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Der Telebasel News Beitrag vom 25. April 2020.
Basel

So begegnet die Stadtgärtnerei der Trockenheit

Seit Wochen bleibt der Regen aus. Langsam werden die Spuren der Trockenheit sichtbar. Die Basler Stadtgärtnerei muss sich auf die neue Situation einstellen.

«Wir freuen uns auf den Regen», sagt der Leiter der Stadtgärtnerei Emanuel Trueb. Nach einer Durststrecke soll es kommende Woche wieder regnen. Doch ob der Niederschlag die Lücke füllen mag, ist fraglich.

Bei der Stadtgärtnerei passt man wegen der Entwicklung zu wärmerem Wetter die Bepflanzung an, wie Trueb an der St. Alban Anlage erzählt. «Hier haben wir die Lotuspflaume gepflanzt», führt Trueb aus. Eine Pflanze, die einst nur im Mittelmeerraum anzutreffen war.

Das Basel der Zukunft mit spanischem Flair

«Mit unserem Pflanzen- und Baumbestand bewegen wir uns eher südwärts, oder der Süden kommt zu uns», sagt der oberste Stadtgärtner. Zwar habe man viele Bäume, die den Klimawandel mitmachen würde, aber dennoch seien Anpassungen gefragt.

Das ganze Interview mit Emanuel Trueb (Video: Telebasel).

«Ein Baum reagiert auf seine Umwelt», so Trueb. Es würden nicht nur Hitze und Trockenheit den Bäumen zu Stamme rücken, sondern beispielsweise auch Parasiten, die durch die neuen Verhältnisse begünstigt werden. Die Bäume erkranken in der Folge schneller.

Die klassische Buche ist so ein Fall, wie etwa in der Birsfelderhard zu beobachten war. In der Stadt kommt der Baum aber nur selten vor. Wie die Zukunft der Basler Vegetation aussehen wird, kann aber nicht abschliessend gesagt werden.

Ein stetiges Ausprobieren

«Bei der Begrünung der Stadt muss man immer ausprobieren», sagt Trueb. Nur bei einem Punkt ist sich der Chef-Gärtner sicher: Die Artenvielfalt und das Grün wird bleiben.

Doch nicht nur die Bepflanzung muss angepasst werden. Trueb: «Letztes Jahr haben wir ein Viertel mehr Wasser beim Giessen verbraucht.» Doch nun könnte der Regen für die bitter nötige Entspannung sorgen.

Denn während das Gras jetzt noch grün ist, könnte sich dies schnell ändern. Die Wurzeln sind zu wenig tief und so, trocknet der Boden oberflächlich aus, folgt der Rasen schnell nach. Und dann muss wieder bewässert werden.

1 Kommentar

  1. Das ist schon so richtig, dass wir die Bäume und die Vegetation in der Stadt den Klimaveränderungen anpassen müssen mir geeigneter Pflanzenauswahl. Aber es geht noch mehr. Bäumen kann auch geholfen werden und das nicht nur in Basel, indem die Pflanzvorbereitung dem Stand der Technik und aktuellem Fachwissen angepasst und verbessert wird, indem Bauweisen zur Pflanzgrubenerweiterung mit verbessertem porenreichen und wasserspeicherndem Substrat eingesetzt werden. Darüberhinaus helfen Symbiosepartner der Bäume, also den Mykorrhizapilzen, den Bäume enorm. Sie sind damit wiederstandfähiger und halten Trockenheiten viel besser aus. Es gibt einiges zu tun.Report

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