem Donnerstag die flächendeckenden Tests auf das Coronavirus beginnen.

Die Tests gehören zum Sicherheits- und Hygienekonzept, das die Deutsche Fussball Liga (DFL) für die erhoffte Fortsetzung des Spielbetriebs erstellt hat. Vor der Aufnahme des Mannschaftstrainings sollen nach jüngsten Angaben der DFL mindestens zwei getrennte Tests erfolgen, damit eine Ansteckung im Training verhindert werden soll, schrieb der «Kicker» weiter.

Noch nicht abschliessend geklärt sei die Frage, wie mit den Risikogruppen im Kader oder Betreuerstab beziehungsweise in deren Umfeld umzugehen sei. In der Bundesliga gebe es mehrere Spieler, die durch Asthma, Diabetes oder Lungenvorerkrankungen vorbelastet seien, schrieb das Magazin.

Maradona entging Abstieg dank "Hand Gottes"

Die Corona-Krise hat den argentinischen Klub Gimnasia y Esgrima La Plata und sein Trainer Diego Maradona vor dem drohenden Abstieg gerettet. Dafür hat Argentiniens Fussball-Legende eine abenteuerliche Erklärung.

«Das ist nicht das Finale, das wir uns gewünscht haben. Wir hätten es lieber auf dem Platz entschieden», sagte Maradona gegenüber der Zeitung «Clarin». «Aber jetzt ist es so gekommen, und viele sagen, dass es wieder die Hand Gottes war. Jetzt bitte ich diese Hand, dass sie die Pandemie beendet, damit das Volk wieder gesund und glücklich sein Leben führen kann.»

Diego Armando Maradona ist überzeugt, dass die «Hand Gottes» den Abstieg seines Teams verhindert hat. (Bild: Keystone)

Der argentinische Verband AFA gab am Dienstag bekannt, dass die Saison vorzeitig abgebrochen wird und es bis 2020 keine Auf- und Absteiger gebe. Davon profitiert unter anderem Maradonas Klub Gimnasia y Esgrima La Plata, der zuletzt abstiegsgefährdet war.

Mit der „Hand Gottes“ hatte Maradona 1986 auf dem Weg zum WM-Titel im Viertelfinalspiel gegen England für Schlagzeilen gesorgt. Nach einem absichtlichen Hands-Tor hatte der Argentinier als Erklärung für das 1:0 angeführt, die „Hand Gottes“ sei im Spiel gewesen.

Letzter Rückholflug des EDA mit rund 100 Reisenden zurückgekehrt

Ende einer historischen Rückholaktion: Am Mittwochabend ist das letzte vom Aussendepartement gecharterte Flugzeug mit im Ausland gestrandeten Schweizer Passagieren in Zürich angekommen. Es hat Reisende aus Ghana, der Elfenbeinküste und aus Burkina Faso zurückgebracht.

Damit endet die gemäss EDA-Angaben «bislang grösste Rückholaktion» der Schweiz. Die Maschine der Schweizer Luftfahrtgesellschaft Helvetic Airways landete kurz vor 20:40 Uhr in Zürich, wie die Fluggesellschaft und das Aussendepartement (EDA) am Mittwochabend mitteilten.

New York schaut bei Lockerung Richtung Deutschland

Der besonders heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffene US-Bundesstaat New York schaut bei der zukünftigen Lockerung seiner Ausgangsbeschränkungen auch nach Deutschland. «In Deutschland gibt es eine Situation, die wir beobachten sollten und von der wir lernen sollten», sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei seiner täglichen Pressekonferenz.

Cuomo verwies auf die sogenannte Reproduktionszahl, die in Deutschland nach Lockerungen wieder leicht gestiegen war. «Das bereitet uns Sorge, es zeigt einem, dass die Infektionsrate steigen kann, wenn man zu schnell öffnet», sagte Cuomo. «Man muss vorsichtig vorgehen.» Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen im Schnitt von einem Infizierten angesteckt werden. Sie war nach dem leichten Anstieg in Deutschland zuletzt aber auch wieder leicht gesunken.

Die Regierung des US-Bundesstaats New York will bei der Lockerung der Corona-Massnahmen auch Erkenntnisse aus Deutschland ziehen. (Symbolbild: Keystone)
WHO-Chef: «Wir haben nicht aufgegeben und wir werden nicht aufgeben»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut zu einer solidarischen Antwort der internationalen Gemeinschaft gegen das Coronavirus aufgerufen. «Mehr je als zuvor sollte die Menschheit zusammenstehen, um das Virus zu besiegen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

Vor drei Monaten, am 30. Januar, hatte die WHO eine globale Gesundheitsnotlage wegen der neuen Lungenkrankheit ausgerufen. «Wir haben den Alarm früh und oft ausgelöst», sagte Tedros. Er erinnerte daran, dass zu diesem Zeitpunkt ausserhalb Chinas nur 82 Covid-19-Fälle und keine Todesfälle gemeldet worden seien.

