Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind. (Bild: Keystone)
Baselland

Baselbieter Schulen warten auf den Bundesrat

Das Baselbieter Erziehungsdepartement informierte am Freitagnachmittag, wie es eine allfällige Öffnung der Schulen ab dem 11. Mai plant. Noch ist Vieles unklar.

Der Kanton Baselland bereitet sich so gut wie momentan möglich auf die Wiederaufnahme des Volksschulbetriebs am 11. Mai vor. Definitive Entscheide werden aber erst nach der Bekanntgabe der Richtlinien durch den Bundesrat und die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) am nächsten Mittwoch möglich sein.

Der Kanton werde ab der kommenden Woche auf Basis der Richtlinie des Bundes und der Erziehungsdirektorenkonferenz sein kantonales Konzept für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs zusammenstellen, sagte der Leiter des Baselbieter Amts für Volksschulen, Beat Lüthy, am Freitag an einem auf Internet gestreamten Point de Presse. Um gut vorbereitet zu sein, spiele die «Task Force Corona Schulen» aber bereits jetzt verschiedene Szenarien durch.

Dabei gehe es in erster Linie um Schutzkonzepte, konkret um Hygienemassnahmen und Abstandsregeln, sagte er weiter. In einem vollen Klassenzimmer lasse sich ein Zweimeter-Abstand nicht durchsetzen. Hier warte man gespannt auf die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit, das zumindest Primarschulkinder als Personengruppe mit einem geringen Ansteckungs- und Verbreitungsrisiko deklariert habe.

Wie viele Lehrer stehen zur Verfügung?

Auch müsse abgeklärt werden, wie viele Lehrpersonen zur Verfügung stehen werden, wenn man Vertreter aus Risikogruppen vom Präsenzunterricht fernhalten müsse, sagte Beat Lüthy weiter. Und schliesslich müsse über spezielle Konzepte bei den in diesem Zusammenhang heiklen Sonderschulen nachgedacht werden.

Der Kanton Baselland ist aber wie alle Kantone auf die Vorgaben des Bundes angewiesen. Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) stellte für den kommenden Donnerstag, also einen Tag nach den erwarteten Informationen des Bundesrats, einen weiteren Point de Presse in Aussicht. Sicher sei im Moment nur eines, ergänzte beat Lüthy: Es werde nicht derselbe Schulbetrieb wie vor der Corona-Krise sein.

Im Kanton Baselland werden am 11. Mai theoretisch rund 30’000 Kindergarten-, Primar- und Sekundarschüler wieder zur Schule gehen müssen. Ihnen stehen bis zu den Sommerferien sieben Wochen Unterricht bevor.

1 Kommentar

  1. Frau Regierungsrätin Gschwind steht NICHT dem „Baselbieter Erziehungsdepartement“ vor! Das Ding heisst schon seit vielen Jahren „Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion“ (BKSD). Ich finde, das darf man wissen, wenn man die Bevölkerung über Beschlüsse aus ebendieser Direktion informieren will.Report

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