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Die Medienkonferenz des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt vom 24. April 2020 ab 13 Uhr. (Video: Youtube/Stream Basel-Stadt)
Basel

Lukas Engelberger – «Wir müssen uns auf eine zweite Welle einstellen»

Am Freitag um 13 Uhr informiert das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt über die ersten Lockerungen der Corona-Massnahmen. Telebasel überträgt die MK live.

Die Corona-Fallzahlen zeigen sich in den letzten Tagen relativ stabil. Nun stehen die ersten Lockerungen an. Wie rüstet sich Basel-Stadt? Und wie schätzt der Basler Kantonsarzt die Lage in den Basler Spitälern ein?

Stabile Zahlen

800 Personen der 936 positiv Getesteten und damit mehr als 80 Prozent sind mittlerweile wieder genesen – das sind sieben mehr als noch am Donnerstag. Aktuell befinden sich 27 Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons aufgrund einer Coronavirus-Infektion in Spitalpflege. Die ausserkantonalen und ausländischen Patientinnen und Patienten mitgezählt sind es 42, sieben davon benötigen Intensivpflege.

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger gibt am Freitag eine erste Entwarnung: «Eine erste Akutphase der Pandemie geht ihrem Ende entgegen». Die «ganz schlimmen Szenarien» seien in Basel-Stadt nicht eingetroffen, sie hätten  bislang verhindert werden können, so Engelberger.

Der bisherige Verlauf der Corona-Pandemie in Basel-Stadt:

(Screenshot: Kanton BS)

Eine erste Etappe wurde am 27. Februar erreicht, worauf die Basler Fasnacht verboten wurde, wie der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen an der Medienkonferenz erläutert. Am 5. März erliess der Kanton dann neue Hygiene- und Verhaltensregeln, ehe am 13. März das BAG die Massnahmen verschärfte und die Schulen schweizweit geschlossen wurden. Am 20. April gab es dann positive Nachrichten aus Basel-Stadt: Der Kanton hatte erstmals seit Ausbruch der Corona-Epidemie in Basel keine neuen Ansteckungen zu vermelden.

Jede fünfte Ansteckung innerhalb der Familie

Wie eine weitere Grafik zeigt, haben sich knapp 20 Prozent der Ansteckungen im familiären Umfeld ereignet. Bei rund 39 Prozent der Ansteckungen ist unbekannt, wo sie ihren Ursprung haben.

(Screenshot: Kanton BS)

Keine Erfahrung mit Unlock-Verfahren

Mit Blick auf die nun anstehende Übergangsphase, die am kommenden Montag, 27. April beginnt, weist das Gesundheitsdepartement darauf hin, dass weder Behörden noch die betroffenen Branchen Erfahrung im Umgang mit dieser Situation haben. Entsprechend ist Vorsicht angezeigt: Die Verhaltens- und Hygienemassnahmen sind weiterhin konsequent zu beachten, um in der Öffnungsphase ein Wiedererstarken der Epidemie zu verhindern, wie Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger mahnt.

(Screenshot: Kanton BS)

Engelberger warnt die Bevölkerung wiederholt davor, zu schnell die Massnahmen nicht mehr einzuhalten. Solange kein Impfstoff da sei, sei die Gefahr nicht gebannt. «Wir müssen uns auf eine zweite Welle einstellen».

Basel-Stadt ist für Contact Tracing bereit

Im Kanton Basel-Stadt werden alle Infizierten von den Medizinischen Diensten betreut und regelmässig kontaktiert. Risikopatientinnen und Risikopatienten sogar täglich, wie das Gesundheitsdepartement mitteilt. Das Gesundheitsdepartement ist bereit für einen Ausbau der Isolations- und Quarantänebegleitung sowie des Contact Tracings.

Es baut zu diesem Zweck gemeinsam mit Partnern eine neue IT-Plattform auf, die in den kommenden zwei Wochen einsatzbereit und der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit detailliert vorgestellt wird.

Update folgt …

Es informieren an der Medienkonferenz vom Freitag:

  • Regierungsrat Lukas Engelberger: Einschätzungen des Gesundheitsdirektors vor den ersten Lockerungen und Öffnungen der Massnahmen
  • Thomas Steffen, Kantonsarzt: Statistische Aussagen zu den infizierten Menschen im Kanton Basel-Stadt

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