Die WHO sei am 31. Dezember 2019 auf ungewöhnliche Fälle von Lungenentzündung in der chinesischen Stadt Wuhan aufmerksam geworden und habe am Neujahrstag Informationen aus China angefordert, sagte Tedros. Am 5. Januar habe die WHO vor einer möglichen Übertragung unter Menschen gewarnt. «Es gibt eine Sache, die wir nicht getan haben», sagte Tedros. «Wir haben nicht aufgegeben und wir werden nicht aufgeben.»

(Video: Youtube/World Health Organization (WHO))

Google und Apple schalten Vorab-Schnittstellen für Corona-Apps frei

Google und Apple stellen eine erste Vorab-Version ihrer Schnittstellen für die geplanten Corona-Warn-Apps bereit. Zugang dazu bekommen ausgewählte App-Entwickler, die mit Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten, teilten die US-Konzerne am Mittwoch mit.

Die Corona-Apps sollen helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind – und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten hatten.

Von Google und Apple kommen die beiden relevanten Smartphone-Systeme – Android und die iOS-Software der iPhones. Sie sind damit als einzige in der Lage, die Basis für eine effiziente Einbindung der Corona-Apps in die Telefone zu schaffen.

Zahl der Toten in Grossbritannien stark nach oben korrigiert

Die offizielle Zahl der Corona-Toten in Grossbritannien ist am Mittwoch deutlich nach oben korrigiert worden auf 26’097. Enthalten waren darin erstmals auch Todesfälle in Pflegeheimen und Privathaushalten aus England und Wales. Noch am Dienstag stand die Zahl der Toten bei 21’678. Das waren aber nur die Sterbefälle in Krankenhäusern.

Die konservative Regierung von Premierminister Boris Johnson, der am Mittwoch erneut Vater wurde, steht wegen ihrer Reaktion auf die Pandemie zunehmend unter Druck. Ihr wird vorgeworfen, viel zu lange mit den Massnahmen zur Eindämmung gewartet zu haben. Zudem fehlt es an Schutzkleidung für das medizinische Personal. Vor allem die vergleichsweise geringe Zahl an bisher durchgeführten Tests trifft auf heftige Kritik. Inzwischen erhöhte die Regierung die Kapazitäten erheblich.

Der britische Premierminister Boris Johnson ist starker Kritik ausgesetzt, weil die Zahl der Toten in Grossbritannien deutlich zunimmt. Die Regierung habe zu lange mit Schutzmassnahmen gewartet. (Bild: Keystone)
Easyjet verlangt vom Bund Massnahmen zur Stimulierung der Nachfrage

Nachdem Easyjet Switzerland keine Staatshilfe aus Bern erhalten hat, fordert der Billigflieger vom Bund Massnahmen zur Stimulierung der Nachfrage, auch wenn die Corona-Pandemie einmal überwunden ist. Unter anderem sollen luftfahrtbezogene Steuern vorübergehend ausgesetzt oder Flughafengebühren gesenkt werden, schrieb Easyjet am Mittwochabend in einer Stellungnahme.

Flotte am Boden: Easyjet erhält keine Hilfe vom Bund, fordert von diesem aber Massnahmen zur Stimulierung der Nachfrage. (Bild: Keystone)

Mit solchen Massnahmen solle die Luftverkehrsanbindung der Schweiz gesichert werden. Easyjet werde den Austausch mit der Schweizer Regierung weiter fortführen, um sicherzugehen, dass faire Wettbewerbsbedingungen für alle Fluggesellschaften gewährleistet seien, hiess es. Easyjet Switzerland sei ein Schweizer Unternehmen, das an seinen beiden Standorten in Genf und Basel 1000 Mitarbeitende mit Schweizer Verträgen beschäftige.

Mehr als 24'000 Tote in Folge von Coronavirus in Frankreich

In Frankreich sind mehr als 24’000 Menschen in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Bis Mittwochabend seien 24’087 Todesfälle registriert worden, teilte das französische Gesundheitsministerium mit. Demnach sind 15’053 Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern gestorben. 9034 Todesfälle wurden in Alten- und sozialen Pflegeheimen verzeichnet.

Es würden noch rund 26’800 Menschen in Kliniken wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 behandelt, teilte das Ministerium mit. Die Zahl der Neuaufnahmen in den Krankenhäusern ging demzufolge jedoch weiter zurück. In Frankreich gelten seit Mitte März strenge Ausgangsbeschränkungen. Ab dem 11. Mai sollen diese schrittweise gelockert werden.

