David Pastrnak und Torey Krug von den Boston Bruins müssen sich weiter gedulden, bevor sie aufs Eis zurückkehren dürfen. (Bild: Keystone)
International

Die NHL will sich Zeit lassen

NHL-Commissioner Gary Bettman äusserte sich nun zu möglichen Szenarien, wie die Meisterschaft in der besten Hockeyliga der Welt zu Ende gebracht werden könnte.

In der NHL ruht der Spielbetrieb aufgrund des Coronavirus seit dem 12. März.In einem Interview mit dem kanadischen TV-Sender «Sportsnet» sagte Bettman, die NHL werde sich für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs Zeit nehmen, um «die Dinge richtig zu machen».

Es sei kein Rennen. «Wenn das heisst, wir sind nicht die ersten, die zurückkommen, egal», so der 67-Jährige. Im Vordergrund stünde die Gesundheit der Beteiligten, er und die NHL hätten dabei zwei Problemfelder ausgemacht: COVID-19 und die Form der Spieler. «Wir wollen keine wichtigen Spiele spielen lassen, solange die Spieler dafür nicht in Form sind», so Bettman.

«Wir basteln. Wir versuchen zu sehen, welche Optionen wir in diversen Szenarien haben»

Konkrete Pläne, ob, wann und wie die finale Phase der Regular Season und die Playoffs ausgetragen werden könnten, gibt es nicht. Bettman offenbarte aber Überlegungen, dass jede der vier Divisionen an einem Ort zu Ende gespielt werden könnte.

Zwischen 11 und 14 Spielen haben die 31 Klubs bis zu den Playoffs noch auszutragen. «Wir basteln. Wir versuchen zu sehen, welche Optionen wir in diversen Szenarien haben», erklärte Bettman.

Er betonte, dass alle Eventualitäten viele Unsicherheiten mit sich bringen würden. «Der Entscheid wird letztlich von Medizinern und Menschen getroffen, die Regierungen leiten. Wir werden nicht versuchen, etwas zu tun, das angesichts dessen, was uns gesagt wird, unangemessen ist», sagte der Liga-Chef.

Dass es faktisch eine Kasernierung der Mannschaften in entfernten Orten mit Spielen abseits der NHL-Spielstätten geben könnte, schloss Bettman aus. Eine Konzentration auf einzelne Städte mit NHL-Hallen, die eine entsprechende Infrastruktur für so ein intensives Programm inklusive genügend Eisflächen auch für Trainings haben, ist aber Teil der Überlegungen. «Vielleicht sind es zwei Städte. Diese Orte könnten überall sein, wo es keinen (Corona-)Hotspot gibt».

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