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Der Telebasel News Beitrag vom 26. April 2020.
Basel

Kaum noch Corona-Tests in Predigerkirche

Das Testzentrum in der Basler Predigerkirche wurde zuerst überrannt, nun lassen sich kaum noch Menschen testen. Das Testzentrum bleibt dennoch offen.

Rund 60 Leute standen zu Beginn auf dem Trottoir entlang der Predigerkirche, die zum temporären Corona-Testzentrum des Universitätsspitals Basel umgebaut wurde. Mittlerweile kommen ungefähr so viele Personen pro Tag – sehr zum Leidwesen der Ärzte. «Es wäre schön, wenn wieder mehr Menschen kommen würden», sagt der Mediensprecher des Unispitals Nicolas Drechsler. Das sei wichtig, um das sogenannte Tracing durchführen zu können. So könnten die Ärzte zurückverfolgen, woher die Corona-Erkrankung komme und wer sich mit dem Virus infiziert haben könnte.

Wie repräsentativ die abflachende Kurve sei, stehe in den Sternen. «Darum ist es enorm wichtig, dass wir diese Predigerkirche haben. Das ist sozusagen wie ein Frühwarnsystem», so Drechsler. Sobald wieder mehr Menschen positiv getestet werden, könne das Spital davon ausgehen, dass in Kürze wieder mehr Menschen ins Krankenhaus oder auf die Intensivstationen müssen.

Predigerkirche bleibt offen

Von einem gesundheitlichen Unlock kann also nicht die Rede sein. Viele haben Angst davor, dass durch die Lockerungsmassnahmen des Bundesrats eine zweite Welle auf die Bevölkerung zukommen könnte. Darum soll das Testzentrum auch weiterhin geöffnet bleiben und einer rasanten Weiterverbreitung des Virus entgegenwirken. «Wir können uns aber auch vorstellen, dass wenn es Antikörpertests geben wird, die was taugen, wir das hier machen könnten.»

Noch werden keine solchen Antikörper-Tests veranlasst. Der Pharmakonzern Roche geht beispielsweise davon aus, dass es bereits anfangs Mai soweit sein könnte. Andere Pharmakonzerne, Spitäler und Ärzte sprechen sich ebenfalls dafür aus.

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