Schwedische Stadt geht mit stinkendem Dünger gegen Walpurgisfeste vor

Alljährlich am 30. April versammeln sich im Stadtpark der südschwedischen Studentenstadt Lund Tausende junge Menschen zum gemeinsamen Feiern – doch damit soll im Corona-Jahr 2020 Schluss sein: Um Studenten vom Park fernzuhalten und eine grössere Menschenansammlung anlässlich der traditionellen Walpurgisnacht zu vermeiden, will die Stadt unter anderem eine Tonne Hühnermist versprühen.

Letztlich wolle man verhindern, dass Lund am Donnerstag zu einer Art Epizentrum neuer Infektionen mit dem Coronavirus werde, sagte der Vorsitzende des städtischen Umweltausschusses, Gustav Lundblad, der Zeitung «Sydsvenskan». «Wir bekommen sowohl die Möglichkeit, die Rasenflächen im Park zu düngen und zugleich wird es ziemlich stinken – dann ist das vielleicht nicht so angenehm, im Park zu sitzen und Bier zu trinken.»

Sommaruga: «Die Klimaziele gelten für die Luftfahrt trotz Krise weiterhin»

Der Bundesrat bürgt für die Airlines Swiss und Edelweiss für Überbrückungskredite in der Höhe von maximal 1,275 Milliarden Franken. Die Hilfen sind aber an strenge Bedingungen geknüpft. So müssen die Fluggesellschaften auf eine Dividente verzichten und eine Standortgarantie abgeben. Sommaruga ermahnte, dass die «Klimaziele des Bundesrates unverändert gelten, auch die Luftfahrt muss dazu beitragen.»

(Video: Keystone-SDA/Detlev Munz)

Schwimmbäder vorerst nur für Schwimmsportler offen

Auch Schwimmbäder dürfen ab dem 11. Mai wieder öffnen, jedoch nur für Sporttreibende und Clubs. Sich mit Freunden in der Badi zu treffen, bleibe weiterhin untersagt, sagte Matthias Remund, der Direktor des Bundesamtes für Sport (Baspo) am Mittwoch.

Gleichzeitig müssten auch die Schwimmbäder ein Schutzkonzept vorlegen, damit die Distanz- und die Hygieneregeln eingehalten werden könnten, sagte Sportministerin Viola Amherd vor den Bundeshausmedien. Der Entscheid über ein Öffnung sei aber Sache der Gemeinden.

Deutsche Regierung erwartet schwerste Rezession der Nachkriegszeit

Die deutsche Regierung rechnet dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie mit der schwersten Rezession der Nachkriegszeit. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte dieses Jahr um 6,3 Prozent einbrechen, hiess es in der Frühjahrsprognose, die das Wirtschaftsministerium am Mittwoch veröffentlichte.

US-Wirtschaft schrumpft wegen Corona-Krise deutlich

Die US-Wirtschaft steuert wegen der Coronavirus-Krise auf eine tiefe Rezession zu. Im ersten Quartal ging die Wirtschaftsleistung bereits deutlich zurück, obwohl sich die Pandemie dort erst im März zugespitzt hatte. Experten warnen, dass der grössten Volkswirtschaft der Welt dieses Jahr der stärkste Wachstumseinbruch seit der Weltwirtschaftskrise vor fast 100 Jahren droht.

Verzicht auf Distanzvorschriften in der Schule

Der Verzicht auf Distanzvorschriften für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in der obligatorischen Schule ist nach Einschätzung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) für die Kantone entscheidend. Nur so sei der Präsenzunterricht überhaupt möglich.

Die Klassenzimmer der schweizer Schulen sollen bald wieder voll sein. (Bild: Keystone)
Swiss und Edelweiss sind dankbar für finanzielle Hilfe des Bundes

Die Fluggesellschaft Swiss und ihre Schwesterairline Edelweiss sind über die finanzielle Hilfe des Bundes während der Coronakrise erfreut. In Kombination mit drastischen Sparmassnahmen und der Unterstützung der Muttergesellschaft reiche der Betrag in Höhe von 1.5 Milliarden Franken aus, um den Liquiditätsbedarf zu sichern, schrieb die Swiss am Mittwoch in einer Stellungnahme.

(Bild: Keystone)
Sportvereine dürfen ab dem 11 Mai wieder trainieren

Aufatmen bei den Sportvereinen: Sie dürfen ab dem 11. Mai unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder trainieren. Die Lockerung gilt für den Breiten- und den Profisport, für Einzel- sowie für Mannschaftssportarten, wie der Bundesrat am Mittwoch bekannt gab.

Bundesrat will Fördergelder von Presse- und Onlinemedien aufstocken

Der Bundesrat will Zeitungen, Radio- und TV-Stationen sowie Nachrichtenagenturen künftig stärker unterstützen. Für die indirekte Presseförderung sollen neu 50 statt 30 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Onlinemedien sollen pro Jahr 30 Millionen Franken erhalten.

Nach Bundesratsentscheid: Gurtenfestival und Co. sind abgesagt

Gestützt auf den Bundesratsentscheid vom Mittwoch, das Veranstaltungsverbot bis am 31. August 2020 zu verlängern, haben die Veranstalter zahlreicher Musikfestivals die diesjährigen Ausgaben abgesagt. Darunter das Gurtenfestival und das Royal Arena.

(Bild: Keystone)
Restaurants ab 11. Mai wieder offen

Der Bundesrat hat heute Mittwoch bekannt gegeben, dass Restaurants, Märkte und andere Läden ab dem 11. Mai wieder öffnen dürfen. Gesundheitsminister Alain Berset erklärt, welche Auflagen dabei gelten.

(Video: Keystone-SDA/Stefan Lanz)

Russland verlängert Einreiseverbot für Ausländer

Russland verlängert das Einreiseverbot für Ausländer auf unbestimmte Zeit – bis zu einer Besserung der Lage in der Corona-Pandemie. Ursprünglich sollten die Sperren nur bis zum Donnerstag gelten. (sda)

Kantone müssen Infizierte und Kontaktpersonen konsequent aufspüren

Mit Contact Tracing will der Bundesrat die Coronavirus-Epidemie langfristig eindämmen. Sobald die Zahl der Neuansteckungen genügend gesunken ist, sollen die Kantone mittels Befragungen die Übertragungsketten wieder flächendeckend zurückverfolgen.

Sie müssen dafür sorgen, dass sich alle Personen mit Symptomen testen lassen können. Positiv Getestete sollen isoliert werden. Wer mit ihnen Kontakt hatte, wird informiert und unter Quarantäne gestellt. Diese muss eingehalten werden, um die Infektionsketten zu unterbrechen. (sda)

Sobald die Zahl der Neuansteckungen genügend gesunken ist, müssen die Kantone wieder jede Übertragung zurückverfolgen. (Symbolbild: Keystone)
Darum wird nicht empfohlen, Handschuhe zu tragen
Super League startet am 8. Juni wieder

Der Bundesrat lockert nun auch im Sport die Massnahmen. In den Profiligen lässt er den Spielbetrieb unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab dem 8. Juni zu. Zusätzlich dürfen im Leistungssport Trainings mit mehr als fünf Personen stattfinden. Die Super League könnte also wieder starten. Die Liga muss aber zuerst noch grünes Licht geben.

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Die Super League setzt am 8. Juni die Meisterschaft fort. (Symbolbild: Keystone)
Österreich setzt weiter auf Grenzöffnung zu Deutschland

Österreich bleibt zuversichtlich, dass die Grenze zu Deutschland in absehbarer Zeit für Touristen und andere Reisende geöffnet wird. Das Ziel müsse trotz Corona-Gefahr sein, dass auch die Reisefreiheit wieder gewährt werde, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien. (sda)

Bundesrat hebt Lockdown rascher auf als geplant

Der Bundesrat hebt den Lockdown schneller auf als geplant: Ab dem 11. Mai können nicht nur Läden, Märkte und obligatorische Schulen, sondern auch Museen, Bibliotheken und Restaurants wieder öffnen. (sda)

Was in der Schweiz ab dem 11. Mai alles anders ist, lesen Sie hier.

Bund unterstützt Schweizer Airlines mit 1,9 Milliarden Franken

Fluggesellschaften wie die Swiss und Edelweiss erhalten in der Corona-Krise staatliche Hilfen. Der Bundesrat beantragt dem Parlament Verpflichtungskredite von insgesamt knapp 1,9 Milliarden Franken. Die Gelder sind an Bedingungen geknüpft. (sda)

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Der Bund unterstützt Schweizer Airlines mit 1,9 Milliarden Franken. (Symbolbild: Keystone)
Swiss-Passagiere sollen Schutzmasken tragen

Die Fluggesellschaft Swiss empfiehlt ihren Passagieren, ab Montag 4. Mai auf allen Flügen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Zudem soll die Schutzmaske auch vor und nach dem Flug getragen werden, falls die Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, schrieb die Swiss am Mittwoch in einer Mitteilung. (sda)

Boeing streicht zehn Prozent der Stellen wegen Corona-Krise

Der angeschlagene US-Flugzeugbauer Boeing baut wegen der Coronavirus-Pandemie Stellen ab. Rund zehn Prozent seiner weltweit insgesamt rund 160’000 Jobs sollen gestrichen werden.

Die Sparten für den Verkehrsflugzeugbau und das Wartungsgeschäft sollten sogar um mehr als 15 Prozent schrumpfen, kündigte Boeing-Chef Dave Calhoun am Mittwoch in einem Schreiben an die Mitarbeiter an. Die Arbeitsplätze sollten durch Fluktuation, freiwillige Abschiede und wenn nötig auch Kündigungen wegfallen. (sda)

Boeing streicht wegen der Corona-Krise zehn Prozent der Stellen. (Symbolbild: Keystone)
Ständeratskommission will Mieterlass für kleinere Betriebe

Kleineren Betrieben, die wegen der Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie schliessen mussten, soll geholfen werden. Die ständerätliche Wirtschaftskommission (WAK) will Betroffenen die Mietkosten für die Dauer von zwei Monaten gänzlich erlassen.

Sie hat mit 8 zu 2 Stimmen bei 3 Enthaltungen eine entsprechende Kommissionsmotion eingereicht, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. (sda)

Wahlfreiheit für Kantone bei schriftlichen Maturitätsprüfungen

Der Bundesrat überlässt den Kantonen die Wahl, ob sie dieses Jahr schriftliche Maturitätsprüfungen durchführen wollen. Diese Massnahme soll der unterschiedlichen Betroffenheit der Kantone infolge der Corona-Pandemie Rechnung tragen.

In Kantonen, in denen keine Prüfungen stattfinden, werden die Zeugnisse auf der Basis von Erfahrungsnoten abgegeben, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. (sda)

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Den Kantonen ist selbst überlassen, ob sie die schriftlichen Maturitätsprüfungen durchführen wollen. (Symbolbild: Keystone)
Drei Medienkonferenzen zur heutigen Bundesratssitzung

Zur heutigen Bundesratssitzung finden drei Medienkonferenzen statt. Um 14.45 Uhr informieren Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Innenminister Alain Berset und Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Um 16.15 Uhr sprechen Justizministerin Karin Keller-Sutter, Verteidigungsministerin Viola Amherd und Bundeskanzler Walter Thurnherr.



Am Donnerstagmorgen um 9 Uhr tritt Aussenminister Ignazio Cassis vor die Medien. Thema sind jeweils aktuelle Entscheide zum Coronavirus.

Datenschützer Baeriswyl: Corona-App müsste obligatorisch sein

Die Anwendung einer Corona-Rückverfolgungs-App ist nach Ansicht des Zürcher Datenschutzbeauftragten Bruno Baeriswyl ein derart starker Eingriff in die Freiheitsrechte, dass sie für obligatorisch erklärt werden müsste. Deshalb müsste der Staat eine solche lancieren. (sda)

Der Datenschützer Bruno Baeriswyl findet, eine Corona-Rückverfolgungs-App müsste obligatorisch sein. (Archivbild: Keystone)
Weitere Motorrad-WM-Rennen abgesagt

Die Motorrad-WM und ihre Königsklasse MotoGP sind von drei weiteren Absagen wegen der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Demnach werden die Grands Prix in Deutschland (21. Juni), den Niederlanden (28.6.) und in Finnland (12.7.) in dieser Saison nicht gefahren. Aktuell sind die ersten elf Saisonrennen der MotoGP verschoben oder gestrichen worden.

Laut Novartis-CEO gibt's noch keine guten Daten zu Covid-Therapien

Bislang gibt es keine wirklich verlässlichen Daten für mögliche Corona-Therapien. Dies sagte Novartis-Chef Vas Narasimhan am Dienstag an einer Telefonkonferenz.

«Wir brauchen erst einmal solide Daten aus den aktuell laufenden Studien, um dann verlässlichere Aussagen zu den verschiedenen Therapieansätzen machen zu können», so Narashimam. Mit Blick auf die verschiedenen Programme, die derzeit branchenweit durchgeführt werden, ergänzte der Novartis-CEO: «Bislang ist es keiner Studie gelungen, einen echten Standard zu setzen.»

Vas Narasimhan, CEO of Swiss pharmaceutical group Novartis, speaks during the annual results media conference at the Novartis Campus in Basel, Switzerland, on Wednesday, January 30, 2019. (KEYSTONE/Patrick Straub)
MSC Cruises führt bis 10. Juli keine Kreuzfahrten durch

Die Kreuzfahrtgesellschaft MSC Cruises lässt ihre Schiffe neu bis am 10. Juli vor Anker liegen. Damit verlängert die Reederei die vorübergehende Einstellung des Flottenbetriebs um sechs Wochen. (sda)

Die Kreuzfahrtgesellschaft MSC Cruises führt bis 10. Juli keine Kreuzfahrten durch. (Symbolbild: Keystone)
Trump: «Schlimmste Tage der Pandemie liegen hinter uns»

US-Präsident Donald Trump wagt eine erneute Prognose in der Corona-Krise. Die schlimmsten Tage seien überstanden.

«Die Amerikaner freuen sich auf eine sichere und schnelle Wiedereröffnung des Landes», so US-Präsident Donald Trump. (Bild: Keystone)
Deutschland plant noch viel mehr Corona-Tests

Angesichts der Corona-Epidemie sollen Tests auf das Virus in Deutschland deutlich ausgeweitet werden. Das sieht ein Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschloss.



Auch im Umfeld besonders gefährdeter Menschen etwa in Pflegeheimen soll damit verstärkt getestet werden können. Möglich werden sollen ausserdem Tests auf Kosten der Krankenkassen, auch wenn jemand keine Symptome zeigt. Ärzte und Labore sollen künftig auch negative Testergebnisse und genesene Fälle melden müssen.

(Bild: Keystone)

«Wir wollen Corona-Infizierte künftig schneller finden, testen und versorgen können», sagte Spahn. Zum Gesetzespaket gehört auch eine Finanzspritze von 50 Millionen Euro für die 375 Gesundheitsämter in Deutschland, die Infektionsketten nachverfolgen sollen. Ausserdem sollen finanzielle Erleichterungen für Pflegebedürftige kommen.

Cannstatter Volksfest wegen Coronavirus abgesagt

Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet in Deutschland auch das Cannstatter Volksfest nicht statt. Das teilte die CDU-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat am Mittwoch mit.

Abgesagt! (Bild: Keystone)

Das Fest im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt, auch Cannstatter Wasen genannt, ist das zweitgrösste Volksfest in Deutschland. Es war vom 25. September bis zum 11. Oktober geplant.

Schweizer Filialen der deutschen Autowerkstattkette ATU schliessen

Die sechs Schweizer Filialen der deutschen Autowerkstattkette Auto-Technik-Unger (ATU) werden definitiv geschlossen. Über die Schweizer Tochtergesellschaft des Unternehmens ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Die ATU zieht sich aus der Schweiz zurück.



Das Urteil ist bereits am 20. April gefällt worden, wie der Webseite des für das Verfahren zuständigen Konkursamtes Oberwinterthur-Winterthur zu entnehmen ist. Durch die Schliessungen der Autowerkstätten verlieren 75 Personen ihre Stelle, wie ein Sprecher am Mittwoch bestätigte. Zuvor hatten bereits das Onlineportal Toponline.ch und die Zeitung «Der Landbote» über die Schliessungen berichtet.

Seehofer will Grenzkontrollen bis zum 15. Mai verlängern

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer will die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an den Grenzen seines Landes bis zum 15. Mai verlängern.

(Bild: Keystone)
Minimalflugplan von Swiss bleibt vorerst bis 31. Mai 2020 in Kraft

Angesichts der weiterhin bestehenden Reisebeschränkungen wird Swiss ihren Minimalflugplan vorerst bis zum 31. Mai verlängern. Das gab das Unternehmen am Dienstag in einer Mitteilung bekannt.

Ab Zürich bediene Swiss weiterhin die europäischen Städte London (LHR), Amsterdam, Berlin, Lissabon, Stockholm, Porto und Athen und führt drei wöchentliche Langstreckenflüge nach New York / Newark (USA) durch. Ab Genf bedient SWISS weiterhin London (LHR), Athen, Lissabon und Porto.

(Bild: Keystone)

Das seien insgesamt 28 wöchentliche Flüge, also rund 3 Prozent des ursprünglich geplanten Flugprogramms.

Fluggäste, deren Flüge abgesagt worden sind oder die ihren Flug nicht wahrnehmen konnten, könnten ihr Ticket behalten und bis 31. August 2020 eine Umbuchung auf ein neues Reisedatum – bis spätestens 30. April 2021 – und ggfs. ein neues Reiseziel vornehmen. www.swiss.com abgerufen werden.

BAG meldet 143 neue bestätigte Covid-19-Infektionen in einem Tag

In der Schweiz und in Liechtenstein haben sich innerhalb eines Tages 143 Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Am Vortag waren 100 neue Infektionen gemeldet worden. (sda)

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Reisebüros sollen längere Rückzahlungsfrist bekommen

Reisebüros und Reiseveranstalter sollen von einem längeren Zahlungsaufschub profitieren: Die Rechtskommission des Nationalrats will mit einer Motion erreichen, dass Kunden erst wieder im Oktober Forderungen gegen sie geltend machen können.

(Bild: Keystone)

Bis am 19. April galt ein allgemeiner Rechtsstillstand im Betreibungswesen. Der Bundesrat hat diese Betreibungsferien nicht verlängert, um die Zahlungsmoral nicht zu schwächen. Die Rechtskommission verlangt nun eine exklusive Regelung für die Reisebranche bis zum 30. September 2020.

Tessin: Zwei weitere Tote durch Covid-19

Im Kanton Tessin sind in den letzten 24 Stunden erneut zwei Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 15 Personen sind neu positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt wurden bis Mittwochmorgen im Kanton Tessin 3191 Personen positiv auf das Virus getestet. 318 Menschen verloren aufgrund des Coronavirus ihr Leben.

728 Personen konnten bisher aus den Tessiner Spitälern entlassen werden.

Bundesrat will Notverordnungen zu Bundesrecht machen

Damit die aufgrund der Corona-Pandemie erlassenen Notverordnungen nicht an Gültigkeit verlieren, müssen sie ins Bundesrecht überführt werden. Der Bundesrat plant deshalb eine Vernehmlassung Anfang Juni und die entsprechende Botschaft an das Parlament für Anfang September.

(Symbolbild: Keystone)
Deutsche Reisewarnung soll bis 14. Juni verlängert werden

Die deutsche Regierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängern. Das geht aus einer Vorlage des Auswärtigen Amts für die Kabinettssitzung am Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

(Screenshot: auswaertiges-amt.de)
Mehr als 6000 Corona-Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Mittwochvormittag mehr als 157’500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 156’200 Infektionen). Das entspricht einer Zunahme um gut 0,8 Prozent.

Mindestens 6056 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang in Deutschland gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 5845). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.



Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag wieder bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel jeder Infizierte weniger als eine weitere Person ansteckt.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 120’400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Alkoholkonsum im Gesundheitswesen könnte stressbedingt steigen

Der Alkoholkonsum dürfte in weiten Teilen der Bevölkerung in der Corona-Krise zurückgehen. Ein Anstieg ist allerdings bei Personen zu erwarten, die schon bisher problematisch getrunken haben, aber vermutlich auch bei medizinischem Personal.

(Bild: Keystone)
800'000 Dollar für Bradys erstes Spiel in Tampa

Allein Tom Bradys Beitrag für eine Wohltätigkeits-Auktion für von der Corona-Krise betroffene Menschen hat 800’000 Dollar eingebracht.

Der NFL-Superstar spendete ein Erlebnis-Paket rund um sein erstes Heimspiel bei seinem neuen Klub. Der Footballer versprach als Teil der «#allinchallenge» eine Reise zu seiner ersten Partie im Raymond James Stadion für die Tampa Bay Buccaneers. Im Paket inbegriffen sind auch Bradys Trikot und Schuhe des Spiels sowie ein gemeinsames Abendessen oder Workout.

(Bild: Keystone)

Der sechsfache Super-Bowl-Gewinner Brady hatte im März nach 20 Saisons für die New England Patriots bei den Tampa Bay Buccaneers unterschrieben. Der 42-jährige Quarterback unterzeichnete einen Zweijahresvertrag, der ihm ein Einkommen von 50 Millionen Dollar sichert.

BAG meldete fälschlicherweise Tod von Mädchen (9)

Wegen eines Erfassungsfehlers tauchte in der Statistik zu den Corona-Todesfällen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ein neunjähriges Mädchen auf. In Wahrheit handelte es sich aber um eine 109-jährige Frau. Das berichtet der «Tages-Anzeiger».

Der Fehler passierte wohl, weil einige Ärzte das elektronische Meldesystem verschmähen und Todesfälle nach wie vor per Fax melden. «Wir haben bei der Erfassung des Falles das Geburtsdatum versehentlich auf 2011 statt 1911 gesetzt», erklärte das BAG.

(Bild: Keystone)

Ähnlich gelagert war ein Statistik-Eintrag zum Tod eines 27-Jährigen. Der Mann wäre der einzige Todesfall in der Schweiz in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen gewesen, hätte sich nicht herausgestellt, dass er tatsächlich schon 87 Jahre alt war. Auch hier hat ein Arzt das Geburtsdatum falsch in das Meldeformular eingetragen.

Corona-Krise reisst Airbus in die roten Zahlen

Die Corona-Krise und Sonderabschreibungen haben den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im ersten Quartal in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 481 Millionen Euro nach einem Gewinn von 40 Millionen ein Jahr zuvor.

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Toulouse mitteilte. Der Umsatz sank wegen Unterbrechungen bei der Flugzeug-Auslieferung infolge der Pandemie um 15 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sackte um knapp die Hälfte auf 281 Millionen Euro nach unten.

(Bild: Keystone)

Für das laufende Jahr wagt Airbus-Chef Guillaume Faury wegen der unklaren Dauer und Folgen der Coronavirus-Pandemie weiterhin keine neue Geschäftsprognose. Das Unternehmen fährt seine Flugzeugproduktion wie bereits bekannt um rund ein Drittel zurück, weil viele Airlines ihre bestellten Maschinen erst später abnehmen wollen.

UN warnen: «Katastrophale Auswirkungen» der Corona-Krise auf Frauen

Die Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie könnten nach Ansicht der Vereinten Nationen zu sieben Millionen nicht geplanten Schwangerschaften führen. Das liege unter anderem daran, dass aufgrund von in der Krise unterbrochenen Lieferketten rund 47 Millionen Frauen in ärmeren Ländern keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln mehr haben könnten, hiess es am Dienstag in New York vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).



Zudem projiziert die Organisation eine starke Zunahme von Gewalt gegen Frauen und Verheiratung von Mädchen. Die Corona-Pandemie könne «katastrophale Auswirkungen auf Frauen und Mädchen in aller Welt» haben, sagte UNFPA-Direktorin Natalia Kanem – und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, diese stärker zu schützen.

Maurer sieht langen Weg beim Schuldenabbau

Die Schweiz sollte nach Ansicht von Bundesrat Ueli Maurer die massive Zunahme der Verschuldung um 30 bis 50 Milliarden Franken wegen der Coronakrise über die nächsten Jahre wieder abbauen. Die Krise habe gezeigt, wie wichtig es sei, den Haushalt im Lot zu halten.

Ueli Maurer. (Bild: Keystone)
Fitch stuft die Kreditwürdigkeit Italiens wegen Corona-Krise herab

Angesichts der wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Krise hat die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote von Italien um eine Stufe gesenkt. Die Bonitätsnote werde von «BBB» auf «BBB-» reduziert, teilte Fitch am Dienstag in London mit.

Die Note liegt damit nur eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau, das spekulative Anlageformen beschreibt.

(Bild: Keystone)

Italien wurde von der Ausbreitung des Corona-Krise früh und besonders hart getroffen. Die Regierung hat weitgehende Massnahmen zur Eindämmung ergriffen und das Wirtschaftsleben weitgehend lahm gelegt. Besonders belastet wurde der wirtschaftlich starke Norden des Landes. Italien litt schon vor der Krise unter einer anhaltenden Wachstumsschwäche.

Streaming-Filme einmalig für Oscars zugelassen

Wegen der Coronavirus-Pandemie können in diesem Jahr einmalig auch Filme in die Oscar-Auswahl kommen, die nie im Kino waren, sondern ausschliesslich bei Streaming-Diensten zu sehen sind. Das teilte die Academy in der Nacht zum Mittwoch in Los Angeles mit.



Austrian Airlines beantragt Staatshilfen über 767 Millionen Euro

Die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Austrian Airlines (AUA) beantragt zur Bewältigung der Coronakrise in Österreich Staatshilfen über 767 Millionen Euro (805 Millionen Franken).

Ein entsprechender Antrag sei am Abend bei der Österreichischen Kontrollbank und der staatlichen Corona-Finanzierungsagentur Cofag eingebracht worden, sagte ein AUA-Sprecher am Dienstagabend zu Reuters. Ein Grossteil der Summe bestehe aus rückzahlbaren Krediten, der andere Teil seien Zuschüsse, die noch zu verhandeln seien, erklärte der Sprecher.

(Bild: Keystone)

Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte zuvor Bedingungen an eine Staatshilfe geknüpft. Demnach sollen möglichst viele Arbeitsplätze in Österreich erhalten und der Standort gestärkt werden. Eine staatliche Beteiligung sei nicht das Ziel, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

WHO-Daten widersprechen BAG

Anders als Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit darlegte, können laut Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Kinder auch ansteckend sein. Das berichtet am Dienstagabend die NZZ online.

So zeigten die WHO und Studien, die von The Lancet veröffentlicht wurden, auf, dass sich Kinder unter zehn Jahren im gleichen Ausmass infizieren wie Erwachsene; ihre Krankheit verliefe aber wesentlich milder.

(Bild: Keystone)

Auch das renommierte deutsche Robert-Koch-Institut gehe davon aus, dass Kinder zur Verbreitung des Coronavirus beitragen. Demnach würden die Infektionsraten mit dem Wiederbeginn der Schule wahrscheinlich ansteigen.

Daniel Koch, Delegierter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und (bis April 2020) Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten», sagte am Montag, dass Grosseltern ihre Enkel gefahrlos umarmen dürften. Nur hüten sollten sie die Kinder noch nicht, denn dies würde den Kontakt zwischen den Generationen befördern und dann könnten zwar nicht die Kleinen, wohl aber die Erwachsenen die Grosseltern anstecken. Von jüngeren Kindern gehe laut Koch jedoch keine Gefahr aus. Die ihnen vorliegenden Daten zeigten, dass diese kaum infiziert seien und die Krankheit auch nicht übertrügen.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

3 Kommentare

  1. Die Debatte um die Kinder nervt echt. Wenn man Läden aufmachen kann, können Kinder wieder in die Schule und dann muss man halt mal richtig hinschauen und nicht gleich panisch reagieren.Report

  2. Sehr geehrte Politiker und Delegierte des Bundesamts für Gesundheit

    Andauernd werden die Informationen was covd19 anbelangt geändert. Wer soll da noch durchblicken?Report

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